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Archivmanager

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

./archiv.png Dateien in Archive zu verpacken und ihre Größe durch Kompressionsalgorithmen zu verkleinern ist ein häufiger Vorgang in der Datenverarbeitung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Archiven und komprimierten Dateien. Ein Archiv ist ein unkomprimierter Behälter für Dateien. Dieses Archiv kann durch Kompressionsverfahren komprimiert werden. Es gibt allerdings ein paar Formate, die gleich auch eine Komprimierung beinhalten.

Archivformate

Es gibt sehr viele verschiedene Formate zum Komprimieren von Daten. Soweit bekannt, lassen sich sämtliche Formate unter Linux benutzen, zumindest jedoch kann man die Dateien öffnen (entpacken). Bekannte Formate unter Linux/Unix sind folgende:

  • gzip - Kurze Laufzeit, Endung .gz

  • bzip2 - Hohe Kompressionsrate, Endung .bz2

  • Brotli - hohe Kompressionsrate bei hoher Geschwindigkeit, Endung .br

  • xz - Neueres, 7z-ähnliches Format, Endung .xz

Hierbei ist zu beachten, dass unter Linux erst die oft genutzte Kombination aus dem Archivprogramm tar und einer Kompression mittels gzip oder bzip2 ein komprimiertes Archiv ergibt. .tar.gz bzw. .tar.bz2-Dateien sind also .tar Archive, die mit dem entsprechenden Kompressionsverfahren komprimiert wurden.

Unter Windows sind vor allem die folgenden Formate gebräuchlich, die sich aber auch unter Linux benutzen lassen:

  • ZIP - Das wohl bekannteste Packformat, gleichzeitig auch die Dateiendung .zip

  • RAR - Bekanntes Dateiformat, gleichzeitig auch die Dateiendung .rar

  • ACE - ACE Packformat, sehr leistungsfähig, gleichzeitig auch die Dateiendung .ace

  • 7z - Freies Packformat, sehr leistungsfähig und quelloffen. Dateiendung .7z

Welches Format man wählt, hängt vom Verwendungszweck ab. Möchte man Mails auf einem Server im laufenden Betrieb komprimieren, dann sollte der Prozess den Server nicht zu stark beanspruchen, damit der Mailverkehr nicht beeinträchtigt wird. Hat man jedoch nur sehr wenig Platz, so kann man eine stärkere Komprimierung wählen. Dies benötigt jedoch auch mehr Leistung und dauert länger. Der folgende Test samt Auflistung stammt aus dem Artikel qt-fsarchiver und soll ein Gefühl für Komprimierung und Geschwindigkeit vermitteln.

Für den gesamtem Test lagen folgende Bedingungen zu Grunde:

  • Quellmedium: ganze Partition

  • Partitionstyp: Kubuntu Lucid root-Partition (breit gestreute Datenformate); ohne das /home Verzeichnis (liegt in separater Partition)

  • Partitionsgröße: 15 GiB; tatsächlicher Dateninhalt 4,43 GiB; 189807 Dateien und Verzeichnisse

Kompressionsübersicht
Modus/Stufe Komprimierte Größe (~ GiB) Zeitaufwand Ersparnis in ~ %
lzo (keine Unterstufen) 2.141.695.938 Byte (1.99 GiB) 11 min 12 Sek 55,1
gzip fast 1.822.273.889 Byte (1.7 GiB) 12min 11 Sek 61,6
gzip standard 1.695.248.687 Byte (1.58 GiB) 12 min 49 Sek 64,3
gzip best 1.688.266.397 Byte (1,57 GiB) 23 min 52 Sek 64,6
bzip2 fast 1.660.019.964 Byte (1,55 GiB) 26 min 11 Sek 65
bzip2 good 1.637.605.954 Byte (1,53 GiB) 28 min 23 Sek 65,5
lzma fast 1.597.604.088 Byte (1,49 GiB) 19 min 19 Sek 66,4
lzma medium 1.480.208.664 Byte (1,38 GiB) 59 min 4 Sek 68,8
lzma best 1.461.640.213 Byte (1,36 GiB) 67 min 0 Sek 69,3

Programme

Um diese Formate unter Linux packen und entpacken zu können, benötigt man für jedes Format ein eigenes Programm. Für viele Desktop-Umgebungen gibt es mehr oder weniger integrierte Archivmanager, die über eine komfortable grafische Oberfläche verfügen, jedoch auf die Einzelprogramme (als Kommandozeilen-Version) zurückgreifen. Daher müssen diese auf jeden Fall installiert werden.

Um mit sämtlichen oben genannten Formaten umgehen zu können, müssen die folgenden Pakete installiert [1] werden. Die ersten fünf Pakete sollten bereits nach einer Standardinstallation vorhanden sein.

  • tar - ein Archivierungsprogramm, das unter Linux oft mit GZip oder BZip zusammen verwendet wird

  • bzip2 - für Dateien vom Typ BZip

  • gzip - für Dateien vom Typ GZip

  • lzop - auf Geschwindigkeit optimiertes Packprogramm

  • zip - zum Packen von Zip-Archiven

  • unzip - zum Entpacken von Zip-Archiven

  • xz-utils und xz-lzma - für XZ-Dateien und den Vorgänger LZMA

  • p7zip-full (universe) - zum Packen/Entpacken mittels LZMA Algorithmus von 7-Zip-Archiven und Entpacken von AES-verschlüsselten Zip-Archiven

  • lha (multiverse, [2]) - ein LZH-Archiver, wird von Ark benutzt

Erwähnenswert ist auch folgende Anwendung, die bereits in der Standardinstallation mit installiert wird:

  • split - Archive in mehrere (beliebig große) Teile teilen

  • Brotli - arbeitet schnell und effizient, besitzt außerdem eine Optimierung für HTML-Dateien

Für diverse proprietäre Archivformate gibt es die Wahl zwischen einer Open-Source-Version und einer Version, die unter einer unfreien Lizenz steht, die dafür aber mehr Funktionalität bietet. So können beispielsweise nur die proprietären Versionen mit Passwörtern geschützte Archive extrahieren usw. Man sollte hierbei darauf achten, dass entweder die proprietäre oder die freie Version installiert ist.

Ace

  • unace (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install unace 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://unace

  • unace-nonfree (multiverse)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install unace-nonfree 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://unace-nonfree

Hinweis: funktioniert nicht mit dem Archivmanager File Roller.

Rar

Für .rar-Dateien muss eines der folgenden fünf Pakete installiert werden:

    • rar (multiverse - zum Erstellen von Rar-Archiven )

    Paketliste zum Kopieren:

    sudo apt-get install rar 

    Oder mit apturl installieren, Link: apt://rar

    • unrar (multiverse)

    Paketliste zum Kopieren:

    sudo apt-get install unrar 

    Oder mit apturl installieren, Link: apt://unrar

    • unrar-free (universe)

    Paketliste zum Kopieren:

    sudo apt-get install unrar-free 

    Oder mit apturl installieren, Link: apt://unrar-free

    • p7zip-rar (multiverse)

    Paketliste zum Kopieren:

    sudo apt-get install p7zip-rar 

    Oder mit apturl installieren, Link: apt://p7zip-rar

    • unar (universe)

    Paketliste zum Kopieren:

    sudo apt-get install unar 

    Oder mit apturl installieren, Link: apt://unar

Hinweis:

RAR und Ace sind proprietäre Dateiformate. Das heißt, die Mechanismen zum Erstellen und Entpacken solcher Archive beruhen auf geschützten Closed-Source-Verfahren. unrar-free und unace sind Versuche, die wichtigsten Funktionen zum Entpacken unter einer freien und offenen Lizenz bereitstellen zu können. unrar 🇬🇧 und unace-nonfree sind kommerzielle Software von den Herstellern der beiden Formate.

Welches dieser Pakete man installieren soll, ist dem Benutzer selber überlassen. Möchte man ein Computersystem ohne proprietäre Software, so sollte man die freien Pakete nutzen, muss aber mit der Einschränkung leben, nicht alle Archive entpacken zu können. Möchte man alle Archive inklusive beispielsweise dem RAR-3.0-Format und passwortgeschützte Archive entpacken, so muss man auf die proprietären Pakete zurückgreifen.

Archivmanager

Die großen Desktop-Umgebungen bringen von Haus aus Archivmanager mit, die Daten (de-)komprimieren können. Dabei sollte man im Kopf behalten, dass diese Archivmanager nur grafische Oberflächen (Frontends) für die einzelnen Packprogramme sind, die etwas weiter oben beschrieben werden. Ubuntu installiert aus lizenzrechtlichen Gründen standardmäßig keine Packprogramme für beliebte Archivformate wie Rar oder 7z. Diese müssen also wie oben beschrieben installiert sein, damit die Archivmanager solche Archive verarbeiten können.

fileroller.png
File Roller

Unity / GNOME

File Roller

File Roller ist der Standard-Archivmanager von Unity und GNOME. Es wird direkt bei der Installation von Ubuntu mit installiert. Weitere Informationen sind im genannten Artikel zu finden.

KDE

ARK

Ark ist der Archivmanager der Desktop-Umgebung KDE. Das Programm wird automatisch bei der Installation von Kubuntu installiert. Möchte man es nachinstallieren, braucht man folgendes Paket:

ark2.jpeg
ARK
  • ark (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install ark 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://ark

Das Programm selber findet man unter

  • "K-Menü → Dienstprogramme → Ark (Archivprogramm)"

oder man startet es, indem man ein Archiv aus einem Dateimanager heraus öffnet.

xarchiver.png
Xarchiver

Xfce

Xarchiver

Xarchiver ist der Archivmanager der Desktop-Umgebung Xfce und wird automatisch mit Xubuntu installiert. Sollte man ihn nachinstallieren wollen, so kann man das über das Paket

  • xarchiver (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install xarchiver 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://xarchiver

tun. Das Programm selbst findet man im Anwendungsmenü unter "Zubehör → Xarchiver" oder man startet es, indem man ein Archiv aus dem Dateimanager heraus öffnet.

LXDE

Hier kommt ebenfalls File Roller zum Einsatz.

Ubuntu MATE

Bei Ubuntu Mate ist Engrampa vorinstalliert, eine Abspaltung (Fork) von File Roller. Möchte man das Programm innerhalb einer anderen Desktop-Umgebung nachinstallieren, wird folgendes Paket benötigt:

  • engrampa (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install engrampa 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://engrampa

Sonstige

PeaZip

./peazip-3-2.png PeaZip ist ein plattformübergreifendes Projekt und stellt eine gute und funktionserweiterte Alternative zu den obigen Archivmanagern dar. Es unterstützt praktisch alle im Rahmen der lizenzrechtlichen Bestimmungen verfügbaren Formate und bietet eine kaum mehr überschaubare Vielfalt an Funktionen, Optionen und Filtern. Besondere Beachtung verdienen die umfangreichen Möglichkeiten zur Datensicherheit (verschiedene Verschlüsselungen, Löschen durch mehrfaches Überschreiben usw.).

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Archivmanagern ist PeaZip kein grafisches Frontend für die einzelnen oben beschriebenen Programme, sondern ein eigenständiges Pack- und Archivierungsprogramm. Es ist also nicht auf die separate Installation von Packprogrammen angewiesen.

Terminal

Man muss nicht zwangsläufig auf die grafischen Archivmanager zurückgreifen. Alle Packprogramme kann man auch von einem Terminal heraus bedienen. Wichtig dabei ist natürlich, dass die oben genannten Packprogramme installiert sind.

Ace

# Falls unace-nonfree installiert ist
unace (OPTIONEN) ARCHIVNAME.ace
# Falls unace installiert ist
unace e ARCHIVNAME.ace 

Rar

Archive erstellen

# Allgemein
rar a ARCHIVNAME DATEI1 (DATEI2) ...
# Beispiel
rar a -v2048 test.rar -p datei1 datei2 datei3 

Archive entpacken

Manche unter Windows erstellte Rar-Archive lassen sich aus unbekannten Gründen nicht mit Ark unter KDE öffnen. Hier ist man gezwungen, auf das Entpacken im Terminal zurückzugreifen, was in der Regel einwandfrei funktioniert. Dazu geht man wie folgt vor:

# Allgemein
unrar x ARCHIVNAME.rar
# Beispiel
unrar x -pPasswort ~/Desktop/beispiel.rar 

Ein Sonderfall ergibt sich, wenn bei einer passwortgeschützten Datei das Passwort mit Sonderzeichen, wie etwa ~ endet. In diesem Fall führt der o.g. Befehl zu der Fehlermeldung

bash: !~: event not found

Das Problem kann man umgehen, indem man zunächst das Entpacken ohne Passworteingabe einleitet (siehe Befehl oben). Dann wird man automatisch nach dem Passwort gefragt, welches man nun eingeben kann. Achtung: Das Passwort wird bei der Eingabe nicht angezeigt.

Enter password (will not be echoed) for Dateiname.rar: 

Kommandos und Optionen Bemerkung
a Dateien sollen hinzugefügt werden.
e Dateien sollen entpackt werden.
x Dateien sollen in die in der Datei enthaltene Verzeichnisstruktur entpackt werden.
-m[KOMPRESSIONSLEVEL] Setzt den Kompressionslevel ( -m0 = ohne; -m3 = standard; -m5 = maximal) (optional).
-v[GROESSE][EINHEIT] Legt die Dateigröße fest, als Einheit kann man u.a. Byte (b), Kilobyte (k), und Megabyte (m) wählen. Wenn man nun Teilarchive haben will, die z.B. 100 Megabyte groß sind, wählt man folgende Option -v100m. Die Größe der Teilarchive geht bei 1000 Bytes los, kleinere Teilarchive kann man nicht erstellen (optional).
-rr[GROESSE][EINHEIT] Fügt Wiederherstellungsinformationen hinzu. Diese können bspw. in Prozent angegeben werden, für fünf Prozent gibt man also -rr5% an. Wird keine Einheit angegeben, gibt die Größenangabe die Anzahl der Sektoren an, die zur Wiederherstellung verwendet werden können (optional).
-p Setzt ein Passwort, das man nach der Eingabe festlegt (optional).
-hp Setzt auch ein Passwort, Unterschied zu -p ist, dass das Archiv nun komplett verschlüsselt wird, d.h. die Dateinamen im Archiv werden auch verschlüsselt (optional).

tar.gz/tar.bz2

tar.gz

Archive erstellen

# Allgemein
tar -czf ARCHIVNAME.tar.gz DATEI1/VERZEICHNIS1 (DATEI2/VERZEICHNIS2) ...
# Beispiel
tar -czf beispiel.tar.gz test example
# oder
tar -czf beispiel.tar.gz test/ 

Dabei wird im ersten Beispiel ein Archiv beispiel.tar.gz aus den Dateien test und example erstellt. Im zweiten Beispiel wird aus dem Verzeichnis test/ ein Archiv erstellt.

Archive entpacken

# Allgemein
tar -xzf ARCHIVNAME.tar.gz
# Beispiel
tar -xzf beispiel.tar.gz 

tar.bz2

Archive erstellen

# Allgemein
tar -cjf ARCHIVNAME.tar.bz2 DATEI1/VERZEICHNIS1 (DATEI2/VERZEICHNIS2) ...
# Beispiel
tar -cjf beispiel.tar.bz2 test example
# oder
tar -cjf beispiel.tar.bz2 test/ 

Dabei wird im ersten Beispiel ein Archiv beispiel.tar.bz2 aus den Dateien test und example erstellt. Im zweiten Beispiel wird aus dem Verzeichnis test/ ein Archiv erstellt.

Archive entpacken

# Allgemein
tar -xjf ARCHIVNAME.tar.bz2
# Beispiel
tar -xjf beispiel.tar.bz2 

Dabei entsteht in der Regel ein neues Verzeichnis, in welches man dann wechseln kann. Manchmal möchte man den Inhalt des Archivs auch direkt an einen Ort entpacken (für .tar.bz2 bitte die Befehle entsprechend ändern):

# Allgemein
tar -xjf ARCHIVNAME.tar.bz2 -C ZIELORDNER
# Beispiel
tar -xjf php-5.1.0.tar.bz2 -C /opt/php5 

zip

Archive erstellen

# Allgemein 
zip ARCHIVNAME.zip DATEI1/VERZEICHNIS1 (DATEI2/VERZEICHNIS2/*) ...
# Beispiel
zip beispiel.zip test.txt example/*
# Mit Passwort
zip -e ARCHIVNAME.zip DATEI1/VERZEICHNIS1 (DATEI2/VERZEICHNIS2/*) ...
# Beispiel 2
zip -e beispiel.zip test.txt example 

Dabei wird im zweiten Beispiel ein Archiv beispiel.zip aus der Datei test.txt und dem Ordner example erstellt und dabei nach der Eingabe eines Passwortes gefragt, mit dem man verschlüsseln möchte.

Achtung!

In der Vergangenheit wurden keine starken Verschlüsselungsverfahren verwendet, so dass verschlüsselte Dateien sehr leicht zu knacken waren. Das Windows-Programm WinZip wurde ab Version 6 um eine starke Verschlüsselung mit AES ergänzt. Dieses neue Format wird unter Linux nicht unterstützt.

Wer seine Daten sicher verschlüsseln möchte, dem sei das Archivformat 7z empfohlen. Dieses verwendet standardmäßig eine starke Verschlüsselung mit AES und erlaubt, neben den eigentlichen Dateien auch die Datei- und Verzeichnisnamen mit zu verschlüsseln.

unzip

# Datei entpacken
unzip ARCHIVNAME.zip
# in Ordner entpacken
unzip ARCHIVNAME.zip -d ZIELORDNER 

atool, Unpack und dtrx

Um sich nicht die unterschiedlichen Befehle und Parameter der verschiedenen Archivformattools zu merken, gibt es atool, Unpack oder dtrx 🇬🇧. Die Programme kennen die Syntax, um die jeweiligen Archive korrekt zu entpacken und ersparen dem Benutzer die Eingabe des kompletten Befehls. So kann man dann mit einem einzigen Befehl wie

aunpack ARCHIV 

oder

unp ARCHIV 

oder

dtrx ARCHIV 

bequem im Terminal [4] entpacken. Insbesondere bietet atool noch viele weitere universelle Funktionen an, um z.B. Archive zu erstellen oder den Inhalt aufzulisten.

dtrx kann aus den offiziellen Paketquellen installiert werden:[1]

  • dtrx (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install dtrx 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://dtrx

zless und bzless

zless und bzless sind zwei kleine Programme, mit denen sich gepackte Textdateien (.gz und .bz2) betrachten lassen, ohne sie vorher manuell entpacken zu müssen.

Weitere Packprogramme

cabextract

cabextract ist zum Entpacken von Cabinet-Dateien, welche im Format .cab vorliegen, gedacht.

innoextract

innoextract extrahiert Installationsdateien, welche mit Inno Setup erstellt wurden.

unshield

unshield ist wie cabextract zum Entpacken von Cabinet-Dateien gedacht, jedoch für Anwendungen, die InstallShield verwenden.

Problembehebung

Es kann sein, dass man ein Archiv packen oder entpacken muss, welche Leerstellen im Namen aufweist. Versucht man, ein solches Archiv im Terminal zu packen oder entpacken, wird eine Fehlermeldung ausgegeben mit dem Inhalt, dass die Datei nicht gefunden werden konnte. Das Problem kann umgangen werden, indem man den Archivnamen in Anführungsstriche Quoting setzt.

Beispiel Datei entpacken:

unrar x "2000 - Das ist ein Archiv.rar" 

Beispiel Datei packen:

rar a Archiv "D.a.s. ist eine Datei - 2000" 

oder auch mit Leerstellen in der Zieldatei:

rar a "A r c h i v" "D.a.s. ist eine Datei - 2000" 

Diese Revision wurde am 19. April 2019 19:07 von ubot erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Archivmanager, unfreie Software, Komprimierung, Packer, Datensicherung, System, Shell, Übersicht