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Apple MacBook

Archivierte Anleitung

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Hinweis:

Diese Anleitung wurde durch den Artikel Apple Computer ersetzt.

Diese Seite beschreibt die Installation von Ubuntu 6.10 auf einem MacBook der Core Duo und Core 2 Duo Variante. Diese Anleitung kann, muss aber nicht auf einem MacBook Pro funktionieren.

Vorbereitung

Zuerst sollte man darauf achten, dass man alle System- und Firmwareupgrades unter Mac OS X installiert hat. Um Datenverlust zu vermeiden, ist ein Backup empfehlenswert.

Nun muss man rEFiT 🇬🇧 mit einem Doppelklick auf den Installer installieren und folgt den Anweisungen des Installationsprogramms. Danach installiert man Bootcamp 🇩🇪 , startet den Bootcamp Assistant und erstellt eine Partition für Ubuntu. Sie sollte mindestens 10 GB groß sein. Man braucht keine Treiber-CD erstellen zu lassen.

Installation

CD-Start

Nun startet man die Desktop-CD. Im Startbildschirm drückt man F6 , um weitere Bootoptionen anzugeben. Dort gibt man

lpj=8000000 

für ein 2GHz MacBook bzw.

lpj=7330000 

für ein 1,83 GHz MacBook ein.

Nun fährt man fort wie unter Installation beschrieben.

Partitionierung

Bei Schritt 5 wählt man "Partitionstabelle von Hand eingeben" aus und erstellt eine Partition für Ubuntu.

rEFiT installieren

Bei Schritt 6 drückt man noch nicht auf "Install", denn man muss erst einige Schritte durchführen, bevor sich Grub dann problemlos installieren lässt. Dazu man braucht man das Programm rEFIT.

Ab Feisty Fawn kann es über die Paketverwaltung (aus universe) installiert werden [1]. Für Versionen vor Feisty Fawn lädt man von hier das aktuelle Debian-Paket herunter und installiert es [2].

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Nun öffnet man ein Terminal [3] und gibt folgenden Befehl ein, wobei 3 für die Partition steht, in die Ubuntu installiert werden soll:

sudo gptsync /dev/sda && sudo sfdisk -c /dev/sda 3 83 

Installation beenden

Nun kann man auf "Install" klicken und Ubuntu installieren. Falls im Terminal die Meldung

May I update the MBR as printed above?

erscheint, bestätigt man das mit Y und drückt die Entertaste . Falls man keine Swap-Partition angegeben hat und ein Dialog kommt, der fragt, ob man zurück zu den Partitionseinstellungen gehen möchte, klickt man einfach auf "Weiter" und lässt die Installation weiterlaufen.

Nun ist die Installation vollbracht und es kann neugestartet werden.

Ubuntu einrichten

Hier wird beschrieben wie man einige Features von MacBooks auch unter Ubuntu nutzen kann.

Wlan

Bei einem MacBook mit Core Duo funktioniert Wlan bereits "Out of the Box".

Da beim MacBook mit Core 2 Duo ein anderer Wlan-Chip verbaut wurde, der z.Z. noch nicht vom MadWifi-Projekt unterstützt wird, muss man den dwa-645 🇬🇧 Treiber mit NdisWrapper installieren.

Zur einfacheren Konfiguration kann man den Network-Manager benutzen.

Auflösung

Wie man die volle Auflösung nutzen kann, ist unter Intel Grafikkarten beschrieben. Die korrekte Auflösung ist 1280 x 800.

Standby

Ab Feisty Fawn ist dieser Schritt nicht mehr notwendig. In früheren Versionen muss man folgenden Befehl in einem Terminal eingeben, damit Ubuntu wieder aus dem Standby erwacht [3]:

sudo ln -bs /bin/true /usr/sbin/laptop-detect 

Maustasten-Emulation

Um die mittlere und rechte Maustaste zu emulieren, gibt es mehrere Wege; hier wird der mit Hilfe von Xmodmap beschrieben.

Man erstellt oder öffnet die Datei .xmodmap [3] im Heimatverzeichnis und fügt Folgendes ein:

keycode 108 = Pointer_Button3 Pointer_Button2

Dies legt die Alternativ-Returntaste als linke Maustaste, sowie Shift + Alternativ-Returntaste als mittlere Maustaste fest. Nun muss man noch folgende zwei Befehle in den Autostart packen [6]:

xmodmap ~/.xmodmap
xkbset m 

Tastatur

Über das Paket

  • pommed (universe,[8])

werden die Sondertasten konfiguriert (Bildschirmhelligkeit, Lautstärke, CD-Auswurf, mittlere Maustaste auf F11, rechte Maustaste auf F12). Das Paket

  • gpomme (universe)

sorgt dafür, dass eine grafische Rückmeldung auf dem Bildschirm erscheint, ähnlich wie beim Mac OS. Um gpomme bei jedem Start zu aktivieren, muss folgender Befehl zum Autostart hinzugefügt werden:

gpomme

Desweiteren muss folgendes zur Datei /etc/rc.local mit einem Editor mit Root-Rechten [4] oberhalb des "exit 0" hinzugefügt werden:

pommed

Standardmäßig sind die Fn -Tasten daueraktiv, und um an die normalen Funktionstasten zu kommen, muss man Fn drücken. Will man dieses Verhalten ändern, so dass die Fn -Tasten dann aktiv sind, wenn man diese drückt, muss man die Datei /etc/modprobe.d/options in einem Editor mit Root-Rechten öffnen [4] und Folgendes ans Ende anfügen:

options usbhid pb_fnmode=2 

Hinweis: Dies kann unter Feisty Fawn dazu führen, dass Ubuntu nicht mehr startet. Vorher also ein Backup anlegen und ggf. mit der Live-CD wiederherstellen.

Desweiteren sind eventuell die Tasten ^ und < vertauscht und man benötigt noch eine Alt Gr -Taste. In dieser Beispielkonfiguration wird Alt Gr auf die rechte Apfeltaste gelegt. Hierzu verwendet man Xmodmap.

Man erstellt oder öffnet die Datei .xmodmap [3] im Heimatverzeichnis und fügt Folgendes ein:

keycode  49 = asciicircum degree notsign notsign notsign notsign
keycode  94 = less greater bar brokenbar bar brokenbar
keycode 116 = ISO_Level3_Shift

Nun fügt man noch folgenden Befehl zum Autostart hinzu [6] (falls nicht schon bei der Maus geschehen):

xmodmap ~/.xmodmap 

Erweiterte Touchpad-Funktion

Hinweis:

Das Patchen des Treibers ist ab dem Kernel 2.6.18, d.h. ab Feisty Fawn überflüssig, da der Treiber dort bereits gepatcht ist.

Hier wird beschrieben, wie man die erweiterte Touchpad-Funktion unter Ubuntu zum Laufen bekommt. Nach diesen Schritten sollte das 1-, 2- und 3-Finger-Tippen und das 2-Finger-Scrollen funktionieren.

Zum Patchen muss man neben den unter [5] genannten Paketen noch folgendes Paket installieren [1]:

  • linux-headers-generic (der Architektur entsprechend, [7])

Jetzt lädt man diese gepatchte Version des Appletouch-Treibers herunter und entpackt sie. Danach öffnet man ein Terminal und wechselt in den Treiberordner [3]. Dort kompiliert [5] und installiert man anschließend den Treiber:

make
sudo cp appletouch.ko /lib/modules/$(uname-r)/kernel/drivers/usb/input/appletouch.ko 

Nun muss man noch folgende Zeile mit Root-Rechten in /etc/modprobe.d/options einfügen [4]:

install usbhid /sbin/modprobe appletouch && sleep 2 && /sbin/modprobe --ignore-install usbhid $CMDLINE_OPTS

Zum Schluss muss man noch eine udev-Regel 70-appletouch.rules mit folgendem Inhalt erstellen:

SUBSYSTEM=="input",KERNEL=="event*",SYSFS{name}=="appletouch",SYMLINK+="input/appletouchpad"

Jetzt kann die Maus als /dev/input/appletouchpad angesprochen werden. Danach muss man nur noch Synaptics installieren und konfigurieren.

Hier ist ein Beispiel für die Section "InputDevice" der xorg.conf:

Section "InputDevice"
       Identifier "Synaptics Touchpad"
       Driver  "synaptics"
       Option  "CorePointer"
       Option  "Device"        "/dev/input/appletouchpad"
       Option  "Protocol"      "event"
       Option  "LeftEdge"      "100"
       Option  "RightEdge"     "1120"
       Option  "TopEdge"       "50"
       Option  "BottomEdge"    "310"
       Option  "FingerLow"     "25"
       Option  "FingerHigh"    "30"
       Option  "MaxTapTime"    "180"
       Option  "MaxTapMove"    "220"
       Option  "MaxDoubleTapTime"      "180"
       Option  "MinSpeed"      "0.79"
       Option  "MaxSpeed"      "0.88"
       Option  "AccelFactor"   "0.0015"
       Option  "SHMConfig"     "on"
       Option  "TapButton2" "3"
       Option  "TapButton3" "2"
       Option  "VertTwoFingerScroll"  "1"
       Option  "HorizTwoFingerScroll" "1"
EndSection

Dann muss man das Gerät noch im XServer aktivieren. Dazu ändert man die Section "ServerLayout" in der xorg.conf in Folgendes ab:

Section "ServerLayout"
    Identifier  "Default Layout"
    Screen      "Default Screen"
    InputDevice "Generic Keyboard"
    InputDevice "Synaptics Touchpad"
#   InputDevice "Configured Mouse"
    InputDevice     "stylus" "SendCoreEvents"
    InputDevice     "cursor" "SendCoreEvents"
    InputDevice     "eraser" "SendCoreEvents"
EndSection

iSight

Damit die eingebaute iSight funktioniert, muss man einen gepatchten Treiber installieren. Hierfür benötigt man neben den unter [5] genannten Paketen noch folgende [1]:

  • libgcrypt11-dev

  • libgpg-error-dev

  • libglib2.0-dev

  • libusb-dev

Jetzt lädt man sich hier die gepatchte Version von uvcvideo herunter, kompiliert und installiert diese [5].

Dann muss man noch das uvcvideo-Modul laden und bei Ekiga die iSight aktivieren:

sudo modprobe uvcvideo
gconftool-2 --type string --set /apps/ekiga/devices/video/plugin "V4L2" 

Nun sollte die iSight funktionieren. Dies kann man wie folgt testen:

gst-launch-0.10 v4l2src ! ffmpegcolorspace ! ximagesink 

Sound und mehr

Nun gibt es noch einige Dinge, die immer noch nicht vollständig funktionieren. Um dies zu beheben gibt es vom Mactel Projekt 🇬🇧 noch einige Kernel Patches 🇬🇧 . Man muss die zum Kernel passenden Patches herunterladen, den Kernel patchen und ihn neu kompilieren. Näheres ist unter Kernel beschrieben.


Diese Revision wurde am 11. Februar 2020 17:53 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Installation, Hardware