Firefox wird standardmäßig mitgeliefert, kann aber über das Paket
firefox
nachinstalliert werden [1]. Für einen deutschsprachigen Firefox ist das Paket
language-pack-de-base (Ab Ubuntu "Hardy Heron" 8.04)
zuständig. Bei einer Ubuntu- und Xubuntu-Installation ist der Firefox bereits als Standardbrowser installiert. Sicherheitsupdates von Firefox gibt es regelmäßig. Dies muss nicht unbedingt mit einer Änderung der Versionsnummer verbunden sein. Es ist also durchaus so, dass man immer alle Sicherheitslücken geschlossen hat, auch wenn die Versionsnummer von Firefox auf eine "veraltete" Version hindeutet.
Unter Hardy ist alternativ auch weiterhin der Firefox 2.0.0.x über die Paketquellen verfügbar. Möchte man diesen anstatt der Version 3 nutzen, so muss man das Paket
firefox-2 (universe, bis Ubuntu "Hardy Heron" 8.04 verfügbar)
installieren.
Unter Jaunty ist alternativ auch der neue Firefox 3.5 über die Paketquellen verfügbar. Möchte man diesen anstatt der Version 3 nutzen, so muss man das Paket
firefox-3.5 (Ab Ubuntu "Jaunty Jackalope" 9.04)
installieren. Der Browser heißt aus den Original-Quellen nicht Firefox, sondern Shiretoko, da Ubuntu nur dem bei der Veröffentlichung der jeweiligen Ubuntu-Version vorhandenen Firefox das offizielle Firefox-Branding verpasst. Mit dem Befehl
sudo ln -sf /usr/bin/firefox-3.5 /usr/bin/firefox
lässt sich Firefox 3.5 als Standard-Browser einstellen.
Der Firefox 3 wird nicht automatisch entfernt, es können also Komplikationen zwischen den beiden Firefox-Versionen entstehen, da beide denselben Ordner für die Benutzerdaten verwenden, welcher allerdings beim ersten Start von Firefox 3 an ihn angepasst wird!
Bei der Nutzung von Firefox 2 ist zu bedenken, dass die Mozilla Foundation die Unterstützung dieser Version Ende Dezember 2008 eingestellt
hat.
Seit Ubuntu "Intrepid Ibex" 8.10 werden bei der Installation von Paketen automatisch die durch das Paket empfohlenen Abhängigkeiten mitinstalliert
. Dies bedeutet bei der Installation von Firefox auf einem Kubuntu, dass viele GNOME Pakete wie Synaptic mitinstalliert werden müssen.
Dies liegt daran, dass das Paket firefox-3.0
die Empfehlung für ubufox
trägt, was wiederum apturl
benötigt, was dann letztendlich die ganzen GNOME Pakete installiert. Es empfiehlt sich auf einem Kubuntu 8.10 daher, Firefox über
sudo apt-get install --no-install-recommends firefox-3.0
zu installieren. So wird Firefox ohne weitere GNOME-Abhängigkeiten installiert. Das Programm zur Paketverwaltung von KDE bietet leider keine Funktion, empfohlene Pakete uninstalliert zu lassen.
Es besteht die Möglichkeit, dass man mittels eines Skriptes
die jeweils aktuelle Version von Firefox direkt von der Mozilla-Seite herunterladen kann. Firefox wird dabei unter /opt/firefox installiert. Das Skript hat den Vorteil, dass man sich z.B. um die Integration von Multimedia-Plugins nicht mehr kümmern muss. Die neue Version wird als Standardversion eingerichtet, alle Verknüpfungen und Aufrufe werden entsprechend umgelinkt. Erweiterungen und Themes bleiben dabei erhalten, ebenso Mails und Einstellungen. Über die "Entfernen"-Option kann man den ursprünglichen Zustand wiederherstellen und Ubuntus vorgegebene Firefox-Version nutzen. Das Skript steht als einfaches .deb-Paket[2] zum Download zur Verfügung.
Fremdpakete können das System gefährden.
Wer Firefox in der neusten Version nutzen möchte, kann nach dieser Anleitung aus dem UWR 2010-04 das PPA für Version 3.6 vom Mozilla Launchpad-Team
nutzen.
Somit wird allerdings die aktuelle englische Version installiert. Das deutsche Sprachpaket muss nachinstalliert werden (wie unten beschrieben).
Die Firefox-Version in den Ubuntu-Quellen unterscheidet sich in manchen Punkten von der offiziellen Firefox-Version, so dass es einige Funktionsunterschiede, aber auch Profilunterschiede gibt. Eine Auflistung der Unterschiede kann man im Forum nachlesen.
Auf älteren Systemen ist Firefox für einige Anwendungen zwingend notwendig, um html-Daten anzeigen zu können. Firefox wird dabei im Hintergrund geladen. Fehlt ein ordentlich im System installierter Firefox, so können diese Anwendungen nicht mehr laufen. Daher ist das Paket firefox für viele Anwendungen zwingend erforderlich und kann nicht deinstalliert werden, ohne diese Anwendungen ebenfalls zu deinstallieren.
Zuerst muss man die aktuelle Version von Firefox von der Mozilla-Seite
herunterladen. Vor der Installation sollte man die Lesezeichen an einen sicheren Ort kopieren, falls diese überschrieben werden sollten.
Bevor man den Firefox entpackt, muss man sicherstellen, dass das Paket
libstdc++5
installiert [1] ist (für Karmic nicht mehr in den Paketquellen!)
Vor einer Änderung empfiehlt es sich, das Benutzerprofil unter ~/.mozilla zu sichern und zum Beispiel nach ~/.mozilla.ubuntu zu kopieren. Alternativ kann man auch nur die Lesezeichen in Firefox exportieren.
Falls Firefox später nicht startet, sollte man das Mozilla-Verzeichnis komplett umbenennen oder verschieben, so dass ein neues Profil erstellt werden kann.
Um Firefox nach /opt zu installieren, muss das Archiv firefox*.tar.bz2 entpackt[3] und mit Root-Rechten [4] nach /opt verschoben werden. Außerdem sollte das ursprünglichePlugin-Verzeichnis gesichert werden, und mit einem symbolischen Link in die neue Version eingebunden werden (dadurch können die bereits vorhandenen Plugins weiter genutzt werden). z.B. im Terminal [5] mit den Befehlen
sudo mv /opt/firefox/plugins /opt/firefox/plugins-backup sudo ln -s /usr/lib/mozilla-firefox/plugins/ /opt/firefox
Außerdem kann es nötig sein, das Paket totem-mozilla (sofern vorhanden) zu entfernen, da dieses Totem-Plugin in neueren Firefox-Versionen meistens nicht funktioniert.
Mit den letzten beiden Befehlen wird nun die neue Firefox-Version als Standard eingetragen.
sudo dpkg-divert --divert /usr/bin/firefox.ubuntu --rename /usr/bin/firefox sudo ln -s /opt/firefox/firefox /usr/bin/firefox
Diese Anleitung gibt es auch als offizielle Version hier
. Dort steht auch, wie man diese Schritte wieder rückgängig macht.
Damit die automatischen inkrementellen Updates von Firefox problemlos und ohne Root-Rechte funktionieren, bietet es sich an, Firefox in das Home-Verzeichnis zu installieren, da man hier die notwendigen Schreibrechte besitzt. Zusätzlich ist auf Mehrbenutzersystemen, bei denen man nicht gleichzeitig Administrator ist, diese Installation vorzuziehen, da man keinen Schreibzugriff auf das Systemverzeichnis hat.
Man entpackt[3] das firefox*.tar.bz2-Archiv in das gewünschte Verzeichnis, wechselt dorthin und führt die oben durchgeführten Schritte analog aus, z.B. im Terminal mit den Befehlen
cd <Gewünschtes Verzeichnis>/firefox/ mv plugins plugins-backup ln -s /usr/lib/mozilla-firefox/plugins/ cd plugins/ sudo rm libtotem_mozilla.*
Die Vorgehensweise ist identisch zu der oben bei der Installation in das Systemverzeichnis beschriebenen.
Damit der neue Firefox einfach mit dem Befehl "firefox" gestartet werden kann, muss man dem System mitteilen, dass man das Programm, auf das sich dieser Befehl bezieht, manuell heruntergeladen hat. Dazu erstellt man eine Verknüpfung der Datei /<Installationsverzeichnis>/firefox im Ordner /bin (Root-Rechte nötig). Das geht allerdings nur, wenn ein per Paketverwaltung installierter Firefox deinstalliert wurde, da die automatischen Updates diese Datei sonst immer wieder überschreiben würden.
Sollte man noch andere Browser installiert haben, starten vielleicht manche Programme einen von diesen anstelle von Firefox. Hier hilft es, den Standard-Browser über den Link "x-www-browser" festzulegen[7]. Dies geschieht z.B. im Terminal mit
sudo update-alternatives --config x-www-browser
Im folgenden Menü einfach "/usr/bin/firefox" wählen, und Firefox ist wieder der Default-Browser.
There are 2 alternatives which provide `x-www-browser'.
Selection Alternative
-----------------------------------------------
1 /usr/bin/firefox
*+ 2 /usr/bin/mozilla
Press enter to keep the default[*], or type selection number: 1
Using `/usr/bin/firefox' to provide `x-www-browser'.
Betrifft: Firefox 3 unter Kubuntu 8.04
Sobald ein Auswahlkästchen selektiert wird, sieht man nur eine gepunktete Umrandung und kann nicht mehr erkennen, welche Auswahl in dem Kästchen getroffen wurde. Selektiert man einen anderen Bereich, so ist die Auswahl wieder sichtbar.
Zuerst muss gtk2-engines-qtcurve installiert werden [1]. Dann über das "K-Menü" unter "Systemeinstellungen -> Erscheinungsbild -> GTK-Stile und Schriftarten -> GTK Styles"; in der Auswahl bei "Use another Style:" muss "QtCurve" ausgewählt werden.
Leider sind die deutschen Sprachdateien nicht gleich enthalten. Man findet diese auf dem Mozilla Downloadserver als .xpi-Dateien http://releases.mozilla.org/pub/mozilla.org/firefox/releases/latest-3.6/linux-i686/xpi/de.xpi
, die als Erweiterung in den Firefox installiert werden können.
Bei abweichender Versionsnummer muss diese ggf. angepasst werden (oder über das Versionen-Hauptverzeichnis ausgesucht werden).
Unter Hardy Heron 8.04 (64-bit-Version) vermisst Firefox beim Start die Bibliothek libdbus-glib-1.so.2. Aufgrund eines erst ab Intrepid behobenen Fehlers im Paket ia32-libs wird die Bibliothek nicht installiert (siehe 253430). Der einfachste Abhilfe ist es, diese Bibliothek manuell aus dem Paketarchiv
zu laden, zu entpacken und in den Firefox Installationsordner (z.B. /opt/firefox) abzulegen. Dabei müssen die letzten Versionsnummern im Dateinamen durch Umbennen noch entfernt werden.
Diese Revision wurde am 29. Januar 2010 um 16:58 Uhr
von Gsälzbär erstellt.
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