Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.
Neben den im Artikel Desktop aufgezählten Desktop-Umgebungen, die ihre eigenen Werkzeuge wie Fenstermanager, Panel, Fensterumschalter und vielleicht Applets für ihr Panel mitbringen, gibt es viele alleinstehende Fenstermanager. Diese haben ihre eigenen Qualitäten. Mit Hilfe solcher Fenstermanager, einem Panel und einem Dateimanager kann man sich leicht eine Desktop-Umgebung nach den eigenen Vorlieben zusammenstellen.
Man muss jedoch bedenken, dass die Konfigurationsmöglichkeiten bzw. -menüs eines der elementaren Bestandteile einer jeden Desktop-Umgebung sind, die nicht jeder Fenstermanager mitbringt. Eine weitere Möglichkeit ist daher, einzelne Komponenten einer vorhandenen Desktop-Umgebung auszutauschen.
Grundlagen zur Installationen einer eigenen Desktop-Umgebung enthält der Artikel Minimalinstallation.
Für eine Erklärung über Sinn und Zweck, eine Einführung in die Möglichkeiten und eine Liste der hier im Wiki behandelten sei Fenstermanager als Lektüre empfohlen.
Im genannten Artikel Fenstermanager und auch im Artikel GNOME Panel werden viele Funktionen eines Panels beschrieben. Eine Übersicht der verschiedenen Programme ist im Artikel Desktop zu finden. Alternativ kann man auch einen Anwendungsstarter nutzen (diese sind im gleichen Artikel beschrieben).
Irgendeine Art von Dateimanagement muss betrieben werden. Meist benutzt man dafür einen Dateimanager, stattdessen könnte allerdings auch ein Terminal verwendet werden.
Desklets sind kleine Erweiterungen für den Desktop.
Ein Systemmonitor beispielsweise ist praktisch, um die Systemaktivität einschätzen zu können. So kann gesehen werden, wenn irgendein Prozess zu viel Leistung schluckt oder eine Interaktion mit der grafischen Oberfläche keine Reaktion hervorruft.
Um die Umgebung zu starten, legt man eine Startdatei an [1]. Um diese mit einem Displaymanager zu nutzen, nennt man sie ~/.xsession, ohne Displaymanager wird sie ~/.xinitrc genannt (Beispiel in Autologin) und mit dem Befehl
startx
gestartet.
Eine entsprechende Startdatei mit
Openbox als Fenstermanager
fbpanel als Panel
gkrellm als Systemmonitor
Rox-Filer als Dateimanager, der am oberen Bildschirmrand in einem eigenen Panel die Mountpunkte des Systems anzeigt
würde zum Beispiel so aussehen:
1 2 3 4 5 | #!/bin/bash fbpanel & gkrellm -w & rox -t=oben exec openbox |
Das Resultat:

Bei der Auswahl von Programmen kann man sich auch von Communtu inspirieren lassen. Dort werden Programmbündel (Metapakete) angeboten, die zwar nicht unbedingt auf eine schlanke Installation abzielen, andererseits aber häufig benötigte Programme "in einem Rutsch" installieren können.
Unter einem Remaster versteht man die Erstellung eines Ubuntu-Derivats – mit eigener Installations-CD. So kann das Ergebnis der eigenen Bemühungen gesichert und bei Bedarf bequem verteilt werden. Bei dieser Aufgabe helfen verschiedene Werkzeuge.
Remastersys ist ein Programm für Debian und Ubuntu zur einfachen Erstellung individueller Live-CDs bzw. -DVDs des laufenden Systems. Das Programm wird auf dem zu sichernden System entweder per Terminal oder mittels grafischer Benutzeroberfläche ausgeführt.
reconstructor
ist ein weiteres Werkzeug, um eine angepasste Debian- oder Ubuntu-CD zu erstellen.
Der Artikel LiveCD manuell remastern erklärt, wie man den Vorgang ohne die bisher genannten Werkzeuge durchführt.
Der Artikel System vom RAM booten beschreibt, was sich hinter dem Begriff "Live-CD" verbirgt und wie man es entsprechend umsetzen kann.
Der eigene Desktop
- Blogbeitrag 07/2011
Distributionen, von denen man sich inspirieren lassen kann:
Diese Revision wurde am 19. Juli 2011 um 11:10 Uhr
von cornix erstellt.
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