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freac - free audio converter

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

freac_128x128.png fre:ac 🇩🇪 (früherer Name BonkEnc) ist ein freier Audiokonverter und Audio-CD-Ripper mit Unterstützung für verschiedene populäre Formate und auf Multicore-CPUs optimierte Encoder.

Mit fre:ac können Audio-CDs gerippt und als MP3- oder WMA-Dateien gespeichert werden. Auch können einzelne Dateien, ganze Ordner, bis zu kompletten Musikbibliotheken in andere Formate konvertiert werden. Die Struktur der Verzeichnisse und Dateinamen bleiben dabei erhalten.

Derzeit werden die (Container-)Formate unterstützt:

Über FFmpeg können weiterer Formate verwendet werden. fre:ac wird aktiv entwickelt, die Unterstützung weitere Formate ist geplant.

Der integrierte CD-Ripper nutzt CDDB über freedb. Hierbei werden automatisch Titelinformationen abgefragt und als ID3v2 oder in anderen Tag-Formaten gespeichert.

Installation

fre:ac ist nicht in den Ubuntu-Paketquellen enthalten. Snapshots für Linux können von der Website des Entwicklers 🇬🇧 oder über fre:ac - free audio converter heruntergeladen und benutzerübergreifend mit Root-Rechten[1] nach /opt extrahiert[2] werden. Das darin enthaltene Programm freac ist ausführbar.

Alternativ kann das Archiv nur für den jeweiligen Benutzer in dessen Homeverzeichnis extrahiert werden.

Die Möglichkeit als Flatpak oder snap Installation ist gegeben.

Zudem liegt als Open Source Software der Source Code ⮷ bereit, aus dem fre:ac selbst kompiliert[3] werden kann. In diesem Fall die Readme-Datei beachten.

Fraunhofer-Codec-Installation

Fraunhofer AAC wird bei installiertem Paket libfdk-aac0 bis Xenial bzw. libfdk-aac1 in Zesty und höher automatisch erkannt. Alternativ steht Freeware Advanced Audio Coder (faac) zur Verfügung. Es kann entweder das Format faac oder Fraunhofer und/oder Apple aac verwendet werden, bei installiertem Fraunhofer und/oder Apple aac kann nicht auf faac zurückgegriffen werden.

Ubuntu 16.04

  • libfdk-aac0 (multiverse)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libfdk-aac0 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://libfdk-aac0

Ab Ubuntu 17.04

  • libfdk-aac1 (multiverse)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libfdk-aac1 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://libfdk-aac1

Installation der Apple-Hardware-Unterstützung, für alac- und qaac-Unterstützung

Die Installation deŕ Apple-Hardware-Unterstützung ist derzeit nur über Wine möglich. Es werden zudem die p7zip-Packprogramme benötigt.

Ubuntu 16.04

  • p7zip (universe)

  • p7zip-full (universe)

  • p7zip-rar (universe)

  • wine

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install p7zip p7zip-full p7zip-rar wine 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://p7zip,p7zip-full,p7zip-rar,wine

Ab Ubuntu 17.04

  • p7zip (universe)

  • p7zip-full (universe)

  • p7zip-rar (universe)

  • wine-stable

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install p7zip p7zip-full p7zip-rar wine-stable 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://p7zip,p7zip-full,p7zip-rar,wine-stable

Dann fre:ac starten, damit Wine konfiguriert und eingerichtet wird.

Danach wird die jeweils aktuelle iTunesSetup.exe heruntergeladen, die Apple-Hardware-Unterstützung daraus extrahiert und mit Wine installiert.

mkdir $HOME/qaac
cd $HOME/qaac && \
wget \
https://secure-appldnld.apple.com/itunes12/031-86054-20161212-CC264356-BE1D-11E6-BD92-B3E982FDB0CC/iTunesSetup.exe && \
7z e -y iTunesSetup.exe AppleApplicationSupport.msi &&
msiexec -i AppleApplicationSupport.msi 

Jetzt sollte in fre:ac im Kodiererfeld automatisch "Core Audio AAC/ALAC Encoder" erscheinen.

Bedienung

Das Programm kann über Terminal[4] mit dem Befehl

/opt/freac*/freac 

oder über einen Eintrag im verwendeten Desktop-Menü gestartet werden[5]. Dazu wird eine .Desktop-Datei in einem Editor[6] erstellt. Vorlage:

Desktop Entry]
Comment[de_DE]=
Comment=
Exec=/opt/freac-20170729-linux/freac
GenericName[de_DE]=
GenericName=
Icon=/opt/freac-20170729-linux/icons/freac.png
MimeType=audio/x-wavpack;audio/x-wav;audio/x-vorbis+ogg;audio/x-opus+ogg;audio/x-musepack;audio/ogg;audio/mpeg;audio/mp4;audio/mp2;audio/ac3;audio/aac;
Name[de_DE]=
Name=
Path=/opt/freac-20170729-linux/
StartupNotify=true
Terminal=false
TerminalOptions=
Type=Application
X-DBUS-ServiceName=
X-DBUS-StartupType=
X-KDE-SubstituteUID=false
X-KDE-Username=

Namen und/oder Pfade sind ggf. noch anzupassen.

freac.png Das Programm ist weitgehend selbsterklärend. Im Hauptfenster befinden sich oben vier Reiter:

  • "Datei" - Datei/en, Verzeichnis oder Musik-CD-Auswahl

  • "Datenbank" - CDDB-Abfrage und Senden von Informationen.

  • "Optionen" - allgemeinen Einstellungen, diese sind ist sehr umfangreich und verlangen solides Grundwissen; zudem existiert ein Codec-Auswahlfeld mit Einstellmöglichkeiten.

    Hinweis:

    Für Musik ist bei AAC der LC-Modus vorzuziehen.

  • "Kodieren" - Das Codierfeld zum Starten, Stoppen und Unterbrechen des Encodiervorgangs .

Einstellungen

Die Einstellungen sind vielfältig, per Online-Hilfe sind Erklärung abrufbar.

freaceinstellungen.png

Neben integrierten Codecs wie für mp3, Opus sowie für verlustlose Komprimierung wie flac können einige externe Codecs, darunter auch das Fraunhofer aac und das Apple-Format qaac (Stand 2017), verwendet werden, siehe dazu die 🇬🇧 FAQ 🇬🇧.

Bekannte Probleme

Es gibt folgende Einschränkungen für das Eingabeformat:

  • FAAC, FDK AAC, VisualOn AAC:

    • Audiodaten müssen in 8, 11.025, 12, 16, 22.05, 24, 32, 44.1, 48, 64, 88.2 oder 96 kHz vorliegen

  • LAME:

    • Audiodaten müssen in 8, 11.025, 12, 16, 22.05, 24, 32, 44.1 oder 48 kHz vorliegen, können von LAME konvertiert werden

Systemvoraussetzungen

minimale Hardware-Voraussetzungen:

  • Intel Pentium 4, AMD Athlon 64, PowerPC G4 oder ARMv5 Prozessor

  • 512 MiB RAM

  • 100 MiB freier Festplattenplatz

empfohlene Hardware-Spezifikationen:

  • Intel Core i3 oder AMD Phenom II Prozessor

  • 1 GiB RAM

  • 1 GiB freier Festplattenplatz

Deinstallation

Um das Programm zu deinstallieren, müssen das Verzeichnis, in welches das Programm extrahiert worden ist, sowie die .desktop-Datei gelöscht werden.

Diese Revision wurde am 9. Februar 2020 14:02 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Multimedia, unfreie Software