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TunaPie

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./tunapie-logo.png TunaPie 🇬🇧 ist ein in Python verfasstes Programm, mit dem internationale Internetradio- und TV-Sender abgespielt und aufgezeichnet werden können. Es listet Sender aus der Übersicht von Icecast 🇬🇧 auf. Neben den Top-Sendern lassen sich auch einige Genre-Kategorien aufrufen. Zur Wiedergabe wird standardmäßig Audacious (Audio) und VLC (Video) verwendet. Die Aufnahmefunktion basiert auf Streamripper, damit sind auch zeitgesteuerte Aufnahmen möglich. "TunaPie" heißt wörtlich übersetzt "Thunfisch-Pastete", aber es ist wohl eher als Akronym für "Tuner in Python" zu verstehen. TunaPie benötigt eine Python-2.7-Installation.

Installation

TunaPie ist bis 18.04 in den Paketquellen vorhanden. Folgende Pakete müssen installiert[1] werden:

  • tunapie (universe)

  • streamripper (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install tunapie streamripper 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://tunapie,streamripper

Optional:

  • audacious (universe, Audio-Wiedergabe)

  • vlc (multiverse, Video-Wiedergabe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install audacious vlc 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://audacious,vlc

Es können auch andere Audio- und Video-Player verwendet werden.

Manuelle Installation

Unter Ubuntzu 20.04 ist das Paket nicht mehr in den Quellen, es muss also händisch installiert werden. Dazu ist zunächst die Installation des Pakets

  • python-wxversion

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install python-wxversion 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://python-wxversion

nötig. Die neueste Version tunapie-2.1.xx.tar.gz ⮷ herunterladen, das Archiv entpacken[2] und das install.sh-Skript in einem Terminal[3] mit Root-Rechten[4] ausführen:

sudo sh install.sh  

Ein einfaches Paket lässt sich mit dem Befehl

sudo checkinstall ./install.sh 

erstellen und installieren (siehe auch Installationsskripte).

Wer Wert auf unzensierte TV-Programme legt, kann das Installations-Skript mit dem Zusatz --adult ausführen. Die Version aus den Paketquellen zeigt bestimmte TV-Sender/Genres nicht an.

Das Programm findet sich dann z.B. im GNOME-Menü unter "Anwendungen → Unterhaltungsmedien → Tunapie"[5].

Konfiguration

./tunapie-preferences.png Um das Programm zu konfigurieren, werden unter "File → Preferences" die gewünschten Angaben gemacht. Standardmäßig verwendet TunaPie Audacious für die Audio- und VLC für die Video bzw. TV-Wiedergabe. Hier können die eigenen Vorlieben eingetragen werden (der Video-Player muss allerdings .nvs-Dateien wiedergeben können). Außerdem lässt sich ein Startbefehl für Streamripper und das Verzeichnis für Aufnahmen festlegen (voreingestellt ist das verborgene Verzeichnis ~/.tunapie/streamripper).

Um die Informationen zu den Sendern anzuzeigen, wird ein Webbrowser benötigt (Standard ist Firefox), die Info-Anzeige funktioniert allerdings nicht mehr. Im Hauptverzeichnis ("main list") können von 50 bis zu 500 Sender angezeigt werden; mit den Checkboxen ganz unten muss Icecast festgelegt werden, SHOUTcast ist seit 2010 nicht mehr verwendbar. Auch die Schriftgröße, die im Browserfenster von TunaPie verwendet wird, lässt sich hier anpassen (die standardmäßig eingestellte Größe ist relativ klein). Alternativ - und unter 20.04 nur dort - lässt sich auch die Datei ~/.tunapie/prefs anpassen.

Bedienung

./tunapie-main.png Die Bedienung ist einfach: den gewünschten Sender markieren und mit ./play.png"Play" abspielen, mit ./stop.png"Stop" beenden. TunaPie startet einen externen Player, mit dem der Stream (wenn er gefunden wird) wiedergegeben wird. Mit dem ./radio.png"Radio" bzw. ./tv.png"TV"-Knopf lässt sich das "Medium" wechseln. Das ./fave.png"Herz" in der Leiste befördert den markierten Sender auf die Lieblingsliste ("Favourites"), das ./remfave.png "gebrochenes Herz" entfernt ihn wieder.

Mit ./find.png"Search" lässt sich die Senderliste nach Schlagworten durchforsten. ./info.png"Info" öffnet ein Fenster mit Angaben zum momentan wiedergegebenen Sender. Von dort aus kann dann über eine weitere "Info"-Taste die dazugehörige Webseite aufgerufen werden. Eine Auswahl an Sendern lässt sich nach den vorgegebenen Genre-Angaben rechts im Hauptfenster anzeigen. Mit "File → Reload" wird die Liste aktualisiert. Das ist ggf. nötig, wenn Sender nicht wiedergegeben werden können. Die Sortierung der Sender erfolgt zunächst nach der Anzahl der Zuhörer!

Aufnahmen

./tunapie-record.png Ein Druck auf die Aufnahme-Taste öffnet einen Dialog, in dem festgelegt werden kann, zu welcher Uhrzeit die Aufnahme beginnen soll (24-Stunden-Format in der Form "21:03" angeben), zu welchem Datum und wie lange aufgenommen werden soll. Wird "Immediately!" ausgewählt, startet die Aufnahme sofort, und wird erst mit Beenden des dazu aufgerufenen Streamrippers abgebrochen. Im Reiter "File → Record Queue" kann man die anstehenden Aufnahmen verwalten.

Die einzelnen Titel werden von Streamripper im Format des Streams , meist als .mp3-Dateien, nach dem Muster KÜNSTLER - TITEL.ENDUNG im ausgewählten Verzeichnis abgelegt. Bei manchen Streams wird auch der Albumname mit übertragen, dann taucht im Namen nach dem Künstler auch das Album auf. Die Benennung ist aber grundsätzlich vom Sender abhängig: nur wenn eine eindeutige Identifizierung übertragen wird, kann diese nicht nur im Dateinamen, sondern auch im ID3-Tag vermerkt werden (Ausnahme: der Albumname wird nicht nach ID3 übernommen).

Bei Bedarf können ID3-Tags mit einem Programm wie EasyTAG nachbearbeitet werden. Ein nachträgliches, verlustfreies Schneiden ist für.mp3-Dateien mit mp3splt möglich.

Einige Streamripper-Versionen rippen Videos als .mp3-Dateien. Diese müssen ggf. nach der Aufnahme manuell zu .nvs-Dateien umbenannt werden, um sie dann korrekt abspielen zu können.

Hinweis:

Bei einem Senderwechsel wird für die Aufnahme der Stream nicht gewechselt, da Streamripper extern gestartet wurde, und mit dem Startbefehl weiterläuft!

Beenden aller Anwendungen

Da TunaPie externe Programme verwendet, läuft der Sender im Abspielprogramm auch nach Beenden des Hauptprogramms unbegrenzt weiter. Dies betrifft ebenfalls eine Aufnahme, wenn keine konkreten Zeitangaben gemacht wurden. Wer mit dem Beenden von TunaPie auch die externen Programme schließen möchte, kann dies mittels eines kleinen Skriptes erreichen, mit dem TunaPie gestartet wird:

1
2
3
4
5
#!/bin/bash
tunapie
killall streamripper
killall audacious
exit

Das Skript in einen Editor[6] kopieren, unter einem aussagekräftigem Namen (z.B. TunapieKill.sh) abspeichern, ausführbar machen[7] und starten. Wer möchte, kann sich den Startbefehl auch im Hauptmenü[8] hinterlegen und das Programm so aufrufen. Der verwendete Player muss im Skript ggf. natürlich angepasst werden.

Problembehebung

SHOUTcast

Bedingt durch Änderungen bei SHOUTcast 🇬🇧 funktioniert der Zugriff seit Ende 2010 nicht mehr (Fehlerbericht 🇬🇧).

Diese Revision wurde am 30. April 2021 08:16 von tuxifreund erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Internet-TV, Python, Internetradio, Internet, Radio, TV, Multimedia