ubuntuusers.de

2011-17

Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem das Supportende von Ubuntu 6.06 (Server), sowie die Veröffentlichung von FVWM 2.6, Piwik 1.3 und Netbeans 7.0. Viel Spaß beim Lesen!


Hinweis:

Ihr könnt dazu beitragen, den UWR zu verbessern. Aktuelle Links für den kommenden UWR sollten in das Pad eingetragen werden, die mit einem selbst verfassten Text erweitert werden können. Ebenso kann im UWR-Forum die Gestaltung des UWR mit diskutiert werden.
Am Montagabend, ca. 20:00 Uhr, bekommt der UWR den letzten Schliff (letzte Texte schreiben, Korrekturlesen, Abstimmungen). Hierzu ist jeder Interessierte herzlich eingeladen.

Audio-Ausgabe

RadioTux stellt in Kürze eine Audio-Version des Ubuntu-Wochenrückblicks in der Reihe der Weekly News zur Verfügung.

Rund um Ubuntu

Ubuntu 6.06 LTS (Server) erreicht das EOL

Die Serverversion des Eleganten Erpel (Dapper Drake) erreicht nach fünf Jahren, am 01.Juni 2011, das End of life. Schon vor zwei Jahren wurde bei der Desktopversion der Support eingestellt. Hiermit endet nun die Geschichte von Ubuntu 6.06.

Ubuntu 6.06 war die erste Ubuntu–Version, die als Long Term Support (LTS) erschien; das heißt, dass die Desktopversion für drei Jahre und die Serverversion für fünf Jahre mit Updates und Aktualisierungen versorgt wird. Eine weitere Besonderheit war, dass Dapper Drake erst im Juni 2006 erschien und damit zwei Monate später als sonst bei Ubuntu üblich. Normalerweise werden neue Ubuntuversionen im April und Oktober veröffentlicht.

Server, auf denen noch Ubuntu 6.06 arbeitet, sollten auf Ubuntu 8.04 LTS aktualisiert werden. Ubuntu 8.04 LTS (Server) wird noch bis April 2013 unterstützt.

Quellen: Golem, heise, Ubuntu Announce ML 🇬🇧 , Pro Linux

Neues von Natty Narwhal und Unity

Geringe Konfigurierbarkeit bei Unity

Nach Michael Koflers Meinung, bietet Unity zu wenig Einstellmöglichkeiten. Damit sei die Erwartungen der Zielgruppe, die nicht Einsteiger, sondern vielmehr oft fortgeschrittene Benutzer umfasst, nicht erreicht. Die Konfigurierbarkeit erhöht sich zwar durch Installation des CompizConfig-Einstellungsmanagers, aber manches kann man trotzdem nicht verändern:

  • Das Unity-Dock befindet sich immer an der linken Seite.

  • Fenster sind mit Schatten umgeben, besonders hinderlich bei Screenshots

  • Im Launcher sind immer acht Icons, unabhängig von der Bildschirmauflösung

  • Das Zentralmenü im Panel erschwert die Bedienung auf großen Bildschirmen

  • Der Arbeitsflächenumschalter ist immer im Dock

Auch wäre Unity zu stark für Netbooks entwickelt worden. Bedingt durch diese Aspekte werden in Zukunft wahrscheinlich mehr Nutzer von Ubuntu zu einer anderen Desktopumgebung oder Distribution wechseln. Ähnliche Kritik übt Kofler auch an GNOME 3. KDE 4 hingegen sieht er mittlerweile als ausgereift an.

Quellen: Pro Linux, kofler.info

Unity arbeitet mit neuester VirtualBox-Version

Mit Erreichen der Version 4.0.6 von VirtualBox, wurde die Unterstützung für den X.Org Server 1.10 hinzugefügt. Somit funktioniert Unity mit dieser Version, nach der Aktivierung des 3D-Supports und Installation der Guest Additions. Es kann aber immer noch zu kleineren Fehlern und Abstürzen kommen.

Diese Version ist nicht in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu und wird auch nicht aktualisiert, deshalb muss man die PPA nutzen.

Quelle: OMG! Ubuntu! 🇬🇧

Canonical aktualisiert Homepage auf Natty

Canonical hat den Screenshot, der als erstes auf ubuntu.com 🇬🇧 auffällt, auf Natty aktualisiert. Erkennbar an dem neuen Dock auf der linken Seite.

Quelle: OMG! Ubuntu! 🇬🇧

10 bis 30 Prozent weniger Akkulaufzeit

Durch den umfassenden Umbau des Power Managers in den Kernel-Versionen 2.6.38 (eingesetzt in Natty) und 2.6.39, wird bei Notebooks von einer Verkürzung der Akkulaufzeit von bis zu 30 Prozent berichtet.

Es wurde auch schon ein spezieller Bug-Report gemeldet.

Quelle: Slashdot 🇬🇧 , Phoronix 🇬🇧 , Phoronix 🇬🇧

Anleitungen und Neues aus der Blogosphäre

Achtung!

Im UWR werden Links zu Fremdquellen und Fremdpaketen gesetzt. Diese können das System gefährden. Die Benutzung fremder Quellen für Software sollte nach Möglichkeit auf das Notwendigste beschränkt werden, da sie einige gravierende Nachteile mit sich bringen.

Verschlüsselung in der Cloud verwenden

Wer Cloud-Dienste wie Dropbox nutzt oder nutzen will, steht oft vor der Frage: Sind meine Daten dort wirklich sicher?

Zur Verschlüselung bieten sich daher an:

Quellen: BEJONET, Skweez.net

Pidgin-Plugin für Unity

Wer die Funktionen von Empathy in Unity auch mit Pidgin nutzen will, kann das Plugin von jf nutzen. Dazu die entsprechende PPA mit folgendem Befehl hinzufügen:

sudo add-apt-repository ppa:jfi/pidgin 

Danach die Paketlisten aktualisieren und das Paket „Pidgin-libnotify“ installieren. Alternativ diese apturl klicken.

Quelle: OMG! Ubuntu! 🇬🇧

Skype als Daemon ausführen

Wenn man Pidgin oder Empathy gleichzeitig mit Skype nutzt, taucht der letztere Client immer mit im Systemtray auf. Wer das nicht möchte, sondern Skype auch innerhalb der beiden Multi-Protokoll-Clients nutzen will, muss wie folgt vorgehen:

  1. Installation des Skype-Plugins für Pidgin (Installation hier)

  2. In Skype einloggen

  3. Skype-Konto zu Empathy (Art: „bigbrownchunx-skype-dbus“) bzw. Pidgin (Protokoll: „Skype DBUS“) hinzufügen

  4. Empathy/Pidgin den Zugriff auf Skype erlauben

  5. Automatischen Login von Skype aktivieren

  6. In einem Terminal folgendes eingeben:

gsettings set com.canonical.Unity.Panel systray-whitelist "['JavaEmbeddedFrame', 'Mumble', 'Wine', 'hp-systray']" 

Um das Icon im Systemtray wieder anzuzeigen (z.B. wegen ausgelassenem Schritt), folgenden Befehl eingeben:

gsettings set com.canonical.Unity.Panel systray-whitelist “['JavaEmbeddedFrame', 'Mumble', 'Wine', 'hp-systray', 'Skype']“ 

Quelle: OMG! Ubuntu! 🇬🇧

Orte in Home-Launcher des Unity Docks

Wenn man über den Home-Launcher des Unity-Docks auch die einzelnen Orte aufrufen will, die bei Gnome 2.x sogar einen eigenen Reiter im Menü spendiert bekamen, muss man folgendes tun:

  • Ein Terminal öffnen und den Befehl eingeben:

gksudo gedit /usr/share/applications/nautilus-home.desktop 

  • Ein Backup erstellen, z. B. in dem man den Text in einer neuen Datei „nautilus-home.desktop.back“ speichert.

  • In den Editor folgenden Text kopieren:

[Desktop Entry]
Name=Home Folder
GenericName=Home Folder
X-GNOME-FullName=Home Folder
Comment=Open your favourite folders in Nautilus
Exec=nautilus %U
Icon=user-home
Terminal=false
Type=Application
Categories=GNOME;GTK;Core;
StartupNotify=true
X-GNOME-Bugzilla-Bugzilla=GNOME
X-GNOME-Bugzilla-Product=nautilus
X-GNOME-Bugzilla-Component=general
X-Ubuntu-Gettext-Domain=nautilus

X-Ayatana-Desktop-Shortcuts=Home;Documents;Downloads;Pictures;Music;Videos;

[Home Shortcut Group]
Name=Home
Exec=nautilus
OnlyShowIn=Unity

[Documents Shortcut Group]
Name=Documents
Exec=nautilus Documents/
OnlyShowIn=Unity

[Downloads Shortcut Group]
Name=Downloads
Exec=nautilus Downloads/
OnlyShowIn=Unity

[Pictures Shortcut Group]
Name=Pictures
Exec=nautilus Pictures/
OnlyShowIn=Unity

[Music Shortcut Group]
Name=Music
Exec=nautilus Music/
OnlyShowIn=Unity

[Videos Shortcut Group]
Name=Videos
Exec=nautilus Videos/
OnlyShowIn=Unity

  • Abmelden und neu einloggen

  • Rechtsklick auf Launcher, um die neu hinzugefügten Einträge zu begutachten

Quelle: OMG! Ubuntu! 🇬🇧

Neues aus der Linux-Welt

FVWM 2.6 fertiggestellt

Nach langer Entwicklungszeit ist der Fenstermanager F Virtual Window Manager in der Version 2.6 erschienen. Neuerungen sind unter anderem die Unterstützung von PNG- und SVG-Icons, Mausgesten, eine verbesserte Font-Engine mit Schriftglättung (Anti-Aliasing), Unterstützung von GNU gettext für mehrsprachige Menüs, eine Schnittstelle zu Perl und ein Unmanaged-Modus, bei dem sich Fenster fest im Hintergrund und ohne Rahmen platzieren lassen.

FVWM, der bereits seit 1993 entwickelt wird, diente als Grundlage zum Beispiel für Xfce oder Enlightenment.

Quellen: heise, Golem, Pro Linux

NetBeans in Version 7.0 erschienen

Die Java-Entwicklungsumgebung Netbeans wurde von Oracle in Version 7.0 freigegeben. Diese Version unterstützt nun vollständig die (noch nicht veröffentlichte) 7. Version von Java. Außerdem wurde die Integration von JUnit verbessert sowie die Anbindung an den WebLogic-Server von Oracle und den GlassFish-Server überarbeitet.

Quelle: heise

Piwik 1.3 veröffentlicht

Das Entwicklerteam von Piwik hat das Website-Tracking-System in der Version 1.3 veröffentlicht. Neu ist beispielsweise die Möglichkeit zur Angabe von frei definierbaren Auswertungszeiträumen. Daneben wurde außerdem die Echtzeitüberachung für belebte Seiten optimiert und das Benutzer-Tracking verbessert.

Quellen: heise, Golem

Was sonst noch geschah:

  • Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) setzten auf Android-Smarthphones
    Quelle: Marcos Blog

  • Vorbereitungen für GNOME 3.2 beginnen
    Quelle: heise

  • Die Linux Foundation bekommt mit Yahoo, Igalia und Renesas drei neue Mitglieder
    Quellen: heise, ZDNet.de, Pro Linux

  • Keine Änderung der Entwicklungspläne für LibreOffice trotz Oracles Ausstieg bei OpenOffice.org
    Quelle: heise

  • Immer mehr offene Wlan-Chip-Treiber
    Quelle: heise

  • Antiviruskit ESET NOD32 auch für Linux erhältlich
    Quelle: OMG! Ubuntu! 🇬🇧

  • Fast 30 Prozent mehr Mitglieder für das Open Invention Network (OIN)
    Quellen: Golem, Pro Linux

  • AMD stellt seine Testsuite Tapper unter eine BSD-Lizenz
    Quellen: Golem, Pro Linux, Phoronix 🇬🇧 , Pro Linux

  • Mips Technologies stellt Android- und Linuxprogrammierern eine Entwicklerplattform zur Verfügung
    Quelle: Golem

  • Der Verkauf von Novell-Patenten wird mit Auflagen, vom US-Justizministerium genehmigt
    Quelle: ZDNet.de, LinuxComunity

  • OpenOffice.org Deutschland e. V. in Freies Office Deutschland e. V. umbenannt
    Quellen: LinuxCommunity, Pro Linux

  • Ubuntu Gnome Remix (UGR) erscheint erst am 15. Mai
    Quellen: Ubuntudrive!, Ubuntu GNOME Remix 🇬🇧

  • Patentstreit um den Einsatz von Linux endet vorerst gegen Google
    Quelle: heise

  • Android-Smartphones speichern Standort des Users, jedoch nicht immer korrekt
    Quelle: heise

  • LVM Versicherungen migriert auf Ubuntu
    Quellen: Techworld 🇬🇧, Marcos Blog, derStandard.at

Hardwareecke

Zwei Computer mit vorinstalliertem Ubuntu Natty Narwhal

Der Computer „one“ von cirrus7 hat nun ein Upgrade erhalten. Im Vergleich zum namensgleichen Vorgänger hat der cirrus7 one ein Mainboard von ZOTAC mit Intel Sandy Bridge und wahlweiser LED-Beleuchtung. Dies schlägt sich auch auf den Preis nieder, denn mit 799 Euro ist es um 200 Euro billiger als die erste Generation. Als Betriebssystem wird auf Wunsch Ubuntu 10.10, Ubuntu 11.04 Natty Narwhal (ab 28.04) oder Windows (mit Aufpreis von 80 Euro) vorinstalliert, das über eine cirrus7-eigene Paketquelle Updates erhält.
In Zukunft soll es noch mehr Wahlmöglichkeiten an der Ausstattung geben, wie Intel Atom CPU oder persönlich gestalteter Deckel.
Einen ausführlichen Test des Vorgängers findet man auf LinuxundIch.

Als zweiter PC wird das Satchbook von Rockiger vorgestellt. Es besitzt einen Intel Core i7 (Sandy Bridge), ein 15.6″ Non-Glare-LED-Display (HD, 1366×768 Pixel) und 4 – 8 GB DDR3 RAM (PC1333; noch nicht sicher). Außerdem bietet es noch einen DVD-SATA-Brenner, WLAN & Bluetooth (Intel Pro 6230), Cardreader, WebCam und einen 6-Zellen-Akku. Als Anschlüsse hat das Satchbook 3× USB 2.0, 1× HDMI, 1× VGA, 1× Mikrofon in, 1× Line in, 1× Line out, bei einem Gewicht von 2,5 Kilogramm. Als Betriebsystem ist Rockiger OS vorinstalliert, welches auf Ubuntu 11.04 basiert und speziell auf die Hardware des Satchbook angepasst wurde. Es soll ca. 1000 Euro kosten und die Auslieferung beginnt voraussichtlich nach dem Erscheinen von Natty Narwhal, also im Mai.

Quelle: LinuxundIch

Internes

Projekte der Woche

Thread Autor Beschreibung des Projektes Zustand
PPA für Popper rhersel und jokerGermany Ein PPA für Popper bauen in Entwicklung
Sinnvolle Funktionen eines Todo-Managers promethux Ein Todo-Manager in Entwicklung

Quelle: Projekte-Forum

Neues aus dem Wiki

Artikel suchen einen Autoren

Artikel Zielgruppe Beschreibung Hardware-Voraussetzungen
VHS-Video zu DVD Video-Experten VHS-Videokasseten digitalisieren und auf DVD brennen erkannte TV-Karte, VHS-Rekorder, Adapter-Kabel
OSS4 Audio-Experten PulseAudio durch das Open Sound System (kurz:OSS) ersetzen /
Prozessorspannung absenken Hardware-Experten Akkulaufzeit erhöhen und Temperatur senken (sinvoll bei Notebooks) Intel Pentium-M (Centrino) und Core/Core 2 Solo/Duo CPUs

Vorschläge für weitere Wiki-Artikel findet man unter Wiki/Ideen. Vor dem Ändern eines Artikels sollte man sich jedoch noch in der Diskussion zum Artikel melden.

Quellen: verlassene Baustellen, Fehlerhafte Artikel, Ausbaufähige Artikel, Artikel für die Qualitätssicherung

Tester gesucht

Hinweis:

Durch das Supportende von Ubuntu 8.04 LTS und 9.10 sind viele Artikel ungetestet. Wenn ihr also einen Artikel seht, der nur noch mit diesen beiden Versionen markiert ist, ihr diesen aber schon unter einer neueren Version (wie 10.04 LTS, 10.10) getestet habt, ist es erwünscht den Artikel auch für diese Systeme zu markieren.

Quelle: ungetestete Artikel

Bearbeitete und neue Artikel

Quelle: ubuntuusers.de Wiki

Treffen und Veranstaltungen

Termine vom 26.04.2011 bis 08.05.2011
Name Ort Datum Uhrzeit
Treffen der lueneLUG Lüneburg, COMODO Di, 26.04.2011 19:00 Uhr
Hulug Treffen Erlensee, Pizzeria Antico Rustico Mi, 27.04.2011 19:00 Uhr
Release-Party zu Natty Narwhal 11.04 Winterthur, ZLI Zürcherstrasse 19 Sa, 30.04.2011 15:00 Uhr
Munich Linux Night 58 München, Froschkönig Fr, 06.05.2011 19:00 Uhr

Hinweis:

Wer seinen Termin hier in der Liste haben möchte, trage ihn in den Kalender ein. Denn nur Termine, die dort stehen, werden in den UWR übernommen, oder ihr tragt eure Termine selbst in den UWR ein.

Mitwirkende

Herzlichen Dank an die fleißigen Helfer, die den UWR mit ihrer Arbeit unterstützt haben.


LocoTeam/UWR/cc-by-sa.png Solange nicht anders gekennzeichnet, stehen die Inhalte dieser Seite unter der Creative-Commons-Lizenz Creative Commons BY-SA (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 – nicht portiert)

Diese Revision wurde am 12. Februar 2020 08:25 von Heinrich_Schwietering erstellt.