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2009-18

Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu herum Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem ein weltweiter „Social Event“ mit Ubuntu 9.03, Beginn an der Entwicklung von „Karmic Koala“ und... Viel Spaß beim Lesen!


Top-Nachrichten

Ubuntu 9.04 - Ein weltweiter „Social Event“

Wie Workswith U 🇬🇧 schätzt, könnte die Freigabe von Jaunty am 23. April das weltweit am meisten gefeierte Release eines Open-Source-Betriebssystems gewesen sein. Mehr als 110 sogenannter Release-Partys fanden rund um die Welt deswegen statt. Das Besondere daran ist, dass es sich nicht um das Ergebnis einer ausgefuchsten PR-Abteilung handelt, sondern von der Ubuntu-Community und den dort vertretenen Anwendern organisiert wurde.

Quelle: Works with U 🇬🇧

Rund um Ubuntu

Anleitungen

Externe Displays und Beamer einfacher handhaben

Christer erklärt in seinem Blog 🇬🇧 zwei einfache Befehle, um Linux bzw. den Rechner mit Hilfe von xRandR in Verbindung mit Projektoren oder Beamern zum Laufen zu bringen. Nichtsdestotrotz bittet er die Anwender vor der eigentlichen Präsentation, zu Hause einen Probedurchgang zu versuchen.

Quelle: Ubuntu Tutorials 🇬🇧

Drei Wege um den Desktop aufzunehmen

Screencasts sind eine gute Methode, Anleitungen z.B. zur Konfiguration oder Bedienung von Anwendungen, anzubieten. Hier werden drei einfache Wege aufgezeigt, wie man dies selbst durchführen kann. Dabei werden die Programme recordMyDesktop, XVidCap und Istanbul vorgestellt.

Quelle: TuxArena 🇬🇧

Eine grafische Remotedesktopverbindung unter Linux

Mit einer Alternative zu VNC, einem Programm zur Remotedesktopverbindung, namens FreeNX wartet das Blog TuxArena 🇬🇧 auf. VNC ist zwar bekannter, dafür ist FreeNX schneller und verursacht auf dem Server wesentlich weniger Prozessorlast. Auch kann man, da es das Programm auch für Windows gibt, von einem solchen Computer auf einen Linux-Rechner zugreifen. TuxArena klärt auf, wie man FreeNX in Betrieb nimmt.

Quelle: TuxArena 🇬🇧

Fünf beliebte Tricks um Nano anzupassen

Dan erklärt, wie man mit fünf Tricks den beliebten Editor Nano konfigurieren und den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. So erfährt man, wie man Syntaxhervorhebung oder die Größe der Tabs anpasst.

Quelle: TuxArena 🇬🇧

Das neue Cairo-Dock 2

Anwender, die auf „Eye-Candy“ stehen, sollten sich die neue Version von „Cairo Dock“ anschauen. Webup8 🇬🇧 zeigt, wie man dieses sogenannte Dock einrichtet, das nach Aussagen des Autors den Avant Window Navigator ersetzen kann. Dazu zeigt er auch ein Video.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Quelle: Webupd8 🇬🇧

Das Flash-Problem nach Aktualisierung auf Jaunty (64bit)

Falls das Flash-Plugin nach einem Upgrade auf Jaunty (64bit) nicht mehr funktionieren sollte, so entfernt man am einfachsten das Flash-Paket und installiert das unfreie Adobe Flash:

sudo apt-get remove flashplugin-* --purge 

sudo apt-get install flashplugin-nonfree 

UbuntuGeek 🇬🇧 stellt zudem drei weitere Varianten vor.

Quelle: UbuntuGeek 🇬🇧

Aus den Nachrichten

Vorstellung von Ubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“

In einem Artikel stellt Pro-Linux das neue Ubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“ vor. Von Neuerungen über Installation bis zur Verwendung im Alltag wird alles unter die Lupe genommen. Pro-Linux ist der Meinung, dass Ubuntu unter anderem auch wegen der Update-Philosophie „mittlerweile in vielerlei Hinsicht Debian richtig gemacht“ ist. Jedoch wird auch kritisiert, dass Jaunty mit vielen bereits bekannten Fehlern veröffentlicht wurde. Außerdem hätte das Benachrichtigungssystem noch ein halbes Jahr im Beta-Stadium verbleiben können, um dem Endbenutzer viele Fehler zu ersparen.

Quelle: Pro-Linux, Pro-Linux Artikel

Canonical versucht Partner zu gewinnen

Zum Start der aktuellsten Ubuntu-Version konnte Canonical kaum Partner vorstellen, die Ubuntu 9.04 in irgendeiner Weise unterstützen oder nutzen würden oder dies im Zuge der Veröffentlichung propagiert hätten. Dies soll sich zur Veröffentlichung des Nachfolgers ändern. Canonical führt einige Software-Partner 🇬🇧 auf, nun sollten die gemeinsamen Anstrengungen entsprechend koordiniert werden, um ein besseres Gesamtbild abgeben zu können.

Quelle: Works with U 🇬🇧

Die Woche: Ubuntu 9.04 und Intel-Grafik

Nach dem Erscheinen von Jaunty Jackalope setzt sich heise open mit der Leistung von Intel-Grafikchips auseinander. Der von Ubuntu 9.04 genutze Kernel 2.6.28 weist in Hinsicht auf die Treiber für aktuelle Intel-Chipsätze einige Defizite auf. Dies liegt in einer Umstellung der Grafik-Infrastrukturen im Kernel, bei der Intel sich gerade in einer kritischen Phase befindet. Es bleibt zu hoffen, dass Ubuntu Aktualisierungen für die Intel-Grafik-Treiber nachliefert, sobald sie verfügbar sind, sonst könnte laut heise open der gute Ruf der Distribution Schaden nehmen.

Quelle: Heise

Brilliant Brainstorms (58)

LinuxLoop 🇬🇧 veröffentlicht einmal die Woche, die aus ihrer Sicht interessantesten Brainstorm-Ideen 🇬🇧 . Diese Woche wurden folgende Ideen als sehr interessant bewertet:

Abstimmen kann man, nachdem man sich bei Brainstorm angemeldet hat. Das Portal ist eine tolle Möglichkeit, als Benutzer „direkten“ Einfluss auf die Entwicklung Ubuntus zu nehmen. Ikhaya berichtete auch über die Neuerungen bei Brainstorm.

Quelle: Linux Loop 🇬🇧

Ubuntu Podcast Ausgabe Nummer 26

Josh Chase und Nick Ali vom Georgia US LoCo-Team 🇬🇧 haben eine neue Ausgabe des Ubuntu Podcast veröffentlicht. Aus dem Inhalt:

Quelle: Ubuntu Podcast 🇬🇧

Ubuntu UK Podkast - S02E03

Das Ubuntu UK Podkast 🇬🇧 hat eine neue Ausgabe herausgebracht. Unter anderem werden folgende Themen behandelt:

  • Ein kurzes Gespräch über Ubuntu-Derivate

  • Eine Diskussion über die Vor- und Nachteile der neusten Ubuntu-Veröffentlichung

  • Generelle Neuigkeiten

  • Ein Einblick in die Ubuntu-Welt

Quelle: Ubuntu UK Podcast 🇬🇧

Aus der Blogosphäre

Ist billiger Support ein rentables Geschäftsmodell?

Red Hat und Novell nehmen durch ihr Geschäftsmodell, den Firmen Support anzubieten, viel Geld ein. So zahlt man bei der Enterprise-Version im Grunde den Support. Dieses Modell scheint sehr erfolgreich zu sein, aber warum bietet man diesen Support nicht auch den normalen Desktopbenutzer an? Canonical verlangt für ein Jahr Support der Desktop-Version von Ubuntu 250 US-Dollar. Dies ist jedoch für die meisten etwas zu teuer. Was wäre, wenn dieser Support nur 15 US-Dollar 🇬🇧 kosten würde? Der Marktbereich wäre zwar nicht groß genug, dass es sich lohnen würde, jedoch ist ein preiswerter, benutzerorientierter Support eine recht interessante Idee. Hat diesen Schritt schon jemals jemand gewagt?

Quelle: Linux Loop 🇬🇧

Nützliche Paketquellen

Webupd8 🇬🇧 stellt ein paar Paketquellen vor, die man als Ubuntubenutzer kennen sollte. Als erstes wird das Paket ubuntu-restricted-extras empfohlen, das unter anderem nützliche Codecs, den Adobe Flash Player und Java nachinstalliert. Die Paketquelle Archiv/Medibuntu ist standardmäßig in den Software-Quellen nicht eingetragen, was man mit einem Terminalbefehl nachholen kann:

sudo wget http://www.medibuntu.org/sources.list.d/jaunty.list --output-document=/etc/apt/sources.list.d/medibuntu.list 

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

Danach sollte man noch den öffentlichen Schlüssel hinzufügen:

sudo apt-get update && sudo apt-get install medibuntu-keyring && sudo apt-get update  

Nun kann man mit dem Paket non-free-codecs noch mehr propritäre Codecs wie zum Beispiel Microsoft's WMV nachinstallieren. Skype lässt sich durch das Paket skype und Google Earth mit googleearth installieren.

Eine weitere hilfreiche Paketquelle wäre GetDeb:

echo "deb http://getdeb.masio.com.mx/ jaunty/" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list.d/getdeb.list && sudo apt-get update 

Damit lassen sich viele Programme wie der beliebte Musik-Player Songbird (Paket: songbird), das FTP-Programm FileZilla (Paket: filezilla) und Shutter (Paket: shutter), das Fotos vom Bildschirm erstellt, installieren. Zudem findet man auf der Seite noch die offiziellen Paketquellen von Opera und Google.

Quelle: Webupd8 🇬🇧

Fehlerstatistiken

  • Offen (54430) +1075 vergangene Woche

  • Kritisch (16) -1 vergangene Woche

  • Nicht bestätigt (24407) +722 vergangene Woche

  • Nicht zugeordnet (46513) +1063 vergangene Woche

  • Alle jemals abgegebenen Fehlerberichte (277693) +2696 vergangene Woche

Fehlerberichte, an denen nicht aktiv gearbeitet wird, sind hier nicht aufgeführt. Dazu gehören Fehler, für die bereits eine Lösung exisitiert die jedoch noch nicht geprüft oder implementiert wurde.

Neues von Karmic Koala

Entwicklung läuft an

Die Entwicklung an der nächsten Ubuntu-Version 9.10 mit dem Codenamen „Karmic Koala“ hat bereits begonnen. Der „Karmische Koala“ soll vorraussichtlich am 29. Oktober erscheinen. Mitte Mai soll die erste Alpha-Version veröffentlicht werden. Vorher findet aber in der letzten Mai-Woche noch das „Ubuntu Developer Summit“ in Barcelona statt, auf dem dann der letztendliche Plan für Karmic festgelegt wird.

Quellen: Heise

Neues aus der Linux-Welt

Turbulente Updates bei Reiserfs

Suse-Entwickler Jeff Mahoney hat Ende März gleich 35 Patches für das Dateisystem ReiserFS an die Kernel- und ReiserFS-Mailingliste geschickt. Die meisten sind bereits in OpenSuse eingeflossen. Linus Torvalds hat Jeff Mahoney zugesagt, dass die neuen Patches in den Linux-Kernel 2.6.30 Eingang finden werden. Im Rahmen des kill-the-BKL-Projekts 🇬🇧 arbeitet Frédéric Weisbecker daran, den Big Kernel Lock (kurz: BKL) unter anderem in ReiserFS zu entfernen. ReiserFS macht einen relativ intensiven Gebrauch von BKL, jedoch arbeiten seit der Kernelversion 2.6.26 zahlreiche Entwickler daran, den BKL aus dem Linux-Kernel zu tilgen. So arbeitet Frédéric Weisbecker nun daran, den Code von ReiserFS so umzuschreiben, dass das Dateisystem künftig ohne den BKL auskommt. Dies bringt einen Performance-Schub auf einem System mit sich, das mehrere ReiserFS-Partitionen und Mehrkernprozessoren nutzt. Die Patches werden allerdings erst nach der Kernel-Version 2.6.30 einfließen.

Quellen: Linux Magazin, LinuxCommunity

Linus Torvalds: „Der Desktop ist das Interessante“

Linus Torvalds erklärt in einem Interview 🇬🇧 mit dem Linux Magazine 🇬🇧 , dass sein primäres Ziel der Desktop sei. Der Desktop-Bereich biete mit seiner Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten im Gegensatz zum Server-Bereich eine interessantere Problemstellung. Zudem erklärt er im Interview, dass er sich privat auf einen Computer konzentriere, da er keinen ganzen „Computerraum“ pflegen wolle. Auch hätte er nie gedacht, dass Linux einmal eine so große Spannweite zwischen Embedded-Bereich und Supercomputer mit einer gemeinsamen Code-Basis für Anwendungen erreichen würde.

Quellen: Der Standard, Linux Magazine 🇬🇧

Treffen und Veranstaltungen

Termine vom 06.05.2009 bis 17.05.2009
Name Ort Datum Uhrzeit
Stammtisch der Langener User Group Langen, Alte Scheune Mi, 06.05.2009 19:00 Uhr
Monatsstammtisch von Ubuntu-Berlin Berlin, c-base e.V. Mi, 06.05.2009 20:00 Uhr
Anwendertreffen Dortmund Dortmund, Kronenstübchen Do, 07.05.2009 19:00 Uhr
Anwendertreffen München München, Froschkönig Fr, 08.05.2009 19:00 Uhr
Stammtisch der LUG Chemnitz Chemnitz, zum frohen Zecher Fr, 08.05.2009 19:00 Uhr
Stammtisch Bad Kreuznach Rüdesheim, Schützenhaus Sa, 09.05.2009 17:00 Uhr
Bug Jam mit Daniel Holbach Berlin, c-base e.V. Di, 12.05.2009 17:00 Uhr
Anwendertreffen Erfurt Erfurt, FAM Di, 12.05.2009 18:00 Uhr
Anwendertreffen Achern/Bühl/Baden-Baden Bühl, C'est la vie Do, 14.05.2009 19:30 Uhr
Anwendertreffen Bremen Bremen, Maschinenraum Do, 14.05.2009 20:00 Uhr
Ubuntu-Vorstellung bei Lehmanns Berlin, Buchhandlung Lehmanns] Do, 14.05.2009 20:15 Uhr

Mitwirkende


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Teile des UWR basieren auf Meldungen, die dem Ubuntu Weekly Newsletter #140 🇬🇧 entnommen sind.

Diese Revision wurde am 14. Februar 2020 08:54 von Heinrich_Schwietering erstellt.