Editor

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Ein Terminal öffnen

  2. mit Root-Rechten arbeiten

Inhaltsverzeichnis
  1. Unity/GNOME 3
  2. KDE
  3. MATE
  4. Xfce
  5. LXDE
  6. Ubuntu Touch
  7. Kommandozeile
  8. Bearbeiten von Systemdateien
  9. Standard-Editor ändern
  10. Links

Wiki/Icons/Tango/text-editor.png Ein Editor ist ein Programm, mit dem man beliebige Textdateien erstellen oder bearbeiten kann. Da unter Linux quasi alle Konfigurationsdateien als Textdateien vorliegen, könnte man mit einem Editor daher das komplette System konfigurieren.

Unter Linux gibt es sehr viele verschiedene Editoren. Hier werden die Standardeditoren für Unity, GNOME, KDE, Xfce, LXDE und für die Kommandozeile kurz vorgestellt.

Eine Vielzahl weiterer Editoren ist im Wikiartikel Editoren aufgeführt.

gedit-neu.png
Gedit

kate.png
Kate

mousepad.png
Mousepad

leafpad.png
Leafpad

Unity/GNOME 3

Der Standardeditor für die Unity und GNOME-Desktopumgebung ist gedit. Unter Gnome und Unity lässt dieser sich über die Eingabe von gedit im Suchfeld der Gnome Shell bzw. des Unity-Menüs (Dash) öffnen. Bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü erfolgt der Start über "Zubehör -> Texteditor". Weitere Informationen sind im Artikel gedit zu finden.

KDE

Unter KDE heißt der Standardeditor kate und befindet sich im K-Menü unter "Dienstprogramme -> Kate (Erweiterter Texteditor)". Weitere Informationen sind im Artikel Kate zu finden.

MATE

Die Desktop-Umgebung MATE nutzt eine frühere Version von gedit mit dem Namen Pluma. Die Anwendung kann über "Zubehör -> Pluma" gestartet werden. Ansonsten verhalten sich die beiden Programme nahezu identisch.

Xfce

Unter Xfce heißt der Standardeditor mousepad und befindet sich im Menü unter "Zubehör -> Mousepad". Weitere Informationen sind im Artikel Mousepad zu finden.

LXDE

Unter LXDE heißt der Standardeditor leafpad und befindet sich im Menü unter "Zubehör -> Leafpad". Weitere Informationen sind im Artikel Leafpad zu finden.

Ubuntu Touch

Manche verfügbare Editoren für Ubuntu Touch werden im Artikel Ubuntu Touch/Einrichtung (Abschnitt „Programme“) vorgestellt. Diese haben jedoch teilweise beschränkte Rechte, weshalb sie nur Standardordner erreichen. Um auch Systemordner zu erreichen bzw. Root-Rechte zu erlangen, sollte man Nano im Terminal verwenden.

Kommandozeile

Wer keine grafische Oberfläche installiert hat, diese aus irgendeinem Grund nicht mehr starten kann oder einen entfernten Rechner konfigurieren möchte, ist auf einen Editor für die Kommandozeile [1] angewiesen. Ubuntu beinhaltet zwei sehr gängige Editoren: nano und vim. Der dritte, unter Linux gängige Editor, Emacs kann bei Bedarf nachinstalliert werden.

Nano

Nano ist sehr einfach zu bedienen und daher für Einsteiger empfohlen, die eine Datei im Terminal bearbeiten müssen bzw. wollen. Er ist auch bei Ubuntu Touch vorinstalliert, wobei die Terminal App über ihren Menüknopf links unten eigens ein Menü "Nano" mit den Sondertasten für Nano bietet. Weitere Informationen sind im Artikel Nano zu finden.

VIM

Bei vielen Benutzern beliebt ist der Editor Vi bzw. VIM. Er ist von der Bedienbarkeit zwar nicht ganz so intuitiv wie z.B. Nano, aber trotzdem sollte jeder Linux-Benutzer die allerwichtigsten Kommandos lernen, da es der Editor ist, der auf jedem Linux-System zur Verfügung steht. Ausserdem ist VIM äusserst effizient, sobald man sich mit dem Konzept eines modalen Editors erst mal angefreundet hat. So steht z.B. die Tastenfolge D 2 W für 'Delete 2 Words' - kürzer geht's kaum noch. Weitere Informationen sind im Artikel VIM zu finden.

Bearbeiten von Systemdateien

Dateien in Systemordnern wie /etc oder /usr können mit den Zugangsrechten eines normal angemeldeten Benutzers nicht direkt bearbeitet werden. Diese Einschränkung ist ein essentieller Baustein der Rechteverwaltung und des Sicherheitskonzepts von Linux. Möchte man Dateien in einem Systemordner ändern, so muss der Editor in mit entsprechenden Rechten gestartet werden.

Verschiedene mögliche Wege zum Starten von Editoren mit oder ohne grafischer Oberfläche sind im Wikiartikel mit Root-Rechten arbeiten aufgezeigt. Einsteiger sollten sich diesen Artikel sowie den Wikiartikel zu Dateirechten durchlesen.

Standard-Editor ändern

Je nach Zusammenhang können unterschiedliche Standardeditoren aktiviert werden.

Kommandozeile

Um den Standard-Editor für ein Terminalfenster oder die Konsole systemweit einzustellen, dient der folgende Befehl[1][2]:

sudo update-alternatives --config editor 

Siehe auch Default-Editor unter Debian konfigurieren 🇩🇪 und den Artikel Alternativen-System.

Desktop-Umgebungen

Wenn man den voreingestellten Editor wechseln möchte, ist je nach Desktop-Umgebung ein anderes Vorgehen erforderlich. Der Artikel Alternativen-System (Abschnitt „Bevorzugte-Anwendungen-in-den-Desktopumgebungen“) gibt dazu eine Übersicht. Nicht jede Desktop-Umgebung bietet eine grafische Einstellungsmöglichkeit, um den Standard-Editor zu konfigurieren. In dem Fall kann der Standard-Editor über das MIME-Typ (Abschnitt „Standardanwendung-festlegen“)-System festgelegt werden.