
Skype
ist eine unfreie Software zur Internet-Telefonie. Mit Skype ist es möglich, mit den Kontakten zu chatten, ihnen Dateien zu senden, zu telefonieren und auch Videotelefonate zu führen. Alle Daten werden bei Skype verschlüsselt übertragen.
Weitere Dienste (z.B. Anrufe in oder aus dem Festnetz oder das Verschicken von SMS) sind kostenpflichtig. Die Grunddienste sind jedoch kostenlos und bedürfen lediglich einer Registrierung. Man muss sich bewusst sein, dass Skype Techniken benutzt, die aus dem Filesharing-Bereich stammen. D.h., auch wenn man gerade nicht telefoniert, jedoch im Skype-Netzwerk angemeldet ist, werden Daten übertragen.
Zudem sind der Quelltext des Klienten und des Netzwerkprotokolls geheim - Skype funktioniert daher nicht mit anderen VoIP-Anwendungen, die auf Freie Standards setzen. Ebenfalls muss man Acht geben, wenn man Guthaben auf Skype einzahlt, um telefonieren zu können. Wenn das Guthaben des Zugangs mehr als 6 Monate nicht genutzt wurde, läuft das Guthaben ab, bevor es vollständig verbraucht ist. Die registrierten Accounts bleiben allerdings weiterhin aktiv.
Skype befindet sich nicht in den Paketquellen von Ubuntu und muss als Fremdpaket installiert werden. Das Paket für Versionen ab Intrepid heisst "8.10+"
Von
Skype
werden
DEB-Pakete angeboten.
Die Pakete können für Karmic Koala 9.10, Jaunty Jackalope 9.04 und Intrepid Ibex 8.10
heruntergeladen werden.
Nach dem man sie für die korrekte Ubuntuversion und Architektur geladen hat, müssen DEB-Pakete noch installiert werden.
Fremdpakete können das System gefährden.
Ein Paket für Hardy ist noch bei Medibuntu.org zu finden.
http://packages.medibuntu.org/hardy/skype.html
Im GNOME-Menü findet man Skype unter "Anwendungen -> Internet -> Skype".
Die Registrierung eines Zugangs unter Skype ist relativ einfach. Hierzu die erforderlichen Daten wie Benutzername, Kennwort usw. eingeben. Sofern die Nutzungsbedingungen für Skype akzeptabel sind und man diesen zugestimmt hat, lässt man das Skype-Konto erstellen.
Es müssen alle mit "*" gekennzeichneten Felder ausgefüllt werden. Wenn das Passwort in Vergessenheit geraten ist, besteht über Skype die Möglichkeit, dass ein neues an die angegebene E-Mailadresse geschickt wird.
Skype steht in zahlreichen Sprachen zur Verfügung. Alle Sprachen sind im Paket, das Skype zum Download zur Verfügung stellt, bereits integriert. Nach der Installation wird Skype automatisch mit der im System eingestellten Sprache gestartet.
Sollte man eine andere Sprache für Skype bevorzugen, so kann man die Sprache in den Optionen unter "Allgemein -> Sprache der Anwendung" ändern. Beim nächsten Start von Skype wird das Programm in der ausgewählten Sprache gestartet.
Ist der Sound-Server PulseAudio auf dem System installiert, was bei jeder Ubuntu-Installation üblicherweise der Fall ist, so wird dieser automatisch von Skype benutzt. In den Audio-Einstellungen von Skype kann man dann nichts anderes mehr als "PulseAudio server (local)" einstellen. Die Auswahl der zu benutzenden Wiedergabe- und Aufnahmegeräte erfolgt über PulseAudio und nicht über Skype. Informationen hierzu finden sich im Wiki unter PulseAudio oder auch im Blog Linux Und Ich
. Die Audio-Einstellungen können jederzeit einfach über "Testklang abspielen" bzw. "Testanruf tätigen" getestet werden.
Nur für den Fall, dass kein PulseAudio auf dem System gefunden wird, geht Skype den Weg direkt über ALSA. Hier können die Audiogeräte direkt in Skype eingestellt werden, über die die Telefonate ("Mikrofon" und "Lautsprecher") erfolgen sollen und über welches Gerät ein eingehender Anruf signalisiert wird ("Klingeln"). Es ist möglich, unterschiedliche Geräte auszuwählen, so kann man das Gespräch über ein Headset führen, und bei einem Anruf klingelt es über die Boxen des Computers.
Wählt man Geräte aus, so sieht man diese jeweils zwei mal, einmal als "Gerätename (plughw:id,0)" und einmal als "Gerätename (hw:id,0)". Der Unterschied besteht darin, wie das Gerät angesprochen wird. Generell benutzt Skype mittlerweile ALSA, um die Audioschnittstellen des Systems anzusprechen.
Über "plughw" passt ALSA das Audiosignal so an, dass das Audiogerät es verarbeiten kann. Verwendet man "hw", so übermittelt ALSA das Signal unverändert. Daher sollte man prinzipiell immer "plughw" benutzen, so sollte die Audio-Ein/Ausgabe problemlos klappen.
Seit Skype 2.0 gibt es auch unter Linux die Möglichkeit, Videotelefonate zu führen. Hier kann man nun auswählen, welches Videogerät Skype nutzen soll. Des weiteren kann man über "Test" ausprobieren, ob Skype mit der im System installierten Webcam auch zurecht kommt.
Ein Videogespräch startet man dann anschließend wie ein normales Gespräch über Skype. Man ruft daher den Kontakt wie immer an. Im Gesprächsfenster findet man daraufhin eine hellblaue Schaltfäche. Klickt man diese an und wählt "Mein Video starten" aus, dann startet Skype die Videoübertragung, und der Gesprächspartner empfängt das Videobild.
Zum Telefonieren empfiehlt sich auf jeden Fall der Kauf eines Headsets. Es gibt in den Kaufhäusern eine große Auswahl. Teilweise sind diese von Skype zertifiziert, dies ist jedoch eher als Marketinginstrument zu verstehen und nicht als Qualitätssiegel. Ein preiswerteres Exemplar ist schon für unter 15 Euro zu bekommen.
Betreibt man Skype unter GNOME, so sieht es anfangs nicht unbedingt hübsch aus. Dies liegt daran, dass Skype mit dem KDE-Toolkit QT programmiert wurde. Mit ein paar Handgriffen kann man KDE Anwendungen unter GNOME jedoch schöner darstellen.
Wenn man Skype mit dem Parameter --disable-cleanlooks startet, wird das Standard-Qt4-Thema zur Darstellung verwendet. Seit Jaunty Jackalope sind keine weiteren Anpassungen mehr nötig, da sich Qt4 standardmäßig mit dem gerade verwendeten GTK-Thema darstellt.
Sollte Skype im Hintergrund 30%+ CPU Last auf einem halbwegs modernen Rechner haben, sollte man testen, ob es ohne PulseAudio (Skype Audioeinstellungen) besser klappt.
Damit man Skype-Links aus Firefox heraus aufrufen kann, bedarf es eventuell eines Eintrages in den erweiterten Konfigurationsdateien von Firefox. Dort teilt man Firefox mit, wo sich der so genannte „Action-Handler“ von Skype befindet. Der Action-Handler übergibt die nötigen Daten an Skype, so dass man Skype-Links ganz normal und benutzen kann.
Die nachfolgenden Schritte gehen davon aus, dass der Action-Handler von Skype unter /usr/local/bin zu finden ist. Um herauszufinden, ob und wo der Action-Handler installiert ist, muss man ein Terminal-Fenster öffnen und dort ...
which skype-action-handler
... eingeben, dies sollte einen Pfad zurückgeben. Diesen verwendet man. Wenn kein Pfad zurückgegeben wird, ist der Pfad zum Action-Handler entweder nicht in der PATH-Variablen, oder der Action-Handler nicht installiert.
Firefox öffnen
um den Konfigurationseditor zu öffnen, about:config in die Adresszeile eingeben
die Scrollbar benutzen, um zum Bereich network.protocol... zu gelangen
prüfen, ob dort ein Schlüssel network.protocol-handler.app.skype existiert
wenn der Schlüssel existiert, kann man ihn bearbeiten, falls nicht, muss man ihn erst erstellen. Dazu macht man einen Rechtsklick auf einen beliebigen Schlüssel und wählt „Neu → String“ aus dem Rechtsklickmenü
„network.protocol-handler.app.skype“ als Schlüsselnamen angeben
„/usr/local/bin/skype-action-handler“ als Schlüsselwert angeben
Wenn man einen existierenden Schlüssel bearbeiten will, reicht ein Doppelklick auf die Zeile mit dem Schlüssel. Wenn es sich um einen booleschen Wert handelt, schaltet der Doppelklick zwischen true und false um, ansonsten öffnet sich ein Dialog mit einer Eingabezeile.
Skype-Gespräche können mit dem Programm "Skype Call Recorder" aufgenommen werden. Da das Programm nicht im Repository von Ubuntu vorhanden ist, muss es von der Projektseite
heruntergeladen und installiert werden. "Skype Call Recorder" unterstützt die Formate MP3, Ogg und WAV.
Sollte unter "Optionen -> Video" bei einem Klick auf das Testfeld nur ein grünliches Bild erscheinen, kann folgendes Abhilfe (ab Ubuntu 8.10!) schaffen. Mit Hilfe eines Editors mit Root-Rechten[4] erstellt man ein Startskript /usr/local/bin/skype und trägt im Editor folgenden Inhalt ein.
Startet man Skype aus der Konsole und folgende Fehlermeldung erscheint:
X Error, request 132, minor 18, error code 8 BadMatch (invalid parameter attributes) X Error, request 132, minor 18, error code 8 BadMatch (invalid parameter attributes) X Error, request 132, minor 18, error code 8 BadMatch (invalid parameter attributes) [...]
Dann kann folgendes Abhilfe schaffen:
export XLIB_SKIP_ARGB_VISUALS=1 skype
Skype hat keine eigene Möglichkeit, die Einstellungen der Webcam zu ändern. Deshalb kann man hierzu das Programm v4l2ucp benutzen (http://v4l2ucp.sourceforge.net/
), das die Einstellungen eines Video-Device ändern kann. Ab Version 1.3.0 kann man diese auch abspeichern und beim Neustart des PC automatisch wieder einlesen lassen.
Im Forum findet man eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von Sterndeuter und die benötigten Dateien, um dieses Problem zu lösen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von guvcview: Ist es installiert, kann es während der Verwendung von Skype mit
guvcview -o
gestartet werden, um bpsw. die Helligkeit unmittelbar zu ändern.
Problem : Skype reagiert nicht auf Soundeingabe über Pulseaudio. Das äußert sich darin, dass Skype den Pulseaudiomixer für den Eingang immer wieder selber herunteregelt und somit das Microfon fast auf lautlos steht.
Lösung : In den Audioeinstellungen von Skype den Haken vor "Automatische Soundeinstellung aktivieren" nicht setzen, sprich Automatische Soundeinstellung deaktivieren.
Skype und Alternativen - Artikel aus EasyLinux 06/2006 
Offener Brief an Skype Anwender - Deshalbfrei.org 
Beitrag im Skype-Forum zur Veröffentlichung des 64-bit Paketes 
Skype Call Recorder
- Mitschnitt von Telefonaten
Benachrichtigungen von Skype über den Benachrichtigungsdienst von Ubuntu Jaunty ausgeben 
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von jodsalz erstellt.
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