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Kontact

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Ausbaufähige Anleitung

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Anmerkung: Export von E-Mails könnte noch beschrieben werden und KDE 4 Anpassung

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Wiki/Icons/Oxygen/kontact.png

Kontact {en} entstand aus der Überlegung heraus, dass es in der KDE-Desktopumgebung bis dahin keinen Groupware-Client gab. Da aber bereits viele Einzelprogramme zur Verfügung standen, die zusammen alle benötigten Funktionen für einen Groupware-Client bereit stellten, entschied man sich, diese in einem Programm zu bündeln.

Das Ergebnis ist ein perfekt in den KDE-Desktop integrierter Groupware-Client und der wahrscheinlich ausgereifteste für Linux.

Installation

Kontact ist keine Anwendung im eigentlichen Sinne, sondern eine Zusammenführung von mehreren eigenständigen KDE-Programmen. Das bedeutet, alle Einzelapplikationen können auch als eigenständige Programme aufgerufen, konfiguriert und genutzt werden, Kontact bietet nur das "Gerüst" zur Verwaltung und Integration zu einer Einheit.

In einer Standard-Kubuntu-Installation ist Kontact bereits vorinstalliert, ansonsten muss folgendes Programm installiert [1] werden:

  • kontact

Baustelle/Kontact/uebersicht.png

Momentan fasst Kontact folgende Programme zusammen, die alle optional dazu installiert werden können:

  • kmail - E-Mail-Client (mehr)

  • korganizer - Kalender mit Aufgaben- und Merkzettelfunktion (mehr)

  • kaddressbook - Kontaktverwaltung

  • akregator - RSS-Feed-Sammler

  • kpilot - Synchronisationstool für Palm OS-Handhelds (mehr)

  • kitchensync - Synchronisationstool für Mobiltelefone (mehr)

  • knotes - Notizzettel für den Desktop (mehr)

  • knode (universe, [2]) - Newsreader

  • kweather - Wetter-Plugin

Kontact befindet sich nun unter

  • "K-Menü -> Büroprogramme"

Beim ersten Programmaufruf öffnet sich der Einrichtungsassistent, andernfalls standardmäßig die Übersicht. Links befinden sich Icons zu den verfügbaren Programmen, Kontact ist überschaubar und intuitiv zu bedienen.

KMail

Konten einrichten

Die Konfiguration einer E-Mail Adresse wird wie folgt durchgeführt:

  1. Mit "Einstellungen -> Kontact einrichten" den Konfigurationsdialog öffnen.

  2. Unter "E-Mail Identitäten" das Standardkonto konfigurieren und die Änderungen speichern.

  3. In der linken Spalte auf "E-Mail -> Zugänge" klicken.

Wenn nur KMail eingerichtet werden soll, geht das natürlich auch über das Menü

  • "Einstellungen -> KMail einrichten".

Man hat dann einen begrenzteren Konfigurationsdialog vor sich. Die hier eingerichtete Identität ist zunächst unabhängig von den abzufragenden bzw. zu beschickenden Mailboxen.

POP3

Bei POP3 werden die E-Mails lokal auf der eigenen Festplatte abgelegt (siehe im Vergleich dazu IMAP). Der Ordner wo diese abgelegt werden ist:

~/.kde/share/apps/kmail

um KMail dazu zu bringen, die E-Mails in Zukunft unter

~/Mail

zu suche muss die Datei

~/.kde/share/config/kmailrc

geändert werden. Dazu muss der Eintrag

folders[$e]=$HOME/.kde/share/apps/kmail

in

folders[$e]=$HOME/Mail

geändert werden. Eine Konfiguration direkt über Kmail ist leider nicht verfügbar.

Die einfachste Möglichkeit zur Konteneinrichtung geschieht mittels POP3-Protokoll. Dabei werden einfach alle Mails direkt vom Server geladen und lokal gespeichert. Man kann zusätzlich noch einstellen, dass die Mails nicht vom Server gelöscht werden.

Zum Einrichten einfach folgenden Schritten folgen:

  1. auf "Hinzufügen" klicken

  2. POP3 auswählen und auf "OK" klicken

  3. Das Formular muss nun mit den Zugangsdaten des Mailaccounts ausgefüllt werden

Man sollte "POP-Passwort abspeichern" aktivieren, ansonsten muss man bei jedem Abrufen das Passwort eingeben. Nun noch die Änderungen übernehmen und Kontact wird anfangen die Mails vom Server herunterzuladen

Die Schaltfläche "Fähigkeiten des Servers testen" sollte in jedem Fall genutzt werden. Manchmal werden daraufhin Details wie z.B. der angegebene Port automatisch verändert.

Weil bei einigen E-Mail-Anbietern die Angaben zu POP3- und SMTP-Servern sehr versteckt sind, gibt es hier {de} eine Liste dieser Server für die meisten Anbieter.

Zu beachten ist beim Ausfüllen des Konfigurationsdialogs, dass bei manchen E-Mail-Anbietern der Nutzername die Domain (*@xxx.xx) beinhalten muss, bei anderen nicht.

IMAP

IMAP hat im Gegensatz zu POP3 den Vorteil, dass die Mails am Server gespeichert bleiben und die Ordnerstruktur immer synchronisiert wird. Somit zeigt der Webmailer dieselben Daten wie Kontact an und bei einer Änderung werden diese auch wieder bei beiden Programmen angezeigt.

Das ist auch ideal für Leute, die mehr als einen Computer einsetzen und überall ihre Mails haben wollen. IMAP wird allerdings nicht von jedem Anbieter unterstützt und benötigt viel Platz auf dem Server.

Beim Einrichten gibt es aber zwei Möglichkeiten.

  1. "IMAP" - die Mails bleiben am Server, Kontact läd nur die Mailheader (Betreff, Abesender, Datum...) herunter und läd die Mail bei einem Klick nach.

  2. "Disconnected IMAP" - die Mails werden wie bei POP heruntergeladen und lokal gespeichert, bei Änderungen wird synchronisiert.

Einfach auf "Hinzufügen" klicken, den IMAP-Typ auswählen und die Kontendaten eingeben.

Hinweis:

Bei IMAP stellt einem Kontact eine Falle. Normalerweise werden Spezialordner wie "Gesendete Objekte", "Entwürfe" ... in den lokalen Ordnern abgelegt, d.h. die Mails in diesen Ordnern werden nicht zurück auf den Server gespielt.

Da dies ja nicht ganz dem Wunsch des IMAP-Users entspricht, sollte man dies ändern. Dazu einfach auf "Übernehmen" klicken und warten bis die Ordnerliste vom Server geladen wurde. Nun fügt man im IMAP-Ordnerbaum die gewünschten Ordner hinzu und öffnet wieder den KMail-Konfigurationsdialog.

Unter Identitäten kann man nun die gewünschte Identität mit "Ändern" bearbeiten und unter "Erweitert" die Ordner zuweisen. Der Papierkorb ist seltsamerweise in der IMAP-Kontoeigenschaft unter Mülleimer-Ordner versteckt.

Spamfilter

Natürlich kann man Kontact mit einem Spamfilter ausstatten, das geht sogar außerordentlich leicht und schnell. In diesem Beispiel installiert man [1] dazu den Spamfilter

  • spamassassin (universe [2])

Automatisches Filtern

In der E-Mail-Komponente von Kontact klickt man nun auf "Einstellungen -> Filter" und fügt mit dem linken unteren Button eine neue Filterregel hinzu.

Etwas weiter unten gibt es einen Hinweis auf einen Assistenten, der diesen Schritt sehr vereinfacht. Die manuelle Methode ist evtl. optimaler und hat den Vorteil, dass man versteht, was abläuft, aber der automatisch eingerichtete Spamfilter lässt sich ja nachträglich anpassen. Es empfiehlt sich, die Filterregeln durchzusehen, allein schon zum Verständnis.

Die Regel sollte folgend aussehen:

ist größer als oder gleich 0 Bytes

Als Filteraktionen muss folgendes eintragen werden:

Durch Programm leiten spamassassin -L

Die Filterregel sollte nun noch auf Eingehende Nachrichten eingestellt werden. Diese Regel benennt man nun "Spam Check". Damit wird nun jede Mail durch spamassassin geleitet und mit einem X-SPAM-FLAG versehen, den man überprüfen kann.

Dazu erstellt man noch eine zweite Filterregel folgenenden Einstellungen:

X-Spam-Flag enthält yes

Unter Filteraktionen folgendes eintragen:

In Ordner verschieben >
Markieren als Spam

Nun noch den Filter auf "Eingehende Nachrichten" anwenden und "Bearbeitung hier abbrechen, falls Filterbedingung zutrifft" markieren. Anschließend auf "OK" klicken.

Manuelles Filtern

Wenn bei der Filterung etwas schief geht, könnte man natürlich die betreffende Mail ganz einfach aus dem Junk-Ordner entfernen, aber dann lernt der Spamfilter auch nichts. Spamassassin kann aber, wenn man ihm mit einem speziellen Parameter einige Daten übergibt, aus seinen Fehlern lernen, und das sollte man auch nutzen. Das Einrichten ist sehr schnell geschehen. Als erstes benötigt man eine neue Filterregel mit dem Namen "Als Spam markieren"

Folgende Konfiguration:

ist größer als oder gleich 0 Bytes

Filteraktionen:

Markieren als Spam
Befehl ausführen sa-learn -L --spam --no-rebuild --single
In Ordner verschieben >

Bei "Filter anwenden auf" werden alle Checkboxen in der ersten Reihe deaktiviert, dafür alle anderen aktiviert. Bei "Symbol für diesen Filter" sollte man sich ein nettes Icon aussuchen, ein passendes gibt es unter "Systemsymbole -> Aktionen -> mark_as_spam.png".

Nun erstellt man noch eine zweite Regel mit dem Namen "Als Ham markieren"

ist größer als oder gleich 0 Bytes

Filteraktionen:

Markieren als Ham
Befehl ausführen sa-learn -L --ham --no-rebuild --single
Vorspann entfernen X-Spam-Flag

Bei "Filter anwenden auf" werden wieder alle Checkboxen in der ersten Reihe deaktiviert, alle anderen wieder aktiviert. Ein passendes Symbol gibt es unter "Systemsymbole -> Aktionen -> mark_as_ham.png". Jetzt noch "Anwenden" markieren und in der Menüleiste sollten zwei zusätzliche Buttons aufgetaucht sein.

Hinweis:

Es gibt einen Assistenten für diese Regeln. Unter "Extras -> Anti-Spam Assistent" kann man einige Filter dafür konfigurieren. Aber man sollte immer nur einen Filter gleichzeitig aktivieren, da sonst Probleme mit der Toolbar auftreten. Die Regeln, die der Assistent erstellt, funktionieren normalerweise, wer aber etwas Zeit übrig hat, sollte die oben genannte manuelle Methode wählen, da sie in einigen Bereichen optimiert wurde.

Einstellungen

Das Verhalten von KMail ist anfänglich oft etwas verwirrend, da bestimmte Elemente nicht von anderen Mailprogrammen bekannt sind. Vieles davon lässt sich aber leicht umstellen.

Ordnerliste optimieren

Die Ordnerliste nimmt normalerweise viel zu viel Platz ein, da sie dreispaltig ist. Umstellen kann man das mit "Ansicht -> Gesamtzahl" und "Ansicht -> Anzahl Ungelesene -> Hinter dem Ordnernamen".

Die Liste hat nun das von anderen Mail-Clients bekannte Aussehen.

Multipart Ansicht

Die Mailvorschau hat normalerweise eine Multipartansicht an der Unterseite. Die ist nicht nur unnötig, weil Attachments in der Mail auch angezeigt werden, sondern nimmt auch noch einiges an Platz ein. Abschalten kann man sie unter "KMail einrichten -> Erscheinungsbild -> Layout -> Nachrichtenstrukturbereich -> Niemals anzeigen".

Attachmentdarstellung

Etwas versteckt, ist die Einstellung der Attachmentdarstellung. Unter "Ansicht -> Anhänge" kann man diese Beeinflussen.

  • "Als Symbole" - am Fuße jeder Mail werden die Attachments als anklickbare Symbole dargestellt

  • "Intelligent" - je nach Dateityp wird einer der Darstellungsmodi gewählt

  • "Eingefügt" - Bilder und Textdokumente werden direkt in der Mail dargestellt

  • "Ausgeblendet" - Attachments werden nicht dargestellt

Drag and Drop

Wenn man eine Nachricht in einen anderen Ordner verschiebt wird normalerweise ein kleines Menü angezeigt, ob man sie verschieben oder kopieren will. Da man mit Strg+Maus sowieso kopieren kann, ist diese Nachricht eigentlich überflüssig. Unter

  • "KMail einrichten -> Diverses -> Ordner -> Beim Verschieben von Nachrichten in einen anderen Ordner nach der gewünschten Aktion fragen" deaktivieren.

Nach X Sekunden als gelesen markieren

Wenn man eine Nachricht in der Liste auch nur kurz markiert, wird sie sofort als gelesen markiert. Das ist nicht immer gewünscht und kann unter "KMail einrichten -> Erscheinungsbild -> Diverses -> Ordner" auf ein bestimmtes Zeitlimit gestellt werden.

Monospace Schriften aktivieren

ASCII-Mails lesen sich besser, wenn sie in einer Monospace-Schriftart formatiert sind. Die Schriftarten kann man unter "KMail einrichten -> Erscheinungsbild -> Schriftarten" einstellen, wenn "Eigene Schriftarten benutzen" aktiviert ist. Die betreffenden Elemente sind Nachrichtentext, Nachricht erstellen, sowie Druckausgabe

Default Browser für URLs in Mailbodies ändern

kmail startet hierfür den konqueror. Möchte man z. B. Firefox automatisch starten, kann man das unter Filetypen im Konfigurationsdialog von konqueror ändern.

Verschlüsseln/Signieren mit GnuPG oder S/MIME

Unter "Einstellungen -> KMail einrichten... -> Identitäten" das gewünschte Profil auswählen und auf "Ändern..." klicken. Unter "Kryptographie" sollte man nun in zwei Feldern (Signieren und Verschlüsseln) seinen Key bzw. sein Zertifikat eingeben bzw. auswählen können. Nun kann man im Message Komposer die Verschlüsselungsart wählen...

Hinweis:

KMail akzeptiert leider nur als vertrauenswürdig eingestufte GnuPG-Schlüssel. Auf den ersten Blick scheint das eine gute Sache zu sein. Bei genauerer Betrachtung wird aber klar, dass es oft notwendig, ist mit Personen verschlüsselt kommunizieren zu können, obwohl eine genaue Prüfung des Schlüssels nicht möglich ist. Hier hilft momentan nur ein Workaround: Der Vertrauenswert des betreffenden Schlüssels muss auf "unbedingt" bzw. "uneingeschränkt" gesetzt werden. Mit dem Programm Kgpg kann dies über den Dialog "Schlüssel -> Schlüssel bearbeiten -> Schlüsseleigenschaften" erfolgen. Für Hintergrundinformationen wird auf entsprechende Bugreports verwiesen, die weiter unten in der Linkliste aufgeführt sind.

An dieser Stelle noch eine Warnung: Dieser Workaround sollte mit Bedacht eingesetzt werden, da diese Einstellung darüber hinwegtäuschen kann, dass über die Authentizität des Schlüsselbesitzers eigentlich noch keine Klarheit herrscht. Daher sollte nach erfolgter Verschlüsselung der Vertrauenswert unbedingt wieder zurückgesetzt werden. Bessere Alternativen zu diesem Vorgehen sind daher: Wenn möglich, den Schlüssel nach regelgerechter Prüfung signieren. Man kann den Vorgang des Verschlüsselns aber auch über den Umweg der Zwischenablage mit Kgpg erledigen. Kgpg erlaubt - optional - auch die Verwendung nicht-vertrauenswürdiger Schlüssel.

Hinweis:

S/MIME-Zertifikate, die in KMail zum Signieren und/oder Verschlüsseln verwendet werden sollen, müssen zuerst (zumindest mit KMail 1.9.10 unter Ubuntu 8.04 Hardy Heron) im Konqueror über "Einstellungen -> Konqueror einrichten... -> Verschlüsselung -> Ihre Zertifikate" importiert werden.

Fehler: S/MIME-Signatur wird nicht erkannt ("gelber Rahmen" um E-Mail)

Es kann vorkommen, dass im Kopf einer S/MIME-signierten E-Mail die gelb unterlegte Fehlermeldung

Not enough information to check signature validity

oder auf deutsch:

Es sind nicht genügend Informationen zur Überprüfung der Gültigkeit der Signatur vorhanden. [Details anzeigen]

erscheint und nach Mausklick auf "Details anzeigen" die Statusmeldung

Status: Keine Status-Informationen verfügbar.

Danach gibt es zwei verschiedene Fehlermeldungen, welche im folgenden gelöst werden:

1. Fehlermeldung "Der Zertifikatmanager lässt sich nicht starten."

Wenn an dieser Stelle (im Text der Fehlermeldung) ein Link [Details] und nach Mausklick auf "Details" in einem separaten Fenster die Fehlermeldung

Der Zertifikatmanager lässt sich nicht starten. Bitte überprüfen Sie die korrekte Installation.

erscheint, fehlt der "Zertifikatmanager" bzw. das Paket [1]:

  • kleopatra (universe, [2])

2. Fehlermeldung "Prüfprotokoll nicht verfügbar"

Werden (trotz installiertem Zertifikatmanager) S/MIME-Signaturen nicht als gültig erkannt und die Statusmeldung

Status: Keine Status-Informationen verfügbar. Prüfprotokoll nicht verfügbar.

lautet, dann kennt KMail möglicher Weise die zugehörigen "Ausstellerzertifikate" (Rootzertifikate) nicht.

Für neu eingehende E-Mails sollte es helfen, unter "Kontact -> Einstellungen -> KMail einrichten... -> Sicherheit -> S/MIME-Prüfung" die Optionen "CRLs niemals verwenden" und "Fehlende Ausstellerzertifikate herunterladen" zu aktivieren.

Achtung!

Dieser Tipp zur Fehlerbehebung beruht auf "trial-and-error" mit KMail 1.9.10 unter Hardy!

Für S/MIME-Signaturen bereits geladener E-Mails ist weitere Handarbeit erforderlich:

  • zugehörige Ausstellerzertifikate finden, (in Dateiform) laden und manuell in beide Zertifikatsverwaltungen (konqueror und kleopatra) aufnehmen,

  • im Zertifikatsmanager (von konqueror) zu jedem der Ausstellerzertifikate unter "Ansicht -> Zertifikatsdetails -> Ausgeben" den Eintrag hinter sha1_fpr finden (eine Zahlen- und Buchstabenkolonne) und

  • diese Einträge zeilenweise in eine (neu zu erstellende) Datei ~/.gnupg/trustlist.txt kopieren.

Nach Neustart von KMail sollten die betreffenden S/MIME-Signaturen erkannt werden.

Fehlermeldung "Encrypted message (decryption not possible)"

Sollte folgendes Problem erscheinen beim Entschlüsseln von E-Mails:

Encrypted message (decryption not possible)
Reason: Crypto plug-in "openpgp" could not decrypt the data.
Error: Bad passphrase

werden noch folgende Pakete [1] benötigt:

  • gnupg-agent (universe [2])

  • gnupg2 (universe)

  • pinentry-qt (universe)

Diese Pakete ermöglichen es KMail, im Hintergrund auf die Schlüssel vom Kgpg bzw. GnuPG zuzugreifen. Dazu ist aber noch notwendig, das Zeichen # aus der Zeile #use-agent in der Datei ~/.gnupg/gpg.conf zu entfernen:

# Passphrase agent
#
# We support the old experimental passphrase agent protocol as well as
# the new Assuan based one (currently available in the "newpg" package
# at ftp.gnupg.org/gcrypt/alpha/aegypten/).  To make use of the agent,
# you have to run an agent as daemon and use the option
#
use-agent
#

Anschließend KDE-Sitzung neu starten und fertig. KMail fragt nun beim Öffnen einer E-Mail nach der Passphrase und entschlüsselt den Inhalt sowie die Anhänge.

Anhängen von Sprüchen/ Zitaten als "Signatur"

Mit Hilfe des Tools "Fortune" kann man sich an jede E-Mail, die man verschickt, automatisch einen zufällig ausgewählten Spruch/Zitat anhängen lassen.

Folgendes Paket muss dazu installiert [1] werden:

  • fortune-mod

Eine Reihe von Spruchsammlungen wird ebenfalls automatisch mitinstalliert und befindet sich jetzt im Verzeichnis /usr/share/games/fortunes.

Wem diese Spruchsammlungen nicht reichen oder wer aus sprachlichen/qualitativen Gründen (die automatisch installierten fortunes sind auf unterschiedlichem Niveau) andere möchte, der wird in der Paketverwaltung eine ganze Reihe anderssprachlicher fortunes und verschiedener Kategorien finden. Das Programm fortune selbst liegt unter /usr/games. In der Konsole kann man zunächst testen, ob das ganze funktioniert, indem man einfach

fortune 

eingibt. Es sollte ein einzelner Spruch ausgegeben werden, bei erneuter Eingabe des Befehls ein anderer usw. Die Einstellungen, die man in KMail vornehmen muss, um diese "fortune cookies" jetzt als Signatur an jede E-Mail anzuhängen, sind folgende:

  • Im KMail-Einstellungsfenster "Einstellungen -> KMail einrichten -> Identitäten -> Ändern -> Signatur -> Signatur aktivieren" anklicken

  • Anschließend "Aus Befehlsausgabe" anwählen.

  • Im Befehlsfeld eintippen: /usr/games/fortune

  • Mit "OK" zurück ins KMail-Einstellungsfenster

  • Unter "Komposer -> Allgemein -> Signatur automatisch anhängen" anklicken

Die Fortune-cookies in /usr/share/games/fortunes liegen sämtlich als ASCII-Dateien vor, können also in jedem Texteditor mit root-Rechten bearbeitet werden. Als Trennlinie zwischen den einzelnen Sprüchen dient dabei einfach eine Zeile mit einem %. Nachdem man eins der Fortune-cookie-files editiert hat, muss man das Programm strfile laufen lassen, um die dazugehörige "*.dat"-Datei neu aufzubauen. Der zugehörige Code in der Konsole lautet:

cd /usr/share/games/fortunes
sudo strfile fortunes 

Datenmigration

Import

Diese Anleitung beschreibt das Importieren von E-Mails und Adressbüchern in Kontact.

Mailordner importieren

Um E-Mails einfach importieren zu können, muss man folgendes Paket installieren [1]:

  • kmailcvt

Nachdem Kontact gestartet ist, gelangt man zum E-Mail Modul über den Button "E-Mail", welcher sich in der linken Werkzeugleiste befindet. Den Import-Assistenten findet man im Menü unter "Datei -> Nachricht importieren...".

Baustelle/Kontact/kontact-import.png

Hier wählt man im Dropdown-Feld die gewünschte Option, je nachdem, was man importieren will, z.B. die Thunderbird-Daten und klickt auf "Weiter".

Nun öffnet sich ein Dateidialog. In diesem navigiert man zu dem Ordner bzw. zu der Datei mit den Daten und klickt auf "OK". Im Falle von Thunderbird wäre das /home/BENUTZERNAME/.mozilla-thunderbird/Profiles/xxx.default/Mail/.

Der Import-Assistent liest nun alle E-Mails aus und erstellt in dem Fall eine Ordner "Thunderbird-Import" und in diesem für jedes Konto einen eigenen Ordner.

Von dort kann man die E-Mails in die jeweiligen Ordner (Posteingang, Gesendete Objekte usw.) verschieben und wenn diese leer sindim Menü unter "Ordner -> Ordner entfernen" löschen.

Adressbuch importieren

Zuerst wechselt man in das Kontakte-Modul über den "Kontakte"-Button, welcher sich in der linken Werkzeugleiste befindet. Hier wählt man "Datei -> Importieren".

Baustelle/Kontact/kontact-import2.png

Je nach Wunsch wählt man hier das zu importierende Adressbuch aus. Für Thunderbird z.B. "LDIF Adressbuch importieren...". Im nächsten Dialog wählt man das Adressbuch klickt dann auf "OK".

Nun importiert Kontact die Kontakte und fügt sie ins Adressbuch ein und man kann sie verwenden.

Kalender

Der Kalender ist schon etwas schwieriger einzurichten.

  • Als erstes sollte man Kontact beenden und das Kontrollzentrum starten. Dort findet man unter "KDE-Komponenten -> KDE-Ressourcen" ein kleines Dropdown-Menü, wo man nun "Kalender" auswählt.

  • Ungeachtet der bereits existierenden Ressourcen klickt man auf "Hinzufügen" und kann dann einen Kalendertyp auswählen.

  • Nun wählt man "Kalender in lokalem Ordner" und gibt als Pfad beispielsweise /home/USERNAME/.kde/share/apps/korganizer/calender an. (Diesen Ordner muss man vorher unbedingt erstellen.).

  • Einen aussagekräftigen Namen eingeben, beispielsweise "Usernames Kalender", bestätigen und dann diese Ressource "Als Standard verwenden".

  • Nun sollte man die anderen Ressourcen löschen da es sonst zu Problemen kommt.

  • Nach einem erneuten Start von Kontact ist der Kalender einsatzbereit.

Das Wechseln/Neuerstellen einer Kalenderdatei wie oben beschrieben kann aber auch über das Menu des Kalendermoduls vorgenommen werden.

  • Kontact starten und in das Kalendermodul gehen. Unter dem Abteil "Kalender" befindet sich der Knopf "Hinzufügen...", damit erstellt man den neuen Kalender.

  • Aus der Liste wählt man den Eintrag "Kalender in lokalem Ordner".

  • Danach kann man einen beliebigen Namen für den Kalender angeben. Die Option "Nur lesen" eignet sich nicht für neue zu erstellende Kalender, da auf diese Art keine Termine erstellt werden können.

  • In dem Feld "Adresse" gibt man den Order an, in dem sich der Kalender befinden soll. Durch einen Klick auf das Ordnersymbol rechts daneben gelangt man zum Auswahldialog. Es sollte ein Ordner gewählt werden, in dem man Schreibrechte besitzt. Wenn man beispielsweise den Pfad "/home/USERNAME/.kde/share/apps/korganizer/calender" benutzen will, klickt man mit einem Rechtsklick in eine freie Fläche des Auswahldialogbereichs und wählt "Versteckte Ordner anzeigen". Danach sucht man das Verzeichnis "korganizer", klickt mit der rechten Maustaste darauf und wählt "Neuer Ordner..." und gibt dem Ordner einen eindeutigen Namen.

  • Danach bestätigt man die Angaben durch einen Klick auf "OK".

  • Der frisch erstellte Kalender ist nun in der Liste zu sehen, jedoch noch nicht als Standardkalender gekennzeichnet. Falls man das wünscht, klickt man mit der rechten Maustaste auf den Kalender und wählt den entsprechenden Eintrag aus dem Kontextmenu.

  • Die alte Kalenderdatei kann nun gelöscht werden, falls gewünscht.

KitchenSync

KitchenSync soll das Synchronisationstool des KDE-Desktops werden. Die in den Paketquellen von Ubuntu enthaltene Version ist recht instabil und nicht sehr komfortabel. Vor einiger Zeit wurde das Programm in das neue Projekt OpenSync eingegliedert.

Verbindung mit Kolab

Am einfachsten ist die Einrichtung von Kontact für Kolab 2 Groupware mit dem kolabwizard. Das Programm wird einfach gestartet mit dem Befehl [3]:

kolabwizard 

Server-Name und E-Mail Adresse sollten bereits am Kolab-Server eingerichtet sein, so dass diese einfach Übernommen werden. Name und Passwort wählen und mit dem "OK"-Button bestätigen.

Eine ausführliche deutschsprachige Anleitung {de} für die Einrichtung von Kontact unter KDE gibt es auf der Homepage vom Kolab 2 Groupware Project. Weiter nützliche Informationen findet man im Wiki {en} des Kolab 2 Groupware Project.

Google Maps im Adressbuch

Klickt man im Adressbuch auf die Adresse eines Kontaktes, so wird diese in Konqueror mittels eines Kartendienstes gesucht. Will man die Adressen standardmäßig auf Google Maps suchen, gibt man unter Einstellungen -> Adressbuch einrichten im Feld Umgebungskarte folgendes ein:

http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=%s,+%l

Diese Revision wurde am 5. Oktober 2009 um 08:41 Uhr von martingr erstellt.
Dieser Seite wurden folgende Begriffe zugeordnet: PIM, KDE3, Büro, Internet

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