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Lazarus

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Lazarus 🇬🇧 ist eine visuelle Entwicklungsumgebung für die Programmiersprache Pascal und stellt eine freie Alternative zu Delphi für Windows und dem eingestellten Linux-Port Kylix dar. Unterstützt wird der plattformunabhängige Free Pascal-Compiler und mehrere populäre GUI-Toolkits wie GTK2 und QT. Zudem stehen eine ganze Reihe vorgefertigter Komponenten z.B. für Datenbankverbindungen zur Verfügung.

Installation

Offizielle Paketquellen

Lazarus liegt in den offiziellen Ubuntu-Paketquellen. Man installiert das Paket [1]

  • lazarus (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install lazarus 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://lazarus

Dabei wird auch Free Pascal als Abhängigkeit installiert. ./laz-1.png

Nach der Installation ist Lazarus unter "Anwendungen" zu finden.

Benutzung

Lazarus kann nun als lazarus bzw. lazarus-ide gestartet werden. [2]

./Lazarus-HalloWelt-indiziert256.png

Hallo Welt

Ein Hallo-Welt Testprogramm mit grafischer Oberfläche lässt sich dank der visuellen Programmierumgebung sehr schnell erstellen. Schon beim Start von Lazarus steht ein Basisgrundgerüst für ein Programm zur Verfügung, dass sich auch schon kompilieren lässt. Es handelt sich jedoch um ein leeres Programm.

Mit F12 lässt sich zwischen Quelltexteditor und einer Entwurfsansicht der grafischen Oberfläche hin und her wechseln. Um dem Beispielprogramm einen Knopf hinzuzufügen wählt man aus der Menüleiste "Standard" die Schaltfläche ./TButton.png an und platziert ihn mit einem linke Maustaste-Klick in der Entwurfsansicht. Daraufhin klickt man doppelt auf den neu angelegten Knopf und landet im Quelltexteditor. Der Cursor befindet sich genau innerhalb einer neu angelegten Funktion. Man ergänzt noch ShowMessage ('Hallo Welt'), um eine einfache Nachrichtenbox zu erhalten, die auf Knopfdruck erscheint.

Der Teilabschnitt des Quelltextes soll im Endeffekt so aussehen:

1
2
3
procedure TForm1.Button1Click(Sender: TObject); begin 
  ShowMessage ('Hallo Welt'); 
end; 

Nun drückt man F9 oder den grünen Pfeil, um das Programm zu kompilieren und auszuführen.

Um die Entwicklungsumgebungen noch ein bisschen weiter zu erkunden, kann man sein Programm erst einmal abspeichern und noch weiter modifizieren. Um die grafische Oberfläche noch weiter anzupassen, kann man den Objektinspektor verwenden. Im Objektinspektor auf der rechten Seite sind alle Bestandteile der grafischen Oberfläche aufgelistet. Objekte mit veränderbaren Eigenschaften sind z.B. das Fenster ("TForm") und der Knopf ("TButton"). Diese Objekte können auch Signale auslösen, die wiederum mit Quelltext verknüpft werden. In diesem Beispiel löst das Ereignis "OnClick" des Knopfes die Prozedur "TForm1.Button1Click" aus, die in diesem Fall ein simples Nachrichtenfenster öffnet.

Da diese Komponenten zur LCL (Lazarus Component Library) gehören, werden damit erstellte Anwendungen meist recht groß.

Diese Revision wurde am 15. Januar 2020 10:47 von DJKUhpisse erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Programmierung