Brennprogramme

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. Mit grafischer Oberfläche
  2. Kommandozeile
  3. Lightscribe
  4. CD-/DVD Hüllen
  5. Informationen & Benchmark
  6. Links

Wiki/Icons/burning.png Unter Ubuntu können prinzipiell alle Daten und Formate auf optische Datenträger geschrieben werden, die in der Computerwelt verfügbar sind. Neben einfachen Programmen sind auch Brennprogramme verfügbar, die fortgeschrittenen Ansprüchen genügen. Dabei muss zwischen CDs/DVDs mit Daten und Audio-CDs unterschieden werden.

Um eine Audio-CD beispielsweise aus MP3-Dateien zu brennen, müssen einerseits die entsprechenden Codecs installiert sein und zum anderen zwingend beachtet werden, dass eine Audio-CD etwas komplett anderes als eine Daten-CD ist. Während ein Computer sowohl mit Audio- als auch Daten-CDs umgehen kann, erfordern reine Audio-CD-Spieler das Brennen im Format CD-DA. Auch wiederbespielbare CDs (CD-RW) können bei Audio-CDs für Probleme sorgen. Aus Kompatibilitätsgründen sollten besser CD-R-Rohlinge verwendet werden.

Alle hier aufgeführten Programme mit grafischer Oberfläche können Audio-CDs erstellen. Bei den Kommandozeilenprogramme cdrecord, wodim und cdrskin wählt man das Format CD-DA mit der Option -audio.

Mit grafischer Oberfläche

./brasero-logo.png

Brasero

Brasero ist das Standard-CD/DVD-Brennprogramm für die GNOME-Desktop-Umgebung. Es ist einfach und funktional zugleich, so dass es Benutzern möglich ist, Datenträger schnell und einfach zu erstellen. Auch Xubuntu enthielt früher in der Standardinstallation Brasero, ab Ubuntu 10.10 wird stattdessen Xfburn verwendet.

Falls Brasero – in neueren Ubuntu-Versionen – fehlt, muss man es zuerst installieren.

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K3B

K3b ist ein KDE-Programm zum Brennen von CDs und DVDs. Es soll dem Anwender ermöglichen, alle Aufgaben des CD- und DVD-Brennens möglichst intuitiv zu erledigen. K3b wird seit 1999 entwickelt und ist seit März 2007 bei den Versionsnummern 1.x angelangt. K3b hat im Jahr 2007 den aKademy Award 🇬🇧 für beste KDE-Anwendung gewonnen.

simpleburn_logo.png

Simpleburn

Ein Programm für Puristen bietet das minimalistische Brennprogramm Simpleburn. Es beherrscht unter anderem das Brennen von Daten- und Audio-CDs/DVDs, den Umgang mit wiederbeschreibbaren Datenträgern, das Brennen von ISO-Images sowie das Anfertigen von CD/DVD-Kopien.

xfburn-logo.png

Xfburn

Auch die Desktop-Umgebung Xfce bringt ein eigenes Brennprogramm mit: Xfburn. Es basiert auf libburn 🇬🇧 und brennt deshalb CDs, DVDs und BDs (Blu-ray).

Kommandozeile

Wiki/Icons/terminal.png Neben den grafischen Brennprogrammen sind auch zahlreiche Terminal-Programme verfügbar [2], die teilweise auch als Backend der grafischen Anwendungen dienen.

cdrecord

cdrecord ist ein Allroundbrennprogramm für die Kommandozeile mit sehr großem Funktionsumfang. Viele der genannten Brennprogramme benutzen cdrecord und dessen Funktionen im Hintergrund. cdrecord war in der Standardinstallation bis Ubuntu 7.04 enthalten, muss inzwischen aber erst nachinstalliert werden.

wodim

Ab Ubuntu 7.10 wird statt cdrecord das Programm wodim eingesetzt. wodim ist nicht der "Nachfolger" von cdrecord, sondern basiert auf einer älteren Version von cdrecord. Daher sind viele der Eigenschaften und neueren Funktionen von cdrecord nicht in wodim zu finden. Unter Ubuntu verweist der Befehl cdrecord auf wodim. Dies dient der Kompatibilität von Programmen, die früher auf cdrecord zugriffen.

Hinweis:

Wer Blu-Rays brennen möchte, muss growisofs, cdrecord, cdrskin oder xorriso einsetzen, da das mit wodim nicht möglich ist! Auch für DVDs ist wodim nicht die erste Wahl.

cdrskin

cdrskin 🇬🇧 wird von den Entwicklern als "Emulator für cdrecord" beschrieben. Es stützt sich auf libburn und bietet viele der Optionen von cdrecord und wodim. Für CDs, DVDs und BDs (Blu-ray) geeignet.

Die Installation erfolgt über das Paket:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install cdrskin 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://cdrskin

Beispiele:

burn

burn 🇬🇧 ist ein Python-Skript, welches das Brennen von Daten auf der Kommandozeile vereinfachen soll. Man kann mit ihm relativ leicht .mp3-, .ogg- oder .wav-Dateien als Audio-CD brennen, Daten auf CD sichern oder CDs direkt kopieren. Das Programm wird über das folgende Paket installiert [1]:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install burn 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://burn

Anschließend kann man mit dem Befehl

burn -e 

eine längere Liste mit Beispielen abrufen:

burn -D -p /etc/                             ## Brennt eine Daten-CD mit allen Daten aus /etc
burn -I -n image.iso                         ## Brennt die Datei image.iso als ISO-Image
burn -A -a *.mp3 file.ogg track01.wav        ## Brennt die genannten Daten als Audio-CDs 

Anhand dieser Beispiele sollte man sich zurechtfinden können.

growisofs

Um Daten auf DVD- oder BD-Rohlinge zu schreiben, eignet sich growisofs aus dem Paket dvd+rw-tools. Um eine Imagedatei auf DVD-Rohling zu brennen, verwendet man folgende Syntax [2]:

growisofs --dvd-compat -Z /dev/dvdrw=ABBILDDATEI.iso 

xorriso

xorriso 🇬🇧 bearbeitet ISO-9660-Dateisysteme direkt auf CD, DVD und BD. Basiert auf libburn.

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install xorriso 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://xorriso

Beispiel:

xorriso lässt sich alternativ mit cdrecord-artigen Optionen steuern, beherrscht aber keine Audio-CDs:

Lightscribe

LightScribe ist ein von Hewlett-Packard und Lite-On entwickeltes Verfahren zum optischen Beschriften eines speziellen CD- oder DVD-Rohlings. Unter Linux ist ein eigener Treiber erforderlich, um diese Funktion nutzen zu können. Zur praktischen Anwendung stehen drei Programme zur Verfügung, die zum Beschriften von Lightscribe-fähigen Medien verwendet werden können.

Während Simple Labeler nur Textbeschriftungen beherrscht, kann der LaCie LightScribe Labeler für Linux (4L) wiederum nur mit grafischen Elementen umgehen. Die Open-Source-Alternative Qt lightScribe (qlscribe) hebt diese Trennung auf, was viel Zeit sparen kann, wenn zur Gestaltung nicht mehr zwei verschiedene Programme eingesetzt werden müssen und damit auch zwei Durchläufe pro Datenträger erforderlich sind.

CD-/DVD Hüllen

disc-cover-paperbox.png
Paperbox (mit disc-cover erstellt)

Folgende Programme können zum Erstellen/Drucken von Covern verwendet werden:

Daneben gibt es noch entsprechende CD-/DVD-Cover-Vorlagen für LibreOffice/Apache OpenOffice:

Abschließend sei noch auf die Kommandozeilenlösung cdlabelgen 🇬🇧 hingewiesen. Mehr Informationen sind der Manpage zu cdlabelgen 🇬🇧 zu entnehmen. Auf Wunsch kann man cdlabelgen auch mit der grafischen, auf Python basierenden Oberfläche gtkcdlabel 🇬🇧 kombinieren.

Informationen & Benchmark

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QPxTool

QPxTool zeigt Informationen zu den unterstützen Medienformaten des CD/DVD-Laufwerks und des eingelegten Mediums an und ist damit vergleichbar mit Neros InfoTool für Windows. Außerdem lässt sich die Schreib- bzw. Lesegeschwindigkeit der eingelegten Medien testen. Unterstützte Geräte und Informationen zu den verschiedenen Benchmarks finden sich auf der Homepage QPxTool 🇬🇧.

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install qpxtool 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://qpxtool