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wTorrent

Archivierte Anleitung

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Artikel für fortgeschrittene Anwender

Dieser Artikel erfordert mehr Erfahrung im Umgang mit Linux und ist daher nur für fortgeschrittene Benutzer gedacht.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

In diesem Artikel wird erklärt, wie man die Weboberfläche zu rTorrent, wTorrent, unter Ubuntu installiert und einrichtet. Das Ganze geschieht mittels eines Apache-Webservers mit PHP5. Alternativ geht es auch mit lighttpd, dazu sei auf das offizielle Wiki verwiesen. Diese Anleitung geht komplett auf der Konsole vor, da eine solche Installation meist auf Server-Systemen zu finden ist.

Vorbereitung

Es müssen Apache und PHP installiert[1] werden sowie rtorrent und einige andere Pakete. Diese sind:

  • rtorrent

  • apache2

  • libapache2-mod-scgi

  • libapache2-mod-php5

  • php5-cgi

  • php5-common

  • php5-sqlite

  • php5-xmlrpc

  • sqlite

  • unzip

  • php5-curl

  • libxmlrpc-c3

  • screen

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install  rtorrent apache2 libapache2-mod-scgi libapache2-mod-php5 php5-cgi php5-common php5-sqlite php5-xmlrpc sqlite unzip php5-curl libxmlrpc-c3 screen 

Einrichten der einzelnen Module

rTorrent

Für die allgemeine Installation sei auf rTorrent verwiesen. Zusätzlich wird rTorrent erlaubt, über xmlrpc mit anderen Programmen zu kommunizieren. Dazu wird an das Ende der ~/.rtorrent.rc folgende Zeile angefügt:

scgi_port = localhost:5000

Um rTorrent automatisch beim Systemstart ausführen zu lassen, wird am besten eins der Init-Skripte von der offiziellen Homepage benutzt. Beispielhaft wird hier das Shell-Skript benutzt: Archiv/wTorrent/rtorrent. Dieses Skript bitte speichern, den Benutzernamen anpassen, und dann nach /etc/init.d/ kopieren und in rtorrent umbenennen. Den Benutzer auf root ändern, das Skript ausführbar machen und dann per

sudo update-rc.d rtorrent defaults 

zu allen Standard-Runleveln hinzufügen. Nach einem

sudo /etc/init.d/rtorrent start 

sollte jetzt eine Screen-Session [4] mit dem Namen rtorrent existieren, in der das Programm läuft. Alternativ kann man das Programm darüber steuern, die Befehle stehen in rTorrent.

Damit sind die Vorbereitungen von rTorrent abgeschlossen. Für den automatischen Download von Torrents kann noch ein RSS-Downloader installiert werden.

Apache und PHP5

Nach der Installation von Apache und PHP5 und der Aktivierung der entsprechenden Module muss noch die folgende Datei angepasst werden: /etc/apache2/apache2.conf. Hier werden die folgenden Zeilen an das Ende der Datei angehängt.

LoadModule scgi_module /usr/lib/apache2/modules/mod_scgi.so
SCGIMount /RPC2 127.0.0.1:5000

Nach einem Neuladen der Konfiguration läuft der Apache jetzt mit den gewünschten Modulen.

wTorrent

Für die Installation von wTorrent muss von der Projektseite ⮷ die aktuelle Version heruntergeladen werden. Alternativ kann auch die Version aus dem Subversion-Repository ausgecheckt werden.

Hinweis:

Da wTorrent stetig weiterentwickelt wird, kann es sein, dass die Subversion-Version nicht richtig funktioniert. In diesem Fall doch eine ältere Version von der Seite nehmen.

Wenn man das Archiv genommen hat, wird dieses entpackt[2]. Danach wird der Ordner wtorrent nach /var/www/ verschoben.

Jetzt wechselt man in den Unterordner wtorrent/conf/ und kopiert die Datei sample.user.conf.php nach user.conf.php und editiert sie, so dass die folgenden Werte an den entsprechenden Stellen stehen:

define( 'RT_HOST',   'localhost');
define( 'RT_PORT',   80);

define( 'RT_AUTH',   false);

define( 'DIR_EXEC',  '/var/www/wtorrent/');

Nun muss das wtorrent-Verzeichnis, besser gesagt die Verzeichnisse torrents/, db/, tpl_c/ und conf/ für den Benutzer "www-data" schreibbar gemacht werden [3]. Für das komplette wtorrent-Verzeichnis gibt man in diesem folgende Zeilen ein:

sudo chown -R www-data:www-data .
sudo chmod -R 775 .

Jetzt kann man mit einem beliebigen Webbrowser den letzten Rest der Installation anstoßen. Dazu ruft man http://IP-ADRESSE/wtorrent/install.php in einem Webbrowser auf. Die voreingestellten Werte kann man normalerweise so übernehmen. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, sollte man install.php (bei älteren wTorrent-Versionen auch die install2.php) löschen oder verschieben, so dass man nicht mehr darauf zugreifen kann.

Beim Aufruf von http://IP-ADRESSE/wtorrent/ sollte sich wTorrent nach dem Einloggen mit rTorrent verbunden haben und man sollte Torrents hinzufügen können oder bereits hinzugefügte Torrents sehen.

Diese Revision wurde am 24. November 2018 17:11 von Beforge erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Filesharing, Internet, Server