ubuntuusers.de

Lenovo Thinkpad T61

Archivierte Anleitung

Dieser Artikel wurde archiviert. Das bedeutet, dass er nicht mehr auf Richtigkeit überprüft oder anderweitig gepflegt wird. Der Inhalt wurde für keine aktuell unterstützte Ubuntu-Version getestet. Wenn du Gründe für eine Wiederherstellung siehst, melde dich bitte in der Diskussion zum Artikel. Bis dahin bleibt die Seite für weitere Änderungen gesperrt.


Anmerkung: Läuft OOTB für alle aktuellen Ubuntu-Realeses ggf. im Thinkwiki nachschauen.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Ab Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope sind keinerlei Anpassungen mehr nötig, um das System nutzen zu können. Nur Festplattensensor und Fingerprintsensor müssen eingerichtet werden.

Fingerabdrucksensor

Die Einrichtung ist ausführlicher im Wiki-Artikel: Archiv/ThinkFinger beschrieben, wobei zu erwähnen ist, dass auch damit manchmal bei der Passwortabfrage der Sensor nicht korrekt angesprochen wird bzw. das Passwort per Hand eingegeben werden muss.

WLAN

Wenn WLAN aktiviert ist, dann leuchtet unter dem Bildschirm das kleine Lämpchen ganz links auf.

Bluetooth

Nutzung des Bluetooth-Moduls setzt voraus, dass der Wlan-Schalter nicht ausgestellt ist.. Mit Fn + F5 wird Bluetooth dann in der Software aktiviert. Diese Tastenkombination schaltet zwischen „aus“, „WLAN“, „Bluetooth“ im Kreis umher. Wenn Bluetooth aktiviert ist, dann leuchtet unter dem Bildschirm das 2. Lämpchen (grünes „K“) von links.

Möchte man Bluetooth standardmässig nach dem Start aus haben, trägt man in die Datei " /etc/rc.local" die Zeile: "echo disable > /proc/acpi/ibm/bluetooth" ein. Bluetooth kann dann mit Fn+F5 wieder aktiviert werden.

3-D Effekte

Nach der Installation erfolgt ein Hinweis, dass proprietäre Treiber genutzt werden können, um 3-D Effekte zu erzielen. Dazu gibt es ein platinenartiges Symbol rechts in der Arbeitsleiste sowie einen Menüpunkt. Per Klick installiert sich der Nvidia Treiber (nvidia-glx-new). Wenn Archiv/Desktop-Effekte eingerichtet werden sollen, wird unter Umständen die Installation des Paketes "Compiz-Engine" verlangt [1] und auf Klick automatisch durchgeführt. Zum individuellen Einrichten dieser Effekte installiert man [1]

  • simple-ccsm

Suspend

Supend-to-ram

Ab Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope sowie bei Verzicht auf proprietäre Nvidia Treiber funktioniert der Bereitschaftsmodus ohne weitere Einstellungen.

Bis Ubuntu 8.04 Hardy muss mit Root-Rechten die Datei /etc/default/acpi-support editiert werden [3]:

POST_VIDEO=false

(Standard: true)

Dann funktioniert mit Fn + F4 der Suspend-to-RAM Modus einwandfrei.

Falls der Rechner sich schlafen legt, aber sofort wieder ungewollt hochfährt und dann einen schwarzen Bildschirm zeigt, hilft es, vor dem Schlafenlegen alle USB-Geräte zu entfernen (beobachtet mit USB-Hub, nicht mit USB-Maus).

Suspend-to-Disk

Suspend to Disk funktioniert einschliesslich WLAN anschliessend (ab Karmic), nachdem man die Datei /etc/default/acpi-support mit Root-Rechten editiert hat [3]:

POST_VIDEO=false

(Standard: true)

Aktivieren

Bei Notebooks kann durch Schließen des Deckels ein Suspend erreicht werden, sofern die Hardware dies unterstützt. In GNOME ist voreingestellt "Rechner herunterfahren", kann in "System → Einstellungen → Energieverwaltung" geändert werden.

Mit Nvidia Treibern kann man den Suspend to Ram Modus auch aktivieren, indem man der Anweisung von Thinkwiki folgt 🇬🇧 .

Mikrofon

Das interne Mikrofon wird als „Capture“ Gerät angesehen und muss entsprechend (z. B. in Kmix) aktiviert werden. Hier die Namen der einzelnen Geräte:

Mikrofon Name
Intern Internal Mic
Eingang links Mic
Eingang Dockingstation Docking Station

Tastatur

Wie unter KUbuntu schon länger gibt es jetzt auch unter Ubuntu die Möglichkeit, neben dem einwandfrei funktionierendem Tastaturlayout Generell ein spezielles für Thinkpad zu verwenden. Damit können zusätzlich die Funktionstasten links oben für leiser oder lauter genutzt werden.

Festplattenschutz

Das T61 hat einen eingebauten Bewegungssensor, der ruckartige Bewegung registriert und die Leseköpfe der Festplatte in Ruheposition bringt. Dadurch werden z. B. bei einem Sturz Schäden an der Festplatte reduziert.

Bis Ubuntu 8.04 Hardy ist es notwendig, den Kernel neu zu kompilieren, um diese Funktion nutzen zu können. Die Anleitung dazu ist im Wiki unter Festplattenschutz zu finden.

Seit Jaunty bringt der Kernel die benötigte Funktion standardmäßig mit. Es muss nur noch der HDAPS-Dämon installiert werden. Das in den Quellen vorhandene Paket hdapsd funktioniert unter Umständen nicht, Abhilfe schafft eine aktuellere Version, entweder direkt aus dem Quellcode kompiliert http://hdaps.sourceforge.net/, oder bequemer über ein fertiges Paket aus folgendem PPA: http://ppa.launchpad.net/jonasped/ppa/ubuntu/pool/main/h/hdapsd/

Der Dämon legt mit

/etc/default/hdapsd

eine Konfigurationsdatei an, Die man z.B. wie folgt abändern kann:

# hdapsd default file

# start hdapsd at boottime?
START="yes"

# the name of the disk device that hdapsd should monitor.
#
# usually this is 'hda' for the primary IDE master or 'sda'
# for the primary S-ATA drive
DISK="sda"

# sensitivity
SENSITIVITY=30

# other options to pass to hdapsd.
# the -d $DISK, -s $SENSITIVITY, -b and -p $PIDFILE options are always passed.
OPTIONS="-l -a"

# The new interface in kernels >=2.6.28 sometimes wrongly detects HDAPS-capable
# drives as not supported. Set this to "yes" to force-enable the feature.
# Please be carefull with this setting!
FORCEENABLE="no"

Die Settings sind weitestgehend selbsterklärend. Die Zeile

OPTIONS="-l -a"

bewirkt mit l das Schreiben nach /var/log/syslog (per default geht die Ausgabe von hdapsd nach STDOUT), die Option a soll eine "adaptive" Sensibilität realisieren, die SENSITIVITY dynamisch veringert. (Zahlenwert von SENSITIVITY erhöht).

Unter http://www.zen24593.zen.co.uk/hdaps/ gibt es noch ein Applet für die Gnome Taskleiste. Nähere infos zur Installation findet man ebenfalls unter Festplattenschutz.

Externer Monitor

Zum Betreiben eines zweiten externen Monitors, z. B. auch eines Beamers muss

  • nvidia-settings

installiert und genutzt werden [1].

Das vorherige Anschalten und Anschliessen eines externen Monitors/Projektors vor Start des Rechners wird allgemein empfohlen, ist aber nicht notwendig. Das Programm nvidia-settings erlaubt, mit "Detect Displays", auch später noch das richtige Teil zu finden. Der Notebookbildschirm wird mit LEN bezeichnet. Für weitergehende Informationen sei auf den Artikel Grafikkarten/Nvidia verwiesen.

Wenn man sich auf eine Präsentation vorbereiten möchte, und nicht erst vor Ort einrichten mag, dann geht's wie folgt:

Schritt I:

Externen Monitor (nicht den Beamer!) anschliessen, anstellen, dann Notebook hochfahren Sicherung der bestehenden Konfiguration [2]

sudo cp /etc/X11/xorg.conf /etc/X11/xorg.conf_backup 

Aufruf des Hilfsprogrammes Nvidia-Settings

sudo nvidia-settings 

Klick auf X server display configuration Unter dem Auswahlfeld rechts sollten zwei Einträge stehen: LEN (das ist der Notebookeigene Monitor) und CRT (der externe Monitor) CRT Konfigurieren als Twinview und als primären Monitor Auflösung 1024 x 768, LEN Position als Clone, NICHT als primär! Konfiguration sichern in xorg.conf, Programm beenden und herunterfahren.

Schritt II:

Beamer anschliessen, anstellen und Notebook hochfahren.

Multimediatasten

Multimediatasten (rechts unten in blau) funktionieren mit Amarok. Ohne Funktion sind die Tasten “ThinkVantage”, Windows links zwischen Strg und Alt , “Menu” rechts zwischen Alt Gr und Strg wie Rechts_Klick.

Die "ThinkVantage"-Taste kann aber beliebig belegt werden. dazu muss in der Datei /usr/share/hotkey-setup/imb.hk

setkeycodes e017 148 # thinkpad button

angehängt werden [3] und das System neu gestartet werden, z. B. mit dem Aufruf der Konsole [2]: Einfach im KMenü das Programm Konsole unter System auswählen (oder unter Gnome in "System → Einstellungen → Tastenkombinationen"), auf "Bearbeiten" klicken und als Tastenkürzel die ThinkVantage Taste drücken.

Skype

Audio Systemeinstellungen auf

  • Klang : Alsa

  • Musik: Alsa

  • Wiedergabe: Alsa

  • Aufnahme: Intel Alsa

  • Gerät. Capture Monitor of HDA Intel

Skype Einstellungen auf

  • Mikro: hw intel

  • Lautsprecher: pulse

  • Klingel: pulse

Automatische Soundeinstellung DEaktivieren

Besonderheiten bei Ubuntu 8.04 Hardy Heron

UltraBay

Unter 8.04 führt das Auswerfen der UltraBay im laufenden Betrieb zum Einfrieren des Systems.

WLAN

Bei Hardy müssen vorher die Pakete

  • linux-backports-modules-hardy

  • linux-headers-generic

installiert werden [1]. Mit Hardy-Kernel 2.6.24-19 funktioniert das WLAN-Licht, ab dem Kernel 2.6.24-21-generic blinkt das WLAN-Licht bei Aktivität.

Suspend

Gegebenenfalls muss unter in der Datei /etc/acpi/events/lidbtn der Eintrag

action=/etc/acpi/lid.sh

geändert werden auf [3]

action=/etc/acpi/sleep.sh

um die Aktivierung per Deckelschluss zu erreichen.

Hardware-Info

Thinkpad T61 und T61p, Ausstattungsmöglichkeiten
Bildschirm 14,1-Zoll 4:3 TFT mit 1024x768 (XGA) oder 1400x1050 (SXGA+), alternativ 16:10 TFT mit 1280x800 (WXGA) oder 1440x900 (WXGA+), 15,4-Zoll 16:10 TFT mit 1280x800 (WXGA), 1440x900 (WSXGA) oder 1680x1050 (WSXGA+)
Grafikkarte Intel Graphics Media Accelerator X3100 oder nVIDIA Quadro NVS 140M
CPU Intel Core 2 Duo (Merom) 1.8, 2.0, 2.2, 2.4GHz 800MHz FSB, 2-4MB L2 Cache CPU oder Intel Core 2 Duo (Penryn) 2.1, 2.4, 2.5, 2.6GHz 800MHz FSB, 3-6MB L2 Cache CPU
RAM 512MB or 1GB erweiterbar bis 8GB PC2-5300
HD 60, 80, 100, 120 oder 160GB 5400/7200rpm SATA HDD
CD/DVD Ultrabay Slim DVD-ROM Drive oder Ultrabay Slim CD-RW/DVD-ROM Combo II Drive oder Ultrabay Slim Super Multi-Burner Drive
Sonstiges Intel Pro/Wireless 4965 Mini Card, AD1984 HD Audio controller, Intel Gigabit Ethernet Controller, MiniPCI Express slot 2x, IBM Embedded Security Subsystem 2.0, IBM Active Protection System, Integrated Fingerprint Reader, Bluetooth, ThinkPad 56K Modem, 2 oder 3 USB-Anschlüsse (USB 2.0), 1 Firewire-Anschluss, UltraNav (TrackPoint/TouchPad Kombination), Anschlüsse: Kopfhörer & Mikrophon Zugriff aufs Bios mit F1.

Diese Revision wurde am 12. Februar 2020 17:40 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Notebook, Installation, Hardware