Redshift
ist (ähnlich wie f.lux
) ein kleines Programm, das automatisch die Farbtemperatur des Monitors dem aktuellen Umgebungslicht anpasst. Das gewöhnlich weiß-grelle, kalte Licht des Bildschirms wird in warmes, rot-braunes Licht eingetaucht. Das soll insbesondere Arbeiten bei Nacht und dunklen Arbeitsbereichen vor dem Monitor erleichtern und die Augen auf Dauer erheblich entlasten, so dass einer schnellen Ermüdung vorgebeugt wird. Redshift kann aber auch problemlos bei Tage benutzt werden.
Auf der Entwicklerseite steht über das Programm weiter (übersetzt): Die Farbtemperatur wird entsprechend der Position der Sonne eingestellt. Die Farbtemperatur ist am Tag und in der Nacht verschieden. Bei Dämmerung und am frühen Morgen geht die Farbtemperatur sanft von Nacht- zur Tagzeit über, damit sich die Augen langsam eingewöhnen können. Bei Nacht sollte die Farbtemperatur mit dem Zimmerlicht angeglichen sein. Das ist normalerweise eine niedrige Farbtemperatur um die 3000K-4000K (Standard 3700K). Am Tag sollte die Farbtemperatur an das Licht von draußen angepasst sein, normalerweise etwa 5500K-6500K (Standard 5500K). Das Licht hat an bewölkten Tagen eine höhere Farbtemperatur.
Laut Entwickler nutzt Redshift eine X-Servererweiterung, so dass der Grafikkartentreiber und X-Server mindestens RANDR in der Version 1.3 oder die VidMode-Erweiterung unterstützen muss. Die RandR-Version kann in einem Terminal[2] durch Eingabe des Befehls:
xrandr --version
herausgefunden werden.
Ab Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat ist das Programm in den Paketquellen enthalten:
redshift
Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:
ppa:jonls/redshift-ppa
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Weitere Informationen bietet die
PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team jonls.
Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.
Nun kann das Programm über das Paket
redshift (ppa)
installiert werden.
Um überhaupt zu starten, braucht Redshift zwingend die Längen- und Breitengrade eines Aufenthaltsortes. Redshift kann die nötigen Angaben noch nicht vollautomatisch aus einem Wetter-Applet auslesen, wohl aber aus der GNOME-Uhr, sofern dort ein Ort vom Benutzer eingestellt wurde. Welche Möglichkeiten zur automatischen Bestimmung der Längen- und Breitengrade zur Verfügung stehen, kann mittels folgendem Befehl herausgefunden werden:
redshift -l list
Im Moment erscheint daraufhin gnome-clock und manual. Soll Redshift die Koordinaten aus der GNOME-Uhr benutzen, tut man dies dann über folgenden Befehl:
redshift -l gnome-clock
Die Längen- und Breitengrade können dem Programm beim Starten auch als Parameter in der folgenden Form mitgeben werden [2]:
redshift -l Breitengrad:Längengrad
Die nötigen Längen- und Breitengrade kann man ganz einfach hier
herausfinden, indem man Stadt und Land angibt. Es reicht die Längen- und Breitengrade mit einer Stelle nach dem Komma genau anzugeben.
Danach startet man in der Konsole das Programm wie folgt am Beispiel Berlins:
redshift -l 52.5:13.4
Zusätzlich lässt sich die Farbtemperatur anpassen (tagsüber neutral, nachts ein ganz leichter Rotstich). Beispiel:
redshift -o -t 6500:6200 -l 52.5:13.4
Grundsätzlich gibt es zwei Befehle zum Starten des Programms. Einmal der oben stehende Befehl und einmal:
gtk-redshift -l Breitengrad:Längengrad
Der Unterschied ist der, dass letzterer zusätzlich mit einem Symbol im Benachrichtigungsfeld startet, über das man das Programm bequem ein- und ausschalten kann. Es bietet sich daher an, das Programm mit diesem Befehl dem Autostart über "System -> Eigenschaften -> Startprogramme" hinzuzufügen [6].
Es gibt auch eine Möglichkeit die Farbtemperaturwerte selber per Befehl zu übergeben. Dabei können zwei Werte übergeben werden, ein Tageswert und einen Wert für die Nacht. Wem die Standardwerte nicht zusagen, der kann sie so auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.
gtk-redshift -l Breitengrad:Längengrad -t Tageswert:Nachtwert
Wer will, kann das herkömmliche Icon durch ein monochromes ersetzen, was sich besser in das System einfügt. Eine Suche nach „redshift“ bei gnome-look.org
befördert mittlerweile zahlreiche alternative Icons für Redshift zu Tage. Eine Auswahl aus den Ergebnissen: eins
, zwei
, drei
, vier
. Die Icons von Redshift liegen unter /usr/share/icons/hicolor/scalable/apps, /usr/share/icons/ubuntu-mono-light/scalable/apps und /usr/share/icons/ubuntu-mono-dark/scalable/apps als redshift-idle.svg und redshift.svg. Je nachdem, welches Icon-Thema zum Einsatz kommt, müssen diese Dateien durch die heruntergeladenen Icons ersetzt werden, wofür man Root-Rechte [7] braucht. Danach muss für GNOME der Icon-Cache neu generiert werden, damit die neuen Icons zum Einsatz kommen. Je nachdem, in welchen Ordnern die Icons ersetzt wurden, werden dazu die folgenden Befehle ausgeführt:
sudo gtk-update-icon-cache -f /usr/share/icons/hicolor sudo gtk-update-icon-cache -f /usr/share/icons/ubuntu-mono-light sudo gtk-update-icon-cache -f /usr/share/icons/ubuntu-mono-dark
Alleviate tired eyes in Ubuntu with Redshift
- Artikel bei OMG!Ubuntu, 05/2010
f.lux
- alternatives Programm
Diese Revision wurde am 11. April 2012 01:14 von Kuttel Daddeldu erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
Desktop, GNOME, System
2004 – 2012 ubuntuusers.de • Einige Rechte vorbehalten