Videodateien umwandeln

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein einzelnes Paket installieren

  3. Archive entpacken

Inhaltsverzeichnis
  1. Konvertierungsprogramme mit GUI
  2. Terminalanwendungen
  3. Online-Konverter
  4. Problembezogene Anleitungen
  5. Links

Wiki/Icons/Tango/video-x-generic.png Dieser Artikel listet Programme für die Umwandlung eines Videoformates in ein anderes Videoformat auf. Wenn hier für eine Aufgabe kein passendes Programm dabei ist, kann eventuell ein Blick in den Artikel Videobearbeitung hilfreich sein. Speziell Programme zur Umwandlung von MPEG2-Transportströmen, die bei DVB-Aufnahmen entstehen, werden dort aufgelistet.

Konvertierungsprogramme mit GUI

Praktisch jedes der hier alphabetisch genannten Programme mit grafischer Oberfläche greift im Hintergrund auf die Funktionen der weiter unten aufgeführten Terminalprogramme zur Video- (und Audio-)Bearbeitung zurück.

Avidemux

./avidemux_icon.png Avidemux ist ein Programm zur Bearbeitung von Videodaten mit vielen Funktionen. Neben dem Schneiden von Videos gehört besonders das Konvertieren in andere Formate zu den großen Stärken des Programms. Bei der Konvertierung kann das Videomaterial dabei durch vielfältige Filter manipuliert werden. Das Programm kann mit einer Oberfläche für GNOME oder KDE installiert werden.

Curlew

./curlew_logo.png Ein relativ neues Programm ist das auf Python und GTK 3 basierende Curlew 🇬🇧. Eine Vielzahl vorgefertigter Profile ist bereits enthalten, was insbesondere für Einsteiger nützlich ist. Es ist nicht Bestandteil der offiziellen Paketquellen, aber über die Projektseite werden Fremdpakete im DEB-Format für Ubuntu 15.10 oder neuer angeboten.

FF Multi Converter

./ffmulticonverter-logo.png FF Multi Converter ist eine übersichtlich gehaltene grafische Oberfläche, die sich zum Konvertieren von Audio-, Video-, Bild- und Dokument-Dateien eignet und die meisten populären Formate unter einer Anwendung unterstützt. Zum Konvertieren wird FFmpeg für Audio-/Video-Dateien, unoconv für Dokument-Dateien sowie ImageMagick für Bilder verwendet. Geschrieben in Python und Qt unterliegt diese Anwendung der GPL3 und gilt damit als freie Software.

Format Junkie

./format_junkie_logo.png Praktisch wie FF Multi Converter nutzbar, aber keine Umwandlung von Dokumenten. Damit ist Format Junkie vom Funktionsumfang fast identisch mit diesem, wird aber als unabhängiges Projekt geführt.

HandBrake

./handbrake_logo.png HandBrake ist ein einfach zu bedienendes Programm zum Umwandeln von DVDs oder Videos in die Formate MP4 oder OGM. Es gibt (erweiterbare) Voreinstellungen für die Geräte Apple iPod, Apple TV, Xbox 360, PlayStation Portable oder Playstation 3.

Mobile Media Converter

./mmc_logo.png Mobile Media Converter 🇬🇧 ist ein plattformübergreifendes Programm, das mit Hilfe von FFMpeg Dateien von bzw. für Mobilgeräte, wie Telefone oder PDAs umwandelt. Die Linux-Version basiert auf GTK und ist daher am besten für GNOME geeignet. Von der Homepage kann man ein Ubuntu-Paket herunterladen ⮷ und installieren [3]. Benutzer von 64Bit-Systemen müssen die Installation im Terminal mit der Option --force-architecture durchführen (siehe 64bit-Architektur (Abschnitt „force-architecture“)).

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Nach der Installation findet sich unter KDE 4 ein Eintrag im K-Menü unter "Multimedia -> Mobile Media Converter".

Multimedia-Converter

Multimedia-Converter 🇬🇧 ist ein einfaches, kleines Skript für das KDE-Programm Kommander. Damit man es benutzen kann, muss Kommander natürlich installiert sein. Außerdem greift das Skript auf die Funktionen von FFMpeg und dem MPlayer zurück. Von der Homepage ⮷ lässt sich das neueste gepackte Paket herunterladen, welches auch ein .deb-Paket enthält. Dieses installiert man wie unter [2] beschrieben. Benutzer von 64Bit-Systemen müssen die Installation im Terminal mit der Option --force-architecture durchführen (siehe 64bit-Architektur (Abschnitt „force-architecture“)).

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Anschließend lässt sich das Skript bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü über "Multimedia -> Multimedia Converter" aufrufen.

Vorbis/oggconvert.png

OggConvert

OggConvert ist ein auf GStreamer basierendes Programm, welches für die Konvertierung diverser Videoformate in freie Formate eingesetzt werden kann.

traGtor

./tragtor_logo.png traGtor ist eine grafische Oberfläche zum Konvertieren diverser Medienformate mittels FFmpeg bzw. Libav. traGtor hat sich zum Ziel gesetzt, eine grafische Benutzeroberfläche für die schnelle Konvertierung einzelner Mediendateien zu bieten und möglichst ohne Benutzung der Kommandozeile dem Benutzer einen Großteil der wichtigsten Funktionen und Optionen zur Verfügung zu stellen. Sehr lehrreich, da die jeweils verwendeten Optionen nicht – wie bei anderen Programmen üblich – vor dem Benutzer versteckt werden.

Transmageddon

./transmageddon_logo.png Transmageddon 🇬🇧 ist eine einfach zu bedienende grafische Oberfläche zum Konvertieren diverser Medienformate. Wenn z.B. FFmpeg versagt, kann man dieses Programm probieren, das aus den offiziellen Paketquellen installiert [1] werden kann. Allerdings ist erst die ab Ubuntu 14.10 vorhandene Version 1.x wirklich empfehlenswert.

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install transmageddon 

sudo aptitude install transmageddon 

VLC

./vlc_icon.png Mit der Streaming-Funktionalität des plattformübergreifenden Media-Players VLC lassen sich sehr viele Videos in einige andere Formate umwandeln. VLC verwendet dazu eigene Codecs und greift nicht auf andere Programme zurück.

WinFF

./winff_icon.png WinFF ist ein in Pascal geschriebenes Programm mit einer GTK-Oberfläche, das für die Umwandlung von Videodateien auf die Funktionen von FFmpeg zurückgreift. Wie der Name bereits andeutet, ist das Programm auch für Windows verfügbar.

Veraltete Programme

Neben den o.g. Programmen gibt es noch einige veraltete graphische Oberflächen, die (anscheinend) nicht mehr weiterentwickelt werden. Dazu zählen u.a.:

Terminalanwendungen

Mit den drei großen und mächtigen Terminalanwendungen zur Videobearbeitung und -konvertierung unter Linux kann man so gut wie alle nur möglichen Umwandlungen vornehmen. Probleme gibt es immer wieder dort, wo unfreie Codecs zum Einsatz kommen. Über die Kommandozeile hat man die meisten und genauesten Einstellmöglichkeiten. Diese alle in einer grafischen Oberfläche abzubilden ist fast unmöglich. Daher sollten Experten bei der Konvertierung von Videos auf die Kommandozeile zurückgreifen.

FFmpeg

Das Projekt FFmpeg besteht aus einer Reihe von freien Computerprogrammen, die es ermöglichen, digitales Video- und Audiomaterial aufzunehmen, zu konvertieren, zu streamen und abzuspielen. Für die Konvertierung steht das mächtige Kommandozeilen-Werkzeug ffmpeg zur Verfügung, ab Ubuntu 12.04 avconv.

MEncoder

MEncoder wird vom MPlayer-Team entwickelt und ist ein Konsolen-Werkzeug zur Transkodierung von Videos in verschiedene Formate. Neben dem MPlayer gibt es auch noch weitere grafische Oberflächen, die auf MEncoder zurückgreifen.

MP4Box

MP4Box ist ein Multimedia-Packager zur Manipulation vom Multimedia Container-Dateien. Die Hauptfunktion diese Programms, Daten zu mp4 bzw. 3gp Dateien hinzuzufügen bzw. daraus zu extrahieren.

transcode

transcode ist eine Sammlung von Konsolen-Werkzeugen zur Transkodierung von Videos in verschiedene Formate. Viele Linux-Programme greifen auf Transcode zurück.

SoX

SoX ist ein Programm für die Kommandozeile, mit dem sich Audiodateien konvertieren lassen. Das Programm wird auch oft bei der Umwandlung von Videodateien für die Konvertierung der Audiospur genutzt.

vgtMPEG

vgtMPEG (Versed Generalist Transcoder) ist ein erweitertes FFmpeg, das das direkte Auslesen von DVD- und BD-Medien ermöglicht. Dabei werden auch Sprachkennungen für die Audio- und Untertitel-Spuren und Kapitel-Unterteilungen erfasst und in Ausgangsformate wie MP4 und Matroska übertragen.

Online-Konverter

Mit dem Aufkommen von verschiedenen Video-Portalen im Internet, wo jeder private Filme aber auch Werbevideos veröffentlichen kann, stieg natürlich auch die Begehrlichkeit, diese Videos, die oft als FLV-Dateien vorliegen, herunterzuladen und in andere, gängige Formate zu konvertieren. Um beides direkt in einem Aufwasch erledigen zu können, gibt es Internetseiten, hinter denen Programme zur Konvertierung und zum Download der Videos stehen.

Share-Tube

Share-Tube 🇩🇪 ist eine deutsche Seite, mit der man FLV-Videos konvertieren und herunterladen kann. Dazu gibt man einfach die Internetadresse (URL) des Videos in das entsprechende Feld ein und wählt das gewünschte Zielformat aus. Alles weitere sollte selbsterklärend sein. Für Share-Tube gibt es auch ein kleines Forum 🇩🇪 .

goDromo Media Transcoder

gMT 🇬🇧 stellt eine Vielzahl von Konvertern im Browser-Zugriff zur Verfügung, die auf vgtMPEG zurückgreifen. Die eigentliche Verarbeitung erfolgt dabei auf dem eigenen Rechner und nicht auf dem Server.

firefogg

Mithilfe der Firefox Erweiterung firefogg können Videos online direkt im Browser über die Internetseite Firefogg 🇬🇧 umgewandelt werden. Zur Verfügung stehen die freien Formate WebM (VP8/Vorbis) und Ogg (Theora/Vorbis).

http://godromo.com/gmt

Problembezogene Anleitungen

TS-Daten archivieren

TS-Dateien (Abkürzung für Transportstrom) erhält man bei der Aufzeichnung von Audio- und Videodaten durch DVB-Geräte und/oder -Software. Der Artikel TS-Daten archivieren beschäftigt sich mit Methoden zum Archivieren und Konvertierung solcher Daten bzw. damit, welche Programme wie zu nutzen sind, um dieses Ziel zu erreichen.

Videos nach DivX umwandeln

divxenc

divxenc ist ein interaktives Shell-Skript, das es einfach macht, eine DVD, SVCD, Video-CD (VCD) oder Videodatei in das Videoformat FMP4/DivX umzuwandeln. Das Skript verwendet dabei MEncoder aus dem MPlayer-Projekt für die Kodierung.

DivX Converter

./divx_converter_logo.png DivX Converter 🇬🇧 ist ein Script für Python 2 mit GTK+ GUI zur Konvertierung von Videos in DivX kompatible Formate. Es verwendet MEncoder für die eigentliche Konvertierung. Die Resultate sind ähnlich wie bei divxenc, die Bedienung ist jedoch durch die grafische Oberfläche einfacher. Die letzte Version des Programms datiert auf 2010.

WinFF

Wie oben beschrieben ist WinFF eine grafische Oberfläche für das Kommandozeilenwerkzeug FFmpeg. Eine empfehlenswerte Methode besteht darin, sich ein eigenes Profil für DivX anzulegen. Eine Übersicht über die DivX Profile findet man in der englischen Wikipedia.