Nextcloud

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

  3. mit Root-Rechten arbeiten

Inhaltsverzeichnis
  1. Voraussetzungen
  2. Installation
    1. Installation der Server-Variante
    2. Installation auf dem eigenen Desktop
    3. Smartphone-Apps
  3. Links
    1. intern

Nextcloud 🇩🇪 ist eine Weiterentwicklung von ownCloud, welches parallel besteht. Nextcloud bietet im Vergleich zu ownCloud einen größeren Funktionsumfang und hat eine größere Community. Der Vorteil von Nextcloud/ownCloud liegt darin, dass es auf einem eigenen Server gehosted werden kann und die Daten so nicht in die Hände eines anderen Anbieters gelegt werden müssen.

Voraussetzungen

Die Anwendung benötigt zum Betrieb einen Webserver mit PHP-Unterstützung. Wenn die Instanz nur zum Ausprobieren oder für kleinere Dinge genutzt wird, bringt Nextcloud SQLite mit. Für größere und produktive Systeme sollte jedoch ein anderes Datenbanksystem wie z. B. MySQL verwendet werden.

Installation

Installation der Server-Variante

Bevor man Nextcloud nutzen kann, braucht man einen Nextcloud-Server. Einige Anbieter bieten Nextcloud auf ihren Servern an und stellen Benutzerprofile gegen Bezahlung bereit. Wer Nextcloud aber vollständig in der eigenen Hand haben möchte, der muss es auf einem eigenen Server installieren. Wie dies geht soll im Folgenden beschrieben werden. Voraussetzung für die Installation ist jedoch eine auf dem Server konfigurierte Datenbank (z. B. mit MySQL).

Hinweis!

Fremdsoftware kann das System gefährden.

Nextcloud kann für den Server unter https://nextcloud.com/install/ heruntergeladen werden und muss entpackt werden. Wenn die Verzeichnisse in den Webserver kopiert wurden, muss der Webinstanz Schreibzugriff auf ebendiesen gewährt werden. Das geht mit folgendem Befehl:

1
chown -R www-data:www-data /var/www/nextcloud/

Nun kann die Nextcloud-Instanz im Browser aufgerufen und konfiguriert werden. Die Einrichtung erfolgt graphisch in nur einem Schritt. In diesem sollen folgende Dinge eingestellt werden:

Wenn die Einrichtung abgeschlossen ist, erscheint eine Willkommensdiashow, welche die Grundlagen von Nextcloud zeigt. Ist diese zu Ende bzw. übersprungen, können Daten in der Nextcloud gespeichert werden.

Achtung!

Es ist sinnvoller einen gesonderten Benutzer zu erstellen, welcher für die eigentliche Cloud-Verwendung (Datenspeicherung) genutzt wird, als alles mit dem Admin-Benutzer zu tun. Diese einfache Maßnahme verstärkt die Sicherheit.

Installation auf dem eigenen Desktop

Dateien immer im Browser hoch- und herunterzuladen ist äußerst umständlich. Deutlich komfortabler ist es, wenn die Dateien, welche in der Nextcloud gespeichert werden, in die vorhandene Ordnerstruktur eingebunden werden können. Wie die meisten anderen Cloud-Services bietet auch Nextcloud diese Möglichkeit an. Hierfür muss das folgende Paket installiert werden:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install nextcloud-desktop 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://nextcloud-desktop

nextcloud-desktop

Nach der Installation, wird man von Nextcloud aufgefordert, sich bei einem Nextcloud-Server anzumelden (dies kann der eigene sein, es kann aber auch der eines Anbieters sein). Daraufhin erscheint im Nextcloud-Fenster die Anmelde-Seite des Nextcloud-Servers, wo man sich mit Benutzernamen und Passwort authentifizieren muss. Ist dies geschehen, muss dem Desktop-Programm nur noch der Zugriff gewährt und ein lokales Verzeichnis, mit welchem synchronisert werden soll, ausgewählt werden. Schon synchronisiert die Nextcloud mit dem lokalen Verzeichnis.

Smartphone-Apps

Nextcloud bietet auch für Smartphones nützliche Apps, um auch von unterwegs immer alle Daten verfügbar zu haben. Die Apps lassen sich über die normalen Quellen für Software der Smartphones herunterladen.

intern