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Neo4j

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Neo4j 🇬🇧 ist eine Graphdatenbank (und damit auch eine NoSQL-Datenbank), die in Java implementiert ist. Der Fokus liegt hier in der Modellierung und Speicherung der Daten in Form von Knoten und Kanten. Die Knoten sind Entitäten, die durch Eigenschaften bestimmt werden. Die Kanten beschreiben Beziehungen zwischen Entitäten. Die Community-Edition der Datenbank ist unter der GNU General Public License (GPL) v3 lizenziert. Speziell für den kommerziellen Einsatz ist eine Version unter einer kommerziellen Lizenz verfügbar.

Zur Bedienung von Neo4J über die Kommandozeile gibt es die Cypher-Shell. Außerdem wird eine komfortable Weboberfläche mitgeliefert, die über einen beliebigen Webbrowser aufgerufen werden.

Installation

Im Folgenden wird die Installation der Community-Edition beschrieben. Zunächst ist eine Java Laufzeitumgebung in Version 8 zu installieren. Aus den Paketquellen geht das einfach mit

  • openjdk-8-jre (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install openjdk-8-jre 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://openjdk-8-jre

Neo4J ist nicht in den Quellen enthalten[1]. Aber man kann das Repository von der Hersteller Homepage einbinden.

Um die Fremdquelle zu authentifizieren, kann man entweder den Signierungsschlüssel herunterladen ⮷ und in der Paketverwaltung hinzufügen oder folgenden Befehl ausführen:

wget -q -O "-" https://debian.neo4j.org/neotechnology.gpg.key | sudo apt-key add - 

Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man unabhängig von der Ubuntu-Version die folgende Paketquelle freischalten:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

deb https://debian.neo4j.org/repo stable

Dann kann man das Metapaket installieren:

  • neo4j

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install neo4j 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://neo4j

Für den Master-User "neo4j" wird in der Installationsroutine ein Passwort abgefragt. Mit diesem User kann man sich dann auf der Weboberfläche oder der Cypher-Shell anmelden und natürlich weitere User anlegen.

In der Konfigurationsdatei /etc/neo4j/neo4j.conf, die mit Root-Rechten bearbeitet werden muss, müssen nun noch zwei auskommentierte Einträge aktiviert werden, damit der Dienst über den Browser genutzt werden kann:

dbms.connector.http.enabled=true
dbms.connector.http.listen_address=:7474

Der Dienst kann dann sofort gestartet werden [2].

sudo systemctl start neo4j 

Optional kann noch die Cypher-Shell installiert werden. Hierzu wird auf der Hersteller-Homepage ein DEB-Paket angeboten ⮷ (wie z.B.: Link), das man nach dem herunterladen manuell installieren kann[4].

neo4j_Browser.png

Bedienung

Im Webbrowser

In einem beliebigen Webbrowser gibt man nur die Adresse des Rechners, auf dem Neo4j installiert ist (wenn es der lokale Rechner ist, localhost, ansonsten Netzwerkname oder IP-Adresse des Servers und die Portadresse 7474 ein (z.B. localhost:7474 oder 192.168.0.88:7474). Nun kann man mit der Weboberfläche loslegen.

Von der Kommandozeile

Auf der Kommandoebene des Cypher-Systems (lokal oder per ssh-Verbindung) loggt man sich in der Cypher-Shell ein:

$neo4j-home> cypher-shell -u [username] -p [password]

  • Neo4j Resources 🇬🇧 - Materialien, um sich die Arbeit mit Neo4j zu erschließen

Diese Revision wurde am 7. Dezember 2019 22:14 von mubuntuHH erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Programmierung, Datenbank, Server