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DeviceKit

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DeviceKit 🇬🇧 oder kurz "DevKit" ist eine Zwischenschicht zwischen Hardware und Software, welche die Zugriffe der Software auf die Hardware abstrahiert. DevKit dient in erster Linie dazu, für (neue) Geräte eine Gerätenummer zu vergeben und nach Ereignissen, die von Geräten ausgelöst werden, zu lauschen. Diese Informationen erhält DevKit in der Regel über D-Bus und udev.

DeviceKit ist der Nachfolger von HAL. Es stammt vom gleichen Entwickler wie HAL und wurde primär vor dem Hintergrund entwickelt, konzeptionelle Schwächen von HAL zu umgehen und ein schlankeres Programm zu schaffen.

Installation

DevKit bzw. die beiden Komponenten udisksctl und upower sind in der Standardinstallation von Ubuntu enthalten, können aber ansonsten über die Pakete

  • udisks2

  • upower

installiert[1] werden.

Benutzung

Normalerweise besteht kein Grund, DevKit direkt zu nutzen. Es arbeitet im Hintergrund und liefert Informationen für anderen Programme.

Es gibt jedoch zwei Kommandozeilen-Programme, mit denen man auf DevKit zugreifen kann [2]:

  • upower - für das Power-Management

  • udisksctl- für Laufwerke (bzw. genau genommen "Block Devices")

Beide Programme haben eine Reihe von Optionen, die man sich über die Option -h anzeigen lassen kann, die Optionen werden auch in der Manpage erklärt.

So kann man sich z.B. bei upower mit der Option --enumerate alle erkannten Geräte ausgeben lassen, mit der Option --monitor gelangt man in einen interaktiven Modus, in dem alle Meldung des DevKit-Programms auf dem Monitor ausgegeben werden. Der Modus kann durch Strg + C beendet werden.

udisksctl ist grundsätzlich auch dazu in der Lage, Laufwerke ein- und auszuhängen sowie zu beeinflussen, wann eine Festplatte in den Ruhezustand geht ("Spindown"). Letzteres birgt bei manueller Nutzung einige Risiken (siehe Manpage zu udisks), ersteres ist primär zur Nutzung durch andere Programme gedacht, so dass man als "normaler" Nutzer" nach wie vor besser mount nutzt.

Diese Revision wurde am 3. Januar 2021 18:39 von noisefloor erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: System, Hardware