Autologin

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Einen Editor öffnen

  2. Root-Rechte

  3. Wo das eigene Homeverzeichnis liegt

Inhaltsverzeichnis
  1. Automatischer Login
    1. Konfiguration des automatischen Logins
  2. Automatischer Oberflächenstart nach Login
  3. Problembehebung
    1. Herunterfahren ohne Passworteingabe
  4. bekannte Probleme
  5. Links

Achtung!

Wer ein verschlüsseltes Homeverzeichnis verwendet, sollte auf eine automatische Anmeldung verzichten, weil dadurch der Aspekt der Daten-Sicherheit unterlaufen und die Funktionsweise erheblich beeinträchtigt wird.

Üblicherweise bietet nach dem Start einer Ubuntu-Installation ein Displaymanager einen Anmeldebildschirm an. Diese Displaymanager können einen Benutzer automatisch anmelden ("login"). Je nach Ubuntu-Version kommt ein anderer Displaymanager zum Einsatz:

Für die meisten Anwender sind die in den vorstehenden Wiki-Artikeln beschriebenen automatischen Anmeldungen die richtige Wahl.

Auf Servern oder Systemen ohne Displaymanager mit nur einem Benutzer kann man sich mit dem nachfolgend beschriebenen Autologin direkt am System anmelden.

Automatischer Login

Konfiguration des automatischen Logins

Man legt mit root-Rechten[1][2] eine Datei /etc/systemd/system/getty@tty1.service.d/override.conf mit folgendem Inhalt an:

[Service]
ExecStart=
ExecStart=-/sbin/agetty --autologin benutzername --noclear %I $TERM
Type=idle

Wobei "benutzername" an den eigenen Benutzername angepasst werden muss.

Automatischer Oberflächenstart nach Login

Um den gewünschten Fenstermanager bzw. die gewünschte Desktopumgebung automatisch zu starten, ist ein Eingriff in der versteckten Datei .bash_profile notwendig, die im Homeverzeichnis liegt. Es gibt zwei mögliche Vorgehensweisen.

Ohne .xinitrc

In die im Homeverzeichnis [3] liegende .bash_profile fügt man den speziellen Startbefehl ein [1]. Dieser kann ganz unterschiedlich lauten:

  • startxfce4

  • startfluxbox

  • enlightenment_start

  • icewm-session

  • ...

z.B.:

if [ -z "$DISPLAY" ] && [ $(tty) == /dev/tty1 ]; then
   startxfce4
fi

Mit .xinitrc

Flexibler ist es, in die .bash_profile nur startx einzutragen. So wird samt XServer gestartet, was in der im Homeverzeichnis [3] liegenden .xinitrc steht. So kann man zusätzlich zum Fenstermanager benötigte Programme mitstarten, ohne auf dessen Autostartfunktion angewiesen zu sein.

Falls die Datei nicht existiert, kann man sie erstellen.

Problembehebung

Herunterfahren ohne Passworteingabe

Startet man mit diesem Autologin eine Desktopumgebung, kann natürlich nicht über GDM das System heruntergefahren werden. Lösungen dafür werden in dem Artikel Herunterfahren angeboten.

bekannte Probleme

Eine auf diese Weise automatisch angemeldeter Benutzer hat möglicherweise Probleme mit dem Ruhezustand (Suspend-to-Disk).