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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Für den Fenstermanager Fluxbox existieren eine Anzahl von Hilfsprogrammen von Fremdanbietern, die entweder die Funktionalität der Fluxbox erweitern, zum Beispiel durch Desktop-Icons oder aber die Konfiguration durch graphische Eingabemasken erleichtern.

fbdesk

Um Programmstarticons auf dem Desktop zu erstellen, kann man das Programm fbdesk benutzen, welches über das Paket

  • fbdesk (universe [2])

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install fbdesk 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://fbdesk

installiert wird [1]. Das Programm wird über den gleichnamigen Befehl:

fbdesk 

gestartet [3]. Um fbdesk zu nutzen, muss mit einem Editor die Datei ~/.fluxbox/fbdesk.icons nach folgendem Schema erstellt werden [4]:

[Desktop Entry]
Name=<Name>
Exec=<Befehl>
Icon=</pfad/zum/icon>
Pos= 0 150
[end]

Für Firefox würde es z.B. wie folgt aussehen:

[Desktop Entry]
Name=Browser
Exec=firefox
Icon=/usr/lib/firefox/icons/mozicon50.png
Pos= 0 150
[end]

Der Programmstart erfolgt durch Doppelklick auf das Icon, mit rechte Maustaste-Klick ist ein Kontextmenü erreichbar, mit welchem u.a. Transparenz eingestellt werden kann. Mit gehaltener linke Maustaste-Taste sind die Icons frei auf dem Desktop verschiebbar.

Standardmäßig beträgt das "Doppelklick-Intervall" 200 ms. Um dieses für nicht ganz so flinke Finger anzupassen, muss die Datei ~/.fluxbox/fbdesk angelegt werden. Informationen dazu findet man unter /usr/share/doc/fbdesk/README. Das folgende Beispiel setzt das Doppelklick-Intervall auf 600 ms:

fbdesk.iconFile:        ~/.fluxbox/fbdesk.icons
fbdesk.font:    fixed
fbdesk.textColor:       black
fbdesk.snapX:   5
fbdesk.snapY:   5
fbdesk.doubleClickInterval:     600
fbdesk.textPlacement:   Bottom
fbdesk.iconAlpha:       255
fbdesk.textAlpha:       0
session.styleFile:      none

Man sollte beachten, dass im Beispiel auch session.doubleClickInterval: in ~/.fluxbox/init auf 600 gesetzt werden muss.

Hinweis:

Mit GIMP selbst erstellte Icons werden von fbdesk nur geladen, wenn die Icons ohne Meta-Daten gespeichert werden.

fbpager

Dies ist ein Programm, um zwischen den virtuellen Desktops zu wechseln. Es wird über folgendes Paket installiert [1]:

  • fbpager (universe [2] )

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install fbpager 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://fbpager

fbrun

Ist ein sehr simpel gehaltener Befehlsstarter, der graphisch als einzelne Zeile dargestellt wird. Er wird automatisch mit der Fluxbox mitinstalliert. Ein eingegebener Befehl wird mit bestätigt. Gestartet wird er durch den Befehl:

fbrun 

fluxbox-remote

Mit Hilfe von fluxbox-remote kann man Fluxbox über ein Terminal steuern. Vorher muss man es aber aktivieren: Dazu öffnet man die Datei ~/.fluxbox/init mit einem Editor[4] und verändert die Zeile:

session.screen0.allowRemoteActions:     false

in

session.screen0.allowRemoteActions:     true

Nach einem Reload der Konfigurationsdateien kann das Programm "fluxbox-remote" genutzt werden.

fluxbox-remote besitzt viele Parameter; für eine ausführliche Liste schaut man in die Manpage von Fluxbox ab der Überschrift Window Manager Commands; es gehen alle Aktionen, welche auch mit der keys-Datei möglich sind.

fluxconf

Ist eine Tool-Sammlung, welche über das Paket

  • fluxconf (universe [2])

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install fluxconf 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://fluxconf

installiert [1] wird. Folgende Programme sind darin enthalten:

  • fluxconf - zum Einstellen diverser Kleinigkeiten

  • fluxkeys - zum Einstellen der Tastaturkürzel

  • fluxmenu - zum Konfigurieren des Menüs

Achtung!

Vorsicht - ab Fluxbox Version 1.0RC3 zerstört fluxkeys die .fluxbox/keys-Datei, da es mit den neuen Funktionen nicht mehr zurecht kommt!

Echte Transparenz mit xcompmgr

Natürlich ist mit einem modernen Fenstermanager wie Fluxbox auch echte Transparenz möglich. Dazu benötigt man Archiv/xcompmgr. Wie man xcompmgr installiert ist in seinem Wiki-Artikel behandelt. transset und transset-df sind im Gegensatz zu diesem Artikel jedoch unter Fluxbox nicht zwingend erforderlich um Transparenz zu benutzen.

Hat man xcompmgr installiert, sollte man es in den Autostart von Fluxbox eintragen. Nun muss man im Konfigurationsmenü von Fluxbox im Abschnitt "Transparenz" noch den Haken bei "Erzwinge Pseudo-Transparenz" entfernen und bei "Fensterinhalt beim Verschieben anzeigen" einen Haken hinzufügen.

Nun kann man wie unter transparente Fensterdekoration erklärt nicht nur die Transparenz der Dekoration sondern die des kompletten Fensters festlegen, sowohl für die fokussierten wie auch die unfokussierten. Genauso kann man durch die Transparenz-Werte des Menüs und der Toolbar nun die echte Transparenz und nicht mehr die Pseudo-Transparenz steuern.

Weitere Tools

  • fbcmd 🇬🇧 ist geeignet, um die Fluxbox-Kommandos zum Wechseln der Arbeitsfläche über das Terminal auszuführen.

  • Das Programm Ivman 🇬🇧 (universe) ist gut zum automatischen Einbinden geeignet.

  • Fluxspace 🇬🇧 ist ein Konfigurationstool, welches viele Zusatzprogramme koordiniert. Es muss ebenfalls selbst kompiliert werden.

  • Fluxwall 🇬🇧 ist ein Perl-Skript welches das Ändern des Wallpapers erleichtert.

  • MarchFluxbox 🇬🇧 macht aus dem Fluxboxmenü ein Menü, das ähnlich aufgebaut ist und funktioniert wie das GNOME- und KDE-Menü.

  • Fluxbox Menu Editor 🇫🇷 ein weiterer graphischer Menüeditor für die Fluxbox.

Syntax-Highlighting in Vim

Wenn man VIM als Texteditor benutzt und damit seine Fluxbox-Menüdatei verändert, ist es angenehm, wenn man Syntaxhighlighting für die Menüdatei besitzt. Dafür erstellt man einen Ordner:

mkdir ~/.vim/syntax   

Danach lädt man sich von hier ⮷ die neueste Version der Vim-Syntax-Datei herunter und entpackt sie. Darin befinden sich zwei Ordner syntax und indent. Da die Datei im indent-Ordner nicht funktioniert, benötigt man nur die Datei fluxbox.vim, die sich im syntax-Ordner befindet. Diese verschiebt man nun in den zuvor erstellten Ordner ~/.vim/syntax. Da die indent-Datei nicht funktioniert, muss man jetzt noch folgende zwei Zeilen in seine ~/.vimrc Datei einfügen. Wenn die Datei noch nicht existiert, muss man sie natürlich zuvor erstellen:

syntax on
au BufNewFile,BufRead ~/.fluxbox/menu           setf fluxbox

Danach hat man in Vim Syntax-Highlighting, wenn man die Menüdatei von Fluxbox editiert.

Diese Revision wurde am 7. Februar 2020 08:31 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Fenstermanager, Desktop