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TeXMaker

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

./texmaker_logo.png Texmaker {en} ist ein Editor zur Erstellung und Bearbeitung von Dateien des mächtigen Textsatzprogramms LaTeX. In seiner Aufmachung und Funktionalität ist er Kile sehr ähnlich, wobei er auch durchaus Vorteile bieten kann. Zum einen ist er schlanker und schneller als Kile - zum anderen ist er auf allen drei wichtigsten Betriebssystemen (Unix, MacOS, Windows) verfügbar, sodass er eine echte Alternative für diejenigen ist, die aufgrund ihrer Arbeitsumgebung das Betriebssystem wechseln müssen und trotzdem nicht auf LaTeX verzichten wollen.

TeXstudio {en}, ehemals TexMakerX, ist eine Abspaltung (Fork) von Texmaker, welche den Vorteil hat, dass sie eine interaktive Rechtschreibüberprüfung und ein Werkzeug zur Textanalyse besitzt, sowie diverse kleine Änderungen. Zur Installation siehe weiter unten.

./texmaker.png

Installation

Texmaker kann in allen aktuellen Ubuntu-Versionen aus den Paketquellen installiert werden. Es ist nur das folgende Paket zu installieren [1].

  • texmaker (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install texmaker 

sudo aptitude install texmaker 

Anschließend kann man Texmaker in GNOME über

  • "Anwendungen -> Büro -> Texmaker"

und in KDE über

  • "K-Menü -> Dienstprogramme -> Texmaker LaTeX Editor"

starten.

Hinweis:

Um LaTeX in vollem Umfang nutzen zu können ist es sinnvoll und teilweise erforderlich, zusätzliche Pakete, wie im LaTeX-Artikel beschrieben, zu installieren.

Aus dem Quelltext

Um immer die neuste Version zu haben, installiert man erst Qt:

  • libqt4-dev

Nun lädt man sich den Quelltext von der Homepage {en} herunter und entpackt diesen [4]. Nun kann wie üblich[5] kompiliert werden, nur wird configure ausgelassen.

Da immer eine aktuelle Version von Qt benötigt wird, kann es sein, dass die Version aus den Paketquellen zu alt ist und man deswegen Texmaker nicht kompilieren kann.

Fremdpaket

Von der Homepage {en} kann man auch fertige .deb-Pakete herunterladen. Es werden dabei eine 32-Bit und eine 64-Bit Version zur Verfügung gestellt. Die Installation erfolgt nach dem Herunterladen problemlos über den Paket-Installer durch einen Doppelklick auf die .deb-Datei.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Verwendung

Umlaute

Soll ein Dokument, das unter Windows mit folgenden Paketen verfasst wurde,

1
2
3
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[latin1]{inputenc}

mit Texmaker verwendet werden, muss auf die Codierung der Dateien geachtet werden. Windows verwendet ISO 8859-15 beziehungsweise Latin1. Standardmäßig wird unter Ubuntu UTF-8 verwendet.

Die Codierung ist unter "Texmaker -> Optionen -> Texmaker konfigurieren -> Editor": 3. Zeile mit "Editor: Fontkodierung" umstellbar.

Rechtschreibprüfung einrichten

Um TeXMaker in die Lage zu versetzen, den Quelltext auf die Richtigkeit der (deutschen) Rechtschreibung zu überprüfen, muss zunächst ein Wörterbuch installiert[1] werden. Das geht am einfachsten durch die Installation eines Paketes wie

  • myspell-de-de oder

  • hunspell-de-de

Danach muss eventuell noch unter "Texmaker -> Optionen -> Texmaker konfigurieren -> Editor -> Rechtschreibwörterbuch" der Pfad zur entsprechenden Wörterbuchdatei angegeben werden. Das ist in unserem Fall /usr/share/myspell/dicts/de-DE.dic. Hat man den Haken bei "Inline" gesetzt und klickt nun auf OK, sieht man sofort, dass im Quelltext die nicht im Wörterbuch befindlichen Wörter mit roten Wellenlinien unterstrichen werden, wobei Befehle unmarkiert bleiben. Über das Menü "Editieren -> Rechtschreibung prüfen" kann der Text auch mit Hilfe eines Kontextmenüs auf Rechtschreibfehler durchsucht werden.

Schnelles Übersetzen einrichten

Mit Hilfe vom "Schnelles Übersetzens" können beliebige Befehle hintereinander bei nur einem einzigen Klick auf "Schnelles Übersetzen" ausgeführt werden. Das ist in sofern praktisch, dass für ein korrektes Inhaltsverzeichnis drei Mal kompiliert werden muss. Aber auch andere Befehle, wie z.B. makeindex lassen sich einbinden. "Texmaker -> Optionen -> Texmaker konfigurieren -> Schnelles Übersetzen". Hier wählt man "Benutzer" und gibt für z.B. drei Mal kompilieren mit pdflatex "Benutzer -> pdflatex -interaction=nonstopmode %.tex|pdflatex -interaction=nonstopmode %.tex|pdflatex -interaction=nonstopmode %.tex" ein. Mit Stichwortverzeichnis würde es beim benutzerdefiniertem Befehl so aussehen: "pdflatex -interaction=nonstopmode %.tex|makeindex %.idx|pdflatex -interaction=nonstopmode %.tex"

TeXstudio

Installation

TexStudio ist ab Ubuntu 12.10 in den offiziellen Paketquellen enthalten. Es ist nur das folgende Paket zu installieren [1].

  • texstudio (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install texstudio 

sudo aptitude install texstudio 

PPA

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

  • ppa:blahota/texstudio

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams blahota zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Nach dem Aktualisieren der Paketquellen erfolgt die Installation wie oben angegeben.

Fremdpaket

Von der der Projektseite{en} kann man fertige .deb-Pakete herunterladen. Es werden dabei eine 32-Bit und eine 64-Bit Version zur Verfügung gestellt. Die Installation erfolgt nach dem Herunterladen über den Paket-Installer durch einen Doppelklick auf die .deb-Datei.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Sollte TeXstudio nicht starten, so ist daran das fehlende Paket

  • libqt4-core

schuld. Es fehlt in den .deb-Paketen des Entwicklers und muss bei Bedarf nachinstalliert werden.

Aus dem Quelltext

Für andere Rechnertypen muss TeXstudio kompiliert werden. Dafür müssen folgende Pakete installiert seien:

  • gcc

  • libqt4-dev

Nun lädt man sich den Quellcode von der Projektseite{en} {dl} herunter, entpackt ihn[4], und führt das in diesem Ordner vorhandene Bash-Script aus[3]:

sudo sh ./BUILD.sh 

Diese Revision wurde am 6. Mai 2013 10:40 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Büro, Editor, Bildung, Latex, Qt