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VPNC

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Der vpnc-Client ist eine quelloffene Alternative zum Cisco-VPN-Client und dient zum Verbinden mit einem Virtual Private Network (dt. virtuelles privates Netz; kurz VPN). Damit werden sämtliche ausgehenden Netzwerkverbindungen über das Internet verschlüsselt zu einem anderen Rechner übertragen. Von diesem Rechner werden sie dann weitergeleitet, als ob sie von dort kämen. So können Daten, die nur lokal im Firmennetzwerk zugänglich sind, abgerufen werden oder Datenbanken der Universität abgerufen werden, als ob man auf dem Campus wäre.

Manche Zugangsanbieter verwenden für ihre VPNs eine hybride Authentifizierung (Server-Zertifikat + XAUTH). Aufgrund von Problemen mit Lizenzen ist dieses Authentifizierungsverfahren bis Karmic Koala nicht im vpnc aus den Paketquellen enthalten. Nur in diesem Fall muss vpnc neu kompiliert werden.

Installation

Aus den Paketquellen

Vpnc wird durch Auswahl des Pakets

  • vpnc (universe [2])

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

installiert[1]. Bei Versionen vor Lucid Lynx muss vpnc selbst kompiliert werden, falls hybride Authentifizierung benötigt wird.

Kompilieren mit Unterstützung für hybride Authentifizierung

In Ubuntuversionen vor Lucid Lynx muss vpnc neu kompiliert werden, falls hybride Authentifizierung benötigt wird. Dazu werden die zum Kompilieren grundlegenden Pakete [3] benötigt. Für den Quellcode erstellt man am besten einen eigenen Ordner in seinem Homeverzeichnis und lädt den Quellcode von vpnc mittels des Befehls [4]

apt-get source vpnc 

direkt aus den Paketquellen herunter. Einige weitere Abhängigkeiten für das Kompilieren holt apt-get automatisch mittels

sudo apt-get build-dep vpnc 

aus den Paketquellen. Zusätzlich wird noch ein weiteres Paket benötigt, ohne das vpnc nicht mit hybrider Authentifizierung gebaut werden könnte.

  • libssl-dev

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Nach dem Wechsel in das Verzeichnis vpnc-VERSIONSNUMMER muss das dortige Makefile editiert [5] werden. Hier müssen zwei Zeilen auskommentiert - also die Raute entfernt - werden, um die hybride Authentifizierung einzuschalten.

OPENSSL_GPL_VIOLATION = -DOPENSSL_GPL_VIOLATION
OPENSSLLIBS = -lcrypto

Dieser Text steht in Zeile 50 und 51. Jetzt kann vpnc kompiliert und installiert werden [3]. Eine weitere, etwas kompliziertere Methode {de} , die ein Paket erstellt, hat den Vorteil, dass der vpnc über die Paketverwaltung installiert und entfernt wird.

Konfiguration

Die Konfiguration von VPNC geschieht über Konfigurationsdateien, die üblicherweise die Dateinamenserweiterung .conf besitzen. Diese Dateien sind auf der entsprechenden Universität-Seite verlinkt (siehe Tabelle) oder beim Systemadministrator erhältlich.

Soll beim Verbindungsaufbau nicht jedes Mal Benutzername und Passwort abgefragt werden, so können diese in der Konfigurationsdatei abgelegt werden. Die beiden Optionen Xauth username BENUTZERNAME und Xauth password PASSWORT können einfach in die Konfigurationsdatei eingetragen werden. Aber Vorsicht: Die Konfigurationsdatei enthält nun ein persönliches Passwort und sollte mit den entsprechenden Benutzerrechten im Homeverzeichnis abgelegt werden. Das Passwort sollte auch nur für diesen einen Zweck verwendet werden.

Wer mehr über die Konfiguration von vpnc und die Konfigurationsdatei wissen will, sollte einen Blick in die Man-Page von vpnc werfen.

Bei der hybriden Authentifizierung (Server-Zertifikat + XAUTH) muss das Server-Zertifikat, das die Gegenstelle bereitstellt, nach /etc/vpnc/ kopiert werden. Existiert hingegen ein Gruppen-Passwort, so muss dieses mit der Option IPSec secret GRUPPEN-PASSWORT in die Konfigurationsdatei eingetragen werden.

Eine weitere, vielfach verwendete Möglichkeit sind Konfigurationsdateien mit der Dateinamenserweiterung .pcf (profile configuration file). Diese können mit Hilfe des Kommandozeilenprogramms pcf2vpnc in vpnc-kompatible .conf-Dateien umgewandelt werden. Dazu ist folgendes einzugeben:

/usr/share/vpnc/pcf2vpnc <Name der pcf-Datei> <Name der neuen conf-Datei> 

Anleitungen für verschiedene Hochschulen

Konfigurationsanleitungen für verschiedene Hochschulen
Hochschule Link
FU Berlin hier
Uni Bielefeld hier
Uni Bonn hier
TU Darmstadt hier
Hochschule Deggendorf hier
TU Dortmund hier
TU Dresden hier
Uni Duisburg-Essen hier
TU Bergakademie Freiberg hier
Uni Freiburg hier
HAW Hamburg hier
Uni Hamburg hier
Uni Hohenheim hier
Uni Jena hier
Uni Karlsruhe hier
Uni Köln hier
Uni Konstanz hier
Uni Leipzig hier
Uni Mannheim hier
Uni Marburg hier
Uni Regensburg hier
Uni Rostock hier
Uni Tübingen hier
Uni Weimar hier
TU Graz hier
TU Wien hier
Uni Zürich hier

Paketfilter (aka. Firewall)

Installierte Paketfilter müssen den Verkehr zum VPN-Server zulassen, ansonsten kommt keine Verbindung zustande. Eine iptables-Konfiguration findet man auf der Firestarter-Seite.

Benutzung

Vpnc ist ein reines Kommandozeilenprogramm. Die Verbindung kann mit folgendem Befehl aufgebaut werden, wobei [Konfigurationsdatei] durch den Namen der entsprechenden .conf-Datei ersetzt werden muss:

sudo vpnc [Konfigurationsdatei] 

Wenn keine Konfigurationsdatei angegeben wird, wird /etc/vpnc/default.conf verwendet (sofern vorhanden). Danach wird man nach dem Benutzernamen und Passwort gefragt, vorausgesetzt sie stehen nicht in der Konfigurationsdatei. Wird nur ein Dateiname ohne Verzeichnisangaben an vpnc übergeben, so wird die Konfigurationsdatei in /etc/vpnc/ gesucht. Liegt die Konfigurationsdatei in einem anderen Verzeichnis, z.B. im Homeverzeichnis ~/, so muss zusätzlich der Verzeichnispfad angegeben werden:

sudo vpnc ~/[Konfigurationsdatei] 

Beendet wird die Verbindung mit:

sudo vpnc-disconnect 

Konfiguration über die grafische Oberfläche

Mit Hilfe eines VPN-Plugins für den Network-Manager kann man Verbindungen zu VPNs konfigurieren und aufbauen, ohne die Kommandozeile zu verwenden. Dazu muss folgendes Paket installiert werden:

  • network-manager-vpnc (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Die VPN-Einstellungen können nun bequem über den Network-Manager erreicht werden. Dort lassen sich auch die .pcf-Konfigurationsdateien importieren, so dass sich die Eingaben im günstigsten Fall auf Passwort und Benutzername beschränken. Das genaue Vorgehen beschreibt der Artikel Network-Manager/VPN-Plugins.

KVpnc (KDE)

Für Anwender der KDE-Desktopumgebung gibt es das Programm KVpnc.


Diese Revision wurde am 31. August 2010 um 14:42 Uhr von doyoubuntu erstellt.
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