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Tipps

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Thunderbird/tblogo.jpg In diesem Artikel werden Tipps und Tricks zu Thunderbird zusammengefasst, die zu kurz für einen eigenen Artikel sind oder noch nicht an anderer Stelle Erwähnung finden.

E-Mails verschlüsseln

Um E-Mails zu verschlüsseln, haben sich zwei Varianten etabliert: zum einen das "Web of Trust" mit GnuPG als Basis, zum anderen der Einsatz von S/MIME-Zertifikaten. Für GnuPG gibt es mit Enigmail eine Erweiterung, die für das Signieren und/oder Verschlüsseln eine grafische Oberfläche bietet. Details sind im Artikel Thunderbird/Enigmail zu finden.

Verbindungen zum Mailserver verschlüsseln

Der sicherste Weg, E-Mails zu versenden, ist der verschlüsselte Transport zwischen Thunderbird (oder einem anderen E-Mail Client) und dem E-Mail-Provider, da sensible Anmelde-Daten im Klartext übertragen werden. Diese Fähigkeit ist allerdings vom jeweiligen E-Mail-Provider abhängig – nicht alle bieten einen verschlüsselten Zugriff an. Informationen darüber und welche Ports verwendet werden müssen, hält der Anbieter bereit.

Kriterien zur Auswahl eines passenden Anbieters sind:

  • Verschlüsselung über POP3/SMTP/IMAP

  • Verschlüsselung bei Übertragung des Kennwortes

Der Artikel Konfiguration des Mozilla Thunderbird mit SSL Verschlüsselung {de} der Universität Bochum zeigt (mit Bildern), wie das aussehen kann.

Einrichten

Für einen Account, bei dem die Mails via POP3 abgerufen werden, wählt man in den Sicherheitseinstellungen (falls vom Anbieter unterstützt) am besten "SSL" und "Sichere Authentifizierung" aus.

Für das Senden via SMTP wählt man den eingetragenen Server, öffnet mit einem linke Maustaste-Klick auf "Bearbeiten" die Einstellungen und aktiviert dort ebenfalls "SSL".

Sobald dies schonmal funktioniert, ist es mit der nächsthöheren Stufe kombinierbar:

Umleiten statt weiterleiten

In manchen Fällen müssen E-Mails zentral verteilt und an andere Empfänger weitergeschickt werden. Nutzt man dazu die klassische Weiterleitung, steht man vor dem Problem, dass beim Antworten nicht der Original-Absender, sondern der Weiterleiter als Empfänger eingesetzt wird. Hier wird also eine Umleitung und keine Weiterleitung benötigt. Das Add-On mailredirect {en} rüstet eine entsprechende Funktion nach.

Benachrichtigungen, Popups und Tray-Icons

Sich über neu eingegangene Emails benachrichtigen zu lassen oder Thunderbird im Benachrichtigungsfeld als Tray-Icon anzuzeigen und auch dorthin zu minimieren, kann auf mehreren Wegen erreicht werden. Hier sollen nun einige Möglichkeiten vorgestellt werden.

Unabhängig von Thunderbird

Die folgenden Hilfsprogramme, sogenannte Mail Checker, zeigen Benachrichtigungen unabhängig von Thunderbird an. Dafür müssen jedoch für jeden E-Mail-Account und -Ordner sämtliche Zugangsdaten angegeben werden.

  • mail-notification

  • gnubiff (universe) - GNOME-Panel-Applet

  • xfce4-mailwatch-plugin (universe) - Xfce-Panel-Applet

  • Popper (nicht in den Ubuntuquellen, aber als DEB-Pakete verfügbar) - ab Ubuntu 10.04, integriert sich im Briefumschlag

Größtenteils für alle Versionen gültig

FireTray

FireTray {de} ist ein Add-On für die Linux-Versionen von Thunderbird (sowie Firefox und Sunbird), mit dem im System-Tray ein Thunderbird-Icon angezeigt wird, wenn das Fenster minimiert ist. Das Thunderbird-Logo im Tray wird beim Neueingang von Mails durch eine Zahl (1, 2, oder vielfaches) ersetzt. Obendrein ist es möglich, die Anzahl der eingegangenen Junkmails auszublenden. Zusätzlich ist es möglich, das Beenden von Thunderbird bei Klick auf den Schließen-Button des Fensters oder Drücken der Taste F4 zu verhindern und es stattdessen in das Benachrichtigungsfeld (Tray) zu minimieren.

Die Installation erfolgt durch Herunterladen von FireTray und Hinzufügen der heruntergeladenen Datei mit dem Add-On-Manager von Thunderbird (Menü "Extras -> Add-Ons", Button "Installieren...").

Nach dem erforderlichen Neustart von Thunderbird ist FireTray aktiv. Die Voreinstellung von FireTray ist leider so, dass beim Klick auf den Schießen-Button oder Drücken der Taste "F4" Thunderbird beendet wird. Will man Thunderbird auch in diesen Fällen in den Tray minimieren, geht man wieder in den Add-On-Manager von Thunderbird. Dort "FireTray" auswählen, auf "Einstellungen" gehen und "Schließen-Menüeintrag minimiert in Iconleiste" aktivieren. Thunderbird wird dann nur noch über "Datei -> Beenden" oder Strg + Q wirklich beendet.

Hinweis:

Wenn Thunderbird automatisch starten und direkt minimiert im Tray erscheinen soll, so muss die Option "Programm minimiert starten" gesetzt und Thunderbird zum Autostart hinzugefügt werden. Da dieses Add-On nur für Linux konzipiert wurde, führt es zu Unverträglichkeiten bei plattformübergreifender Benutzung.

kdocker

kdocker {en} funktioniert unter KDE besser als Firetray (keine Ränder, die nicht neu gezeichnet werden. Diese Fehler sind im Jan.2014 behoben.) und die Mail-Benachrichtigung erscheint trotzdem (wird durch New Mail Icon unterdrückt). Dazu muss das Paket

  • kdocker (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install kdocker 

sudo aptitude install kdocker 

installiert werden. Zum praktischen Einsatz kann folgendes Shellscript verwendet werden:

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#/bin/sh 
/usr/bin/thunderbird & sleep 30 # Warten bis Thunderbird gestartet ist 
winid=``xwininfo -root -children|grep '\-\ Thunderbird'|awk '{print $1}'`` 
kdocker -w $winid -i ~/icons/ff-tb/thunderbird-22.png & 

Thunderbird 3 (ab Ubuntu 10.04)

Popper

Popper sei an dieser Stelle nochmals erwähnenswert, da es sich im Briefumschlag sehr gut integriert.

Adressbuch mit Google Maps verknüpfen

Im Thunderbird Adressbuch kann man sich die jeweils gespeicherten Adressen mit dem Button "Karte anzeigen" per Mausklick im Browser auf einer Karte anzeigen lassen. Diese Funktion lässt sich konfigurieren, sodass auch andere Karten als in der Voreinstellung verwendet werden können. Qualitativ gutes Kartenmaterial mit schneller Darstellung liefert Google Maps {de} . Eine Verknüpfung mit Google-Maps lässt sich folgendermaßen herstellen:

  1. In der Thunderbird-Software wird der Menüpunkt "Bearbeiten -> Einstellungen -> Erweitert -> Allgemein" ausgewählt und dann der Button "Konfiguration bearbeiten..." angeklickt.

  2. Trägt man im Feld "Filter" den Ausdruck "mapit" ein, wird aus allen aufgelisteten Parametern, die sich ändern lassen, der für den Kartenzugriff relevante Parameter mail.addr_book.mapit_url.format ausgewählt.

  3. Ein Doppelklick auf die ausgewählte Zeile öffnet die Eingabemaske, mit der sich der Parameter verändern lässt.

  4. In die Eingabemaske wird folgender Ausdruck eingetragen und mit "OK" bestätigt:

     http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&ie=utf-8&t=m&q=@A1+@A2,+@ZI+@CI

Nach dieser Änderung sollte der Adresseintrag beim Kartenaufruf in Google Maps angezeigt werden. Falls nicht, sollte man kontrollieren, ob die Browser-Einstellungen in Thunderbird korrekt gesetzt sind: Thunderbird/Konfiguration

In der Abfrage bezeichnen die Größen "A1" und "A2" die Straße + Zusatz, "ZI" die Postleitzahl (ZIP Code) und "CI" den Ortsnamen (City) des Adresseintrags. Die Bedeutung der übrigen Parameter sind im Google Mapki {en} , dem Forum zur Google Maps API, erläutert.

In ähnlicher Weise lassen sich natürlich auch Verknüpfungen zu anderen Karten im Internet, z.B. www.de.map24.com {de}, herstellen. Allerdings reicht es nicht aus, einfach die Web-Adresse auszutauschen, sondern es muss unbedingt auch die Syntax für den Kartenaufruf angepasst werden. Für openstreetmap {de} lautet der Eintrag zum Beispiel:

http://nominatim.openstreetmap.org/search?q=@A1%2C%20@CI%20@ST%20@ZI%20@CO

Pflege der Mailbox

In Thunderbird gelöschte E-Mails werden nicht wirklich (physikalisch) gelöscht, sondern nur als gelöscht markiert und nicht mehr angezeigt. Daher ist es mit Hilfe der Erweiterung Recover Deleted Messages {de} auch einfach möglich, gelöschte E-Mails wiederherzustellen.

Um gelöschte E-Mails endgültig aus der Mailbox zu entfernen, sollte zuerst aufgeräumt und anschließend der Papierkorb geleert werden. Nun kann man die Mailordner - insbesondere den Posteingang - in Thunderbird über das Kontextmenü (rechte Maustaste rechte Maustaste) "komprimieren". Wenn noch nie komprimiert wurde, kann dieser Vorgang etwas dauern. Anschließend sollte der Ordner ~/.thunderbird deutlich kleiner sein und Thunderbird - je nach Größe der ursprünglichen Mailbox - wieder zügiger reagieren. Siehe auch Warum werden die Dateien/Ordner in Thunderbirds Profil immer größer? {de} im Thunderbird Wiki.

Synchronisierung

Inzwischen gibt es eine Erweiterung für Thunderbird und Lightning, das das Adressbuch mit Funambol bzw. OneMediaHub synchronisiert. Funambol Connector for Thunderbird {en} als .xpi herunterladen, manuell installieren, einstellen - fertig. Entsprechendes Adressbuch und entsprechenden Kalender auswählen nicht vergessen.

E-Mail-Archivierung im PDF-Format

Mit Hilfe des Add-ons ImportExportTools {en} lässt sich in Zusammenarbeit mit dem Programm

  • htmldoc

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install htmldoc 

sudo aptitude install htmldoc 

eine auch umfangreichere Archivierung und Auslagerung von E-Mails im PDF-Format realisieren. Das Add-on bietet zahlreiche Export- und Importmöglichkeiten wie z.B. die Formate EML und HTML (mit oder ohne Anhänge), Reintext, als Kalkulationstabelle (.csv), als Mbox-Datei und vieles mehr. Der hier beschriebenen Anwendungsfall macht sich die Exportfunktion als HTML-Datei zunutze.

Vorgehensweise:

  1. Markieren der zu exportierenden E-Mails in Thunderbird

  2. Nach einem Rechtsklick rechte Maustaste und der Auswahl von "Gewählte Nachrichten speichern -> im HTML-Format" das Zielverzeichnis auswählen. Die markierten E-Mails werden als HTML-Dateien exportiert.

  3. Terminal im Zielordner öffnen und den Befehl:

htmldoc --webpage --charset iso-8859-1 -v -f  ERGEBNIS.pdf *.html 

ausführen.

Die auf diese Weise erstellte Datei ERGEBNIS.pdf enthält alle zu sichernden E-Mails in fortlaufender Reihung inklusive der originalen Textformatierungen sowie einen praktischen Index.

Achtung!

Emails, welche in der Codierung UTF-8 statt ISO 8859-1 (westeuropäische und amerikanische Sprachen) vorliegen, werden von htmldoc in der Version 1.8.x nicht unterstützt, so dass es zu fehlerhafter Darstellung einzelner Sonderzeichen/-buchstaben kommen kann. Erst für htmldoc v.1.9.x ist eine grundlegende UTF-8-Unterstützung für "westliche" Sprachen vorgesehen.

Diese Revision wurde am 5. Februar 2014 23:11 von nettozählt erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Internet, Thunderbird, Dolphin