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Cinnamon

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Cinnamon {en} (englisch für Zimt) ist eine Abspaltung (Fork) der Desktop-Umgebung GNOME bzw. der GNOME Shell. Cinnamon wurde von Entwicklern der (teilweise) auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint ins Leben gerufen. Da die GNOME-Entwickler ein völlig neues Bedienkonzept für den GNOME-Desktop vorsahen und in GNOME 3 umsetzten, entschieden sich die Linux-Mint-Entwickler für eine Abspaltung der GNOME Shell, die sich in Bedienkonzept und Layout an GNOME 2.32 anlehnt.

Cinnamon nutzt überdies eine Fensterverwaltung namens Muffin, die ein Fork der GNOME-Shell-Fensterverwaltung Mutter ist. Muffin vereint wiederum Elemente von Mutter und Metacity. Obwohl das Projekt relativ jung ist, stehen bereits mehrere klassische Desktop-Layouts und einfach zu bedienende Konfigurationswerkzeuge zur Verfügung. Im Oktober 2013 ist die Version 2.0 erschienen {de}, die nun nicht mehr von den ursprünglichen GNOME-Bibliotheken bzw. -Komponenten abhängig ist.

Achtung!

Ist Cinnamon unter Ubuntu 13.10 installiert, so ist ein Upgrade auf Ubuntu 14.04 nicht möglich, siehe 1279762. Cinnamon muss also vor dem Upgrade entfernt werden.

Installation

Hinweis:

In Ubuntu 14.04 ist Cinnamon nicht mehr enthalten. Bei Interesse kann ein PPA und besser gleich Linux Mint verwendet werden.

In Ubuntu 13.10 ist Cinnamon in der Version 1.7.4 in den offiziellen Paketquellen enthalten. Folgendes Paket muss installiert [1] werden:

  • cinnamon (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install cinnamon 

sudo aptitude install cinnamon 

Optional kann auch der Dateimanager Nemo als Ersatz für Nautilus genutzt werden:

  • nemo (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install nemo 

sudo aptitude install nemo 

PPA

Je nach Ubuntu-Version ist ein anderes "Personal Packages Archiv" (PPA) [2] zu verwenden! Nach der Aktivierung des jeweiligen PPAs und dem Aktualisieren der Paketquellen kann Cinnamon (und Nemo, falls der Dateimanager nicht automatisch mitinstalliert mit) wie oben angegeben installiert werden.

Ubuntu 12.04

Bei Verwendung dieses PPAs ist zu beachten, dass nur Cinnamon 2.0 installiert werden kann (neuere Version sind nicht kompatibel mit 12.04). Darüber hinaus werden nur die Ubuntu-Versionen 12.04 und 14.04 unterstützt.

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

  • ppa:tsvetko.tsvetkov/cinnamon

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams tsvetko.tsvetkov zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Ubuntu 14.04

Hier kann man entweder das PPA für Ubuntu 12.04 (im Gegensatz zu 12.04 erhält man trotzdem eine aktuelle Version) oder folgendes verwenden.

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

  • ppa:lestcape/cinnamon

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams lestcape zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Bedienung

Um Cinnamon zu verwenden, muss man es beim Anmelden im Displaymanager auswählen. Wie das praktisch ab Ubuntu 11.10 funktioniert, ist im Artikel LightDM beschrieben. Kubuntu und Lubuntu verwenden in dieser Ubuntu-Version noch ihre eigenen Displaymanager (siehe KDM bzw. LXDM).

Die Bedienung von Cinnamon gestaltet sich größtenteils intuitiv. Sie weicht jedoch in einigen Punkten von der GNOME Shell ab. Im Gegensatz zur GNOME Shell gibt es keine Aktivitäten-Ansicht mehr. Bewegt man die Maus in die linke obere Ecke, erhält man nur eine Übersicht der geöffneten Fenster. Zudem kann man diese sogenannte "Hot Corner" ("Heiße Ecke") auch deaktivieren.

cinnamon_menu
Hauptmenü

cinnamon_settings_1.3.1
Einstellungen

cinnamon_overview
Übersichtsmodus

Konfiguration

Cinnamon hat gegenüber der GNOME Shell ein zusätzliches Konfigurationswerkzeug. Dieses lässt sich über das Werkzeug-Symbol im Panel oder über "Menu → Einstellungen → Cinnamon Settings" aufrufen. Dort kann man Einstellungen zum Übersichtsmodus, zu Effekten, Themes, Applets, Extensions, dem Kalender und anderen Dingen vornehmen. Ab Version 1.3 wurde in dieses Konfigurationswerkzeug auch die Funktionen des "Gnome Tweak Tool" integriert. Weitere Einstellungen lassen sich mit den "Systemeinstellungen" der GNOME Shell unter "Menu → Systemwerkzeuge → Systemeinstellungen" tätigen.

Desktoplayout

Cinnamon bietet von Haus aus drei verschiedene Layouts zur Auswahl:

cinnamon_classic_desktop
Klassisch

cinnamon_traditional_desktop
Traditionell

cinnamon_flipped_desktop
Flipped

Themes, Applets und Erweiterungen

Cinnamon ist aufgrund seiner Fensterverwaltung Muffin inkompatibel zu GNOME-Shell-Themes und -Erweiterungen. Auf der Cinnamon-Homepage {en} werden aus diesem Grund direkt für Cinnamon geschriebene und portierte Designs {en} (Themes), Applets {en} und Erweiterungen {en} (Extensions) angeboten. Auf der Cinnamon-Homepage wird eine Anleitung {en} bereitgestellt, die beschreibt, wie man eigene Cinnamon-Applets erstellt.

Problembehebung

Cinnamon ist ein recht junges Projekt. Deswegen kann es durchaus zu bisher unbekannten Fehlern und Problemen kommen. Ab Cinnamon 1.4 können einige Probleme über das "Cinnamon Einstellungen Panel Applet" behoben werden.

Einige Probleme haben dieselben Ursachen wie bei der GNOME Shell und lassen sich auch auf demselben Weg beseitigen.

Einstellungen zurück setzen

Wenn davon auszugehen ist, dass eine bestimmte Einstellung (z.B. ein bestimmtes Theme) Probleme verursacht, so kann man mit Hilfe von GSettings die Einstellungen auf die Standardwerte zurücksetzen. Dazu muss folgender Befehl in ein Terminal-Fenster [3] eingegeben werden:

gsettings reset-recursively org.cinnamon 

Compiz

Da Cinnamon die Fensterverwaltung Muffin nutzt, ist es nicht möglich, es mit Compiz zu verwenden. Der Start von Compiz Fusion (z.B. durch das Fusion Symbol) verursacht einen Absturz.

Diese Revision wurde am 2. Juli 2014 20:29 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: GNOME, Cinnamon, Muffin