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Cinnamon

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Cinnamon {en} (englisch für Zimt) ist eine Abspaltung (Fork) des GNOME Desktops, insbesondere der GNOME Shell. Cinnamon wurde von Entwicklern der (teilweise) auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint ins Leben gerufen. Da die GNOME-Entwickler ein völlig neues Bedienkonzept für den GNOME-Desktop vorsahen und in GNOME 3 umsetzten, entschieden sich die Linux-Mint-Entwickler zu einer Abspaltung der GNOME Shell, die sich in Bedienkonzept und Layout an GNOME 2.3 anlehnt.

Cinnamon nutzt überdies eine Fensterverwaltung namens Muffin, die ein Fork der GNOME-Shell-Fensterverwaltung Mutter ist. Muffin vereint Elemente von Mutter und Metacity. Obwohl das Projekt relativ jung ist, stehen bereits mehrere klassische Desktop-Layouts und einfach zu bedienende Konfigurationswerkzeuge zur Verfügung.

Hinweis:

Cinnamon liegt aktuell in der Version 1.4 vor und gilt laut Entwickler als stabil. Andere Quellen berichten von gelegentlichen Abstürzen.

Installation

Cinnamon ist kein offizieller Bestandteil von Ubuntu und daher nicht in den offiziellen Paketquellen enthalten.

PPA

Ab Ubuntu 11.10 kann man das folgende "Personal Package Archiv" (PPA) [1] benutzen.

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

  • ppa:gwendal-lebihan-dev/cinnamon-stable

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Weitere Informationen bietet die Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team gwendal-lebihan-dev.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Nach der Aktivierung des PPA und dem Aktualisieren der Paketquellen kann Cinnamon installiert [2] werden:

  • cinnamon (ppa)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Bedienung

Um Cinnamon zu verwenden, muss man es beim Anmelden im Displaymanager auswählen. Wie das praktisch ab Ubuntu 11.10 funktioniert, ist im Artikel LightDM beschrieben. Kubuntu und Lubuntu verwenden in dieser Ubuntu-Version noch ihre eigenen Displaymanager (siehe KDM bzw. LXDM).

Die Bedienung von Cinnamon gestaltet sich größtenteils intuitiv. Sie weicht jedoch in einigen Punkten von der GNOME Shell ab. Im Gegensatz zur GNOME Shell gibt es keine Aktivitäten-Ansicht mehr. Bewegt man die Maus in die linke obere Ecke, erhält man nur eine Übersicht der geöffneten Fenster. Zudem kann man diese so genannte "Hot Corner" ("Heiße Ecke") auch deaktivieren.

./cinnamon_menu./cinnamon_settings_1.3.1./cinnamon_overview
Cinnamon Hauptmenü Cinnamon Settings Übersichtsmodus

Konfiguration

Cinnamon hat gegenüber der GNOME Shell ein zusätzliches Konfigurationswerkzeug. Dieses lässt sich über das Werkzeug-Symbol im Panel oder über "Menu → Einstellungen → Cinnamon Settings" aufrufen. Dort kann man Einstellungen zum Übersichtsmodus, zu Effekten, Themes, Applets, Extensions, dem Kalender und anderen Dingen vornehmen. Ab Version 1.3 wurde in dieses Konfigurationswerkzeug auch die Funktionen des "Gnome Tweak Tool" integriert. Weitere Einstellungen lassen sich mit den "Systemeinstellungen" der GNOME Shell unter "Menu → Systemwerkzeuge → Systemeinstellungen" tätigen.

Desktoplayout

Cinnamon bietet von Haus aus drei verschiedene Layouts zur Auswahl:

./cinnamon_classic_desktop./cinnamon_traditional_desktop./cinnamon_flipped_desktop
Klassisch Traditionell Flipped

Themes, Applets und Erweiterungen

Cinnamon ist auf Grund seiner Fensterverwaltung Muffin inkompatibel zu GNOME-Shell-Themes und -Erweiterungen. Auf der Cinnamon-Homepage {en} werden aus diesem Grund direkt für Cinnamon geschriebene und portierte Designs {en} (Themes), Applets {en} und Erweiterungen {en} (Extensions) angeboten. Auf der Cinnamon Homepage wird eine Anleitung {en} bereitgestellt, die beschreibt, wie man eigene Cinnamon Applets erstellt.

Problembehebung

Cinnamon ist ein recht junges Projekt. Deswegen kann es durchaus zu bisher unbekannten Fehlern und Problemen kommen. Ab Cinnamon 1.4 können einige Probleme über das "Cinnamon Einstellungen Panel Applet" behoben werden.

Einige Probleme haben die selben Ursachen wie bei der GNOME Shell und lassen sich auch auf den selben Weg beseitigen.

Einstellungen zurück setzen

Wenn davon auszugehen ist, dass eine bestimmte Einstellung (z.B. ein bestimmtes Theme) Probleme verursacht, so kann man mit Hilfe von GSettings die Einstellungen auf die Standardwerte zurück setzen. Dazu muss folgender Befehl in ein Terminal-Fenster [3] eingegeben werden:

gsettings reset-recursively org.cinnamon 

Compiz

Da Cinnamon eine auf Mutter basierende Fensterverwaltung namens Muffin nutzt, ist es nicht möglich, Compiz zu verwenden. Der Start von Compiz Fusion (z.B. durch das Fusion Symbol) verursacht einen Absturz.

Diese Revision wurde am 18. Mai 2012 16:20 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: GNOME, Cinnamon, Muffin

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