Chromium
ist ein Webbrowser, der sich durch eine einfache Oberfläche und Bedienung sowie hohe Geschwindigkeit auszeichnet. Wichtigste Bestandteile sind WebKit und die JavaScript-Engine V8. Entwickelt wird das Open-Source-Projekt Chromium hauptsächlich von Google. Das kalifornische Unternehmen veröffentlicht eine leicht modifizierte Variante von Chromium unter dem Namen "Google Chrome". Zu den Unterschieden zwischen Chromium und Google Chrome findet man am Ende des Artikels Informationen.
Weitere Browser, die ebenfalls auf WebKit basieren, sind Arora, Epiphany und Midori.
Es stehen mehrere Wege zur Verfügung, Chromium zu installieren. Seit Ubuntu 10.04 ist eine stabile Version von Chromium direkt in den offiziellen Paketquellen zu finden. Diese Art der Installation empfiehlt sich für Ein- und Umsteiger. Neben der eigenständigen Kompilierung des Quelltextes bietet sich außerdem die Einbindung eines inoffiziellen Paket-Archivs (PPA) an. Als vierte Möglichkeit existieren vom Chromium-Team zur Verfügung gestellte DEB-Pakete - allerdings von Google Chrome.
Ab Ubuntu 10.04 ("Lucid Lynx") kann Chromium direkt aus den Paketquellen installiert[1] werden:
chromium-browser (universe)
chromium-browser-l10n (universe - optional; rüstet eine deutsche Lokalisierung nach)
chromium-codecs-ffmpeg-extra (universe - optional; installiert bei Bedarf unfreie Multimedia-Codecs, die mit Chrome ausgeliefert werden, darunter aac/ac3/mpeg4audio/h264/mov/mp3)
Wenn eine aktuellere Version benötigt wird, kann alternativ ein "Personal Package Archiv" (PPA) verwendet werden.
Für Chromium existiert eine eigene Projektseite
auf Launchpad. Auf dieser findet man verschiedene PPAs, die von Fabien Tassin verwaltet werden (der z.B. auch entsprechende Firefox-Pakete anbietet).
Normalen Nutzern wird dringend geraten, die stabile oder die Beta-Version von Chromium zu nutzen. Dazu folgt man dem Abschnitt "Stabile Version" weiter unten. Danach lässt sich Chromium über folgende Pakete installieren:
chromium-browser (ppa)
chromium-browser-l10n (ppa - optional; rüstet eine deutsche Lokalisierung nach)
chromium-codecs-ffmpeg-extra (ppa - optional; installiert bei Bedarf unfreie Multimedia-Codecs, die mit Chrome ausgeliefert werden, darunter aac/ac3/mpeg4audio/h264/mov/mp3)
In diesem PPA befindet sich die gleiche Version, die von Google über den "Chrome Stable Channel"
angeboten wird. Sie ist für normale Nutzer gegenüber den anderen PPA-Versionen zu bevorzugen.
ppa:chromium-daily/stable
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Weitere Informationen bietet die
PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team chromium-daily.
Die über dieses PPA angebotenen Pakete entsprechen dem Google Chrome Beta Channel für Linux. Das heißt, wenn Google eine neue Beta-Version von Chrome für Linux herausgibt, werden die entsprechenden Chromium-Pakete über diese Paketquelle veröffentlicht.
Die folgende zwei Paketquellen "Dev-Channel" und "Täglich aktualisierte Pakete" richten sich ausschließlich an Tester und Entwickler!
Im PPA "Dev-Channel" befinden sich Pakete, die einen Zwischenschritt gegenüber den sonst täglich aktualisierten Paketen bieten. Sie werden öfter als das Beta-PPA, aber nicht täglich aktualisiert. Bei dieser Paketquelle muss unbedingt bedacht werden, dass Chromium unter Umständen weniger stabil als in der Beta-Version ist.
Das PPA "chromium-daily" wird täglich aktualisiert und ist ungetestet.
Hier muss damit gerechnet werden, dass der Browser plötzlich nicht mehr funktioniert. In diesem Fall muss man entweder auf eine korrigierte Version warten oder eine andere Version installieren (indem man die Pakete komplett deinstalliert, die "chromium-daily"-Paketquelle herausnimmt und eine andere Paketquelle hinzufügt).
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| Google Chrome |
Das Chromium-Entwicklerteam stellt Google Chrome (nicht Chromium) über die Projektseite als Paket zur Verfügung. Dieses Paket ist allerdings keine komplett Freie Software
, da es den sog. Terms of service
unterliegt. Das sind Lizenz-Vereinbarungen, die ein Nutzer ausdrücklich lesen und akzeptieren muss, bevor er die Software herunterladen und verwenden kann. Legt man also Wert auf die Verwendung von Freier Software im eigenen System, sollte eine Installation über ein PPA (wie oben beschrieben) oder eine eigenhändige Kompilierung in Betracht gezogen werden. Zu beachten ist auch, dass Neuerungen zuerst in Chromium zu finden sind und erst danach ihren Weg in Chrome finden.
Zur Installation geht man wie in der Dokumentation
beschrieben vor: Je nach installierter Ubuntu-Version muss das 32- oder 64-Bit-Paket von der Chrome-Seite
heruntergeladen und installiert [1] werden.
Installiert man das Paket, ist es wichtig zu wissen dass ein Google Chrome Paketquellen-Eintrag ("Repository") hinzugefügt wird und Google Chrome so automatisch mit Updates versorgt wird. Möchte man dies unterbinden, hilft das Anlegen[5] der Datei /etc/default/google-chrome:
sudo touch /etc/default/google-chrome
Im Internet gibt es viele Webseiten, die für die volle Funktionalität einer Seite sogenannte Plugins ("Erweiterungsmodule") voraussetzen, um etwa Videos direkt auf einer Webseite abzuspielen oder Spiele einzubinden. Hierzu zählen z.B. Adobe Flash und Java. Diese können, sofern noch nicht installiert, wie in den jeweiligen Wiki-Artikeln beschrieben nachgerüstet werden. Hat man das Metapaket "Eingeschränkte Extras" (Paket ubuntu-restricted-extras) installiert, so sind Flash und Java in Chromium einsatzbereit.
Das KParts Plugin
für KDE ermöglicht die Darstellung von PDF-, Office- und anderer Dateitypen direkt in Chromium (sowie Firefox und Opera) mit Hilfe der KParts-Technologie. Für die Unterstützung aller Officedateien (doc, docx, ppt, xls, odt, ...) muss Calligra (KOffice) installiert sein.
Ab Ubuntu 11.10 kann das KParts Plugin aus den offiziellen Paketquellen installiert werden:
kpartsplugin (universe)
Alternativ gibt es für Ubuntu 11.04 oder neuer ein "Personal Package Archiv" (PPA). Ältere Ubuntu-Versionen werden nicht berücksichtigt.
ppa:poomerang/extra
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Weitere Informationen bietet die
PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team poomerang.
Falls der Adobe Reader auch installiert ist, aber das KParts Plugin als PDF-Reader im Chromium (und den anderen unterstützten Browsern) genutzt werden soll, muss die verknüpfte Datei /usr/lib/mozilla/plugins/npwrapper.nppdf.so entfernt werden. Das muss nach jedem Update vom Adobe Reader wiederholt werden.
Um sich mit dem Browser vertraut zu machen, kann neben dem Ausprobieren der Funktionen auch die Lektüre der offiziellen Dokumentation
helfen, hier insbesondere der Abschnitt "Erste Schritte"
.
Auf dem Bildschirmfoto sieht man die Ansicht einer neu geöffneten Registerkarte (Tab) mit angepasstem Design. Man erhält auf einen Blick eine Übersicht über häufig besuchte Seiten (die Felder lassen sich beliebig arrangieren) und die letzten geschlossenen Seiten. Bewegt man die Maus auf eines der Vorschaubilder, erscheinen zwei Schaltflächen, mit denen man die Seite "festpinnen" oder entfernen kann.
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| Chromium |
Presse und Öffentlichkeit haben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Google Chrome teils ausdrücklich von der Verwendung abgeraten, da der Browser angeblich unbemerkt private Daten an Google sendete. Es ist daher angebracht, ein wenig zu erläutern, was genau an eindeutigen Daten gespeichert wird und ob dies in aktuellen Versionen immer noch der Fall ist.
Wer sich bereits für Chrome/Chromium entschieden hat und mehr Informationen zu diesem Bereich erhalten möchte sollte die ausführliche, aber natürlich mit Vorbehalt zu lesende, Eigenproduktbeschreibung zum Thema Datenschutz, Passwörter und Cookies
konsultieren.
Der "alternative" Webbrowser SRWare Iron
wirbt mit gegenüber Chromium beseitigten Funktionen beim Thema Datenschutz und Sicherheit. Die Bereinigungen beziehen sich jedoch fast nur auf Funktionen, die der Nutzer entweder selbst bestätigen oder mit einem Klick selbst ausschalten kann bzw. die bei Chromium gar nicht erst enthalten sind. Dazu zählen (laut Webseite
von SRWare Iron):
Client-ID: Seit Version 4.1 verzichtet Google komplett auf eine ID. Der Erzeugung einer eindeutigen Client-ID konnte bei älteren Versionen beim Download von Google Chrome zugestimmt oder abgelehnt werden. In Chromium ist eine ID gar nicht vorhanden.
Timestamp: Ein Zeitstempel, der den Zeitpunkt der Installation speichert. Bei Chromium nicht vorhanden.
Suggest: Der Browser gibt dem Nutzer Such-Vorschläge, sobald er etwas in die Adresszeile eingibt. Dies lässt sich in Chrome und Chromium in den Optionen direkt deaktivieren, in Iron ist es komplett entfernt worden. Nutzt man den Inkognito-Modus, ist dieses Feature auch in Chromium deaktiviert.
Alternative Fehler-Seiten: Bei Eingabe einer falschen Adresse erhält man eine alternative Fehler-Seite mit möglichen alternativen Vorschlägen. Dies lässt sich ebenfalls sowohl in Chrome als auch in Chromium direkt in den Optionen deaktivieren. In Iron ist es gar nicht vorhanden.
Fehler berichten: In Chrome werden bei Abstürzen Informationen über den Absturz an Google gesendet. Dies ist in Chromium nicht vorhanden. Auch Iron besitzt diese Funktion nicht, da es eine kompilierte Version von Chromium ist.
Google Updater: Ein Updater, der bei Bedarf Google Chrome aktualisiert. In Chromium und Iron nicht vorhanden. Bei Installation von Chromium aus einer Paketquelle (Fremdquelle) wird der Browser wie gewohnt über die Paketverwaltung aktualisiert.
URL-Tracker: Ruft laut SRWare Iron fünf Sekunden nach Browserstart die Google Homepage im Hintergrund auf. Konnte in aktuellen Versionen weder mit Chromium noch mit Chrome beobachtet werden. Eventuell ist jedoch die GoogleURLTracker-Klasse im Quelltext gemeint, die je nach Land automatisch auf die länderspezifische Seite von Google (z.B. Google.com oder Google.de für Deutschland) weiterleitet.
User Agent: Der User Agent lässt sich wie unten beschrieben selbst anpassen.
Gegenüber Chromium halten sich die Änderungen in SRWare Iron also in Grenzen. Manche Features wurden teils einfach komplett entfernt, statt sie optional zu machen bzw. ohnehin nicht enthalten, da Iron auf Chromium aufbaut. Es bleibt dem Nutzer selbst überlassen einzuschätzen, ob dieser Fork von Chromium bezüglich Privatsphäre und Datenschutz Vorteile bringt oder nicht.
Erweiterungen wie Add-Ons und Benutzer-Skripte sind zentral auf der Seite von Google für Chrome extensions zu finden. Dort finden sich bereits jetzt für die bekanntesten und meistgenutzten Erweiterungen, die man von anderen Browsern kennt, äquivalente für Chromium.
Installierte Erweiterungen werden durch ein Verfahren über Public-Private-Key Pair automatisch aktualisiert, unabhängig davon, ob sie von der Google-Galerie geladen wurden oder nicht. Mehr Informationen zu CRX-Dateien, den Signaturen und Schlüsseln gibt es zusammengefasst in einem kurzen Video
von Google oder auf der Seite für Entwickler von Erweiterungen.
Installierbar sind diese Erweiterungen über einen Klick auf die Schaltfläche "Installieren" der jeweiligen Seite zur Erweiterung. Daraufhin muss man bestätigen, ob man die Erweiterung installieren möchte. Ein Neustart des Browsers ist nicht nötig. Viele Erweiterungen finden sich darauf hin in der rechten oberen Ecke des Browsers.
Die Verwaltungs-Seite für Erweiterungen, auf der man einen Überblick über installierte Erweiterungen sowie Optionen zum Deaktivieren und Deinstallieren erhält, findet man über das Werkzeugschlüssel-Symbol -> Erweiterungen.
Eine der wichtigsten Zusatz-Funktionen eines Browsers stellt für viele Nutzer ein Werbeblocker dar. Bekannt ist z.B. Adblock Plus für den Firefox. Für Chromium/Google Chrome existieren bereits Erweiterungen, die den gleichen Zweck erfüllen. Es ist nicht nötig, alle zu installieren, dies bläht den Browser nur unnötig auf. Stattdessen sollte man sich auf einen Inhaltsfilter beschränken:
AdSweep
- Ein schlanker und ressourcenschonender Werbeblocker
AdBlock
- Beliebter Adblocker für Chromium
AdBlock Plus
- Der Original Werbeblocker von den Entwicklern des Firefox-Addons (ehemals AdThwart), siehe auch Adblock
FlashBlock
- Eine Erweiterung, die das automatische Laden von Flash-Elementen auf Webseiten verhindert und diese stattdessen per Klick aufrufbar macht
Alle Werbeblocker können aufgrund einer Beschränkung in Chromium/Google Chrome das Laden von Seitenelementen nicht verhindern (im Gegensatz zu den Firefox-Erweiterungen), sondern blenden die Werbung nur aus. Dies soll in einer zukünftigen Browser-Version behoben werden. Um das Herunterladen von Werbung gänzlich zu verhindern, kann zusätzlich (oder alternativ) auch ein Proxy wie Privoxy oder BFilter genutzt werden.
Update: AdBlock
blockt in seiner aktuellen Version auch das Laden der Elemente, wenn derzeit auch noch nicht für alle Inhalte. Daran wird aber weiter gearbeitet.
Während Chromium unter GNOME und KDE die systemweiten Proxy-Einstellungen automatisch berücksichtigt, müssen Benutzer anderer Desktop-Umgebungen wie Xfce und LXDE oder alternativer Fenstermanager selbst Hand anlegen. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:
Umgebungsvariable verwenden:
/usr/bin/env http_proxy="http://127.0.0.1:8118" && /usr/bin/chromium-browser
Parameter bei Programmstart verwenden:
/usr/bin/chromium-browser --proxy-server=localhost:8118
Die IP-Adresse und der Port müssen unter Umständen entsprechend angepasst werden.
Alternativ kann auch die Erweiterung Proxy Switchy!
genutzt werden, die aber unter Xubuntu und Lubuntu nur dann funktioniert, wenn man Chromium mit folgendem Befehl aufruft[5]:
GNOME_DESKTOP_SESSION_ID=Default /usr/bin/chromium-browser
Quick Scroll von Google bietet nach einem Klick auf ein Suchresultat eine kleine Box in der rechten, unteren Ecke des Browsers, in dem relevante Text-Abschnitte zur Suchanfrage angezeigt werden. Weitere Infos zu diesem kleinen Hilfsmittel finden sich auf:
Diese von Google entwickelte Erweiterung blendet bei Doppelklick (wahlweise auch über eine Schaltfläche oder
Strg+
) eine Definition für das ausgewählte Wort an.
Ein Äquivalent zum praktischen AutoPager
für Firefox, das unten an eine Webseite die nächste in der Reihe anhängt (z.B. auf Google-Ergebnisseiten o.a.), existiert auch für Chromium:
Eine eher für erfahrene Anwender gedachte Erweiterung, die Kontrolle über das Ausführen von Scripts, Plugins und iFrames erlaubt, ähnlich dem beliebten NoScript für Firefox. Diese Erweiterung ist also nützlich, um Privatsphäre und Sicherheit zu stärken.
Die von Google offiziell zur Verfügung gestellten Themes für Google Chrome können auch in Chromium verwendet werden:
Da die mit Ubuntu 10.04 "Lucid Lynx" mitgelieferte Chromium-Version noch keine systemweiten Themes unterstützt (entspr. Fehlerbericht), muss das Erscheinungsbild für das Standard-Thema von Ubuntu 10.04 selbst angepasst werden. Die Anpassung gestaltet sich einfach: Sowohl für das Ubuntu-Standard-Thema "Ambiance" existiert ein passendes Theme als auch für die hellere mitgelieferte Variante "Radiance":
Um ein komplett konsistentes Bild zu bekommen, sollte ein Rechtsklick auf die Titelleiste gemacht werden und "Titelleiste und Ränder des Systems verwenden" ausgewählt werden. Das Elementary-Theme
ist ein weiteres beliebtes Theme.
Mit Hilfe von Skripten können das Erscheinungsbild von Webseiten und andere Dinge verändert werden. Unter Firefox ist diese Methode durch das Add-On Greasemonkey bekannt. Eine sehr umfangreiche Sammlung an Skripten findet man beispielsweise auf userscripts.org
, der offiziellen Webseite für Skripte dieser Art. Die Skripte können durch Anklicken der entsprechenden Schaltfläche zur Installation angewendet werden und erscheinen fortan in den Erweiterungen.
Wie auch für andere Webbrowser wie Firefox oder Opera ist es möglich, den sog. User_Agent anzupassen und damit gegenüber Webseitenbetreibern die Information zu verbergen, welchen Browser und welches Betriebssystem man wirklich benutzt. Stattdessen gaukelt man dem Webserver einen anderen Browser und/oder Betriebssystem vor. Hierzu verwendet man beim Starten von Chromium (z.B. über einen Anwendungsstarter oder im Terminal[5]) folgenden Startparameter:
chromium-browser --user-agent="Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 6.1; en-US; rv:1.9.2.3) Gecko/20100401 Firefox/3.6.3"
Weitere Beispiele (für den Fall, dass z.B. der Internet Explorer Voraussetzung zum Betrachten einer Seite ist) für andere Browser/Betriebssysteme findet man z.B. hier
.
Bei der Verwendung mehrerer verschiedener Webbrowser oder auf mehreren verschiedenen Rechnern bietet die Erweiterung Xmarks eine einfache Möglichkeit Lesezeichen auf dem selben Stand zu halten.
Da der "Internet-Browser" das meistgenutzte Programm ist, macht es unter Umständen Sinn, diesem mitzuteilen, dass es den programmeigenen Zwischenspeicher (Cache) nach /tmpfs oder auf eine vorher eingerichtete RAM-Disk schreibt. Dies verringert zahlreiche Schreibzugriffe auf die SSD/HDD.
Mit Chromium ist die Verlagerung sehr schnell erledigt. Dazu gibt man dem Starter nur die Option --disk-cache-dir="/tmpfs" mit (siehe Screenshot rechts). Danach wird der Cache auch bei Chrome/Chromium in den RAM verlagert.
Wer bewusst keinen Cache nutzen möchte, kann dies über den Startparameter --disk-cache-dir=/dev/null --disk-cache-size=1 erreichen.
Google Chrome entsteht aus dem Open Source-Projekt Chromium, wird aber von Google selbst kompiliert, paketiert und angeboten. Die Unterschiede
zu Chromium sind im Detail:
| Unterschiede zwischen Chrome und Chromium | |||
| Google Chrome | Chromium | Zu beachten | |
| Logo | Farbig | Blau | |
| Ausfallberichte | Einschaltbar | Nein | Bitte Backtraces in Bug-Berichten einfügen wenn Ausfallberichte deaktiviert sind. |
| Nutzungsmetriken | Einschaltbar | Nein | |
| Video- und Audio-Tags | H.264, AAC, MP3, Vorbis and Theora | standardmäßig Vorbis und Theora (die weiteren Codecs liefert das Paket chromium-codecs-ffmpeg-extra) | Ubuntu bringt beide Möglichkeiten mit. |
| Webseiten-Übersetzungen | Ja | Ja | |
| Quelltext | Von Entwicklern getestet | Von Distributionen angepasst | Zusätzliche Veränderungen durch die Distributionen sind häufig Quelle von Problemen für die Nutzer; Bitte die Distributions-Informationen anfügen, wenn Bugs berichtet werden. |
| Sandbox | Immer an | könnte deaktiviert sein, je nach Distributor | In Ubuntu immer aktiviert |
| Paket | Einzelnes DEB/RPM | Distributionsspezifisch; Manchmal in verschiedene Teile gesplittet (Lokale Daten, Inspektor, v8) | Ubuntu bringt l10n (Übersetzung), Inspector (optional) und zwei Codec Sets (1 obligatorisch) für sowohl die Nightly-Builds, den Dev Channel und den Beta Channel, mit den gleichen Paketnamen in jedem Channel |
| Profil | In ~/.config/google-chrome | In ~/.config/chromium | |
| Cache | In ~/.cache/google-chrome | In ~/.cache/chromium | |
| Qualitätssicherung | Neue Veröffentlichungen werden getestet, bevor sie an die Nutzer gesendet werden | Unter Umständen Nightly Builds ohne Testing | Abhängig von der Distribution; Ubuntu Chromium behält die gleichen Versionsnummern wie Google Chrome bei, aber andere Distros bringen manchmal instabile "Nightly"-Builds mit |
Möchte man ein komplettes Backup der Einstellungen von Chromium machen, bietet sich neben der eingebauten Funktionalität über Google (Werkzeugschlüsselsymbol -> Sync) an, das Verzeichnis für Einstellungen zu sichern. Der zu sichernde Pfad ist
Chromium: ~/.config/chromium/Default
Google Chrome: ~/.config/google-chrome/Default
Will man Chromium zurücksetzen muss nur dieses Verzeichnis gelöscht werden, um alle Einstellungen, Lesezeichen usw. zurückzusetzen.
Sollen die Einstellungen aus einem anderen Betriebssystem importiert werden finden sich die Pfade hier
.
Das Cache-Verzeichnis folgt den sog. XDG-Spezifikationen
und befindet sich in
Chromium: $XDG_CACHE_HOME/chromium, das im Standard ~/.cache/chromium ist
Google Chrome: $XDG_CACHE_HOME/google-chrome, das im Standard ~/.cache/google-chrome ist
Nähere Informationen dazu auf der Chromium-Projektseite
.
Trifft man auf ein Problem, so ist es für die Problembeschreibung zunächst wichtig, soviele Informationen zu sammeln wie möglich. Dazu gehören
die verwendete Version
die Art der Installation (einzelnes DEB-Paket, PPA oder andere Methode)
evtl. die Webseite(n), mit denen der Fehler verbunden ist
die Liste der installierten Erweiterungen], aufrufbar über Eingabe von "about:extensions" in der Adressleiste (an die Problembeschreibung anzuhängen z.B. über
-Klick auf die Seite, Auswahl von "Drucken..." und als Drucker "In Datei drucken" wählen)
die Liste der installierten Plugins, aufrufbar über Eingabe von "about:plugins" in die Adressleiste (an die Problembeschreibung anzuhängen z.B. über
-Klick auf die Seite, Auswahl von "Drucken..." und als Drucker "In Datei drucken" wählen)
Diese Informationen sollten in jedem Fall an die eigentliche Problembeschreibung angehängt werden.
Sollte es beim Anzeigen einer Webseite zu Problemen kommen, hilft u.U. ein Blick in die Dokumentation
. Erscheint jedoch eine blaue Seite mit dem Text "Oh nein!", sollten die in der Dokumentation beschriebenen speziellen Hinweise
dazu beachtet werden.
Zudem gibt es immer die Möglichkeit, Chromium testweise mit einem neuen Profil zu starten, das nur für diesen Start von Chromium gültig ist. Dazu öffnet man ein Terminal[5] und startet Chromium mit dem Parameter, ein neues Verzeichnis für das Nutzerprofil zu verwenden:
chromium-browser --user-data-dir="$HOME/.config/chromium-test"
Das Verzeichnis für das neue Profil ist hier .config/chromium-test im Homeverzeichnis. Natürlich lassen sich für andere Zwecke auch Anwendungsstarter anlegen, über die man bequem unterschiedliche Instanzen von Chromium (auch gleichzeitig) laufen lassen kann.
Statt gewünschte Startparameter für jeden einzelnen Benutzer zu setzen, kann man auch die Datei /etc/chromium-browser/default nutzen.
Trifft man auf das Problem, dass bestimmte Multimedia-Inhalte wie die Trailer von Apple nicht abgespielt werden können, kann dies an unterschiedlichen Ursachen liegen. Die Apple Trailer-Seite
beispielsweise nutzt Quicktime für Videos. Zwar gibt es ein Quicktime-Plugin nicht für Linux, der entsprechende Codec ist jedoch verfügbar und kann über externe Videoplayer genutzt werden, um diese Einschränkung zu umgehen. Es müssen die Pakete
libquicktime1
totem-mozilla
installiert sein. Außerdem darf das Paket gecko-mediaplayer nicht installiert sein (bzw. muss (nur bei neueren Versionen von Chromium möglich) auf der Seite für Erweiterungen deaktiviert werden). Nun kann auf der entsprechenden Seite des Films mit einem
-Klick auf die Schaltfläche (480p, 720p, 1080p usw.) und der Auswahl von "Link in neuem Tab öffnen" das Video abgespielt werden.
Sollte bei eingebetteten Videos kein Ton vorhanden sein, so ist dieser meist nur stummgeschaltet und kann z.B. über einen Befehl im Terminal[5] lautgeschaltet werden:
gconftool --type int --set /apps/totem/volume 100
Tritt das Problem auf, dass Chromium bzw. Chrome das PDF downloaden will, anstatt es mit dem Reader Plugin von Adobe zu öffnen, so gibt es einen Workaround, der unter Benutzer/zerwas erwähnt wird. Es ist folgendermaßen vorzugehen:
Adobe Reader normal installieren. Danach das Paket mozplugger installieren:
mozplugger
Der nächste Schritt passt die Konfigurationsdatei von mozplugger für Adobe Reader an. Dazu ein Terminal[5] öffnen und eingeben:
sudo sed -e 's/repeat\ swallow(acroread/repeat\ needs_xembed\ swallow(acroread/' /etc/mozpluggerrc > /tmp/mozpluggerrc sudo mv /tmp/mozpluggerrc /etc/mozpluggerrc
optional: In Chromium die Seite about:plugins aufrufen und den Eintrag zu Adobe Reader (npwrapper.nppdf.so) deaktivieren. Sofern vorhanden natürlich auch die Erweiterung "Docs-Viewer für PDF" deaktivieren.
Das Plugin läuft nicht sonderlich stabil mit Chromium bzw. Google Chrome. Es öffnet PDF-Dateien regelmäßig nicht oder produziert Fehler. Von der Benutzung ist eher abzuraten! Wer stattdessen eine Druckvorschau
nachrüstet, erhält als Nebeneffekt eine integrierte Anzeige von PDF-Dateien.
Es kann (besonders bei instabilen Versionen wie Beta oder Dev-Builds) passieren, dass eine Fehlermeldung erscheint, die wie folgt lautet:
"Your profile could not be opened correctly" "Ihr Profil konnte nicht ordnungsgemäß geöffnet werden"
Hier hilft es unter Umständen bereits, die Datei ~/.config/chromium/Default/Web Data zu entfernen. Dies behebt in vielen Fällen den Fehler, eventuell behebt das Löschen der Datei auch gleichzeitig Probleme mit dem Vollbildmodus von Flash-Videos.
Bei Problemen mit Zertifikaten von CAcert sollte man überprüfen, ob das Paket
ca-certificates
installiert ist. Hilft das nicht weiter, dann folgt man dem im Artikel CAcert beschriebenen Verfahren.
Bei Problemen mit Flash bzw. ständigen Hinweisen auf ein nicht aktuelles Flash-Plugin könnten folgende Schritte helfen:
Plugin installieren (falls noch nicht vorhanden):
flashplugin-installer
flashplugin-nonfree
Dann Plugin kopieren durch den Befehl:
1 | sudo cp /usr/lib/flashplugin-installer/libflashplayer.so /usr/lib/chromium-browser/plugins |
Nun Chromium mit eingeschalteten Plugins starten:
1 | chromium-browser --enable-plugins |
Mit dem Software-Center kann das Paket von Google Chrome nicht installiert werden:
"internal error - The file *.deb could not be opened"
Zuerst muessen folgende Pakete aus dem Terminal[5] installiert werden:
sudo apt-get install libxss1 libcurl3
Anschliessend kann das Paket mit dem Befehl dpkg manuell installiert werden:
sudo dpkg -i google-chrome-stable_current_i386.deb
Chromium kennt einige interessante interne Adressen, die über die Adresszeile aufgerufen werden können:
about:memory - Speicherauslastung
about:histograms - ?
about:dns - ?
about:cache - alle Adresssen im Zwischenspeicher (Cache)
about:crash - Fehlerseite
about:plugins - Informationen zu Erweiterungen
about:version - Versionsinformationen
CAcert und Chromium ...
- Blogbeitrag 01/2011
Browser profiles in Chromium
- mehrere Benutzerprofile mit Chromium, 05/2010
Diese Revision wurde am 5. Januar 2012 um 04:06 Uhr
von aasche erstellt.
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