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sync

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Hinweis:

Dieser Artikel beschreibt die alte Implementation des Programms. Ab Ubuntu 24.04 ist auch mit Paket rust-coreutils 🇬🇧 eine neue Implementierung in der Programmiersprache Rust für Ubuntu verfügbar, und ab Ubuntu Version 25.10 wird die Implementierung in Rust als Standard bevorzugt.

Die Implementierung in Rust strebt Funktionsgleichheit mit der alten Implementierung an. Es können aber kleine Abweichungen auftreten. Dies bedeutet, dass das hier Beschriebene von der am eigenen Rechner vorgefundenen Situation abweichen kann.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Nutzung
  3. Links

Wiki/Icons/terminal.png Der Befehl sync 🇬🇧 veranlasst, dass eventuell noch im Schreibpuffer des Linux-Kernels befindliche Daten auf den Datenträger geschrieben werden.

Der Linux-Kernel verwendet zur Verbesserung der Performance standardmäßig einen Schreibpuffer im RAM des Rechners. Das heißt, dass Daten z.B. bei Kopier- oder Verschiebevorgängen eventuell nicht direkt auf den Datenträger geschrieben werden, sondern erst verzögert. Ob und wie das passiert hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Datenmenge, der Größe des verfügbaren, freien RAMs oder der Konfiguration des Kernels.

Der Schreibpuffer wird beim Aushängen eines Datenträgers oder beim kontrollierten Herunterfahren automatisch auf den Datenträger geschrieben. Von daher ist die manuelle Nutzung von sync im "normalen" Betrieb selten notwendig. Bei einem unerwarteten Stopp des Systems (z.B. durch einen Stromausfall) oder dem unerwarteten Entfernen eines Datenträgers (z.B. durch Abziehen eines USB-Sticks, ohne diesen vorher auszuhängen), kann es jedoch zu Datenverlust kommen, wenn noch ungespeicherte Daten im Puffer sind.

Installation

 

  • Bis Ubuntu 25.04 ist das Programm im essentiellen Paket coreutils enthalten und deshalb auf jedem System installiert. Diese Variante beruht auf den altbekannten GNU Core Utilities.

  • Ab 25.10 ist das Paket coreutils 🇬🇧 jedoch ein Metapaket, welches alternativ durch gnu-coreutils 🇬🇧 oder rust-coreutils 🇬🇧 oder weitere befriedigt werden kann.

  • Bei 25.10 und 26.04 installiert das Paket coreutils-from-uutils 🇬🇧 beide vorstehend genannten Pakete und aktiviert die rust-coreutils als Vorgabe. Siehe Artikel rust-coreutils zur Umstellung auf die GNU-Utilities.

  • Ab 26.10 soll aber coreutils-from-uutils nur noch die rust-coreutils installieren. Wer dann die alten gnu-coreutils verwenden will, muss coreutils-from-gnu 🇬🇧 manuell installieren.

Nutzung

Die allgemeine Syntax von sync lautet[1]:

sync [OPTION] [DATEI] 

Wird als DATEI eine Device-Datei wie z.B. /dev/sda5 angegeben, muss der Befehl mit Root-Rechten[2] ausgeführt werden.

Im einfachsten Fall lautet der Aufruf einfach nur

sync 

wodurch noch im Puffer befindliche Daten für alle Laufwerke geschrieben werden. Hierfür sind keine Root-Rechte notwendig.

Der sync-Befehl kennt zwei Optionen:

Optionen von sync
Option Erklärung
-d DATEI, --data DATEI Schreibt nur alle wichtigen Daten der Datei DATEI. Metadaten, welche nicht zwingend für die Nutzung der Datei notwendig sind, werden später erst gespeichert.
-f DATEI, --file-system DATEI Schreibt nicht nur komplett die Datei DATEI, sondern es werden auch alle anderen Dateien aus dem Schreibpuffer geschrieben, die auf dem gleiche Laufwerk liegen wie DATEI.

Weitere Informationen findet man in der Manpage. Der Aufruf von man 2 sync liefert weitergehende technische Informationen zu sync und was im Hintergrund im Linux-Kernel läuft.

  • Magic SysRQ - Ubuntu kontrolliert - inklusive sync - herunterfahren, auch, wenn der Kernel abgestürzt ist

  • Shell/Befehlsübersicht - Übersicht über Shellbefehle hier im Wiki

Diese Revision wurde am 6. Oktober 2026 18:46 von Ruth-Wies erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: System, Shell