luckyBackup

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein einzelnes Paket installieren, optional

  3. Starten von Programmen

  4. Ein Terminal öffnen

  5. Root-Rechte

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Verwendung
  3. Problembehebung
  4. Links

luckybackup_logo.png luckyBackup ist ein grafisches Programm zur Datensicherung, das sich durch seine einfache Handhabung gleichermaßen für Einsteiger und Fortgeschrittene eignet. Mit der auf der Grafikbibliothek Qt basierenden Oberfläche lassen sich die vielfältigen Optionen von rsync bequem per Mausklick zusammenstellen, ohne dass die Kommandozeile bemüht werden muss. Über Profile können Umfang, Ziel und Ausführungszeitpunkt einer Sicherung den eigenen Wünschen angepasst werden.

Funktionen:

./luckybackup_default.png
Programmoberfläche nach dem ersten Start

Installation

Wiki/Icons/synaptic.png Das Programm kann aus den offiziellen Paketquellen installiert werden [1]:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install luckybackup 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://luckybackup

Fremdpaket

Je nach Ubuntu-Version kann eine aktuellere Version über die Projektseite 🇬🇧 ⮷ heruntergeladen und manuell installiert werden [2].

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.


Anmerkung: Falls das Programm bereits aus den offiziellen Paketquellen installiert wurde, muss es vorher komplett deinstalliert werden.

Bei Verwendung des Fremdpakets bitte auch den Abschnitt Problembehebung beachten, wenn Datensicherungen mit Root-Rechten durchgeführt werden sollen.

Verwendung

Prinzipiell stehen zwei Modi zur Verfügung:

Bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü gibt es daher zwei Einträge: einmal unter "Zubehör -> luckyBackup" und andererseits unter "System -> luckyBackup (super user)". Falls die Systemsprache nicht automatisch erkannt wird, kann man die gewünschte unter "Settings -> Language" auswählen.

Die vom Programm verwendeten Profile fassen eine oder mehrere Aufgaben (beispielsweise die Sicherung verschiedener Ordner) zusammen. Da beim Programmstart automatisch ein Profil "default" angelegt wird, kann man im nächsten Schritt diesem eine neue Aufgabe hinzufügen. Alternativ erstellt man ein neues Profil, bevor man eine neue Aufgabe erstellt. Verschiedene Profile sind erst dann zwingend notwendig, wenn man die Datensicherung zu unterschiedlichen Zeitpunkten automatisiert durchführen möchte (siehe Zeitplaner).

Bei der Programmausführung mit Root-Rechten stehen die gleichen Möglichkeiten wie beim Start mit Benutzerrechten zur Verfügung. Unterschiede bestehen nur beim Zeitplaner (systemweite crontab), beim Zugriff auf Systemdateien bzw. bei den optionalen Befehlen, die evtl. zur Datensicherung notwendig sind (z.B. das Einbinden externer Datenträger).

Aufgaben

./luckybackup_new_task.png Hier sind folgende minimale Angaben erforderlich:

  1. "Name" - Bezeichnung der Aufgabe (z.B. Bilder abgleichen)

  2. "Typ" - hier kann zwischen zwei Varianten ausgewählt werden:

    • "Sichere Quelle innerhalb des Ziels" oder

    • "Synchronisiere Quelle und Ziel"

  3. "Quelle" - Quellordner (was wird gesichert?)

  4. "Ziel" - Zielordner (wohin wird gesichert?)

Wenn weitere Angaben gewünscht sind, betätigt man die Schaltfläche "Erweitert" am unteren Fensterrand. Nun stehen zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung:

Durch diese Optionen kann Sinn und Zweck einer Aufgabe sehr gezielt festgelegt werden. Bevor man das Anlegen einer Aufgabe mit der Schaltfläche "Okay" beendet, sollte man mit "Überprüfen" kontrollieren, ob evtl. Fehler bei der Aufgaben-Definition aufgetreten sind. Anschließend erscheint die neue Aufgabe in der Aufgaben-Liste. Über ein Kästchen am linken Fensterrand können Aufgaben innerhalb eines Profils gezielt aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Zeitplaner

Nachdem festgelegt wurde, was wie gesichert werden soll, erfolgt im nächsten Schritt optional die Angabe, wann gesichert werden soll. Der Zeitplaner arbeitet ausschließlich mit Profilen (nicht mit Aufgaben), deren Ausführungszeitpunkt hier angegeben wird. Damit luckyBackup bei der Ausführung nicht ständig im Hintergrund aktiv sein muss, werden die gemachten Angaben in der benutzereigenen crontab hinterlegt. Daher bitte die Schaltfläche "in Cron-Datei eintragen" nicht vergessen.

E-Mail-Benachrichtigung

Falls man über die Auftragsausführung informiert werden möchte, können an dieser Stelle die erforderlichen Einträge vorgenommen werden. Einsteiger sollten eine E-Mail-Benachrichtigung erst konfigurieren, wenn grundlegende Kenntnisse zu den technischen Hintergründen des Transports von E-Mails vorhanden sind, sonst ist Frust vorprogrammiert.

Simulation

Um zu überprüfen, ob sich bei der Definition einer Sicherungsaufgabe nicht doch ein Fehler eingeschlichen hat, kann man die Option "Simulation" aktivieren, bevor man sich dem nächsten Schritt widmet (und mit Entsetzen feststellt, dass man bei einer Synchronisation Quelle und Ziel vertauscht hatte – was im Falle eines leeren Zielmediums mit einem totalen Datenverlust identisch ist).

Ausführen

Der im Zeitplaner definierte automatische Ausführungszeitpunkt kann auch weggelassen werden. Dann muss man nach Auswahl eines Profils die jeweiligen Aufgaben mit der Schaltfläche "Ausführen" selbst starten. Auf diese Weise können Probeläufe (mit und ohne Simulation) durchgeführt werden, bevor Datensicherungen mit dem Zeitplaner automatisiert werden.

Einstellungen

Alle Konfigurationsdaten werden im Ordner ~/.luckyBackup/ im Homeverzeichnis gespeichert.

Wiederherstellen

Da das Programm Dateien und Ordner unkomprimiert sichert, kann zum Zurückspielen einer Datensicherung ein beliebiger Dateimanager genutzt werden. Eine Ausnahme sind Aufgaben, bei denen Quell- und Zielordner synchronisiert wurden: hier kann die Rücksicherung auch mit luckyBackup erfolgen (unbedingt beachtet werden muss dann die korrekte Angabe von Quelle und Ziel).

Problembehebung

Deutsche Umlaute sollten bei der Benennung von Profilen und Aufgaben vermieden werden. Das betrifft unglücklicherweise auch Dateinamen mit Umlauten (siehe auch Know issues 🇬🇧).

Mit Root-Rechten starten

Verwendet man das Fremdpaket von luckyBackup, treten Probleme beim Programmstart mit Root-Rechten auf. Je nach Desktop-Umgebung lassen sich diese unterschiedlich beheben:

Manche Dateien werden nicht gesichert

In Kombination mit FAT- oder NTFS-Partitionen kann es dazu kommen, dass bestimmte Dateien nicht gesichert werden. Dazu siehe LuckyBackUp sichert keine *.exe-Dateien (Programme) im Forum. Darüber hinaus kann es passieren, dass ein leerer Ordner auf dem Zielmedium für Probleme sorgt (siehe Sicherung mit LuckyBackup in manche Ordner nicht möglich).