VirtualBox/Installation

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Bearbeiten von Paketquellen

  3. Passendes Kernelmodul finden

  4. Archiv entpacken

  5. Pakete erstellen (Debian-Methode)

  6. Ein Terminal öffnen

  7. DEB-Paket installieren

  8. Benutzer und Gruppen

Inhaltsverzeichnis
  1. VirtualBox OSE (Open Source Edition)
    1. Installation aus den Paketquellen
    2. Manuell
  2. VirtualBox PUEL (Personal Use and Evaluati...
    1. Paket manuell herunterladen und installi...
    2. Paket aus der Paketquelle installieren
    3. Alle Versionen
  3. Nacharbeit - Benutzer der Gruppe hinzufüge...
  4. Optional
  5. Gasterweiterungen
  6. Benutzerhandbuch
  7. Deinstallation
  8. Links
    1. Intern
    2. Extern

Die Installation beider Varianten von VirtualBox gestaltet sich unterschiedlich.

VirtualBox OSE (Open Source Edition)

Installation aus den Paketquellen

Die Open-Source-Variante lässt sich aus den Paketquellen installieren [1]:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install virtualbox virtualbox-qt virtualbox-dkms 

sudo aptitude install virtualbox virtualbox-qt virtualbox-dkms 

Hinweis:

Die Nutzung von VirtualBox aus den Paketquellen unter Ubuntu 16.04 Xenial Xerus und höher setzt die Deaktivierung von Secure Boot im UEFI voraus. Bei aktiviertem Secure Boot schlägt die Installation des Kernelmoduls aufgrund einer fehlenden Signatur fehl.

Manuell

Eine Anleitung zum Selbstkompilieren von VirtualBox findet man im Archiv: VirtualBox/Kompilieren.

VirtualBox PUEL (Personal Use and Evaluation License)

Die Variante für den persönlichen Gebrauch und Evaluation (PUEL von eng. "VirtualBox Personal Use and Evaluation License") ist die Nachfolgeversion der Closed-Source-Variante (CSV). Die PUEL-Version ist mit der Version 1.6.6 eingeführt worden, zunächst noch Closed Source gewesen und aus einer Fremdquelle zu beziehen, dafür aber bedeutend aktueller. Im Wesentlichen ist die PUEL-Version für den privaten Gebrauch und für den Einsatz im Bildungsbereich gedacht. Mit Version 4.0 ist VirtualBox als Open Source freigegeben worden, wobei seitdem das Extension-Pack unter der PUEL steht. Nähere Informationen zur PUEL findet man unter VirtualBox PUEL {en}.

Paket manuell herunterladen und installieren

Von VirtualBox {en} werden DEB-Pakete {dl} angeboten. Die Pakete können für Ubuntu 16.04 und Ubuntu 14.04 heruntergeladen werden. Nachdem man sie für die korrekte Ubuntuversion und Architektur geladen hat, müssen DEB-Pakete noch installiert werden.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Hinweis:

Eine ältere Version von VirtualBox OSE/PUEL kann von virtualbox-Old Builds {dl} bezogen werden.

Nun ist noch etwas Nacharbeit nötig.

Paket aus der Paketquelle installieren

Statt das Paket manuell zu installieren und auf dem neuesten Stand zu halten, kann man auch die Paketquelle {en} von Oracle einbinden.

Seit Version 4.0.x

Seit Xenial 16.04:

Um die Fremdquelle zu authentifizieren, kann man entweder den Signierungsschlüssel herunterladen {dl} und in der Paketverwaltung hinzufügen oder folgenden Befehl ausführen:

wget -q https://www.virtualbox.org/download/oracle_vbox_2016.asc -O- | sudo apt-key add - 

Bei älteren Ubuntu-Versionen:

wget -q https://www.virtualbox.org/download/oracle_vbox.asc -O- | sudo apt-key add - 

Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man die folgenden Paketquellen freischalten:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian VERSION contrib

Dies kann durch Eingabe des folgenden Befehls bewerkstelligt werden:

sudo sh -c 'echo "deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian $(lsb_release -cs) contrib" >> /etc/apt/sources.list.d/virtualbox.list' 

Hinweis:

Der Signierungsschlüssel hat sich mit Version 4.0 geändert und muss neu hinzugefügt werden. Außerdem muss, sofern die Paketquellen nicht manuell bearbeitet worden sind, noch die automatisch hinzugefügte Quelle für den Sourcecode deaktiviert bzw. gelöscht werden [2].

Extension-Pack

Zusätzlich ist zur Nutzung z.B. von USB-Anschlüssen (ab Version 5 auf USB 3.0) die Verwendung des versionsgleichen "Oracle VM VirtualBox Extension Packs" nötig, das auf der Downloadseite {en} des Projekts als plattformübergreifendes Archiv angeboten wird. Die Datei mit der Endung .vbox-extpack herunterladen, ein Doppelklick darauf öffnet in der Regel VirtualBox und leitet durch den Installationsprozess (Annahme der Lizenz etc.) (siehe auch Anleitung {en} auf virtualbox.org). Öffnet sich das Extension Pack nicht selbsttätig, kann man es auch über VirtualBox öffnen, "Datei -> globale Einstellungen -> Zusatzpakete". Ggf. ist die Installation dieses Packs nach einem Kernel-Update erneut notwendig.

Alle Versionen

Da sowohl die unfreie Version als auch die OSS-Version des Herstellers keinen Sourcecode bereitstellen, sollte man darauf achten, das diese nicht in den Paketquellen eingetragen werden. Nun kann man VirtualBox über eines - je nach verwendeter Ubuntu-Version - der folgenden Pakete installieren:

Auch hier muss man noch nacharbeiten. Sollte man ein Update mit Versionssprung (major update) machen, so muss man vorher die niedrigere/alte entfernen und erst dann, die neue Version installieren. Dabei gehen weder Einstellungen noch virtuelle Maschinen verloren. Ebenso müssen noch die Gasterweiterungen durch Neuinstallation im Gast auf die aktualisierte Version angepasst werden.

Nacharbeit - Benutzer der Gruppe hinzufügen

Wie eventuell schon am Ende der Installation eines der Pakete von VirtualBox angezeigt, muss man alle Benutzer, die VirtualBox nutzen dürfen, der Gruppe vboxusers zuweisen [8].

# Allgemein
sudo adduser BENUTZERNAME vboxusers
# Der eigene Benutzer
sudo adduser $USER vboxusers 

Hinweis:

Die Aktualisierung der Änderung des Benutzerkontos erreicht man durch einmaliges Ab- und Wiederanmelden oder mit dem Befehl newgrp und der Option -.

newgrp - vboxusers 

Sollte sich VirtualBox in der OSE-Version weiterhin weigern, gibt es in den Problembehebungen eine Lösung.

Optional

Durch DKMS werden bei einem Versionswechsel die notwendigen Kernelmodule für das Hostsystem automatisch erstellt. Dies gilt auch, wenn in Ubuntu als Gastsystem dkms ausdrücklich empfohlen installiert ist. Das manuelle Erstellen der Kernelmodule wie in Kein Start mehr nach Kernelupdate beschrieben sollte danach nicht mehr nötig sein.

Gasterweiterungen

Die Gasterweiterungen werden innerhalb der virtuellen Maschine installiert, nachdem das Gast-Betriebssystem fertig installiert worden ist. Die Gasterweiterungen bieten folgende Features:

Herunterladen und Bereitstellen der Gasterweiterungen aus den multiverse-Quellen auf dem Wirtssystem:

sudo apt-get install virtualbox-guest-additions-iso 

oder durch direkten Download der neuesten Version, die zur installierten VirtualBox-Version passt (durch Wechsel in das Unterverzeichnis mit dem gleichen Versionsnamen und Herunterladen der Datei VBoxGuestAdditions_*.iso):

http://download.virtualbox.org/virtualbox/

Die .iso Datei befindet sich in /usr/share/virtualbox/ und muss dann zuerst in der virtuellen Maschine eingehängt werden.

Anschließend wird unter einem Windows-Gast vom optischen Laufwerk die entsprechende .exe-Datei installiert.

In einem Linux-Gast wird in dem eingehängten CD/DVD-Laufwerk "sudo sh ./VBoxLinuxAdditions.run" ausgeführt, um die Gasterweiterungen für den aktuellen Kernel bzw. die aktuelle Version der VirtualBox zu installieren. Alternativ kann dies auch direkt im Gast durch Aufruf von

1
/etc/init.d/vboxadd setup

erfolgen.

Hinweis:

Bei Kernelaktualisierungen oder nach Updates von VirtualBox müssen die Gasterweiterungen erneut installiert werden.

Abhilfe schafft die Installation von DKMS im Gastsystem, wodurch die entsprechenden Gasterweiterungensmodule automatisch gebaut und mittels

dkms status 

geprüft werden können.

Man kann in der Konsole leicht feststellen, welche Version der Gasterweiterungen installiert ist:

ls /opt 

Als Alternative können die Gasterweiterungen auch direkt über die Paketquellen installiert werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Version der Gasterweiterungen zum Wirtsystem passen. Eine Übersicht der Versionen ist in der Paketsuche zu finden. Passen die Versionen zwischen Wirt und Gast, können die Erweiterungen per

sudo apt-get install virtualbox-guest-x11 

installiert werden.

Benutzerhandbuch

Das englischsprachige "User Manual" wird mit installiert und ist unter /usr/share/doc/virtualbox/UserManual.pdf zu finden.

Deinstallation

Bei jeder der beschriebenen Installationsvarianten kann man VirtualBox ganz einfach über die Paketverwaltung deinstallieren [1]. Dazu muss das jeweilige Paket deinstalliert werden, je nachdem welche Version man vorher installiert hat.

Intern

Extern