Internetzugang

Inhaltsverzeichnis
  1. DSL
  2. Kabelfernsehnetz
  3. Glasfaser (FTTH)
  4. Mobiles Internet
  5. Analoge Telefonie / ISDN
  6. Wiki-Artikel
  7. Empfehlung

Die Einrichtung eines Internetzugangs stellt heutzutage im Allgemeinen keine großer Herausforderung mehr dar. Es gibt eine Vielzahl technischer Lösungen, die sich aus Sicht des Anwenders hauptsächlich in der verfügbaren Bandbreite, dem verfügbaren Datenvolumen und dem Preis unterscheiden. Im folgenden sind die verbreitesten Schmalband-, Breitband- und mobilen Internetzugänge kurz dargestellt. Bei kabelgebundenen Zugängen stellt der Internetanbieter einen Netzabschluss zur Verfügung. An diesen muss im Allgemeinen noch ein Modem angeschlossen werden, das die Signale demoduliert, so dass sie von den Endgeräten mittels Netzadaptern (LAN oder WLAN) verarbeitet werden können. Je nach verwendeter Technik können die Netzabschlussgeräte jedoch bereits ein Modem enthalten. Es ist empfehlenswert Endgeräte nicht direkt über LAN oder WLAN mit dem Modem zu verbinden, sondern einen Router dazwischenzuschalten, der die Endgeräte des Netzwerks untereinander und mit dem Internet verbindet.

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Router fungieren in der Regel auch als externe Firewall, wogegen Rechner, die direkt mit dem Internet verbunden sind, gegen Angriffe besonders abgesichert werden müssen. Käufliche Hardwarerouter stellen häufig zahlreiche Funktionen in einem einzelnen Gerät zur Verfügung. Dazu gehören eine Firewall, NAT, DNS und ein DHCP-Server, der den Endgeräten automatisch interne IP-Adressen zuweisen kann. Diese Funktionen lassen sich aber auch als Softwarerouter mit einem Ubuntu-PC zur Verfügung stellen.

Einen bestehenden Internet-Zugang kann man mit dem Online-Werkzeug Netalyzr 🇩🇪 unter mehreren verschiedenen Aspekten überprüfen (benötigt Java).

DSL

Bei DSL handelt es sich um eine Breitbandtechnik, die digitale Signale über kurze Strecken mit bis zu 1 GBit/s über einfache Kupferleitungen übertragen kann. In der Praxis liegen die Übertragungsraten aber derzeit meist weit unterhalb dieser Geschwindigkeit. Das Signal muss beim Empfänger mittels eines DSL-Modems demoduliert werden. Häufig werden DSL-Modems mit Routern zu einem Gerät zusammengefasst. In diesem Fall wird der DSL-Router direkt mit der DSL-Leitung verbunden. Die Zugangsdaten des Internetanbieters werden dann im Router eingegeben. Einige Internetanbieter bieten auch eine vollautomatische Konfiguration mittels eines sogenannten Installationscodes an. Ist das DSL-Modem ein separates Gerät, wird dieses per Kabel mit einem Router verbunden, der die Internetverbindung dann per LAN- und/oder WLAN-Verbindung an die Endgeräte weitergereicht. Es ist auch möglich einen Ubunturechner per "PPP over Ethernet" oder kurz PPPoE direkt an ein Modem anzuschließen. In diesem Fall müssen die Zugangsdaten des Internetanbieters in den Rechner eingegeben werden.

Kabelfernsehnetz

Kabelfernsehanbieter stellen ebenfalls Breitbandzugänge zur Verfügung. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist je nach örtlicher Gegebenheit sehr unterschiedlich. Sie reicht im Download von unter 1 MBit/s bis über 500 MBit/s. Die Uploadgeschwindigkeit ist jedoch meist sehr viel geringer. An die Antennensteckdose des Kabelnetzes wir ein Kabelmodem angeschlossen, das meist vom Kabelanbieter gestellt wird. Häufig übernimmt dieses bereits die Funktionalität eines Routers. Ansonsten können Endgeräte oder ein separater Router per LAN-Kabel angeschlossen werden.

Glasfaser (FTTH)

Wird die Glasfaser bis zum Endverbraucher gelegt, spricht man von „Fiber To The Home“. Für Privatkunden werden derzeit Verträge mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s symmetrisch für Up- und Download angeboten. Auch höhere Übertragungsraten sind zukünftig möglich. Das Netzabschlussgerät (meist NT für „Network Terminator“ oder auch CPE für „Customer Premises Equipment“) wandelt bereits die Lichtsignale in elektrische Signale um, sodass ein separates Modem nicht mehr benötigt wird. An das Netzabschlussgerät können direkt ein Router oder Endgeräte per LAN-Verbindung angeschlossen werden.

Mobiles Internet

Die meisten Handy-Verträge bieten heutzutage auch eine Internet-Option an, mit der man mit dem Smartphone im Internet surfen kann. Diese Internetverbindung lässt sich am Smartphone über ein eigenes WLAN-Netzwerk teilen (Tethering). Laptops, PCs (mit WLAN-Karte) und andere Smartphones/Tablets können sich dann mit diesem Handy-WLAN-Netz verbinden und erhalten somit Internet-Zugang. Alternativ kann man auch einen WLAN-Router mit dem Handy-WLAN-Netz verbinden, und teilt dann darüber die Internet-Verbindung im lokalen Heimnetzwerk (Wireless-Bridge).

Bei LTE-Übertragungsgeschwindigkeiten jenseits von 200 Mbit/s und echten Datenflatrates (keine Volumenbegrenzung) ist das mittlerweile eine ernstzunehmende Alternative zu traditionellen DSL-Internetanschlüssen. Außerdem entfällt dadurch das DSL-Modem, das damit verbundene lästige Verkabeln, und man ist örtlich nicht an die fest installierte DSL-Telefondose gebunden. Nachteile sind die momentan noch höheren Gebühren, höhere Latenzzeiten (nur für Online-Spiele wichtig) und schwankende Übertragungsraten.

Da der gesamte Internet-Verkehr über das Handy-WLAN-Netzwerk läuft, sollte man sich außerdem vorher über die Sicherheit des WLAN-Netzes Gedanken machen (z.B. Absicherung über einen VPN-Tunnel, das Smartphone mit Tethering nicht für andere Zwecke verwenden, etc.).

Analoge Telefonie / ISDN

Mit der zunehmenden Umstellung von analoger bzw. ISDN-Telefonie auf Internettelefonie spielen Analogmodems und ISDN-Karten nur noch eine untergeordnete Rolle. Mit einem Analogmodem können Daten über eine herkömmliche Telefonleitung als Audiosignal geschickt werden. Da die Downloadraten auf maximal 56 kbit/s beschränkt sind, ist eine zeitgemäße Internetnutzung kaum noch möglich. Obwohl ISDN bereits ein digitales Übertragungsverfahren darstellt, sind auch hier die Übertragungsraten mit 64 kbit/s pro Kanal stark beschränkt.

Wiki-Artikel

Howtos:

Empfehlung

Zum Abschluss noch ein kurzer Tipp, wie man am einfachsten einen Internetzugang für einen oder mehrere Rechner aufbaut. Mit einem (WLAN-) Router ist man unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem der verbundenen Geräte. Kann ein Netzwerkgerät mit TCP/IP umgehen, so kann es über den Router in das Internet gehen. Besitzt der Router einen eingebauten DHCP-Server (was normalerweise der Fall ist), so brauchen angeschlossene Rechner auch nicht lange konfiguriert zu werden. Weitere Vorteile eines DSL-Routers sind: