Archiv/Upgrade auf Raring

Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Bearbeiten von Paketquellen

  3. Ein Terminal öffnen

  4. Einen Editor öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. Grundsätzliches
  2. Vorbereitung
    1. Auf Regressionen prüfen
    2. Backup
    3. Software überprüfen
  3. Upgrade- Ubuntu (Unity, Ubuntu-GNOME, Xfce...
  4. Upgrade Ubuntu-GNOME
    1. Vorbereitung
  5. Aktualisierung mit Konsole
    1. Update-Manager verwenden
  6. Problembehebung
    1. Allgemein
  7. Links

Dieser Artikel beschreibt, wie man ein Ubuntu-System von Ubuntu 12.10 auf Ubuntu 13.04 aktualisiert. Diese Version bietet im Vergleich zum Vorgänger jede Menge Aktualisierungen. Eine Zusammenfassung der Neuerungen kann man im Artikel Raring Ringtail finden.

Grundsätzliches

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Upgrade vorzunehmen:

Wenn ein System sehr stark von der Standardinstallation abweicht, sind Probleme beim Upgrade möglich. Hinweise dazu finden sich unter Upgrade.

Vorbereitung

Auf Regressionen prüfen

Es kann sein, dass manche Dinge in der neuen Version nicht mehr oder zumindest schlechter funktionieren als in Ubuntu 12.10. Eine Liste der bekannten Probleme findet sich in den Release Notes (Veröffentlichungshinweisen).

Backup

Vor einem Upgrade sollte eine Datensicherung vorgenommen werden, falls etwas schief laufen sollte. Dazu eignen sich

Software überprüfen

Das Upgrade-Programm kümmert sich selbständig um die Entfernung von Software, die aus inoffiziellen Quellen stammt und die beim Upgrade Probleme bereiten könnten. Es weiß aber nichts von Software, die ganz ohne die Paketverwaltung installiert wurde. Darüber hinaus kann es passieren, dass einige Programme nicht mehr in den offiziellen Paketquellen enthalten sind.

Wer Programme ohne die Paketverwaltung oder mittels Checkinstall installiert hat, sollte diese vorher entfernen. Wer nicht weiß, worum es gerade geht, ist nicht betroffen.

Wer Treiber nachinstalliert hat, sollte sich bewusst sein, dass es sein kann, dass diese in bestimmten Fällen nach dem Upgrade nicht mehr funktionieren. Das betrifft insbesondere auch fehlerhaft installierte Grafiktreiber. Mehr dazu auf der allgemeinen Seite zu Upgrade.

Upgrade- Ubuntu (Unity, Ubuntu-GNOME, Xfce)

Hinweis:

Beim Upgrade von Ubuntu-Gnome von Quantal auf Raring müssen ggf. erst einige Vorbereitungen getroffen werden, siehe Abschnitt Upgrade Ubuntu-GNOME.

Ein Upgrade auf Ubuntu 13.04 lässt sich wie folgt durchführen. Zuerst prüft man, ob im Archiv/Software-Center unter dem Punkt

der Punkt "Freigabe-Aktualisierung" auf "normale Freigaben" gesetzt ist.

Nun startet man den Update-Manager über

UG1304-upgrade1.png

Es kann vorkommen, dass die neuere Version nicht angezeigt wird, dann die Aktualisierungsverwaltung aus dem Terminal [3] mit folgendem Befehl starten:

sudo update-manager -c 

Ein Klick auf "Aktualisieren" startet das Upgrade. Zunächst werden die "Release Notes" (in Englisch) angezeigt, die Hinweise auf wichtige Änderungen enthalten. Weiter geht es mit "System aktualisieren".

UG1304-upgrade2.png
Veröffentlichungshinweise

UG1304-upgrade3.png
Systemaktualisierung: Vorbereitung

UG1304-upgrade4.png
Systemaktualisierung: Starten

UG1304-upgrade5.png
Systemaktualisierung: Ausführen

Das System wird nun untersucht. Manche Pakete sind mit der neuen Ubuntu-Version nicht mehr kompatibel (das betrifft Pakete, die aus fremden Quellen installiert wurden und Pakete, die durch andere ersetzt wurden oder inzwischen überflüssig sind). Diese Änderungen kann man sich detailliert auflisten lassen.

Nach dem Schließen aller geöffneten Anwendungen geht es weiter mit "Systemaktualisierung beginnen". Nun folgt das eigentliche Upgrade. Dieser Vorgang darf nicht mehr unterbrochen werden. Je nach Geschwindigkeit der Internetverbindung kann das Herunterladen der Pakete eine Weile dauern.

Ist das System-Upgrade beendet, alle Pakete installiert, kann unter dem Menü-Punkt: "Aufräumen" alte, nicht mehr benötigte Software Pakete und Bibliotheken bereinigt werden. Es ist ratsam genau zu prüfen was da gelöscht werden soll oder eventuell noch gebraucht wird.

Ist dies ebenfalls beendet, muss das System noch "neu gestartet" werden. Damit ist das eigentliche Upgrade schon abgeschlossen, eine letzte Überprüfung kann nun noch folgen. Eine Kontrolle ob alle Programme die in der Vorgängerversion manuell installiert wurden fehlen ist sinnvoll, können diesen bei bedarf wieder installiert werden.

Upgrade Ubuntu-GNOME

Ubuntu-GNOME-Remix (12.10) war bei erscheinen sehr nahe an GNOME gehalten. Das bedeutet, es wurden Anwendungen wie Abiworld statt LibreOffice als Bürosuite, Epiphany (Web) statt Firefox als Webbrowser, sowie GNOMEs Paketmanagement (Software-Management) statt Ubuntus (Update-Manager, Software-Center) verwendet. Anwendungen wie Büro-Suiten, Web-Browser und andere haben auf das Distributions-Upgrade keine gravierenden Auswirkungen, diese Pakete lassen gegeneinander im nach hinein problemlos austauschen.

Beim Paketmanagement hingegen sieht das etwas anders aus, da sollte der Anwender vor einem erwünschten Upgrade auf 13.04 die Konstellation des Paketmanagements zugunsten Ubuntus ändern. Denn das Ubuntu-GNOME Team hat Änderungen unter 12.10 wieder revidiert und einst verstoßene Anwendungen wieder zurück geholt. Das bedeutet das vor dem auszuführenden Upgrade, zumindest das Paketmanagement wieder auf Ubuntu umgestellt werden müsste, weil das in Ubuntu-GNOME 13.04 sowieso wieder enthalten ist.

Vorbereitung

Um das Paketmanagement umzustellen, kann vom Terminal Gebrauch gemacht werden, auch GNOMEs "Software-Management" ist ebenfalls geeignet. Alle benötigten Pakete sind in den offiziellen Quellen enthalten, externe PPAs sind nicht nötig.

Befehl:

sudo apt-get remove gnome-packagekit           # entfernt GNOMEs Paketmanagement samt in Abhängigkeit stehender Pakete und Bibliotheken  
sudo apt-get install software-center           # installiert Ubuntus Software-Center samt in Abhängigkeit stehender Pakete und Bibliotheken 

Anschließend das System neu Starten. Die Abfrage auf Aktualisierungen verläuft dann wie unter Ubuntu gewohnt. Das Upgrade selbst ist unkompliziert und je nach Internetverbindung zügig ausgeführt. Der Ablauf des Upgrades, ist identisch der Abläufe im oberen Absatz.

Aktualisierung mit Konsole

Von Debian ist man vielleicht gewohnt, die sources.list so zu ändern, dass die nächste Debian-Version genutzt wird, um danach ein apt-get dist-upgrade durchzuführen. Dies sollte man unter Ubuntu nicht machen. Warum? Ubuntu arbeitet mit dem Update-Manager und diesen sollte man auch beim Upgrade eines Servers benutzen.

Update-Manager verwenden

Hinweis:

Im Laufe des Upgrades ist es wahrscheinlich, dass die Netzwerkverbindung zumindest kurzzeitig unterbrochen wird. Führt man daher ein Upgrade auf einem Server durch, zu dem man nur via SSH Zugang hat, so wird man die Kontrolle über das Update verlieren, da die SSH Sitzung unterbrochen wird. Führt man also ein Upgrade auf einem entfernten Rechner durch, so sollte man das Upgrade innerhalb von Screen starten. So besteht die Möglichkeit, die Verbindung wieder aufzunehmen und so wieder das Upgrade zu steuern.

Vor dem Upgrade auf eine neue Version muss man sicherstellen, dass das System auf dem neusten Stand ist:

sudo apt-get update                        # aktualisiert die Paketquellen
sudo apt-get dist-upgrade                  # Aktualisieren der Pakete 

Danach installiert [1] man das Programm:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install update-manager-core 

sudo aptitude install update-manager-core 

Nun muss die Datei /etc/update-manager/release-upgrades geprüft werden. Die Datei muss wie folgt aussehen:

1
2
3
4
5
6
[DEFAULT]
# default prompting behavior, valid options:
#  never  - never prompt for a new distribution version
#  normal - prompt if a new version of the distribution is available
#  lts    - prompt only if a LTS version of the distribution is available
Prompt=normal

Ggf. muss der Eintrag hinter Prompt mit einem Editor mit Root-Rechten [4] auf normal gesetzt werden. Danach wird das Upgrade über

sudo do-release-upgrade  

ausgeführt. Ab jetzt muss man nur noch den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Vorsicht ist angesagt, wenn Meldungen kommen, die die Änderung der Konfigurationen der einzelnen Systeme anzeigen. Man sollte jede Konfiguration prüfen und entweder die neue Version akzeptieren oder die eigene Version der Konfigurationsdatei behalten. Man informiert sich am besten vorher, welche Änderungen an den Serverpaketen bei dem Distributions-Upgrade durchgeführt wurden.

Problembehebung

Allgemein

Unter Upgrade gibt es allgemeine Hinweise zur Problembehebung.