Archiv/Unity/Tipps

Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Ein Terminal bzw. Konsole aufrufen und benutzen

  2. Installation von Programmen

  3. Grundlagen zur GNOME3 konfiguration

  4. Versteckte Dateien anzeigen

  5. Dateien ausführbar machen

Inhaltsverzeichnis
  1. Start von Anwendungen im Vollbildmodus unt...
  2. Alle Startprogramme anzeigen
  3. Standard-Anwendungen ändern
    1. Erweiterte Einstellungen
    2. Standard-Anwendungen zurücksetzen
  4. Verknüpfungen auf dem Desktop
  5. Alte Laufleisten (Scrollleisten) nutzen
  6. GNOME 3 Classic Mode
  7. Herunterfahren per Tastenkombination
    1. Per GUI aktivieren
  8. Launcher fixieren (Unity-2D)
    1. Per GUI fixieren
  9. Aero Snap in Unity-2D
  10. Icons in Menüs
    1. Via dconf-editor
    2. Via GNOME Tweak Tool
  11. Standard-Einstellungen CCSM
  12. Unity konfigurieren
  13. Wie heißen die Unity-Elemente
  14. Zuletzt verwendete Dateien löschen
  15. Dash-Icon im Launcher ändern
  16. Problemlösungen
    1. Launcher und Panel fehlen
    2. Dash-Suche zeigt keine Ergebnisse
  17. Ungelöste Probleme
  18. Links
    1. intern
    2. extern

Wiki/Icons/unity.png Dieser Artikel gehört zur Artikelserie über Unity, der neuen Desktop-Oberfläche ab Ubuntu 11.04. Er enthält kurze Abschnitte mit Tipps und Tricks zu verschiedensten Aspekten rund um Unity.

Er soll als Erweiterung der anderen Artikel dienen, aber auch – als eine Art FAQ – häufig vorkommende Fragen aus dem Unity-Forum von ubuntuusers.de beantworten.

Hinweis:

Unity-3D-Desktop verlangt auf dem Rechner ein funktionierendes Compiz (ausreichende 3D-Beschleunigung). Wenn keine 3D-Beschleunigung vorhanden ist, funktioniert nur Ubuntu Classic (nur Ubuntu 11.04) bzw. Unity 2D.

Achtung!

In diesem Artikel werden Links zu Fremdquellen und Fremdpaketen gesetzt. Diese können das System gefährden. Die Benutzung fremder Quellen für Software sollte nach Möglichkeit auf das Notwendigste beschränkt werden, da sie einige gravierende Nachteile mit sich bringen.

Start von Anwendungen im Vollbildmodus unterbinden

Standardmäßig starten "platzhungrige" Anwendungen wie Evolution oder Firefox im Vollbildmodus, was zwar für Netbooks etc. sinnvoll sein mag, auf großformatigen Bildschirmen aber stören kann. Um das Verhalten zu verändern, kann im Compiz CCSM unter "Arbeitsfläche -> Ubuntu Unity Plugin -> Experimental" der Schieberegler "Automaximize" auf 100 gestellt werden. Damit bleiben die festgelegten Fenstergrößeneinstellungen der Programme später unverändert.

Alle Startprogramme anzeigen

Um sich über den „Systembutton“ ("Ausschaltknopf" -> "Startprogramme") alle Startprogramme anzeigen zu lassen (auch die normal nicht sichtbaren), kann man folgenden Befehl im Terminal [1] nutzen:

cd /etc/xdg/autostart/ && sudo sed --in-place 's/NoDisplay=true/NoDisplay=false/g' *.desktop 

Danach sieht man via "Ausschaltknopf" -> "Startprogramme" alle dort gelisteten und normalerweise versteckten Startups. Diese kann man dann „enthaken“ und nach einem Neustart sollten selbige auch nicht mehr gestartet werden.

Über den Befehl

cd /etc/xdg/autostart/ && sudo sed --in-place 's/NoDisplay=false/NoDisplay=true/g' *.desktop 

kann man den oben durchgeführten Vorgang wieder rückgängig machen und die Anzeigen wieder verstecken.

Standard-Anwendungen ändern

Unity/Tipps/vorgabe-programme.png Man kann die Standard-Anwendungen von Ubuntu wie folgt ändern: "Ausschaltknopf" -> "Systemeinstellungen" -> "Systeminformation" -> "Vorgabe-Programme" . Dort kann man dann die gewünschten Programme eintragen.

Erweiterte Einstellungen

Wem die Unity-eigenen Einstellungen nicht ausreichen, kann die systemweiten Voreinstellungen ergänzen. Diese Informationen stehen in der folgenden Datei:

Diese lässt sich bei Bedarf bearbeiten [4] .

Die Standardanwendungen stehen unter den Parameter Default Applications:

[Default Applications]
text/html=chromium-browser.desktop

Eigene Ergänzungen stehen unter den Parameter Added Associations:

[Added Associations]
image/png=gpicview.desktop;eog.desktop;firefox.desktop;geeqie-gps.desktop;mtpaint.desktop;

Eine vollständige Übersicht aller Applikationen findet man in der Datei /usr/share/applications/defaults.list, die man sich wie folgt anzeigen lassen kann:

cat /usr/share/applications/defaults.list 

Hat man die Änderungen vorgenommen, sollten die jeweiligen Anwendungen mit dem gewünschten Programm geöffnet werden. Zusätzlich taucht das eingestellte Programm auch in dem Eigenschaften -> Öffnen mit Dialog auf.

Weiterführende Informationen:

Standard-Anwendungen zurücksetzen

Zum Teil kommt es vor, dass Unity mit den Standard-Anwendungen durcheinanderkommt (siehe Klick auf USB Stick-Icon startet Banshee). Die Liste der Standard-Anwendungen kann man zurücksetzen, indem man die Datei .local/share/applications/mimeapps.list im Homeverzeichnis löscht (Backup anlegen!). Unity sollte nun wieder die richtigen Programme öffnen. Eine neue mimeapps.list wird vom System automatisch angelegt, sobald man neue Standard-Anwendungen festlegt.

Verknüpfungen auf dem Desktop

Um Verknüpfungen auf dem Desktop anzulegen, muss man einen kleinen Umweg gehen, da es im Konzept „Unity“ schlicht nicht vorgesehen ist. Man kopiert die .desktop-Dateien (also die Programmstarter) aus dem Verzeichnis /usr/share/applications in das Verzeichnis ~/Arbeitsfläche (bzw. ~/Desktop). Manuell angepasste Starter findet man stattdessen unter ~/.local/share/applications, nachdem man versteckte Dateien sichtbar gemacht hat [4]. Diese Programmstarter muss man danach noch ausführbar machen [5]. Auch Dokumente und dergleichen kann man unter ~/Arbeitsfläche speichern, diese sind dann ebenfalls auf dem Desktop zu sehen.

Weiterhin gibt es vier vordefinierte Programmstarter (Eigene Dateien, Arbeitsplatz, Papierkorb, Netzwerkumgebung). Damit diese auch angezeigt werden, hilft die im Artikel Desktop-Symbole beschriebene Vorgehensweise weiter.

Alte Laufleisten (Scrollleisten) nutzen

Um die alten (aus GNOME 2 bekannten) Laufleisten wieder herzustellen, verwendet man die folgenden Kommandos in einem Terminal [1] :

Entweder

sudo apt-get remove overlay-scrollbar 

oder

echo "export LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0" | sudo tee -a /etc/X11/Xsession.d/80-disableoverlayscrollbars 

GNOME 3 Classic Mode

Archiv/Unity/FAQ/gnome3-fallback.png Anwender, die Unity nicht verwenden möchten, können GNOME Classic (No Effects) auswählen, das der Fallback-Session von GNOME 3 entspricht. Dazu muss man lediglich folgenden Befehl im Terminal [1] ausführen:

sudo apt-get install gnome-shell gdm 

Nach einem Neustart oder dem Abmelden aus der aktuellen Sitzung kann man im GDM als Session GNOME Classic (No Effects) auswählen.

Herunterfahren per Tastenkombination

Manche Anwender stören sich daran, dass sie Ubuntu mit drei Tastenklicks herunterfahren müssen (siehe Tastenkürzel zum Herunterfahren). Mit dem folgenden Verfahren kann man das System per Tastendruck herunterfahren.

Man öffnet ein Terminal [1] und gibt dort die folgenden beiden Befehle ein:

gconftool-2 -t str --set /apps/metacity/global_keybindings/run_command_1 "<Control><Alt>Delete"
gconftool-2 -t str --set /apps/metacity/keybinding_commands/command_1 "gnome-session-quit --power-off" 

Statt der 1 kann man eine Zahl von 1 bis 12 wählen. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht aus Versehen eine andere Tastenkombination überschreibt. Dazu nutzt man am besten den unten beschrieben Weg über die grafische Benutzeroberfläche.

Per GUI aktivieren

Archiv/Unity/FAQ/dconf-editor.png Um die GUI zum Ändern der Anzeige zu nutzen, nutzt man den gconf-editor. Man startet den Editor über die Tastenkombination Alt + F2 und durch die Eingabe von gconf-editor. Weitere Informationen enthält der Artikel Unity/Unity Einstellungen (Abschnitt „Einstellungen-im-Konfigurations-Editor“).

Im Editor selbst navigiert man in der linken Spalte zu "apps" --> "metacity" -> "global_keybindings" und gibt dann in der rechten Spalte in einer der Zeilen namens run_command_1 bis run_command_12 den Wert (Value) <Control><Alt>Delete ein.

Man navigiert anschließend in der linken Spalte zu keybinding_commands, sucht rechts im Feld die entsprechende Spalte command_1 bis command_12 und gibt dort dann gnome-session-quit --power-off ein. Anschließend muss man sich aus- und wieder einloggen, um die Änderungen wirksam werden zu lassen.

Launcher fixieren (Unity-2D)

Um den Launcher in Unity-2D zu fixieren, kann man ein Terminal öffnen [1] und, das Tool dconf-tools installieren (dieses enthält den dconf-editor):

sudo apt-get install dconf-tools 

Nun kann man im Terminal die folgenden Befehle eingeben:

dconf write /com/canonical/unity-2d/launcher/hide-mode 0
dconf write /com/canonical/unity-2d/launcher/use-strut true 

Nach einem Neustart ist der Launcher in Unity-2D fixiert. Siehe auch weitere Informationen im Abschnitt Links.

Per GUI fixieren

Archiv/Unity/FAQ/menus-have-icons.png Um den Launcher in Unity-2D zu fixieren, installiert man sich zuerst das Paket dconf-tools, das den dconf-editor enthält.

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install dconf-tools 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://dconf-tools

Anschließend startet man über die Dash oder das Terminal dconf-editor:

dconf-editor 

und navigiert zu "com" -> "canonical" -> "unity-2d" -> "launcher". In der rechten Spalte erstellt man daraufhin den Eintrag hide-mode mit dem Wert (Value) 0, sowie eine weitere Spalte mit dem Eintrag use-strut und dem Wert true, und setzt einen Haken davor. Anschließend kann man den dconf-editor wieder schließen.

Aero Snap in Unity-2D

Wie man die Funktion Aero Snap – das Maximieren eines Fenster bei Annäherung an eine Bildschirmseite – auch in Unity-2D einsetzen kann, zeigt dieser Eintrag auf AskUbuntu: How do I get Aero Snap in Unity 2D?

Icons in Menüs

Ab GNOME 2.28 wurde auf Icons in Menüs verzichtet (siehe GNOME 2.28: Verzicht auf Symbole – mehr Texteinträge). Wer auch in Unity diese angezeigt haben möchte, z. B. in LibreOffice kann die folgenden Wege nutzen:

Via dconf-editor

Archiv/Unity/FAQ/menus-have-icons.png Dazu installiert man sich zuerst das Paket dconf-tools, das den dconf-editor enthält.

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install dconf-tools 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://dconf-tools

Anschließend startet man über die Dash oder das Terminal dconf-editor:

dconf-editor 

und navigiert zu "org" -> "gnome" -> "desktop" -> "interface". Man sucht in der rechten Spalte den Eintrag menus-have-icons und setzt einen Haken davor. Anschließend kann man den dconf-editor wieder schließen.

Via GNOME Tweak Tool

Da das GNOME Tweak Tool nicht offiziell unterstützt wird, soll an dieser Stelle nur ein Link gesetzt werden: http://forum.ubuntuusers.de/post/3469742/

Standard-Einstellungen CCSM

Eine Übersicht, wie der CompizConfig Einstellungs-Manager (CCSM) unverändert eingestellt ist, findet man auf diesen beiden Screenshots:

Diese können beispielsweise helfen, wenn man (versehentlich) den Würfel (siehe Bild) aktiviert hat.

Unity konfigurieren

Sowohl für Natty als auch für Oneiric gibt es Möglichkeiten, Unity zu konfigurieren:

Wie heißen die Unity-Elemente

Folgende Seiten geben Überblick über die einzelnen Elemente in Unity:

Zuletzt verwendete Dateien löschen

Die Informationen zu den zuletzt verwendeten Dateien stammen von Zeitgeist. Um die Liste der zuletzt verwendeten Dateien zu löschen, muss man daher den Journal von Zeitgeist löschen.

Dash-Icon im Launcher ändern

Wie man das Dash-Icon im Launcher ändern kann, steht auf AskUbuntu: How to change the Dash icon in the Unity Launcher?.

Wiki/Icons/help.png

Problemlösungen

Nachfolgend finden sich einige Lösungen zu Problemen, die mit Unity, Compiz oder CCSM auftreten können.

Launcher und Panel fehlen

Wenn sowohl Launcher als auch Panel fehlen, kann es helfen, wenn man Compiz zurücksetzt. Dazu nutzt man diesen beschriebenen Weg.

Dash-Suche zeigt keine Ergebnisse

Man schaut im Terminal [1] nach, ob diese beiden Pakete installiert sind bzw. installiert sie erneut:

apt-get install --reinstall unity-lens-applications unity-lens-files 

Danach aus-/einloggen oder noch besser neustarten. Dann werden wieder Suchergebnisse angezeigt.

Ab Ubuntu 12.04 kann es auch weiterhelfen, den Ordner ~/.local/share/zeitgeist/ komplett zu löschen (siehe Zeitgeist (Abschnitt „Problembehebung“))

Ungelöste Probleme

Bei Unity gibt es noch einige weitere ungelöste Probleme. Die Liste soll die wichtigsten und schwerwiegendsten wiedergeben:

intern

extern