Archiv/MPlayer/Problembehebung

Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Archive entpacken

  2. Ein Terminal öffnen

  3. Bearbeiten von Paketquellen

  4. Einen Editor öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. MPlayer2
  2. Codecs
  3. DVD-Wiedergabe
  4. Compiz
  5. Audioausgabe scheitert
  6. Videoausgabe scheitert
    1. Startparameter setzen
    2. Video-Output wechseln
  7. Vollbild-Modus korrekt einrichten
  8. Lästige Fehlermeldungen unterdrücken
  9. "Öffnen mit" in Nautilus
  10. Links

Dieser Artikel dient als Ergänzung zum Hauptartikel MPlayer und behandelt mögliche Probleme und ihre Lösung.

MPlayer2

Von 974125 (status: fixed, 18.1.13) sind die Ubuntu-Versionen 12.04 und 12.10 und speziell Lubuntu betroffen, da MPlayer hier als Standard-Videoplayer dient. Allerdings hängt es vom verwendetem Prozessor ab, ob der Start von MPlayer beispielsweise mit folgender Meldung scheitert:

"MPlayer interrupted by signal 4 in module: read_subtitles_file"

Betroffen sind anscheinend insbesondere ältere Einkern-CPUs (z.B. Pentium M). Abhilfe ist einfach: man ersetzt das fehlerhafte Paket mplayer2 durch das ältere mplayer (wodurch mplayer2 automatisch entfernt wird).

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install mplayer 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://mplayer

Codecs

ERROR: Could not open required DirectShow codec wmvdmod.dll

Bekommt man diese oder eine ähnliche Meldung beim Abspielen eines Videos mit MPlayer, fehlen einem proprietäre (Windows-) Codecs. Um diese in Ubuntu zu integrieren, lädt man von der MPlayer-Webseite die Binary Codec Packages 🇬🇧 ⮷ für die gewünschte Architektur (32-/64-Bit) herunter und entpackt [1] sie. Nun erstellt man das Verzeichnis /usr/lib/codecs mit dem Befehl [2]:

sudo mkdir /usr/lib/codecs 

Dorthin kopiert man nun die entpackten Codecs. Die Fehlermeldung sollte nun nicht mehr erscheinen.

DVD-Wiedergabe

ERROR: no stream found to handle url dvd://

Siehe DVD-Wiedergabe.

Compiz

Wenn das Programmfenster unter Compiz transparent erscheint, kann man mit Alt + mittlere Maustaste-Hoch bzw. Alt + mittlere Maustaste-Runter die Transparenz des Fensters ändern. Wenn das nicht hilft, muss man Compiz bzw. die Desktop-Effekte abschalten. Da Unity zwingend Compiz voraussetzt, kommt hier nur noch ein Wechsel der Desktop-Umgebung in Frage.

Audioausgabe scheitert

MPlayer sucht automatisch nach einem Ausgabemodul für den Sound, wenn keines explizit angegeben wurde. Die grafischen Oberflächen vom MPlayer lässt sich oft ein bestimmtes Modul vorgeben (z.B. bei SMPlayer unter "Optionen -> Einstellungen -> Allgemein -> Audio: Ausgabe Gerätetreiber").

Bei einer Minimal-Installation werden neben den Kernel-Treibern keine Soundserver installiert, was dazu führen kann, dass MPlayer keinen Ton ausgibt. Hier hilft es, z.B. die Pakete

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install alsa-utils asoundconf-gtk 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://alsa-utils,asoundconf-gtk

zu installieren, wobei mit dem letztgenannten die Soundkarte ausgewählt werden kann.

Nun kann im MPlayer als Ausgabemodul "alsa" ausgewählt werden.

Videoausgabe scheitert

Falls man die Fehlermeldung

Error opening/initializing the selected video_out (-vo) device

bekommt, kann man folgende Möglichkeiten zur Lösung probieren:

Startparameter setzen

Man kann versuchen, den MPlayer mit besonderen Angaben zu starten:

mplayer -vo x11,xv,sdl /pfad/zum/video   (Achtung: wahlweise entweder x11 oder xv oder sdl)  

Dann sollte man normalerweise ein Bild bekommen. Dieser Befehl muss nur einmal ausgeführt werden. Anschließend kann man über die grafische Oberfläche von MPlayer ggf. weitere Treiber unter Einstellungen ausprobieren.

Hinweis:

Wenn möglich, sollte man den Video-Treiber auf xv oder sdl setzen, da x11 nur Softwareskalierung für Höhe und Breite des Videos unterstützt, was die CPU des Rechners stark belasten kann. Kommt es bei Verwendung von Compiz zu einem Flackern des Videos, hilft es meistens, die Desktop-Effekte auszuschalten.

Achtung!

Bei Verwendung von sdl kann es unter Umständen zu einem schwarzen Bildschirm kommen. Dann wird die Hardware-Videobeschleunigung seitens der Grafikkarte vermutlich nicht unterstützt. In diesem Falle wechselt man in eine andere virtuelle Konsole und beendet den MPlayer-Prozess mit dem Befehl kill.

Video-Output wechseln

Eine andere Möglichkeit ist es, den Treiber für den Video-Output per Konfiguration zu wechseln. Dazu lässt man sich zunächst über den Befehl

mplayer -vo help  

eine Liste der verfügbaren Video-Treiber ausgeben. Anschließend sollte man in der Datei ~/.mplayer/gui.conf (sowie evtl. zusätzlich in ~/.mplayer/config) den entsprechenden Eintrag für den Videotreiber ändern[4], also zum Beispiel:

vo_driver = "xmga"

in

vo_driver = "xv"

Hinweis:

Hat man eine Grafik-Konfiguration wie unter Grafikkarten/ATI/fglrx beschrieben und noch keine Änderungen an den Standardwerten der xorg.conf vorgenommen, kann es unter Umständen helfen, den Parameter vo_driver wie oben beschrieben zunächst auf x11 zu setzen. Erhält man daraufhin ein Videobild im MPlayer (auch wenn dieses unter Umständen flackert), sollte man die unter Grafikkarten/ATI/fglrx/Problembehebung beschriebenen Maßnahmen durchführen (Video Overlay an- und OpenGL Overlay ausschalten) und anschließend den XServer neu starten. Danach stellt man den Video-Treiber nach Möglichkeit wieder auf xv oder sdl.

Vollbild-Modus korrekt einrichten

Bei (Breitbild-)Monitoren mit einem anderen Seitenverhältnis als 4:3, muss für eine korrekte Anzeige im Vollbild-Modus in der Datei ~/.mplayer/config das Seitenverhältnis des Monitors eingetragen werden [3]. Beispielsweise müsste man bei einer Auflösung des Monitors von 1280x1024

monitoraspect=5:4

eintragen.

Lästige Fehlermeldungen unterdrücken

Manche Anwender klagen über eine Flut von lästigen Fehlermeldungen und Hinweisen, die der MPlayer besonders beim Vorspulen ausgibt. Wenn das Programm ansonsten seinen Dienst tut, kann man diese Meldungen unterdrücken, indem man in der Konfigurations-Datei den Hinweis

really-quiet="1"

setzt. Dies sorgt dafür, dass nur noch Fehlermeldungen von erheblicher Bedeutung ausgegeben werden.

"Öffnen mit" in Nautilus

Um den MPlayer (ohne GUI) unter Nautilus in die "Öffnen mit"-Auswahl zu bekommen, kann man unter ~/.local/share/applications/ in einem Editor[4] eine mplayer.desktop-Datei mit folgendem Inhalt erstellen:

[Desktop Entry]
Name=MPlayer
Comment=Play movies and songs
Exec=mplayer %U
Icon=totem
Terminal=true
Type=Application
StartupNotify=true

Siehe auch Programmstarter.