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Tilda

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

./tilda_logo.png

Tilda bietet eine Konsole, die sich durch Drücken eines Tastenkürzels (Standard: F1 ) vom oberen Bildschirmrand nach unten hin öffnet oder aber wieder verschwindet. Man hat damit in Sekundenschnelle eine Konsole parat, die nie im Weg steht und nebenbei auch noch gut aussieht - und das ziemlich objektiv, denn sie ist vom Layout her anpassbar. Ferner wird auch Tabbing unterstützt, so dass trotz vieler offener Konsolen alles relativ übersichtlich bleibt. Bislang ist es nicht möglich, die Tabs selbst mit Bezeichnungen zu versehen, wie man dies beispielsweise vom GNOME-Terminal gewohnt ist.

Alternativen sind guake (GNOME) und Yakuake (KDE).

tilda.png
Tilda

Installation

Tilda lässt sich direkt aus den Paketquellen von Ubuntu installieren. Es muss das Paket

  • tilda (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

installiert[1] werden.

Programmstart

Nach der Installation kann man Tilda im GNOME-Menü über "Anwendungen -> Zubehör -> Tilda" starten.

Per Befehlszeile kann Tilda mit

tilda 

gestartet werden[4]. Beim ersten Starten von Tilda wird zunächst ein Konfigurationsfenster geöffnet, das sich in verschiedene Kategorien unterteilt. Mittels der Option -C

tilda -C 

lässt sich dieses Konfigurationsfenster auch später wieder aufrufen bzw. über die Option "Einstellungen" aus dem Kontextmenü heraus öffnen.

Um Tilda beim Starten der Sitzung automatisch zu starten, muss das Programm noch im Sitzungsdialog unter Startprogramme eingetragen werden[2].

Konfiguration

Grafische Konfiguration

Allgemein

Diese Kategorie sieht zunächst Einstellungen für "Fenster-Anzeige" vor. Dort lässt sich unter anderem einstellen, ob das Tilda-Fenster auf

  • allen Arbeitsflächen erscheinen

  • immer im Vordergrund stehen

  • in der Taskbar genannt werden

  • oder versteckt gestartet werden

soll. Daneben sieht die Kategorie auch noch Einstellungen für die "Terminal-Anzeige" sowie der "Schriftart" vor. Wer die Einstellung für die "Position der Tabs" sucht, wird erstaunlicherweise im Bereich "Schriftart" fündig.

Titel und Kommando

Hier kann man eine "Anfangsüberschrift" und eine "Dynamische Überschrift" einstellen. Ersteres kann selbst gewählt werden (in der Voreinstellung "Tilda"), die Dynamische Überschrift besteht aus dem Benutzer und dem Rechnernamen sowie dem Verzeichnis, in das man gewechselt ist (z. B. "user@host:~/Desktop"). Auch die Reihenfolge der verschiedenen Titel kann eingestellt werden.

Im Bereich "Kommando" kann man einstellen, ob ein benutzerdefinierter Befehl anstelle der Shell ausgeführt werden soll. Unter "URL-Handhabung" ist es möglich die URL-Handhabung zu bestimmen.

Darstellung

Der Bereich "Darstellung" ist vielleicht der wichtigste Bereich, denn hier können die wesentlichen Parameter für das Erscheinungsbild von Tilda eingestellt werden. Neben "Höhe" und "Breite", deren Werte sowohl in Prozent als auch absolut in Pixeln angegeben werden können, kann auch die "Position" des Terminals absolut bestimmt werden. Unter "Extras" kann man optische Effekte definieren. So stehen Einstellung zur Transparenz, zur Animation und zum Hintergrundbild zur Verfügung.

Farben

In diesem Bereich können die grundlegenden Einstellungen zur Hintergrundfarbe sowie zur Textfarbe getroffen werden. Im Unterschied zu Yakuake stehen hier nicht eben viele voreingestellte Schemata zur Verfügung.

Scrollen

Unter dieser Kategorie findet man Einstellungsmöglichkeiten zur Einblendung eines Scrollbalkens sowie dessen Ausrichtung.

Kompatibilität

Hier können das Verhalten der -Taste sowie der Entf-Taste angepasst werden.

Tastenbelegung

Im Bereich Tastenbelegung ist es möglich, das Erscheinen von Tilda an eine beliebige Taste zu binden.

Konfiguration über ein Terminal

Tilda lässt sich aber auch über das Terminal konfigurieren[3]. Mit dem Befehl

tilda --help-all 

gibt Tilda alle Schalter für die Bedienung aus.

Benutzung

Die generelle Benutzung ist eigentlich selbsterklärend.

Tastenkombinationen

Interessant sind noch die Tastenkombinationen:

Tastenkombinationen Funktion
Strg + + T Neuer Tab
Strg + + Bild ↑ Nächster Tab
Strg + + Bild ↓ Vorheriger Tab
Alt + # Springe zum n-ten Tab

Fehlerbehebung

Tilda zerstört seine Konfigurationsdatei

Es gibt einen Bug, durch den Tilda seine Konfigurationsdatei zerstört. In diesem Fall lässt sich Tilda bis zum Löschen oder Überschreiben der Konfigurationsdatei nicht mehr starten. Um dieses Problem zu umgehen, kann man die Konfigurationsdatei im Ordner ~/.tilda von config_0 in config umbenennen und dieses Skript benutzen, um die Datei vor jedem Start von Tilda wieder nach config_0 zu kopieren. Dazu erstellt man die Datei /usr/local/bin/Tilda mit folgendem Inhalt:

1
2
3
#!/bin/bash
cp ~/.tilda/config ~/.tilda/config_0 &&
tilda

Nachdem die Datei als Programm ausführbar gemacht wurde[5], kann man Tilda starten[4]. Es muss lediglich beachtet werden, dass man jetzt zum dauerhaften Ändern der Konfiguration die Datei config ändern muss und Änderungen an config_0 beim nächsten Starten von Tilda verloren gehen.

Schrift verschwindet

Bisweilen passiert es, dass in Tilda das, was man tippt, verschwindet bzw. nicht lesbar ist, alles andere im Terminal jedoch weiterhin zu lesen ist. Um dies zu beheben muss man in den Tilda-Einstellungen, die über den Befehl[3]:

tilda -C 

zu erreichen sind, einen Haken bei "Allgemein -> Fenster-Anzeige -> Double Buffering aktivieren" machen. Danach sollte das Problem behoben sein.

Tilda hat nur gefälschte Transparenz

(gilt nur, wenn Compiz aktiv ist bzw. die "Visuellen Effekte" auf "Extra" geschaltet wurden)

Dazu ist es nötig, ein kleines Skript zu schreiben. Mit einem Editor[6] wird im Verzeichnis ~/.tilda/ ein Skript, z.B. unter dem Namen tilsta.sh, mit folgendem Inhalt erstellt:

1
2
3
4
#!/bin/bash
sleep 5;
tilda -h;
exit 0;

Die Datei wird ausführbar gemacht [5], danach wird tilsta.sh in die Startprogramme aufgenommen [2].

Diese Revision wurde am 11. April 2012 20:51 von ubot erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: System, Terminal

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