bsnes
ist ein SNES-Emulator, bei dessen Entwicklung großen Wert auf die Genauigkeit der Emulation gelegt wird. Er ist der einzige Emulator, der alle SNES-Spiele emulieren kann. Dazu war es nötig, die Programme aus mehreren in SNES-Spielmodulen enthaltenen Coprozessoren auszulesen
.
Da für eine genaue Emulation viel Rechnerleistung benötigt wird, gibt es zwei Profile, bei denen etwas Genauigkeit für Geschwindigkeit eingetauscht wird, sodass auch Besitzer sonst zu langsamer Geräte in den Genuss von bsnes kommen können.
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GB-Flyer |
Es gibt zwei Wege, bsnes unter Ubuntu zu installieren. Entweder man benutzt das Ubuntu-Paket, das ab Ubuntu 12.04 Precise Pengolin in den Paketquellen enthalten ist, oder man kompiliert bsnes selbst.
In jedem Fall ist sicherzustellen, dass ein Grafikkarten-Treiber mit 3D-Beschleunigung installiert ist.
Folgende Abhängigkeiten sind aus den Paketquellen zu installieren:
build-essential
libgtk2.0-dev
libsdl1.2-dev
libpulse-dev
libopenal-dev
libao-dev
libxv-dev
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install build-essential libgtk2.0-dev libsdl1.2-dev libpulse-dev libopenal-dev libao-dev libxv-dev
sudo aptitude install build-essential libgtk2.0-dev libsdl1.2-dev libpulse-dev libopenal-dev libao-dev libxv-dev
Als nächstes wird das bsnes-Archiv von der Projektseite
heruntergeladen und entpackt [2]. Nun muss man sich für ein Profil entscheiden. Folgende stehen zur Auswahl:
| Profile | |
| Option | Beschreibung |
accuracy | höchste Genauigkeit |
compatibility | Kompromiss zwischen Genauigkeit und Geschwindigkeit |
performance | höchste Geschwindigkeit, bei einigen Spielen können Grafikfehler auftreten |
Nun wird in einem Terminal [3] in den Ordner bsnes gewechselt. Hier wird das Programm kompiliert und installiert [4], wobei kein configure-Skript ausgeführt werden muss. Zum Kompilieren wird der Befehl
make compiler=gcc phoenix=gtk profile=compatibility
verwendet, wobei das gewünschte Profil einzusetzen ist.
Nach der Installation kann bsnes über den Eintrag im "Spiele"-Menü gestartet werden. Über den Menüeintrag "System -> Load Cartridge..." werden ROMs geladen. Die ROMs müssen die Dateiendung .sfc haben und dürfen keinen Kopierer-Header haben, siehe snespurify.
Der Vollbildmodus wird mit F11 de-/aktiviert.
Die Tasten der Tastatur werden wie folgt den SNES-Tasten zugeordnet:
| Steuerung | |||
| Taste | SNES-Taste | Taste | SNES-Taste |
| ←, ↑, →, ↓ | links, hoch, rechts, runter | ||
| S | X | X | A |
| A | Y | Z | B |
| D | L | C | R |
| ⏎ | Start | # | Select |
Die Konfiguration kann im Menü "Settings" vorgenommen werden. Die Tastatur- bzw. Gamepadbelegung wird unter "Input Settings..." eingestellt.
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| snespurify |
Die im Umlauf befindlichen SNES-ROMs haben eine große Anzahl verschiedener Dateiendungen. Außerdem haben viele einen Kopierer-Header, unnötige Daten, die das zum Auslesen des Spielmoduls verwendete Gerät an den Anfang der Datei geschrieben hat. Der Autor von bsnes hat diesem Durcheinander den Kampf angesagt
, darum lassen sich mit bsnes nur ROMs ohne Kopierer-Header mit der Dateiendung .sfc (für Super Famicom, japanischer Name des SNES) abspielen.
Um andere ROMs fit für bsnes zu machen, liegt dem Emulator das Werkzeug snespurify bei.
Vorausgesetzt, die zum Kompilieren von bsnes benötigten Abhängigkeiten sind bereits installiert, wechselt man in einem Terminal in den Ordner snespurify und führt
./cc-gtk.sh
oder
./cc-qt.sh
aus, um snespurify mit GTK+ oder Qt als Toolkit zu kompilieren. Nun kann man snespurify im gleichen Ordner mit
./snespurify-qt
starten.
Mit "Browse..." wird ein Ordner ausgewählt, der dann mit "Scan" nach zu korrigierenden SNES-ROMs durchsucht wird. Danach wird per Häkchen gewählt, welche Probleme behoben werden sollen, per Druck auf "Correct" werden die gewählten Aufgaben durchgeführt.
Diese Revision wurde am 11. April 2012 17:10 von frustschieber erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
Spiele, Famicom, SNES, Nintendo, Emulation und Virtualisierung
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