Terminator
ist ein in Python geschriebener Terminal-Emulator für die Desktop-Umgebung GNOME, der es ermöglicht mehrere Terminals innerhalb eines Fensters bzw. einzelner Tabs zu benutzen und mittels Tastatur-Kürzeln zwischen diesen zu wechseln. So kann man ohne Tabs und ohne weitere Terminalfenster mehrere Shells zur selben Zeit offen haben.
Terminator kann aus den offiziellen Paketquellen installiert werden [1]:
terminator (universe, [2])
Um das Programm aus dem PPA
ppa von gnome-terminator zu installieren, muss, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen eingetragen werden:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Für Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04:
deb http://ppa.launchpad.net/gnome-terminator/ppa/ubuntu jaunty main
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
deb http://ppa.launchpad.net/gnome-terminator/ppa/ubuntu intrepid main
deb http://ppa.launchpad.net/gnome-terminator/ppa/ubuntu hardy main
Um die Quelle zu verwenden, sollte man den Signierungsschlüssel für diese Quelle einspielen. Dazu verwendet man folgenden Befehl:
sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 1BD3A65C
Um Terminator aus dem PPA zu installieren [1], benötigt man nun folgendes Paket:
terminator
Terminator bietet optional die Möglichkeit, eine individuelle Konfiguration vorzunehmen. Dazu öffnet man die Datei ~/.config/terminator/config mit einem Editor [3]. Ist die Datei noch nicht vorhanden, erstellt man ein neues Dokument unter diesem Namen.
Nun kann man die gewünschten Parameter in der Form option = value in die Konfigurations-Datei eintragen. Eine kleine Auswahl an Optionen findet sich in der folgenden Tabelle:
| Parameter | |||
| Option | Werte | Standard | Auswirkung |
allow_bold | boolean | true | Erlaubt es Applikationen, fetten Text auszugeben. |
enable_real_transparency | boolean | false | Terminator versucht, echte Transparenz zu verwenden. |
silent_bell | boolean | true | Lässt das Terminal aufblinken, falls Escape-Sequenzen zur Terminal-Glocke geschickt werden. |
force_no_bell | boolean | false | Alle Escape-Sequenzen an die Terminal-Glocke werden ignoriert. |
use_theme_colors | boolean | false | Es werden anstatt der vorkonfigurierten Farben die Themen-Farben verwendet. |
background_color | HTML-Farbcode | #000000 | Die Standard-Hintergrundfarbe wird festgelegt. |
background_type | solid, image, transparent | solid | Der Typ des Terminal-Hintergrundes wird festgelegt. |
font | Pango Font-Name | Mono 8 | Legt die Schriftart fest. |
borderless | boolean | false | Terminator startet ohne Fenster-Dekoration. |
extreme_tabs | boolean | false | Weitere Tabs können innerhalb eines Tabs geöffnet werden. |
Eine vollständige Liste der möglichen Optionen findet man in der Manpage [4] mit dem Namen "terminator_config".
Terminator lässt sich ausschließlich über Tasten-Kombinationen steuern. Die wichtigsten Kombinationen sind in folgender Tabelle aufgelistet:
| Kombination | Auswirkung |
| Strg + ⇧ + O | Das Terminal wird horizontal geteilt. |
| Strg + ⇧ + E | Das Terminal wird vertikal geteilt. |
| Strg + ⇧ + S | Die Scrollleiste wird versteckt. |
| Strg + ⇧ + W | Das aktuelle Terminal wird geschlossen. |
| Strg + ⇧ + Q | Terminator wird geschlossen. |
| Strg + ⇧ + T | Ein neues Tab wird geöffnet. |
| Strg + ⇧ + N | Zum nächsten Terminal wechseln |
| Strg + ⇧ + P | Zum vorherigen Terminal wechseln |
| F11 | Vollbild-Modus |
Eine ausführliche Liste aller möglichen Tasten-Kombinationen findet man in der Manpage [4] zu Terminator.
Wenn man bei der Bash-Completetion in Ubuntu Gutsy Gibbon (7.10) einen flimmerndes Terminal bekommt, liegt das daran, dass man die silent_bell auf false setzen sollte:
echo "silent_bell = false" >> ~/.config/terminator/config
Scheinbar tritt dies aber ab Hardy nicht mehr auf, obwohl in den Manpages [4] immer noch vom default true ausgegangen wird.
Diese Revision wurde am 28. Oktober 2009 um 00:17 Uhr
von oliverhorn erstellt.
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