Cheese
ist eine lustige kleine Webcam Anwendung ähnlich zu Photo Booth
von MacOSX. Bilder oder Videos der Webcam können mit verschiedenen Filtern versehen und gespeichert werden. Ein Countdown zählt bis zum Erstellen des Bildes herunter, so dass man rechtzeitig "Cheeeeese" sagen kann.
Direkt aus Cheese heraus lassen sich dann die gespeicherten Bilder bzw. Videos per Email verschicken oder in weitere Anwendungen übertragen. Cheese benutzt das GStreamer-Framework zur Vearbeitung der Videodaten und braucht daher ein Großteil der GNOME-Desktopumgebung.
Cheese kann aus den Paketquellen von Ubuntu installiert [1] werden. Es muss lediglich das Paket
cheese (universe, [2])
installiert werden.
Nach der Installation kann man Cheese über
"Anwendungen -> Zubehör -> Cheese" (Bis Ubuntu "Intrepid Ibex" 8.10)
"Anwendungen -> Grafik -> Cheese" (Ubuntu "Jaunty Jackalope" 9.04)
"Anwendungen -> Unterhaltungsmedien -> Cheese Webcam-Automat" (Ubuntu "Karmic Koala" 9.10)
starten.

Über die Schaltflächen "Foto" bzw. "Video" kann man bestimmen, ob ein Foto geschossen oder ein Video aufgenommen werden soll. Unter "Effekte" kann man zahlreiche Effekte aktivieren bzw. deaktivieren, die dann automatisch auf die Aufnahme angewendet werden.
Klickt man mit der rechten Maustaste auf eines der erstellten Bilder oder Videos, so kann man Bild/Video über einen Rechtsklick per Email verschicken, als Anmeldebild setzen, nach F-Spot exportieren bzw. verschiedene Dateioperationen ausführen.
Die Auflösung der Kamera kann unter -> Bedienung -> Einstellung angepasst werden; gilt dann sowohl für Kamerabetrieb, Photos als auch Videos.
Videos werden im "ogv-Format" gespeichert, können aber mit MEncoder umgewandelt werden:
Möchte man direkt die erstellten Aufnahmen bearbeiten, so findet man sie im Homeverzeichnis unter ~/.gnome2/cheese/images bzw. ~/.gnome2/cheese/videos. Seit Intrepid findet man die Bilder/Videos jedoch in anderen Ordnern, sofern diese bereits erstellt sind. Hat man einen Ordner Bilder sowie einen Ordner Videos im Home-Verzeichnis angelegt, so legt Cheese dort selbsttätig den Unterordner Webcam an und platziert dort die Aufnahmen bzw. Videos.
Manche Webcams scheinen bei der Nutzung der neueren Versionen von Ubuntu / Cheese nur Bilder in geringer Auflösung zu produzieren.
Dies lässt sich in den meisten Fällen mit der Verwendung der neuesten libv4l-Versionen umgehen, welche man aus den
Debian-Sid-Quellen
erhält.
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Seit Ubuntu "Karmic Koala" 9.10 kann man die Bilderleiste am unteren Rand der Anwendung auf den rechten Rand verschieben. Über Cheese -> Breiter Modus lässt sich so Cheese auch besser auf Netbooks mit kleinen Bildschirmen verwenden.
Diese Revision wurde am 4. Januar 2010 um 22:09 Uhr
von frustschieber erstellt.
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