CDemu
ist ein Programm, das es erlaubt, eine Vielzahl proprietären Image-Formate auch unter Linux einzubinden. Es lässt sich mit der Windows-Software Daemon Tools
vergleichen.
Momentan (Stand Juli 2009) werden die Formate B6T (BlindWrite), C2D (WinOnCD), CCD (CloneCD), CDI (DiscJuggler), CIF (Easy CD Creator), CUE (CDRWin), DAA (PowerISO, nur unverschlüsselt), ISO, MDS (Alcohol120%), NRG (Nero Burning ROM), TOC (CdrDao) unterstützt (Quelle
).
Das Programm ist nicht in den offiziellen Paketquellen enthalten. Man kann aber ein "Personal Package Archiv" (PPA) nutzen.
Zunächst muss man folgendes PPA als Paketquelle hinzufügen [1]:
ppa:cdemu/ppa
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Weitere Informationen bietet die
PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team cdemu.
Nach dem Aktualisieren der Paketquellen installiert man die folgenden Pakete [2]:
cdemu-daemon (ppa)
cdemu-client (ppa)
Nachdem man sich neu eingeloggt hat, sollte der CDemu-Daemon gestartet sein. Man kann CDemu jetzt über die Konsole [4] benutzen (es ist zu beachten, dass die Nummerierung der Laufwerke wie bei Unix üblich mit 0 und nicht mit 1 beginnt). Wer möchte, kann sich auch eine grafische Oberfläche installieren, wie weiter unten beschrieben.
cdemu load <Laufwerksnummer> <Pfad zum Abbild>
ein Beispiel:
cdemu load 0 /home/user/Image.mdf
Um die Emulation des im Beispiel genannten virtuellen Laufwerks wieder zu beenden genügt:
cdemu unload 0
CDemu kann auch dazu benutzt werden, proprietäre Image-Formate in das ISO-Format umzuwandeln. Dazu wird zunächst das Image normal unter CDemu eingebunden. Jetzt kann man von dem virtuellen CD-Laufwerk wiederum ein Image machen, diesmal im ISO-Format, und zwar mit Shell/dd:
sudo dd if=/dev/sr1 of=Image.iso
Dabei muss das Gerät (/dev/sr1) eventuell angepasst werden, je nachdem, wie viele reale CD-Laufwerke man hat. In diesem Fall existiert ein reales Laufwerk (dev/sr0), die CDemu-Laufwerke beginnen also bei /dev/sr1.
Es existieren mehrere grafische Oberflächen für CDemu.
Um CDemu über das GNOME-Panel (die Leisten oben und unten) zu steuern, muss man zusätzlich das Paket
gcdemu (ppa)
installieren. Jetzt kann man mit einem
-Klick auf das Panel "-> Zum Panel hinzufügen" das gCDemu-Applet auswählen.
Um CDemu in Nautilus einzubinden, lädt man sich folgendes Skript
herunter und kopiert es in den versteckten Ordner .gnome2/nautilus-scripts im Homeverzeichnis (der versteckte Ordner lässt sich mit
Strg +
H sichtbar machen). Außerdem muss das Skript noch ausführbar gemacht werden, und zwar über einen
"-> Eigenschaften -> Zugriffsrechte -> Datei als Programm ausführen". Nun kann man einen Rechtsklick auf eine Imagedatei machen und diese mit "Skripte -> image-mount" einbinden.
Für die KDE-Umgebung gibt es eine Oberfläche namens KDE CDEmu Manager. Sie bietet eine Einbindung in das Kontextmenü des Dateimanagers Dolphin und einen "Manager", mit dem man alle virtuellen Laufwerke verwalten kann. Leider gibt es noch keine fertigen Pakete dafür. Man muss sich den Quelltext von kde-apps.org
herunterladen und nach der Anleitung dort installieren.
Fremdsoftware kann das System gefährden.
Wenn man bei der Benutzung eine Fehlermeldung wie
FEHLER: Fehler beim Verbinden zum Daemon (Bus: 'session')!
erhält, muss man den "System-Bus" verwenden. Auf der Konsole muss man dafür die Option -b system verwenden, auf das GCDemu-Applet muss man einen
-Klick machen und "Benutze System Bus" aktivieren.
Diese Revision wurde am 16. Dezember 2011 um 00:02 Uhr
von Denny1987 erstellt.
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