module-assistant

Ausbaufähige Anleitung

Dieser Anleitung fehlen noch einige Informationen. Wenn Du etwas verbessern kannst, dann editiere den Beitrag, um die Qualität des Wikis noch weiter zu verbessern.


Anmerkung: Dieser Artikel kann um eine Beschreibung der Kommandozeilen-Optionen erweitert werden.

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Benutzung
  3. Weitere Optionen
  4. Abkürzungen

Der module-assistant ist ein kleines, textbasiertes Perlprogramm für das Terminal, mit dem sich im normalen Kernel eventuell nicht vorhandene Kernelmodule komfortabel erstellen und nachinstallieren lassen.

Achtung!

Der module-assistant eignet sich nur zur Erstellung und Installation von Kernelmodulen, für die der Quellcode in den Ubuntu-Quellen vorhanden ist (siehe unten). Der module-assistant ist kein Universalwerkzeug zur Erstellung von Kernelmodulen aus beliebigen Quellen!

Installation

Folgendes Paket muss installiert [1] werden:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install module-assistant 

sudo aptitude install module-assistant 

Benutzung

Der Aufruf des module-assistant erfolgt im Terminal [2], wobei das Programm zwingend Root-Rechte für die volle Funktionalität benötigt:

sudo module-assistant 

Weiterhin kennt der module-assistant eine Reihe von Optionen.

Die Bedienung des Programms erfolgt mit den Cursor-Tasten + zur Navigation, der Leertaste          zur Auswahl von Menüeinträgen, der Tab-Taste Tab ⇆ zum Wechsel zwischen Menü und Ok/Abbrechen sowie der Return-Taste zu Bestätigung.

Nach dem Programmstart sieht man ein kleines Menü, aus dem die folgenden Punkte ausgewählt werden können:

Startmenü module-assistant
MenüpunktBeschreibung
"Overview"Listet alle Kommandozeilen-Optionen auf.
"Update"Liest die Paketquellen neu ein, entspricht apt-get update.
"Prepare"Prüft, ob alle Pakete auf dem System installiert sind, die zur Modulerstellung notwendig sind (z.B. build-essentials) und installiert diese gegebenenfalls.
"Select"Wechsel zur Liste, in der die zu installierenden Module ausgewählt werden können.
"Exit"Beendet das Programm.

Wählt man "Select", so kann man mit          ein oder mehrere Module auswählen. Die meisten Module sind mit einer kurzen englischen Beschreibung versehen.

Installations-Menü
MenüpunktBeschreibung
"List"Listet eventuell vorhandene Binär-Pakete auf.
"Search"Binär-Pakete mittels apt-cache suchen.
"Get"Holt den für das auswählte Modul / die ausgewählten Module Quellcode (als Paket) aus den Paketquellen.
"Build"Baut (kompiliert) das Modul aus dem Quellcode für den aktuell installierten Kernel.
"Install"Installiert das gebaute (kompilierte) Modul.
"Back"Zurück zur Modulauswahlliste.

Wie man sieht, ist die Tabelle nach der Reihe des auszuwählenden Punkte bei der Modul-Installation sortiert.

Sollte der Build-Vorgang nicht ohne Problem durchlaufen, so erhält man die Möglichkeit, die Log-Datei des Kompiliervorgangs anzuschauen.

Hinweis:

Manche Kompiliervorgänge werden - warum auch immer - mit einer Fehlermeldung beendet, dass Modul kann aber trotzdem ohne Probleme installiert und genutzt werden. Dies erkennt man in der Regel daran, dass der module-assistant anbietet, das Paket zu installieren. Liefert "Install" ebenfalls eine Fehlermeldung, so ist das Modul nicht vollständig kompiliert.

Um zu prüfen, ob das Modul korrekt erstellt und installiert ist kann man im Terminal folgendes aufrufen:

modinfo Modulname 

Weitere Information zum Laden von (fertig installierten) Modulen erhält der Artikel Kernelmodule.

Achtung!

Wie oben bereits erwähnt sind die erstellten Module nur für den Kernel nutzbar, unter dem sie erstellt wurden. Wird ein neuer Kernel installiert (z.B. im Rahmen eines regulären Updates), so müssen alle mit dem module-assistant erstellten Module neu erstellt und installiert werden. Abhilfe schafft hier nur die nachträgliche Installation von DKMS. Dadurch werden die Module beim Kernelupdate in den neuen Kernel eingepflegt.

Weitere Optionen

Der module-assistant kennt ein größere Anzahl von Kommandozeilen-Optionen.

Prinzipiell lassen sich alle oben genannten Kommandos auch im Terminal direkt starten.

Hierzu wird der entsprechende Befehl hinter module-assistant gesetzt. Um ein Modul zu installieren gibt man z.B.

module-assistant install MODULNAME 

ein.

Eine vollständige Übersicht über alle Optionen und Funktionen enthalten auch die Manpages des module-assistant.

Abkürzungen

In der Kommandozeile lassen sich zahlreiche Aufgaben verkürzen.

Neue Module können Beispielsweise über drei kurze Kommandos installiert werden

module-assistant prepare          # Ist nur jeweils einmal bei neuem Kernel nötig
module-assistant update
module-assistant auto-install MODULNAME 

Die Funktion auto-install führt selbstständig die Schritte get, build und install durch und versucht zudem die Abhängigkeiten aufzulösen.

Es werden auch die bekannten Optionen wie -f oder --force akzeptiert, diese Option führt dazu das ein Modul auf jeden Fall gebaut und installiert wird.

Interessant für Schreibfaule ist die Möglichkeit den Aufruf an sich abzukürzen.

m-a a-i MODULNAME 

ruft auto-install auf. Die vorhergehenden Kommandos update und/oder prepare sind dennoch vorher aufzurufen.