Transparentes Terminal

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Ein Terminal öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. GNOME 3
  2. KDE
  3. Xfce
  4. LXDE
  5. MATE
  6. Sonstige
  7. Links

Wiki/Icons/terminal.png Systemverwaltungsaufgaben werden oft in einem Terminal erledigt. Mancher möchte ein Terminal auf seiner Arbeitsfläche immer präsent haben. Dieses Terminal darf dann auch gerne durchsichtig, also transparent, sein. Hier werden Terminal-Programme beschrieben, die mit transparentem Hintergrund dargestellt werden können. Dabei muss allerdings zwischen "echter" Transparenz, die nur mit Hilfe eines Composite-Managers möglich ist, und "Pseudotransparenz" (gilt nur für das Terminalfenster) unterschieden werden.

Soll das transparente Terminal auf allen Arbeitsflächen präsent sein, sind die Mechanismen des jeweiligen Fenstermanagers oder der Desktop-Umgebung zu nutzen.

GNOME 3

./terminal_transparent.png Im GNOME-Terminal kann man einen transparenten Hintergrund ganz leicht aktivieren:

Dazu ist ein neues Profil anzulegen:

Möchte man immer dieses Profil benutzen, ist dieses in "Bearbeiten -> Profile -> Beim Starten eines neuen Terminals verwendetes Profil" zu aktivieren.

Hinweis:

Ab GNOME 3.8 (eigentlich ab inoffiziellem 3.7) wird Transparenz im Terminal nicht mehr unterstützt, im Menü ist die Option jedoch noch vorhanden! Der Grund ist, dass der Code fehlerhaft und nicht performant war und die Entwicklungsprioritäten anders gesetzt sind (Bugzilla #698544 🇬🇧).

KDE

Seit Ubuntu 8.10 verwendet Konsole echte Transparenz. Für eine transparente Konsole müssen daher unter "Systemeinstellungen -> Arbeitsfläche" die Arbeitsflächeneffekte aktiviert sein. Anschließend kann ein Farbschema eingerichtet werden:

Xfce

Das Xfce4-terminal ist das Terminal-Programm von Xfce. Natürlich kann man dieses Terminal-Programm auch in anderen Umgebungen nutzen. So aktiviert man einen transparenten Hintergrund:

Mit einer bestimmten Geometrie, ohne Menüleiste und ohne Rahmen wird xfce4-terminal so gestartet [1]:

xfce4-terminal --hide-menubar \
 --hide-borders \
 --geometry=80x24+5+35 

Man kann auch ein Skript (Wrapper) schreiben, das diesen Befehl ausführt. In folgendem Beispiel heißt das Skript term.wrapper:

#!/bin/sh
#term.wrapper
xfce4-terminal --hide-menubar \
 --hide-borders \
 --geometry=80x24+5+35

Nachdem dieses Skript ausführbar gemacht wurde, ist es in ein Verzeichnis zu kopieren, das im $PATH des Benutzers ist (vorzugsweise ~/bin/ oder /usr/local/bin/).

LXDE

./lxterm_transparent.png Wer LXTerminal nutzt, erreicht eine Pseudotransparenz über "Bearbeiten -> Einstellungen -> Stil -> Hintergrund". Dann ändert man nur die Deckkraft von 255 auf z.B. 127.

MATE

Um eine Pseudotransparenz im MATE-Terminal zu aktivieren, wählt man den Menüpunkt "Bearbeiten -> Profileinstellungen -> Hintergrundtyp" und dann "Transparenter Hintergrund" aus. Über einen Schieberegler kann anschließend die Stärke des Effekts angepasst werden.

Sonstige

Eterm

Eterm kann man per

Eterm --trans 

mit transparentem Hintergrund starten.

Vollständige Transparenz, sodass also auch keine Fensterdekorationen angezeigt werden, erreicht man mit weiteren Argumenten. Da die Positionierung dann komplizierter wird, ist im folgenden Beispiel auch diese per Argument -g angegeben:

Eterm --trans --borderless -g 100x24+5+470 --scrollbar false --buttonbar false -v 

Wenn einen noch die Anzeige in der Kontrolleiste stört kann man diese mit Hilfe vom kstart umgehen:

kstart --alldesktops --keepbelow --skiptaskbar Eterm -Ox --geometry 80x25+60+300 --scrollbar false --buttonbar false --font4