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GNOME Konfiguration

Wiki/Icons/settings.png Manche Benutzer bemängeln an den Desktop-Umgebungen Unity und GNOME, dass sie sich nicht so individuell anpassen lassen wie zum Beispiel KDE. Dies ist jedoch nicht ganz richtig. Die Möglichkeiten sind vorhanden, nur sind die Ubuntu- und GNOME-Entwickler der Meinung, dass ein Großteil der Benutzer diese Möglichkeiten überhaupt nicht braucht. Denn eines der Ziele von Ubuntu und von GNOME ist es, Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit zu betonen. Die Software soll "einfach funktionieren“, ohne dass man tausend Optionen anklicken kann bzw. muss.

Möchte man dennoch selbst an den Stellschrauben von Unity oder GNOME drehen, so kann man entweder Konfigurationsdateien bearbeiten oder diverse Hilfsprogramme benutzen. Dieser Artikel soll einen Überblick über die beiden verwendeten Konfigurationssysteme bieten, was die beiden unterscheidet und wie man sie nutzt. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die Änderungen, die diese Programme vornehmen, nicht auch an irgendeiner Stelle in Konflikt mit Unity oder GNOME selber kommen könnten.

Mit dem Wechsel von GNOME 2 auf GNOME 3 hat sich auch das jeweilige Konfigurationsprogramm grundlegend geändert. Wurde bis dahin das Programm gconf benutzt, so wurde dies durch das Programm dconf 🇬🇧 ersetzt. Auch die von Canonical entwickelte Oberfläche Unity setzt auf dconf.

gconf und dconf

Bis einschließlich GNOME 2.32 war gconf das Konfigurationsprogramm von GNOME. Alle GNOME Programme, aber auch viele andere Programme, nutzten es, um ihre Konfiguration zu speichern. Aber mit dem Wechsel vom klassischen GNOME hin zu GNOME 3 und der GNOME Shell hat man dieses durch dconf ersetzt. Nun sollte man denken, dass heute gconf keine Rolle mehr spielt, aber das ist falsch. Bei jedem Ubuntu ist neben dconf immer noch gconf installiert, da der Wechsel immer noch nicht abgeschlossen ist und es deswegen immer noch Programme gibt, die auf gconf setzten und ohne dies nicht funktionieren könnten. Zusätzlich nutzen einige Anwendungen zwar schon dconf, haben aber immer noch Einstellungen in gconf hinterlassen, deren Änderung jedoch kein Einfluss mehr auf das Programm hat.

Unterschiede

Der Hauptunterschied zwischen gconf und dconf besteht darin, dass dconf eine binäre Datenbank nutzt, wo hingegen gconf auf viele kleine XML-Dateien setzt. Das Lesen von Binär-Dateien ist viel schneller als das Einlesen und Übersetzen von XML-Dateien, denn diese müssen erst von einem für Menschen lesbaren Code in einen für Maschinen lesbaren Code umgewandelt werden. Und dies kostet Zeit. Das ist aber auch gleichzeitig die größte Schwäche von dconf. Einzelne XML Dateien sind portabel, können von Menschen gelesen und verändert werden und falls eine Datei beschädigt ist, dann sind nur die Einstellungen, die diese Datei enthalten hatte verloren, aber alle anderen Einstellungen bleiben erhalten. Bei dconf hingegen existiert wie bei der Windows-Registry nur eine einzige riesige Datei, die man mit einem Editor nicht bearbeiten kann. Falls diese Datei einmal beschädigt ist, sind alle Einstellungen verloren.

dconf Einstellungen konfigurieren

Möchte man die Konfiguration eines Programms verändern, welches dconf benutzt, dann kann man dies entweder über den grafischen dconf-editor oder über den Terminal Befehl gsettings erledigen. Wie man genau vorgeht, wird im Unterartikel dconf erklärt.

gconf Einstellungen konfigurieren

Benutzt das Programm hingegen noch gconf, sollte man den grafischen gconf-editor oder den Terminal-Befehl gconftool-2 verwenden. Die Benutzung wird im Artikel gconf detailliert erläutert.

Intern

Extern

  • GSettingsMigration 🇬🇧 - Übersicht über den Fortschritt der Migration von gconf nach dconf

  • dconf 🇬🇧 im GNOME-Wiki

  • gconf 🇬🇧 beim GNOME-Projekt

Diese Revision wurde am 22. September 2019 20:51 von tekknokrat erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: GNOME 3, Übersicht, System, Shell, GNOME