Archiv/WLAN Ralink RT61

Archivierte Anleitung

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Hinweis:

Ab Ubuntu 6.06 LTS Dapper Drake ist der Treiber bereits enthalten und muss nicht gesondert installiert werden.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Paketen

  2. Ein Terminal öffnen

  3. Archive entpacken

  4. Restricted-Modules Linux-Headers: welche Version?

  5. Einen Editor öffnen

  6. Umgang mit Kernelmodulen (Treibern)

Inhaltsverzeichnis
  1. Vorbereitung
  2. Installation
  3. Konfiguration
  4. Problembehebung

Der Ralink RT61 Chipsatz wird vornehmlich in günstigeren Modellen eingesetzt. Ubuntu 5.10 Breezy Badger unterstützt die Karten nicht direkt, aber der Einbau der benötigten Treiber ist relativ einfach. - Quelle: Ubuntu-Forum 🇬🇧

Vorbereitung

Folgende Pakete müssen installiert werden [1]:

Installation

Desweiteren lädt man sich von der RaLink Homepage 🇬🇧 (unter Linux/RT61) die Treiber herunter.

Jetzt entpackt man den Treiber [3], öffnet ein Terminal [3] und begibt sich in das Verzeichnis Module in dem neuen Ordner. Zuerst kompiliert man mit

dos2unix Configure
./Configure
make all 

den Treiber. Das Configure Skript fragt nach dem Pfad der Kernel Sourcen, hier ist der passende Pfad einzutragen, also zum Beispiel /usr/src/linux-headers-2.6.15-26 einzutragen.

Danach erstellt man ein Verzeichnis für die Treibermodule

sudo mkdir /etc/Wireless
sudo mkdir /etc/Wireless/RT61STA 

und kopiert den den Treiber an diesen Ort

sudo cp *.bin /etc/Wireless/RT61STA
sudo cp rt61sta.dat /etc/Wireless/RT61STA 

Danach muss man das Treibermodul laden

sudo insmod rt61.ko 

Hinweis:

Nach einem Kernel-Update ist es erforderlich, diese Schritte erneut durchzuführen.

Konfiguration

Jetzt kann das Modul über die Datei /etc/Wireless/RT61STA/rt61sta.dat konfiguriert werden, die man in einem Editor mit Root-Rechten [5] öffnen kann.

Die Einstelloptionen sind in der ReadMe-Datei zum Modul beschrieben. Angepassen sollte man folgende Einträge:

SSID=<SSID des WLAN>
Channel= <ggf. eingestellter Kanal>
NetworkType=<Infra oder Adhoc>
AuthMode=<OPEN, SHARED, WEPAUTO, WPAPSK, WPA2PSK je nach Verschlüsselung (weitere Möglichkeiten siehe ReadMe-Datei)>
EncrypType=>NONE, WEP, TKIP (für WPA), AES (für WPA)>
KeyXType=<0 für hexadezimale, 1 für ASCI-Schlüssel>
KeyXStr=<WEP-Schlüssel 1-4)>
WPAPSK=<WPA-Schlüssel> (nur bei WPA)

Problembehebung

Aus nicht bekannten Gründen wird leider in der Regel ein beschädigtes Modul rt61pci geladen. Um dies zu überprüfen, öffnet man ein Terminal [2] und gibt

lsmod | grep rt61 

ein. Wird das Modul rt61 anzeigt, ist alles in Ordnung. Ist jedoch das Modul rt61pci geladen, entlädt man es mit

sudo modprobe --remove rt61pci 

Danach kann das korrekte Modul rt61 geladen werden:

sudo modprobe rt61 

Jetzt prüft man, ob das Wireless-Gerät (z.B. ra0) geladen wurde:

iwconfig 

Da das beschädigte Modul beim Systemstart zukünftig nicht geladen werden soll, muss rt61pci der Blacklist [6] hinzugefügt werden und rt61 geladen werden [6].

Als nächstes öffnet man die Alias-Datei /etc/modprobe.d/aliases [5] und fügt folgende Zeile hinzu:

alias ra0 rt61

Schließlich pflegt man noch die Datei /etc/network/interfaces. Hier kommentiert man die falsch erzeugten Einträge für wlan0 und ggf. wlanmaster aus (oder entfernt sie) und fügt folgendes hinzu (mit den eigenen IP-Adressen).

für statische IP:

iface ra0 inet static
wireless-essid <DEINE ESSID>
wireless-key <DEIN HEX-SCHLÜSSEL> oder s:<DEIN ASCII SCHLÜSSEL>
address <DEINE IP-ADRESSE>
netmask 255.255.255.0
gateway <IP DES ACCESS POINTS>
auto ra0

Bei Nutzung von DHCP:

iface ra0 inet dhcp
wireless-essid <DEINE ESSID>
wireless-key <DEIN HEX-SCHLÜSSEL> oder s:<DEIN ASCII SCHLÜSSEL>
auto ra0

Achtung!

Es wurde häufig berichtet, dass Netzwerkkarten mit der RT61 Chip unter Ubuntu Probleme bereiten. Die Netzwerkkarte wird von Ubuntu 6.06 zunächt ohne weiteres erkannt und wie oben beschrieben läßt sie sich auch konfigurieren und betreiben. Nach einem Neustart fährt Ubuntu allerdings nicht mehr hoch und das so lange bis die Konfiguration im /etc/network/interfaces eingetragen ist. Startet man im Failsafe Modus und bearbeitet man die Datei, indem man den Einträge für ra0 löscht, fährt Ubuntu wieder ordnungsgemäß hoch.