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Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. VCD erstellen mit Mencoder
    1. Pakete installieren
    2. MPG-Datei erstellen
    3. MPG-Datei aufsplitten
    4. Image erstellen
    5. CD Brennen
  2. RSVCD erstellen/brennen mit K3b
  3. Alternativen
  4. Alternativen, getestet mit Ubuntu 10.04.1

VCD erstellen mit Mencoder

In dieser Anleitung wird beschrieben, wie man aus einer Videodatei eine VCD erstellen kann, die der DVD-Player abspielen kann.

Pakete installieren

Folgende Pakete müssen installiert werden [1]:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install vcdimager mencoder 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://vcdimager,mencoder

MPG-Datei erstellen

Falls man noch keine entsprechende MPEG-Videodatei hat, muss sie erst mit MEncoder in das richtige Format gebracht werden. Dazu muss man zu erst ein Terminal öffnen [2] und folgenden Befehl

mencoder -oac lavc -of mpeg -ofps 25 -ovc lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=224:vcodec=mpeg1video:keyint=130:vrc_maxrate=1151:vrc_buf_size=327:vpsize=500 -af resample=44100:0:0 -vf scale=352:264,expand=352:288 /PFAD/ZUR/EINGANGSDATEI -o /PFAD/ZUR/Mpeg-Datei.mpg 

eingeben, wobei der zweite Wert bei scale (also die 264 im Beispiel) sich wie folgt errechnet: 352 * (Höhe des Videos/Breite des Videos)

/PFAD/ZUR/EINGANGSDATEI ist durch den Pfad zum ursprünglichen Video zu ersetzen. /PFAD/ZUR/Mpeg-Datei.mpg ist durch den Pfad zu ersetzen, an dem die neu erstellte Datei gespeichert werden soll.

Nach einiger Wartezeit (z. B. 700MB DivX-Datei ca. 50min) hat das Video das richtige Format, das den VCD-Standards entspricht.

MPG-Datei aufsplitten

Wenn die so erstellte mpg-Datei größer als 700 MB ist, kann sie recht einfach aufgesplittet werden. Hier das Beispiel für zwei CDs:

split -b 650m GroßerFilm.mpg Film
dd if=Filmaa of=FilmCD2.mpg count=2
cat Filmab >> FilmCD2.mpg
mv Filmaa FilmCD1.mpg 

Erklärung: Zuerst teilt man das zu große mpg auf in mpgaa und mpgab. Dann mit dd das Ende der CD1 an den Beginn der zweiten CD schreiben. Mit dem cat-Befehl wird nun daran der zweite Teil des Films angehängt, anschließend das Filmaa in ein .mpg umbenannt.

Image erstellen

Aus dem Video muss man nun noch ein Image erstellen, welches Brennprogramme verarbeiten können (bei einigen Brennprogrammen ist dieser Teil überflüssig):

Dazu folgenden Befehl in das Terminal [2] eingeben:

vcdimager --cue-file=./NameDesVideos.cue --bin-file=./NameDesVideos.bin /PFAD/ZUR/Mpg-Datei.mpg 

/PFAD/ZUR/Mpg-Datei.mpg ist die im letzten Schritt erstellte Datei.

CD Brennen

Jetzt muss das Image nur noch auf eine CD gebrannt werden. Dazu braucht man ein Brennprogramm, das .bin/.cue-Images brennen kann. Bei dem Brennprogramm Brasero z. B. muss man dafür erst die Option "Abbild brennen" aufrufen und dann die .cue-Datei auswählen.

Wenn alles glatt gelaufen ist, kann die neue VCD jetzt in den VCD-fähigen DVD-Player gelegt und genossen werden.

RSVCD erstellen/brennen mit K3b

Häufig wird man auch mit MPG-Dateien konfrontiert, die als sog. RSVCD-Dateien gekennzeichnet sind. Einige Anwender bevorzugen dieses Format, da hier ein kompletter Film auf einer einzigen CD-R Platz findet und die Bildqualität dennoch nicht zu schlecht ist.

Das Vorgehen gleicht dem obigen Vorgehen, nur dass man nicht mit mencoder umkodieren muss, sondern nur mit dem vcdimager ein Image erstellen (übernimmt K3b) und ein paar Änderungen in den Brenneigenschaften ändern muss.

Um diese Dateien mit K3b zu brennen, sind lediglich folgende Schritte durchzuführen:

  1. K3b starten und neues "Video-CD Projekt" erstellen

  2. Die gewünschte Datei in das Projekt ziehen

  3. Warnung mit "OK" quittieren

  4. "Projekt -> Eigenschaften -> Einstellungen" aufrufen

  5. Hier muss der Punkt "Video-CD-Typ automatisch auswählen" "deaktiviert" werden und links "Super-VCD" gewählt werden

  6. Nun noch den Haken bei "Fehlerhafte-SVCD-Modus aktivieren" "aktivieren"

  7. Anschließend das Eigenschaften-Fenster schließen und das "Projekt brennen"

Als Ergebnis sollte man eine VCD 2.0 haben, die mit den meisten aktuellen DVD-Playern kompatibel ist.

Diese Methode funktioniert analog auch mit XVCDs, MVCDs und ähnlichen VCD-Varianten.

Alternativen

Alternativen, getestet mit Ubuntu 10.04.1