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Datenbankmigration

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Alle Informationen und Strukturen, die in der Fotoverwaltung Archiv/Picasa erstellt und gespeichert werden (wie Alben, Personen, erkannte und zugeordnete Gesichter etc.), legt Picasa in einer Datenbank ab. Wie Google selbst verrät 🇩🇪, befindet sich die Picasa-Datenbank in den Ordnern Picasa2 und Picasa2Albums (auch noch bei Picasa 3.x). Möchte man auf ein neues System migrieren und die bestehenden Daten beibehalten, muss neben den Bildern auch diese Datenbank mit übernommen werden. Dieser Artikel setzt eine Picasa-Version ab 3.x voraus und beschreibt die Übernahme aller Daten auf ein neues System.

Vollständige Mitnahme aller Daten

Zunächst muss sichergestellt werden, dass sich alle Bilder am gleichen Ort wie im alten System befinden. Dazu kopiert man beispielsweise den Ordner ~/Bilder des alten Systems eins zu eins auf das Neue. Dies hat auch den Vorteil, dass alle von Picasa angelegten Informationen (die Ordner .picasaoriginals und Dateien namens Picasa.ini) gleich mit übernommen werden.

Auf dem neuen System muss Picasa installiert und einmal gestartet werden. Sollte Picasa bei diesem ersten Programmstart beginnen, Bilder einzulesen, sollte dieser Vorgang durch Schließen der Anwendung abgebrochen werden! Die dadurch teilweise erstellte Datenbank wird im Folgenden komplett durch die des alten Systems ersetzt.

Von Linux nach Wine

Je nach Picasa-Version befinden sich der Picasa-Datenbank-Ordner in unterschiedlichen Verzeichnissen. Da Picasa 2.7 nur noch von historischen Interesse ist, hier nur der Pfad für Picasa 3.0:

~/.google/picasa/3.0/drive_c/Documents and Settings/BENUTZERNAME/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Google

Diesen kopiert man an die neue Stelle

  • bis Wine 1.1 (Ubuntu 9.10):

    ~/.wine/drive_c/windows/profiles/BENUTZERNAME/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Google
  • ab Wine 1.2 (Ubuntu 10.04):

    ~/.wine/drive_c/users/BENUTZERNAME/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Google

und ersetzt die dort befindlichen Datenbank-Ordner.

Zusätzlich muss noch der gesamte .../BENUTZERNAME-Ordner nach ~/.google/picasa/3.0/drive_c/windows/profiles kopiert werden, sonst werden die Daten nur unvollständig in das neu installierte Picasa übernommen.

Von Wine nach Wine

Je nach Wine-Version befinden sich die Picasa-Datenbank-Ordner in unterschiedlichen Verzeichnissen des alten Systems:

  • bis Wine 1.1 (Ubuntu 9.10):

    ~/.wine/drive_c/windows/profiles/BENUTZERNAME/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Google
  • ab Wine 1.2 (Ubuntu 10.04):

    ~/.wine/drive_c/users/BENUTZERNAME/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Google

Diese müssen nun entsprechend der Wine-Version des neuen Systems in dessen Verzeichnisstruktur eingefügt werden.

Nutzt das neue System Wine 1.2 oder neuer, muss zusätzlich der gesamte .../BENUTZERNAME-Ordner in das neu-zu-erstellende Verzeichnis ~/.wine/drive_c/windows/profiles kopiert werden.

Picasa-Datenbank entfernen

Um die kompletten Picasa-Einstellungen inkl. der Datenbank der Linux-Version zu entfernen, reicht es aus, bei Picasa 2.7 mittels

rm -rf ~/.picasa 

bzw. bei Picasa 3.x mittels

rm -rf ~/.google/picasa/3.0 

den Picasa-Ordner im eigenen Homeverzeichnis zu löschen. Der jeweilige Ordner wird (einschließlich einer leeren Datenbank) beim nächsten Start von Picasa automatisch wieder angelegt. Mit diesen Befehlen werden sämtliche persönlichen Einstellungen gelöscht bzw. auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Diese Revision wurde am 5. Mai 2017 12:04 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Wine, unfreie Software, Grafik, Bildverwaltung