Archiv/Monkeys Audio

Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Archive entpacken

  2. Installation von Programmen

  3. Ein Terminal öffnen

  4. Pakete aus dem Quellcode erstellen

  5. Einen Editor öffnen

  6. Ein einzelnes Paket installieren

  7. Rechte für Dateien und Ordner ändern

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
    1. Manuell
    2. RareWares
    3. Deb-Multimedia
    4. PPA
  2. Benutzung
    1. Umwandlung von .ape-Dateien
    2. .ape- und .cue-Dateien
  3. Links

./monkeys_audio_logo.png Monkey's Audio 🇬🇧 ist ein verlustfreies Kompressions-Format für Audio-Dateien ähnlich dem FLAC-Codec. Es produziert Dateien mit der Endung .ape. Um diese Dateien unter Linux verwenden zu können, muss der Monkey's Audio Codec (MAC) installiert werden. Einige Anwendungen wie soundkonverter oder gnormalize können (oder konnten) über Plugins mit APE-Dateien umgehen, sie benötigen dazu aber ebenfalls den Codec. Ein gstreamer-Plugin 🇬🇧 für APE-Dateien wird offensichtlich nicht mehr weiterentwickelt.

Das Format ist für Linux daher nicht allzu interessant, manchmal geschieht es aber doch, dass man auf eine Monkey's Audio-Datei stößt und sie unter Linux verwenden möchte. Ein Projekt, das bisher den Codec für Linux bereitgestellt hat, ist wegen lizenzrechtlicher Probleme bei SourceForge 🇬🇧 entfernt worden. Daher ist es notwendig, den Codec mitsamt eines Patches aus dem Quellcode für Windows selbst zu kompilieren oder Fremdquellen zu verwenden.

Wiki/Icons/synaptic.png

Installation

Manuell

Quellen holen

Der Quellcode MAC_SDK_411.zip ⮷ steht auf der Homepage für Entwickler zur Verfügung. Das Archiv in einen beliebigen Ordner entpacken [1].

Der Patch für Linux ist als MAC_SDK_399_Linux.diff ⮷ erhältlich und muss in dasselbe Verzeichnis kopiert werden, in das auch das Code-Archiv entpackt worden ist.

Hinweis:

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Versionsnummer des Programm-Codes mit derjenigen des Patches übereinstimmt. Bsp.: MAC_SDK_399.zip und MAC_SDK_399_Linux.diff

Patchen

Für das Patchen muss folgendes Paket installiert[2] werden:

  • patch

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install patch 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://patch

Zum Patchen des Codes muss in einem Terminal [3] zuerst in dasjenige Verzeichnis gewechselt werden, in welches das Archiv entpackt und der Patch gespeichert worden ist. Danach ist folgender Befehl auszuführen (je nach Speicherort mit Root-Rechten):

patch -p0 < MAC_SDK_399_Linux.diff 

Kompilieren

Für das Kompilieren[4] müssen folgende Pakete installiert werden:

  • g++

  • nasm

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install g++ nasm 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://g++,nasm

Zudem ist im Unterordner /Source/Shared die Datei CircleBuffer.h zu editieren [5]. In den beiden Inline-Funktionen muss dort in einem Editor der Eintrag CCircleBuffer:: entfernt werden. Nun wird ins Unterverzeichnis /Source gewechselt. Dort kann nun mit make das Programm kompiliert werden [4] (da es sich um ein gepatchtes Windows-Programm handelt, ist weder ./configure noch make install, bzw. checkinstall notwendig oder sinnvoll).

Der Kompilierungsvorgang erstellt im Unterordner /Source eine Datei namens mac. Diese muss zur Benutzung ausführbar gemacht werden [7]:

chmod +x /PFAD/ZUM/ARCHIV/Source/mac 

RareWares

Alternativ kann man die nötigen Pakete für Monkey's Audio auch über Rarewares Debian-Paketquellen installieren. Informationen dazu finden sich auf RareWares.org 🇬🇧. Die Paketnamen lauten:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.

Deb-Multimedia

Im Debian Multimedia Repository 🇬🇧 findet man verschiedene Debian-Pakete, die sich auch unter Ubuntu installieren lassen.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

PPA

Für Ubuntu 12.04 existiert auch ein "Personal Package Archiv" (PPA).

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams g-christ zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Wiki/Icons/soundcontrol.png

Benutzung

Umwandlung von .ape-Dateien

Nun können nach folgendem Schema .ape-Dateien in .wav-Dateien umgewandelt werden (-d steht für decompress):

mac /PFAD/ZUR/AUSGANSDATEI.ape /PFAD/ZUR/AUSGABEDATEI.wav -d 

Oder für alle .ape-Dateien in einem Verzeichnis:

for f in *.ape; do mac "$f" "`basename "$f" .ape`.wav" -d; done 

Natürlich geht auch das umgekehrte, was aber wegen der mangelnden Kompatibilität zu Linux-Audioplayern nicht zu empfehlen ist. Als verlustfreies Kompressions-Format steht hier FLAC zur Verfügung. Wer dennoch .ape-Dateien erstellen will, kann mit der Option -c (für "compress") mit 1000, 2000, ..., 5000 den Grad der Komprimierung angeben (1000 = schwach, 5000 = sehr stark - die Umwandlung dauert entsprechend):

mac /PFAD/ZUR/AUSGANGSDATEI.wav /PFAD/ZUR/AUSGABEDATEI.ape -c2000 

.ape- und .cue-Dateien

Manchmal kommt man zu .ape- zusammen mit .cue-Dateien. Auch hier muss die .ape-Datei zuerst in ein .wav umgewandelt werden, bevor dann beispielsweise mit bchunk die umgewandelte .wav zusammen mit der .cue-Datei in einzelne .wav-Tracks aufgeteilt werden kann (wer die wav-Dateien in mp3 umgewandelt hat, kann dasselbe mit mp3splt vornehmen).

Ein sehr bequemes Tool zum Schneiden der .wav-Datei anhand der .cue-File ist z.B. K3b. Hier wird einfach die .cue-Datei geöffnet ("File -> Open" und unten bei "Filter" die Bezeichung "K3b Projekt" durch den allgemeinen Ausdruck "*.*" ersetzen, dann werden alle im Ordner enthaltenen Dateien angezeigt). Nachdem die .cue-Datei geöffnet wurde, können über "Project -> Convert Tracks" das gewünschte Format (wave, mp3, ogg) gewählt, sowie der Zielordner für die Dateien bestimmt werden.