ubuntuusers.de

Audiodateien umwandeln

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Wiki/Icons/Tango/audio-x-generic.png Die Umwandlung von Audiodateien eines bestimmten Formats in ein beliebiges anderes Format ist unter Linux in der Regel kein Problem – schwierig wird es eventuell nur dann, wenn es sich um exotische und/oder lizenzrechtlich geschützte Formate (Codecs) handelt.

Für die gängigen Formate wie Ogg/Vorbis, MP3, FLAC und WAV gibt es zahlreiche Programme mit grafischer Oberfläche, die die Umwandlung komfortabel machen. Programme, mit denen CDs ausgelesen (gerippt) und in verschiedenen Formaten abgespeichert werden können, werden im Artikel CDs rippen vorgestellt.

Achtung!

Viele Audioformate arbeiten „verlustbehaftet“ und verringern beim Umwandeln mehr oder weniger stark die Klangqualität. Wird eine Audiodatei von einem verlustbehafteten Format in ein anderes konvertiert (z.B. vom MP3 in Vorbis), wird die Qualität immer durch Generationsverlust verschlechtert. Ist das Quellformat jedoch ein verlustfreies (z.B. FLAC), besteht diese Gefahr nicht.

Für das inzwischen veraltete, aber besonders für Bootlegs noch genutzte Format Shorten (.shn) findet sich eine Anleitung zur Codec-Installation unter xcfa (Abschnitt „Externe-Encoder“).

Voraussetzungen

Damit die Umwandlung problemlos funktioniert und möglichst viele Dateiformate unterstützt werden, müssen zunächst einige Pakete installiert [1] werden:

  • faac (multiverse)

  • faad (universe)

  • flac (universe)

  • lame (universe)

  • libmad0 (universe)

  • libmpcdec6 (universe)

  • mppenc (universe)

  • vorbis-tools (universe)

  • wavpack (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install faac faad flac lame libmad0 libmpcdec6 mppenc vorbis-tools wavpack 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://faac,faad,flac,lame,libmad0,libmpcdec6,mppenc,vorbis-tools,wavpack

Programme mit grafischer Oberfläche

./audacity_logo.png

Audacity

Audacity ist ein freier, leicht zu bedienender und sehr mächtiger Audioeditor und -recorder für GNU/Linux, Mac OS X, Windows und andere Betriebssysteme.

./ffmulticonverter_logo.png

FF Multi Converter

FF Multi Converter ist eine übersichtlich gehaltene grafische Oberfläche, die sich zum Konvertieren von Audio-, Video-, Bild- und Dokument-Dateien eignet und die meisten populären Formate unter einer Anwendung unterstützt. Zum Konvertieren wird FFmpeg für Audio-/Video-Dateien, unoconv für Dokument-Dateien sowie ImageMagick für Bilder verwendet. Geschrieben in Python und Qt unterliegt diese Anwendung der GPL3 und gilt damit als freie Software.

freac_-_free_audio_converter/freac_128x128.png

fre:ac

fre:ac (früherer Name BonkEnc) ist ein freier Audiokonverter und Audio-CD-Ripper mit Unterstützung für verschiedene populäre Formate und auf Multicore-CPUs optimierte Encoder, mit dem auch Audio-CDs ausgelesen werden können.

./gnormalize_logo.png

gnormalize

gnormalize ist nicht nur ein Programm zur Umwandlung von Audiodateien, sondern auch ein CD-Ripper und -Player. Außerdem ist das Programm zur Normalisierung von Audiodateien geeignet.

./mhwaveedit_logo.png

mhWaveEdit

mhWaveEdit ist ein schlanker und unkompliziert zu bedienender Audio-Editor, der Audio-Dateien in alle gängigen Formate umwandeln kann.

./mp3gain_logo.gif

MP3Gain

MP3Gain ermöglicht das Anpassen des Lautstärke-Niveaus von MP3-Dateien, ohne diese neu kodieren zu müssen. Da es sich um ein reines Kommandozeilenprogramm handelt, sind im Laufe der Zeit mehrere grafische Oberflächen entstanden: MP3Gain-GUI.

./mp3splt-gtk_logo.png

mp3splt

Mit mp3splt kann man Dateien in den Format MP3 oder Ogg/Vorbis schneiden, ohne sie neu kodieren zu müssen.

Vorbis/oggconvert.png

OggConvert

OggConvert ist ein auf GStreamer-0.10 basierendes Programm, welches bis einschließlich Ubuntu 14.04 für die Konvertierung diverser Audioformate nach Ogg/Vorbis eingesetzt werden kann.

./soundconverter_logo.png

Soundconverter

Soundconverter hat eine einfache und selbsterklärende Oberfläche. Es unterstützt die Dateitypen MP3, Ogg/Vorbis, FLAC, WMA und WAV. Über das teilweise deutschsprachige Menü können verschiedene Einstellungen wie Dateiformat, Qualität (Bitrate) der Zieldatei, Speicherort usw. ausgewählt werden. Über die entsprechenden Knöpfe können dann einzelne Dateien oder ganze Ordner zur Umwandlung ausgewählt werden.

./soundkonverter_logo.png

soundKonverter

soundKonverter (mit K) ist ein Programm zur Umwandlung von Audiodateien für den KDE-Desktop. Es lassen sich auch CDs rippen. Außerdem besteht für bestimmte Formate die Möglichkeit, Replay Gain zu den Dateien zu berechnen.

./tragtor_logo.png

traGtor

traGtor ist eine grafische Oberfläche zum Konvertieren diverser Medienformate mittels FFmpeg. traGtor hat sich zum Ziel gesetzt, eine grafische Benutzeroberfläche für die schnelle Konvertierung einzelner Mediendateien zu bieten und möglichst ohne Benutzung der Kommandozeile dem Benutzer einen Großteil der wichtigsten Funktionen und Optionen zur Verfügung zu stellen. Sehr lehrreich, da die jeweils verwendeten Optionen nicht – wie bei anderen Programmen üblich – vor dem Benutzer versteckt werden.

./xcfa_logo.png

xcfa

xcfa (X Convert File Audio) konvertiert u.a. WAV, FLAC, Monkey’s Audio (.ape), WavPack, Ogg/Vorbis, M4a, AAC, Mpc und MP3. Sehr nützlich, wenn Audiodateien mit veralteten Codecs konvertiert werden sollen.

Skripte für Dateimanager

audio-convert

audio-convert 🇬🇧 ist ein Skript, das sich in den Dateimanager Nautilus integriert und die einfache Umwandlung von Audiodateien über das Kontextmenü ermöglicht. Es müssen die folgenden Pakete installiert werden:

  • nautilus-script-audio-convert (universe)

  • mplayer (universe)

  • nautilus-script-manager (universe )

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install nautilus-script-audio-convert mplayer nautilus-script-manager 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://nautilus-script-audio-convert,mplayer,nautilus-script-manager

Das Skript muss zunächst als Plugin für Nautilus registriert werden. Dazu dient der folgende Befehl im Terminal [3]:

nautilus-script-manager enable ConvertAudioFile 

Abschließend muss Nautilus neu gestartet werden:

nautilus -q 

Wählt man nun in Nautilus eine Audiodatei aus und klickt diese mit der rechten Maustaste an, kann man über "Scripts → ConvertAudioFile" das gewünschte Zielformat wählen. Unterstützt werden die Formate MP3, Ogg/Vorbis, MPC, AAC und WAV. Danach kann man angeben, ob man die Metatags der Datei auf die neue Datei übertragen will. Anschließend kann die Qualität festgelegt werden. Als Zielordner wird grundsätzlich der Ordner der Quelldatei benutzt.

Falls nach der Installation im Kontextmenü unter "Scripts" nichts zu sehen ist, könnte es daran liegen, dass das Skript im falschen Verzeichnis liegt, wie im Artikel Nautilus/Skripte angedeutet. Dann hilft es, das Skript von ~/.gnome2/nautilus-scripts/ nach ~/.local/share/nautilus/scripts/ zu kopieren.

audiokonverter

audiokonverter 🇬🇧 (man beachte das k) ist ein Skript, mit dessen Hilfe sich aus dem Kontextmenü des KDE-Dateimanagers Konqueror heraus Audiodateien umwandeln lassen. Die Installation ist denkbar einfach. Die beiden folgenden Pakete sind unter KDE 4 standardmäßig installiert, unter anderen Oberflächen müssen sie nachinstalliert [1] werden:

  • konqueror (universe)

  • konsole (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install konqueror konsole 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://konqueror,konsole

Während der Installation unter einer anderen Desktop-Umgebung als KDE werden u.U. noch weitere Pakete benötigt.

Nun lädt man audiokonverter von dessen Homepage 🇬🇧 ⮷ herunter und entpackt [4] die Datei in das eigene Homeverzeichnis. In einem Terminal [3] wechselt man in den gerade entpackten Ordner und führt dort zur Installation folgenden Befehl aus:

sudo ./install.sh 

Die Installation sollte selbsterklärend sein. Klickt man nun im Konqueror eine (unterstützte) Audiodatei mit der rechten Maustaste an, kann man unter "Aktionen → umwandeln in" den Zieltyp der Datei wählen. Unterstützt werden die Formate MP3, Ogg/Vorbis, M4a, FLAC und WAV. Während der Umwandlung wird man nach dem gewünschten Zielverzeichnis gefragt.

Kommandozeilenprogramme

Wiki/Icons/terminal.png Folgende Programme werden im Terminal [3] ausgeführt.

swftools

Mit dem in swftools enthaltenen swfextract kann man aus swf-Datein (flash) den Audio-Stream extrahieren.

SoX

SoX ist ein sehr leistungsfähiger Audiokonverter und Effektfilter.

FLAC

FLAC ist ein Audio-Codec mit verlustfreier Komprimierung („Lossless Codec“). Im Gegensatz zu verlustbehafteten Verfahren („Lossy Codecs“) – wie beispielsweise Vorbis oder dem weit verbreiteten MP3 – ist es bei der Verwendung von FLAC möglich, das Audiomaterial auch nach dem Dekodieren ohne Qualitätseinbußen vollständig wiederherzustellen.

LAME

LAME ist ein plattformübergreifendes Open Source Projekt zur Erzeugung von MP3-Audiodateien, z.B. aus (unkomprimierten) WAV-Dateien.

faac

faac ist ein Codec, welcher verlustbehaftet in das AAC-Format konvertiert. AAC ist Teil der MPEG-2 und MPEG-4 Spezifikation und kommt u.a. auf Apple-Geräten zum Einsatz. Im Vergleich zu MP3 sind mittels AAC bei gleicher Datenrate in der Regel bessere Qualitäten des komprimierten Audiomaterials erreichbar.

Der gleichnamige Befehl faac erwartet die Eingabedatei standardmäßig im .wav-Format. Der Befehlsaufruf für die Encodierung lautet dann im einfachsten Fall:

faac -o ausgabe.aac eingabe.wav 

faac kennt eine Reihe von Optionen, die in der Man-Page nachgelesen werden können.

Um z.B. eine bestehende MP3-Dateien ins AAC-Format auf der Kommandozeile umzuwandeln kann die MP3-Datei mittels mpg123 abgespielt und der Datenstrom mittels faac nach AAC encodiert werden:

mpg123 -s input.mp3 | faac -P -X -w -o output.m4b - 

vorbis-tools

Die vorbis-tools enthalten den Ogg/Vorbis-Encoder oggenc, den Decoder oggdec, den Ogg/Vorbis-Kommandozeilen-Player ogg123, das Werkzeug ogginfo zur Anzeige von Ogg/Vorbis-Metadaten, den Ogg/Vorbis-Datei-Splitter vcut und den Metadaten-Editor vorbiscomment.

Um Dateien vom Wave-Format ins Ogg/Vorbis-Format oder umgekehrt umzuwandeln, bietet oggenc folgende Befehlsoptionen:

WAV zu Ogg/Vorbis

oggenc -b 256 *.wav        #alle Wave-Dateien werden mit der Bitrate 256 kbps umgewandelt 

Alternativ zur Bitrate kann man vor der Ausführung des Befehls auch die gewünschte Qualität angeben (0-9; 6 ist schon sehr gut):

oggenc stueck1.wav -q 6 -o track_001.ogg 

Ogg/Vorbis zu WAV

oggdec *.ogg               #alle Ogg-Dateien in WAV umwandeln 

Weiterführende Informationen findet man im Artikel Vorbis.

Perl Audio Converter

Der Perl Audio Converter konvertiert eine Vielzahl von Formaten (auch das Extrahieren des Sounds aus Videoformaten ist möglich), bringt optional eine grafische Benutzeroberfläche mit und lässt sich in verschiedene Dateimanager einbinden.

Stapelverarbeitung

Als Stapelverarbeitung oder Batch-Betrieb bezeichnet man die Konvertierung mehrerer Dateien in einem Rutsch. Das kann insbesondere auf der Kommandozeile sehr nützlich sein.

Mehrere Dateien

Sollen mehrere Dateien auf einmal umgewandelt werden, kann dies mit einem einzeiligen Shellskript sehr einfach erfolgen. Im folgenden allgemeinen Beispiel wird davon ausgegangen, dass mit dem Programm foobar alle Dateien im aktuellen Verzeichnis mit der Endung .ALT in Dateien mit der Endung .NEU im entsprechenden Format konvertiert werden:

for i in *.ALT; do foobar "$i" -o "`basename "$i" .ALT` .NEU"; done;  

Benötigt das jeweilige Programm noch Optionen, so sind diese hinter dem Programmnamen einzufügen.

Beispiele:

  • Alle WAV-Dateien in das Format Ogg/Vorbis mit der Qualitätsstufe 6 umwandeln:

    for i in *.wav; do oggenc "$i" -q 6 -o "`basename "$i" .wav` .ogg"; done; 

  • MP3-Dateien mit der Qualitätsstufe medium rekodieren. Dies kann z.B. sinnvoll sein, wenn man MP3-Dateien mit hoher Bitrate "kleiner" machen möchte:

    for i in *.mp3; do lame --preset medium "$i" -o "`basename "$i" .mp3`_medium.mp3"; done; 

    Da sich hier weder Dateiendung noch Dateiname ändern, man aber die Ursprungsdateien nicht überschreiben will, wird hier zu dem Trick gegriffen, die Dateiendung „.mp3“ zu entfernen und anschließend nicht nicht nur eine neue Endung .mp3 angehängt wird, sondern zusätzlich auch noch der Dateiname um _medium erweitert wird. Die Syntax des Befehls ändert sich dadurch nicht.

  • M4a-enkodierte Dateien mit GStreamer in das MP3-Format umwandeln:

    for i in *.m4a; do gst-launch-0.10 filesrc location="$i" ! faad ! audioconvert ! audio/x-raw-int,rate=44100,channels=2 ! lame name=enc mode=1 quality=2 vbr=0 bitrate=128 ! xingmux ! id3v2mux ! filesink location="`basename "$i" .m4a`.mp3"; done 

    Für alle Quelldateien mit der Endung .m4a wird hier gst-launch mit der als Eingabe definierten Quelle ausgeführt. Anschließend wird die Datei mit den Codecs in Joint Stereo, Standardqualität und konstanter Bitrate von 128 kBit/s dekodiert und umgewandelt sowie der Dateinamen geändert. Die Originaldateien bleiben bestehen.

  • OGG-Dateien nach MP3 umwandeln:

    for i in *.ogg; do oggdec -o - "$i" | lame -v - "`basename "$i" .ogg`".mp3; done  

Mehrere Dateien mit Unterverzeichnissen

Mit der folgenden Zeile lassen sich auch leicht ganze Verzeichnisbäume durchlaufen, um so z.B. alle WAV-Dateien in das Ogg/Vorbis-Format umzuwandeln:

find ./ -iname '*.wav' -print0 | xargs -0 -n1 -P4 oggenc -q6 

Der Befehl muss dabei in dem Ordner ausgeführt werden, der die anderen Unterordner enthält. Der Ogg/Vorbis-Encoder legt dabei in den entsprechenden Verzeichnissen neue Dateien mit demselben Dateinamen, aber neuer Endung .ogg an. Mit der Option -Pn für xargs (n=1,2,3,...) lassen sich n Prozesse von oggenc parallel starten.

Ähnlich funktioniert das auch für MP3-Dateien mit dem Encoder lame:

find ./ -iname '*.wav' -print0 | xargs -0 -n1 -P4 lame --preset standard  

Auch hier werden mit der Option -P4 vier Prozesse gestartet.

dir2ogg

Eine weitere sehr bequeme Möglichkeit bietet das Programm dir2ogg mit den Parametern -d (nur das übergebene Verzeichnis) und -r (auch alle Unterverzeichnisse). Möchte man beispielsweise im Verzeichnis ~/Musik/klassik und allen Unterordnern zu allen Audiodateien der Formate MP3, WAV, M4a und WMA ein Ogg/Vorbis-Pendant erstellen, kann folgender Befehl verwendet werden:

dir2ogg -r ~/Musik/klassik/ 

Real Audio umwandeln

Das Format Real Audio wird hauptsächlich für Streams im Internet verwendet, z.B. von manchen Online-Radiosendern. Diese Streams kann man mit geeigneten Werkzeugen speichern. Abspielen lassen sich Real-Audio-Dateien unter Linux von vielen Playern, vorausgesetzt man hat den richtigen Codec installiert. In vielen Fällen möchte man jedoch Dateien im Format "Real Audio" (.ra) in ein gängiges Format wie MP3 oder WAV umwandeln, um sie z.B. auf CD zu brennen oder auf einem mobilen Abspielgerät zu nutzen.

Die Umwandlung ist unter Linux kein Problem. Hierfür bieten sich u.a. die Programme MPlayer und FFmpeg an. Beide benutzen für die Konvertierung in ein anderes Format die Codec-Bibliothek des folgenden Pakets:

  • libavcodec-extra (universe, enthält zusätzliche Codecs)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libavcodec-extra 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://libavcodec-extra

Dieses muss also, neben dem jeweiligen Programm, installiert [1] sein.

Die Umwandlung mit Hilfe von FFmpeg geschieht mit Hilfe des folgenden Befehls im Terminal [3]:

ffmpeg -i Quelldatei.rm Zieldatei.wav 

Das -i steht für input, also Eingabe. Bei der Zieldatei muss man neben dem gewünschten Namen natürlich auch die entsprechende Endung für das gewünschte Zielformat angeben.

Benutzt man den MPlayer, so ist die entsprechende Zeile etwas komplizierter aufgebaut:

mplayer -ao pcm:file=Zieldatei.wav Quelldatei.rm 

Hier sind Quelldatei und Zieldatei genau anders herum angegeben. -ao bedeutet audio output.

WMA

Das proprietäre Windows Media Audio-Format (.wma) von Microsoft findet man bei manchen Onlineshops, da es zu den Audioformaten gehört die DRM-fähig sind.

Um alle WMA-Dateien in einem Ordner in MP3-Dateien umzuwandeln, können die folgenden Kommandos vom Quellordner aus benutzt werden:

MPlayer

Zur Nutzung des MPlayers (die neu erzeugten Dateien sind ähnlich groß wie die Originaldatei) muss folgender Befehl angewandt werden:

for i in *.wma ; do mplayer -vo null -vc dummy -af resample=44100 -ao pcm:waveheader "$i" && lame --preset standard audiodump.wav -o "`basename "$i" .wma`.mp3"; done; rm -f audiodump.wav 

ffmpeg

Zur Nutzung von FFmpeg (die neu erzeugten MP3-Dateien haben nur noch ca. 33% der Original-WMA-Dateigröße) müssen die entsprechenden Codecs installiert sein. Dann verwendet man folgenden Befehl im aktuellen Verzeichnis:

for i in *.wma; do ffmpeg -i "$i" "${i%.*}.mp3"; done 

Diese Revision wurde am 3. Mai 2020 13:39 von noisefloor erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Übersicht, Multimedia