ubuntuusers.de

JeOS

Archivierte Anleitung

Dieser Artikel wurde archiviert. Das bedeutet, dass er nicht mehr auf Richtigkeit überprüft oder anderweitig gepflegt wird. Der Inhalt wurde für keine aktuell unterstützte Ubuntu-Version getestet. Wenn du Gründe für eine Wiederherstellung siehst, melde dich bitte in der Diskussion zum Artikel. Bis dahin bleibt die Seite für weitere Änderungen gesperrt.

JeOS ist eine (weitere) Ubuntu-Variante, welche speziell für den Einsatz in virtuellen Maschinen optimiert wurde. JeOS, gesprochen wie das englische "Juice", steht für Just enough Operating System. Es handelte sich hierbei um eine modifizierte Variante der Server-Version von Ubuntu. Der Hauptunterschied ist ein auf virtuelle Maschinen optimierter Kernel.

JeOS war besonders auf den Einsatz in Kombination KVM optimiert, aber auch für andere Virtualisierungs-Lösungen wie VirtualBox und QEMU geeignet. Ab Ubuntu 8.10 ist diese Version als Option in die normale Server-Version integriert.

JeOS sollte wirklich nur in virtuellen Maschinen installiert werden, da JeOS den so genannten "virtuellen Kernel" verwendet, dessen Treiberunterstützung deutlich reduziert ist. Somit eignet sich JeOS ideal zum Einsatz als Virtual Appliance, also als Basis für virtualisierte Serverdienste oder als Plattform für Produktpräsentationen. Wer ein minimales System benötigt, nutzt besser die Server-Variante von Ubuntu bzw. die Minimal-Installation von Ubuntu.

Installation

JeOS ist in der Server CD integriert. Für die Installation muss nur mit F4 Eine minimale virtuelle Maschine installieren (Install a minimal virtual machine) ausgewählt werden.

Für Ubuntu 8.04 konnte ein ca. 100 MB großes Image heruntergeladen werden.

Danach kann man JeOS wie gewohnt in der VM installieren, die Installation entspricht der Alternate Installation.

Benutzung

Die VM kann mit JeOS wie gewohnt gestartet werden, der Bootvorgang ist identisch mit dem des "normalen" Ubuntu. JeOS bringt standardmäßig keine graphische Oberfläche mit, der Login erfolgt also in der Textkonsole.

In der Grundinstallation bringt JeOS kaum weiteren Funktionen mit. Ausgehend von der Grundinstallation kann man dann aber eigene, maßgeschneiderte Systeme erstellen, welche später in der VM laufen und auch von der Optimierung von JeOS auf die virtuellen Umgebung profitieren sollten.

Ein möglicher Einsatz von JeOS ist z.B. die Erstellung von virtuellen Maschinen, welche auf eine bestimmte Anwendung optimiert sind und dann in einem Netzwerk mehreren Nutzern zur Verfügung gestellt werden können.

JeOS und VirtualBox

Es wird für JeOS ein angepasster Kernel für die Server-Edition verwendet (linux-image-virtual). Der dafür nötige PAE-Support musste in der Virtualbox explizit aktiviert werden (zu finden unter Allgemein / Erweitert / PAE/NX. Falls der Host-Rechner PAE nicht unterstützt, muss man den generic-Kernel installieren, um JeOS nutzen zu können.

Diese Revision wurde am 19. April 2013 13:28 von frustschieber erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Server, Ubuntu, Emulation und Virtualisierung, Installation