Archiv/GoGear

Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Bearbeiten von Paketquellen

  3. Ein Terminal öffnen

  4. Archive entpacken

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Dateien auf das Gerät übertragen
  3. Golb benutzen
  4. Syntax
  5. 2. Flashspeicher-Geräte-SAxxx

Der Festplatten-MP3-Player GoGear von Philips nutzt zur internen Verwaltung eine SQLite-Datenbank. Dadurch ist es leider nicht möglich, die MP3-Dateien einfach "nur" auf den Player zu kopieren, da jede Playlist und MP3-Datei dort eingetragen werden muss. Philips selbst bietet für diese Geräte keine Software für Linux an, sondern nur für Windows. Da man aber nicht auf seinen geliebten MP3-Player unter Linux verzichten möchte, gibt es "golb" 🇬🇧 . Golb steht für GoGear on Linux boxes.

Dies ist ein sehr schönes Konsolenprogramm, was aber niemanden abschrecken sollte, da es wirklich sehr einfach zu handhaben ist. Da das Programm so schlank ist, gibt es sogar einen sehr großen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem Windows-Pendant Musicmatch Jukebox.

Installation

Das Programm benötigt folgende Pakete, die zuvor installiert werden müssen [1]:

Zusätzlich benötigt man noch das vorkompilierte Programm ("golb x86 binary") von der Projektseite 🇬🇧 .

Nachdem man das Archiv heruntergeladen hat, muss man dieses mit Root-Rechten nach /opt/golb entpacken [4]. Um mit golb systemweit arbeiten zu können, muss man einen symbolischen Link in /usr/local/bin erstellen. Dafür öffnet man ein Terminal [3] und gibt folgenden Befehl ein:

sudo ln -s /opt/golb/golb /usr/local/bin/golb 

Dann kann man das Programm im Terminal aus ordnerunabhängig mit

golb [OPTION]... 

starten.

Hinweis:

In /opt können vom Benutzer selbst installierte Programme, die nicht als Pakete vorliegen, (optional) installiert werden. In /usr/local/bin sind die meisten Links zu den Binärpaketen zu finden sind. Hier schaut das System dann nach, wenn man ein Programm in der Konsole aufruft. Siehe auch Verzeichnisstruktur.

Dateien auf das Gerät übertragen

Sobald man das Gerät an den Computer anschließt, wird es als Wechseldatenträger erkannt und in /media eingehängt. Nun kann man auf das Gerät zugreifen, wie auf eine Festplatte, CD etc. Alle Dateien, die das Gerät abspielen soll, müssen nicht zwangsläufig in das Verzeichnis _system/media/audio/ auf dem Gerät kopiert werden, da golb den kompletten MP3-Player durchsucht. Die MP3-Dateien dürfen sich dabei auch in Unterordnern befinden, d.h. man kann die MP3-Dateien für ein Album in einem Ordner kopieren. Sind die Dateien vollständig auf dem Gerät übertragen, kann die Datenbank für den Player erstellt werden. Hierfür navigiert man in das "Root"-Verzeichnis des Gerätes.

Golb benutzen

Man navigiert als erstes in das Root-Verzeichnis des Players im Terminal [3] mit dem Befehl

cd /media/Gerät 

Als nächstes ruft man im Root-Verzeichnis nur noch golb auf und setzt die gewünschten Optionen, mit dem Befehl

golb -f _system/media/audio/MyDb 

erzeugt man eine neue Datenbank und durchsucht den Player nach Dateien. Die Option -f bewirkt, dass die alte Datenbank mit der neuen ersetzt wird. Dies dauert je nach Umfang der Dateien auf dem Gerät einige Zeit. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, bekommt man wieder eine neue leere Zeile für die Eingabe.

Nachdem alle Aktionen abgeschlossen sind, kann das Gerät "sicher entfernt" werden und vom USB-Steckplatz abgezogen werden.

Syntax

Golb benutzt folgende Syntax:

golb [Option] [Pfad zu Datenbank] 

Weitere Optionen
-dsucht im aktuellen Verzeichnis
-füberschreibt die bereits existierende Datenbank ohne Nachfrage
-vgibt alle Programmaktionen aus
-xfügt nur die MP3-Dateien hinzu, jedoch keine Playlisten
--helpgibt die gesamte Hilfe aus
--versiongibt die aktuelle Version aus

2. Flashspeicher-Geräte-SAxxx

Falls diese Geräte nicht automatisch erkannt werden sollten, kann man versuchen dies über Gnomad2 zu erreichen. Gnomad2 unterstützt seit einiger Zeit Media Transfer Protocol (MTP), was anscheinend benötigt wird um mit den MP3 Player zu kommunizieren.

Getestet mit :