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Ear Candy

Archivierte Anleitung

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./Earcandy.png Ear Candy 🇬🇧 ist ein Programm, mit dem die Audioausgabe automatisch zwischen Anwendungen per Ducking über Ein-/Ausblenden des Tons gesteuert werden kann. Meldet sich beispielsweise Skype, während gerade einen Film läuft, regelt Ear Candy automatisch die Lautstärke des Films nach unten und die von Skype nach oben.

Welche Anwendungen Ear Candy dabei berücksichtigt, stellt der Benutzer selbst ein. Einige Umschaltungen funktionieren von vornherein automatisch (z.B. beim Skype-Anruf). Den Level, auf den der Lautstärkepegel des Originalprogramms sinkt, kann der Anwender manuell angeben. Ear Candy benötigt eine PulseAudio-Installation, auf die es aufbaut.

Funktionen:

Es sollen in Zukunft weitere Funktionen hinzugefügt werden. Es ist geplant, einige Merkmale, die Ear Candy bereitstellt, in PulseAudio zu integrieren.

Installation

Ear Candy ist nur noch für Ubuntu 12.04 in den offiziellen Paketquellen enthalten. Installiert werden muss das folgende Paket [1]:

  • earcandy (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install earcandy 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://earcandy

Einstellungen

./Ear_Candy-ApplicationRules.png Nach erfolgreicher Installation kann earcandy gestartet werden [2]. Das Programm ist nach dem Start im GNOME-Panel über ein Applet im Benachrichtigungsfeld zu erreichen. Mit einem rechte Maustaste-Klick → "Preferences" gelangt man zu den Einstellungen.

Application Rules

Unter diesem Reiter kann man festlegen, welches Programm wie konfiguriert werden soll. Es werden hier nur die Programme angezeigt, die gerade geöffnet sind. Wenn man im "Display"-Fenster im Propdown-Menü auf "All Rules" klickt, bekommt so alle Programme aufgelistet, die sinnvollerweise mit Ear Candy gesteuert werden können und sollen; es lassen sich auch weitere Programme hinzufügen. Unter Version 0.9 ist diese Funktion nicht mehr gegeben, dort lassen sich nur aktuell ausgeführte Programme regeln.

Hat man ein Programm per Doppelklick ausgewählt, hat man einige Einstellungsmöglichkeiten:

Application Rules
Funktion Beschreibung
"Description" Namen des Programms festlegen
"Max Volume" Festlegen, wie hoch die Lautstärke sein wird, wenn von einem Programm auf ein anderes umgeschaltet worden ist. Hat man beispielsweise 80% bei Skype eingestellt wird ein eingehender Anruf auf 80% der Lautstärke stattfinden.
"Category" Ein Programm einer Gruppe zuordnen. Die gängigsten Anwendungen sind schon vorkunfiguriert: VLC gehört beispielweise schon der Gruppe "Video Player" an. Dabei sind die Angaben "hierarchisiert", weiter oben stehende Kategorien haben bei der Wiedergabe den Vorrang. Gleiche Kategorie sollte dazu führen, dass das jeweils im Fokus stehende Fenster den Vorrang hat.
"Fix" Festlegen, ob die automatische Erkennung der Lautstärkeregelung ("Volume Meter Detection") verwendet werden soll
"Fade" Einstellen, ob die Lautstärkeregelungen übergeblendet werden sollen oder nicht
"Advanced client matching rules" Hier sollte man nichts verstellen - nur für Fortgeschrittene.

Advanced

Hier kann man einstellen, ob Ear Candy im Benachrichtungsfeld des GNOME-Panels angezeigt werden soll, ob beim Einstecken eines USB-Lautsprechers automatisch zu diesem umgeschaltet werden soll und ob Ear Candy im Autostart stehen soll.

Alternativen

Eine ähnliche Funktion ist z.B. für Mediaplayer bei Verwendung einer Fernbedienung auch mit einer passenden LIRC-Konfiguration erreichbar, siehe Lirc-Anwendungsbeispiele.

Diese Revision wurde am 14. Mai 2017 15:06 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Videoplayer, Audioplayer, Multimedia